alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘zensur’ tag

Freiheit statt Angst

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http://netzpolitik.org/2009/freiheit-statt-angst-die-groesste-buergerrechts-demo-aller-zeiten-steht-bevor/ http://www.ccc.de/updates/2009/demo-berlin?language=en

Auf die Straße: Für Frei­heit, Demo­kra­tie und gegen Zensur!

Sep­tem­ber 05, 2009 (frankro) Der Über­wa­chungs– und neu­er­dings auch Zen­sur­wahn hat im Super­wahl­jahr 2009 nicht nach­ge­las­sen. Der Chaos Com­pu­ter Club (CCC) ruft daher gemein­sam mit dem Arbeits­kreis Vor­rats­da­ten­spei­che­rung zur Teil­nahme an der Groß­de­mons­tra­tion “Frei­heit statt Angst” am 12. Sep­tem­ber 2009 in Ber­lin auf. Treff­punkt ist um 15 Uhr am Pots­da­mer Platz.

Wir den­ken: Es reicht nicht, dar­auf zu war­ten, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die hys­te­ri­schen “Sicher­heits­po­li­ti­ker” viel­leicht mal wie­der zur Ord­nung ruft. Es ist viel­mehr Zeit, den in kol­lek­ti­ver Ter­rorpsy­chose ver­fan­ge­nen Polit­dar­stel­lern zu zei­gen, was wir von ihrer Sei­fen­oper hal­ten. Die Gele­gen­heit ist güns­tig, denn wir haben bald wie­der die Wahl und müs­sen klar­ma­chen, was unsere Prio­ri­tä­ten sind. Infor­ma­ti­ons­frei­heit und digi­tale Bür­ger­rechte sind keine Selbst­ver­ständ­lich­keit mehr und brau­chen daher eine starke Stimme auf der Straße, nicht nur im Netz.

Wir wis­sen: Demons­trie­ren macht sexy, ver­bes­sert die Mus­ku­la­tur und schafft Mög­lich­kei­ten zur per­sön­li­chen unbe­lausch­ten Fra­ter­ni­sie­rung mit Gleich­ge­sinn­ten. Des­halb: Bringt Eure tol­len T-Shirts, Pla­kate, Oma, alle Euch bekann­ten Mobil­te­le­fon­be­sit­zer, frei­heits­ver­liebte Nach­ba­rin­nen und Luft­bal­lons mit und kommt auf die Straße. Wir schrei­ben es den Inter­net­aus­dru­ckern ins Stamm­buch: Weni­ger Frei­heit bringt uns nicht mehr Sicher­heit, Stopp­schil­der ret­ten kein Kind. ”

Ich wär je gern hin…geht Ihr wenigs­tens hin.

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September 11th, 2009 at 5:00 pm

Zypries in der taz

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Nein, Fefe, keine Sorge ich schreibe nicht unüber­legt von Dir (Netzpolitik.org schreibts ja auch)  ab. Aber Du nimmst mir eben alle Worte vor­weg (und das muss ich ein­fach alles zitie­ren): http://blog.fefe.de/?ts=b457e9d5

[l] Die Zypries hat der taz ein Inter­view gege­ben, http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/die-piraten-sind-mir-zu-konservativ/

bei dem sich die Bal­ken nur so bie­gen. Ich kann da gar kei­nen beson­ders schlim­men Teil raus­grei­fen, weil das nur so ein Feu­er­werk an schlim­men Tei­len ist. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass wir nicht mehr mit ihr reden wol­len, weil sie das Zen­sur­ge­setz gemacht hat, obwohl wir ihr alle Argu­mente dage­gen in die Hand gege­ben haben. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass die Leute die Pira­ten­par­tei der SPD vor­zie­hen, obwohl sie bei den Pira­ten keine Posi­tion zu “Arbeits­markt, Chan­cen­ge­rech­tig­keit, Wirt­schafts– und Finanz­krise” hat.

Was war noch gleich das SPD-Modell dazu? Arbeits­markt? Hat die SPD mit Ein-Euro-Jobs und Hartz IV nach­hal­tig zer­stört. Chan­cen­ge­rech­tig­keit ist ein übel­keits­er­re­gen­der Neocon-Kampfbegriff, mit des­sen Benut­zung sie sich krass demas­kiert hat, wahr­schein­lich ohne es zu mer­ken. Chan­cen­ge­rech­tig­keit sagt näm­lich, dass die Leute nicht ein Recht auf gutes Leben haben müs­sen, son­dern nur die Chance auf gutes Leben, d.h. wenn man jedem ein Lot­te­rie­los in die Hand drückt, hat man Chan­cen­ge­rech­tig­keit, und das ist ja auch genau das, was INSM und ihre Jün­ger gerne errei­chen wol­len. Die Leute sol­len alle arm gehal­ten wer­den, aber mit Taschen­spie­ler­tricks wie “Chan­cen­ge­rech­tig­keit” ver­arscht man sich hin­rei­chend, dass sie das mit sich machen las­sen. Und die Wirt­schafts­krise hat die SPD ja auch her­vor­ra­gend in den Sand gesetzt mit ihrer Ban­ken­ret­tung und der resul­tie­ren­den Mons­ter­ver­schul­dung für jeden von uns. Wenn ich mir das mal so angu­cken, dann wäre in jedem die­ser Punkte kein Pro­gramm bes­ser gewe­sen als das SPD-Programm.

Aber wei­ter im Text. Da kom­men dann so Höhe­punkte wie

Ja, selbst­ver­ständ­lich nehme ich die Sor­gen der Inter­net­ge­meinde sehr ernst. Ich habe das immer getan und auch öffent­lich deut­lich gemacht. Ich befinde mich kon­stant im Dia­log mit Ver­tre­tern der Inter­net­ge­meinde. und Aber wenn ich etwas poli­tisch für rich­tig halte, dann kann ich das nicht fal­len las­sen, weil eine bestimmte Gruppe der Inter­net­nut­zer droht, eine andere Par­tei zu wäh­len. Das hätte mit kon­se­quen­ter und gerad­li­ni­ger Poli­tik nichts zu tun. Aha, das Ein­füh­ren von Inter­net­zen­sur ist also kon­se­quent und gerad­li­nig. Mit ande­ren Wor­ten: die Lang­zeitstra­te­gie der SPD kul­mi­niert zwangs­läu­fig in der Ein­füh­rung von Zen­sur. Das ist ja mal eine starke Aus­sage. Ich gebe ihr natür­lich voll­um­fäng­lich Recht an der Stelle, bezweifle aber, dass sie ver­stan­den hat, was sie da gerade zuge­ge­ben hat.

Oh und noch eine schöne “belei­digte Leber­wurst” Stelle:

Und es ist ja nicht so, dass wir nicht mit den Kri­ti­kern der Inter­net­sper­ren gere­det hät­ten. Ihre Argu­mente sind berück­sich­tigt wor­den, wir haben die Rege­lung eng aus­ge­stal­tet, Rechts­schutz ein­ge­baut und das Ganze auf drei Jahre befris­tet. Zur Wahr­haf­tig­keit im poli­ti­schen Dis­kurs würde es gehö­ren, das auch anzu­er­ken­nen. HAHAHAHA, oh und wie wir das aner­kannt haben. Kei­ner von uns hat ver­ges­sen, dass Frau Zypries per­sön­lich an dem Gesetz geschrie­ben hat, dass in Deutsch­land die Inter­net­zen­sur ein­ge­führt hat. Eines der dun­kels­ten Kapi­tel der deut­schen Nach­kriegs­ge­schichte. Wie könnte das irgend­je­mand ver­ges­sen! Nein nein, Frau Zypries, keine Sorge, das ver­ges­sen wir Ihnen nicht. Naja lest mal sel­ber, ein Höhe­punkt jagt den nächs­ten. Sie gibt auch noch zu, dass die CDU mit ihrer stump­fen Proleten-Rhetorik sie zu dem Gesetz getrie­ben hat. Oh und die Pro­vi­der waren Schuld, denn wenn die sich nicht die Ver­träge hät­ten auf­zwin­gen las­sen, hätte sie kein Gesetz machen müs­sen, um das zu lega­li­sie­ren. Unfaßbar.

Oh und sie tritt für eine Selbst­re­gu­lie­rung des Inter­nets ein. Die Län­der sol­len sich ver­pflich­ten, für ein sau­be­res Inter­net zu sor­gen! Als Vor­bild nennt sie den Groß­va­ter aller voll­stän­dig ver­kack­ten Initia­ti­ven, das Kyoto-Protokoll! Harharhar.

Selbst­ver­pflich­tun­gen sind bes­ser als ihr Ruf! Bwa­ha­haha, das tra­gi­sche ist ja, dass man den Ein­druck hat, sie meint das wirk­lich alles so. Selbst­ver­pflich­tun­gen sind nicht das Papier wert, auf dem sie ste­hen. Das macht man nur aus Wahl­kampf­grün­den, damit man sagen kann, man habe etwas getan.

Oh und dann sagt sie, wieso die Pira­ten keine Chance haben:

Es reicht nicht, wenn sich die Pro­gram­ma­tik einer Par­tei darin erschöpft, einem Lebens­ge­fühl Aus­druck zu ver­lei­hen nach dem Motto: wir sind jung, wir ken­nen das Netz und ihr Alten ver­steht davon nichts. Was die Pira­ten­par­tei zudem von den Grü­nen in ihren Anfän­gen unter­schei­det: Ihr feh­len die Gali­ons­fi­gu­ren mit poli­ti­schem Pro­fil, wie bei­spiels­weise Otto Schily oder Joschka Fischer. Da hat sich ja die rich­ti­gen Knall­tü­ten raus­ge­sucht. Joschka Fischer ist so über­as­si­mi­liert, dass er mit Anzug und Schlips rum­rennt, Deutsch­land zurück in den Krieg geführt hat, und ein Pipe­line­pro­jekt für die Ener­gie­ma­fia mana­ged, und Otto Schily ist zur SPD gewech­selt, wo er dann CDU-Politik gemacht hat. ”

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September 11th, 2009 at 4:05 pm

Meinungsfreiheit, Buchmesse und Zensurgesetze

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http://www.netzeitung.de/kultur/1459019.html

Irgend­ein “Experte” hat aus­ge­rech­net China zum Gast­land der Buch­messe gemacht. Das sowas Ärger berei­tet könnte, sollte wohl auch einem Leyen klar sein. Und den Ärger gibt es jetzt: damit die Sache nicht kom­plett den Bach run­ter­geht, wur­den tat­säch­lich ein paar “uner­wünschte” Auto­ren von denen ausgeladen.

Der Skan­dal um die Aus­la­dung zweier chi­ne­si­scher Auto­ren im Vor­feld der Frank­fur­ter Buch­messe mit China als Gast­land hat nun auch eine innen­po­li­ti­sche Debatte ausgelöst.

Der Vor­sit­zende des Bun­des­tags­kul­tur­aus­schus­ses, Hans-Joachim Otto (FDP), sprach am Don­ners­tag von einem «Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen der Messe». Schon am Vor­tag hatte Gün­ter Nooke, Men­schen­rechts­be­auf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung, eine klare Hal­tung von der Buch­messe angemahnt.”

Nee, bei uns ist grad Wahl­kampf. Da pol­tert die Oppo­si­tion schön laut über “wir las­sen uns doch nicht zen­sie­ren!” Bin gespannt, ob einer von den Regie­rungs­par­teien dazu was sagt. Dürf­ten die eigent­lich nicht, denn China ist da ja gro­ßes Vorbild.

Aber so bigott und heuch­le­risch wie die alle sind, wer­den die sicher auch — vor den Wah­len — ins glei­che Horn bla­sen. Wenn man sich den Satz von Otto mal genau anschaut, könnte er ja auch mei­nen: “Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen der Messe, warum habt Ihr Dep­pen aus­ge­rech­net China aus­ge­wählt?” und Nooke meint wohl eher “eine klare Hal­tung von der Buch­messe hin­sicht­lich wahl­kampf­kri­ti­scher The­men vor den Wah­len. Jetzt zwingt uns die Buch­messe dazu, die Wäh­ler vor den Wah­len noch­mals belü­gen zu müssen.”

Mei­nungs­frei­heit an ers­ter Stelle: Er wies Vor­würfe zurück, die Buch­messe unter­werfe sich beim Sym­po­sium der chi­ne­si­schen Zen­sur. Die Mei­nungs­frei­heit stehe für die Buch­messe an ers­ter Stelle. Auf der Messe im Okto­ber könn­ten alle Auto­ren zu Wort kom­men. «Die Frank­fur­ter Buch­messe ist inhalt­lich nicht kon­trol­lier­bar», sagte Boos. ”

Stimmt: die Buch­messe ist inhalt­lich nicht kon­trol­lier­bar und außer­dem ein rechts­freier Raum. Stellt die Stopp­schil­der auf!

Die Ein­la­dung an Chi­nas als Gast­land war nach Ansicht von Pen-Genersekretär Wies­ner «viel­leicht etwas vor­ei­lig». «Mög­li­cher­weise ist China als Ehren­gast der Buch­messe noch nicht reif für die Welt­öf­fent­lich­keit», sagte er der dpa. Wich­tig sei es, sich von China nicht «erpres­sen» zu lassen.”

Nun, wenn die Ent­wick­lung auf unse­rer Welt so wei­ter­geht, wer­den wir in 20 Jah­ren sowieso Chi­ne­sisch als Haupt­spra­che ler­nen und alle in blauen Over­alls rum­lau­fen. Die Kul­tur haben uns die Ossis in der Regie­rung ja stück­chen­weise drauf­ge­schafft. Viel fehlt ja dazu nicht mehr. Ihr par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­ten: was denkt Ihr eigent­lich: wenn 70% der Welt­öf­fent­lich­keit China ist, wer ist dann die Weltöffentlichkeit?

Hier gibts dar­über auch noch was zu lesen: http://www.netzeitung.de/kultur/1457259.html

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September 11th, 2009 at 4:00 pm

Die Demagogie der Zensursula

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Heute gab es übri­gens pas­send, 70 Jahre danach, einen Arti­kel über den deut­schen Über­fall auf Polen. Die Art und Weise wie Hit­ler die Öffent­lich­keit mit die­sem vor­ge­täusch­ten Anschlag (und sei­nen Aus­sa­gen dar­über) hin­ters Licht und auf seine Fährte gesetzt hat erin­nert mich wirk­lich schwer an die Art und Weise, wie Zen­sur­sula ver­sucht Ihr Ding durch zu zie­hen. Vor sol­chen Poli­ti­kern müs­sen wir unheim­lich vor­sich­tig sein. Das trägt deut­lich faschis­ti­sche Züge!

Die unbeug­same Lüge­rei der von der Leyen wird vor den Wah­len, vor dem Inkaft­tre­ten all ihrer lobby-finanzierten, eli­tä­ren Bestands­wah­rungs– und ver­meh­rungs­ver­su­chen nicht aufhören.

Was von der Leyen von ihrem Podest her­un­ter beschreibt, ist frei­lich nichts neues. Fast scheint, es, als hätte sie ihre Rede vor Mona­ten aus­wen­dig vor dem Spie­gel gelernt und seit­dem schon zu ande­ren Ter­mi­nen auf­ge­sagt. Wer bei YouTube nach ihrem Namen gesucht hat, weiß, wor­über sie in den nächs­ten Minu­ten refe­rie­ren wird. Von der Leyen kann das gut, das mit dem Reden. Hätte ich heute zum ers­ten Mal vom Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz gehört — ich hätte es glatt für eine gute Sache gehal­ten. Viel­leicht hätte ich sogar applau­diert und geweint.

Sie steht dort oben und erzählt und lügt. Wenig von dem, das sie über die Kin­der­por­no­gra­fie erzählt, ent­spricht nur annä­hernd der Wahr­heit. Es ist nicht aus­zu­ma­chen, ob sie bewusst lügt oder ob sie ein­fach keine Ahnung hat und wirk­lich nicht mehr ist als eine Mario­nette des Innen­mi­nis­te­ri­ums. Von der Leyen lässt kei­nen Blick zu hin­ter ihre lächelnde Maske. Nie­mand wird je erfah­ren, was sich wirk­lich hin­ter ihr verbirgt.

Von der Ley­ens Argu­mente über­zeu­gen nur, wenn sie für unfehl­bar gehal­ten wer­den. Ange­sichts der weni­gen kin­der­por­no­gra­fi­schen Sei­ten auf den aus­län­di­schen Sperr­lis­ten, ange­sichts der schwam­mi­gen For­mu­lie­run­gen, was Kon­troll­gre­mium und den Begriff der Kin­der­por­no­gra­fie angeht, ist von Unfehl­bar­keit keine Spur.”

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September 1st, 2009 at 4:45 pm

Nun nehmen die Medien auch den Prozess wahr

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Sehr guter Arti­kel über die Motive der “Gene­ra­tion C64”, wie sie sich sel­ber nennt.

Sei­pen­busch zählt sich selbst zur »Gene­ra­tion C64«. Der 41-Jährige ist vor dem Com­pu­ter Com­mo­dore 64 groß gewor­den, spielt Video­spiele und pro­gram­miert, seit er den­ken kann. Die Welt im Inter­net emp­fand er von Beginn an als einen fried­li­chen Ort, an dem sich ver­nünf­tige Men­schen aus­tau­schen. Dann kamen die gro­ßen Kon­zerne ins Netz, spä­ter folgte die Poli­tik. Und jetzt, sagt er, tue die Bun­des­re­gie­rung so, als könne man das Inter­net genauso regu­lie­ren wie die reale Welt. Sie tue so, als herr­sche in einem Teil des Net­zes Anar­chie. »Wir han­deln aus einer Ver­tei­di­gungs­hal­tung her­aus«, sagt Sei­pen­busch. Hät­ten sie ihn ein­fach in Ruhe gelas­sen, die Poli­ti­ker, er hätte wohl fried­lich in sei­nem Com­pu­ter­raum wei­ter­ge­wer­kelt. Aber weil die Poli­ti­ker keine Ruhe woll­ten, müs­sen die Pira­ten jetzt zurück­schla­gen, fin­det Sei­pen­busch. Der stille Sei­pen­busch ist aus der Deckung gekom­men, tags­über küm­mert er sich um Server-Updates, abends um die Bundestagswahlkampagne.

In einer Hin­sicht ist der Pira­ten­chef bei­spiel­haft für viele sei­ner Mit­strei­ter: Die neue Apo kämpft nicht für eine bes­sere Welt, sie hatte schon früh ihre eigene. Die Akti­vis­ten der neuen Apo kom­mu­ni­zie­ren welt­weit, hal­ten Kon­takt zu Freun­den über Face­book und twit­tern ein­an­der zu: »Wo bist du gerade? Was tust du?« Sie fin­den im Inter­net Ant­wor­ten auf alle Fra­gen. Es ist, als hät­ten sie einen wich­ti­gen Teil ihrer Per­sön­lich­keit von dort hoch­ge­la­den. Des­halb fühlt sich die neue Apo emp­find­lich ver­letzt, wenn Poli­ti­ker die Hand­lungs­frei­heit im Inter­net ein­schrän­ken wol­len. Poli­ti­ker wer­den als Ein­dring­linge emp­fun­den in eine Welt, die nicht ihnen gehört. In der sie sich nicht aus­ken­nen. Über die sie keine Macht aus­üben dür­fen. Die jun­gen Pira­ten sagen über sich, sie ver­tei­dig­ten die Bür­ger­rechte. Wahr­schein­lich ver­tei­di­gen sie aber vor allem sich selbst.”

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September 1st, 2009 at 4:23 pm

CDU Spindoctors, Zensursula und der CCC

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Fefe hier erläu­tert noch­mal was hin­ter der Lüge der von der Leyen steckt, dass der CCC erst­mal ein paar Vor­schläge gegen die Sperr­sei­ten­idee machen sollte:

Daher haben wir im Februar 2009 eine Email an Zen­sur­su­las Minis­te­rium geschickt, wo wir ihnen Hilfe bei der Straf­ver­fol­gung von Kin­der­por­no­gra­phie ange­bo­ten haben. Die haben den Ein­gang bestä­tigt und das zu den Akten genom­men und sich nie wie­der gemel­det. Die Email war vom 12.2. Das selbe Ange­bot gab es am Vor­tag im per­sön­li­chen Gespräch mit Frau von der Leyen höchst­selbst. Ihr seht also: auf jeder Ebene ist das ein trans­pa­ren­tes Lügen­ge­bilde, auf das hof­fent­lich nie­mand her­ein­fal­len wird, der sich auch nur ober­fläch­lich Gedan­ken zur The­ma­tik gemacht hat.”

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August 29th, 2009 at 10:00 am

Die Duldungsstarre ist vorbei”

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Ein umfäng­lich erklä­ren­der Arti­kel im Rhei­ni­schen Mer­kur, über Netzpolitik.org:

Einen Schuss vor den Bug könne die Pira­ten­par­tei den eta­blier­ten Par­teien durch­aus ver­pas­sen, glaubt Con­stanze Kurz, Infor­ma­ti­ke­rin an der TU Ber­lin und pro­mi­nen­tes Mit­glied des Chaos-Computer-Clubs (CCC). Nicht nur Wäh­ler unter 25 Jah­ren seien die natür­li­che Kli­en­tel einer digi­ta­len Bür­ger­rechts­par­tei, sagt Kurz. „Es geht um Wäh­ler bis 45.“ Sie per­sön­lich kenne nie­man­den mehr in die­sem Alter, der kei­nen Rech­ner habe. Ein gro­ßer Kreis von poten­zi­el­len Wäh­lern also, die sich ärgern über „Lai­en­ge­setze, die sich nicht um die Ver­fas­sung sche­ren“.”

Ein Kom­men­tar bei Mar­kus Becke­dahl meint dazu:

Blog­ger haben das Poten­tial zur APO von heute. Bleibt zu wün­schen und zu hof­fen das aus dem Auf­schrei — dem Auf­wind ein “Arsch Huh” wird um sich in Stim­men auf den Stimm­zet­teln zur Wahl im Sep­tem­ber niederzuschlagen.”

Übri­gens der Grund, warum ich das hier mache ;-)

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August 21st, 2009 at 4:10 pm

Die Macht der Politik in die Medien…

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Wie­der ein Bei­spiel, wie mit zwei­er­lei Maß gemes­sen wird.

So wurde in letz­ter Zeit häu­fig über Jörg Tauss berich­tet und einige Medien scheu­ten sich nicht regel­mä­ßig zu erwäh­nen, dass gegen Ihn ermit­telt werde. Nicht weni­ger häu­fig dürfte Ursula von der Leyen in den Medien prä­sent gewe­sen sein, doch die Anzeige und das lau­fende Ver­fah­ren, wegen der Ver­brei­tung von kin­der­por­no­gra­phi­schen Schrif­ten, gegen sie, war eine Rand­no­tiz, die in den Medien kaum Beach­tung fand, schweige denn bei jeder Gele­gen­heit ein­ge­streut wurde.”

Über die poli­ti­sche Unab­hän­gig­keit der BILD Zei­tung brau­chen wir sicher­lich nicht mehr zu dis­ku­tie­ren. Ist aber klar warum Tauss auf der Abschluss­liste steht:

Tauss war in der SPD einer der vehe­men­tes­ten Kri­ti­ker der Sperr­vor­ha­ben von Ursula von der Leyen, die für ihr Geset­zes­vor­ha­ben auf die Unter­stut­zung des Koali­ti­ons­part­ners ange­wie­sen war. ”

Leg Dich nicht mit den Albrechts aus Nie­der­sach­sen an. Ist alter Amigo-Adel…

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August 20th, 2009 at 4:05 pm

Vorratsdatenspeicherung: ein Anwendungsbeispiel

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Ein Bei­spiel für die prak­ti­sche Umset­zung der Vor­rats­da­ten­spei­che­rung. http://blog.fefe.de/?ts=b4740b22

Stel­len wir uns vor: wir stim­men beim Grand Prix de Euro­vi­sion für Frank­reich. Am nächs­ten Tag steht die Poli­zei vor der Tür und ver­haf­tet uns wegen “Hochverrats”.

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August 19th, 2009 at 4:05 pm

Zensur: ein Anwendungsbeispiel

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Das Minis­te­rium stellt Zen­sur in Abrede und spricht von einem “blö­den Zufall”.

Und des­halb wol­len wir keine Internet-Zensur in Deutsch­land. Und schon gar nicht auf einer gehei­men Zen­s­ur­liste, die ohne Rich­ter und ohne Mit­wir­kung oder Kon­trolle Öffent­lich­keit von einem Geheim­dienst wie dem BKA erstellt und ver­schlüs­selt an die zur Anwen­dung gezwun­ge­nen Pro­vi­der ver­teilt wird. ”

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August 19th, 2009 at 4:04 pm