alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

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Der neue Personalausweis

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Wie schrieb der Jour­na­lis­tik­pro­fes­sor und Blog­ger Jeff Jar­vis kürz­lich nach einer Ver­an­stal­tung mit einem deut­schen Daten­schüt­zer in Ber­lin? “Oh, diese Deut­schen.” Sie fürch­te­ten Google, hät­ten aber kein Pro­blem, sich mit einem Aus­weis im Inter­net zu iden­ti­fi­zie­ren, ja sie for­der­ten das sogar aus Grün­den der Daten­si­cher­heit. “Und mich schau­dert es schon ein wenig, dass nie­mand zu bemer­ken scheint, wel­cher Geist allein in dem Wort ‘Aus­weis’ steckt.” Immer wür­den ihn die Deut­schen an ihre dunkle Ver­gan­gen­heit erin­nern, wenn es um Pri­vat­sphäre gehe, schreibt Jar­vis. “Den­noch instal­liert ihre Regie­rung eine Iden­ti­täts­karte mit Tech­no­lo­gie, die jeden Ame­ri­ka­ner ver­rückt wer­den lässt, wenn sie nur anonym an Hosen hängt.”

Jar­vis meint den berüh­rungs­los aus­les­ba­ren Chip mit RFID-Technologie. Zitat CCC: Wer sich bis Okto­ber kei­nen alten Aus­weis besorge, habe nur noch die Chance, “den Chip im Aus­weis zu deak­ti­vie­ren”. Das bleibe fol­gen­los. “Denn recht­lich und fak­tisch ist das Aus­weis­do­ku­ment auch ohne funk­tio­nie­ren­den Chip voll­wer­tig gültig.”

Seit eini­gen Tagen ist das Thema des neuen Per­so­nal­aus­wei­ses in aller Munde. Ges­tern hat unser Innen­mi­nis­ter Lothar de Maziere im ZDF tat­säch­lich gesagt: „irgend­wel­che Hacker wer­den immer irgend­was hacken können.…aber der neue Per­son­aus­weis ist sicher!“

Erschre­ckend und skan­da­lös mit wel­cher bor­nier­ten Igno­ranz diese „Fach­leute“ für Fach­be­rei­che „ver­ant­wort­lich“ und außer­or­dent­lich untaug­lich für den Job sind. Das gilt natür­lich schon seit lan­gem für den Herrn Maziere (ich erin­nere nur an die The­ma­tik Inter­net­zen­sur und Ursel von der Leyen). Also in die­sem Falle meint er sinngemäß:

  • irgend­wel­che Amok­läu­fer wer­den immer irgendwo amok­lau­fen. Unsere Waf­fen­ge­setze sind sicher!“ oder
  • irgend­wel­che Atom­end­la­ger wer­den immer irgendwo undicht sein. Unsere Atom­end­la­ger sind sicher!“, glei­ches gilt für Atomkraftwerke.“

In Bezug auf das ein­gangs erwähnte Zitat von Jeff Jar­vis kann man erken­nen, für wie däm­lich die Poli­tik die Bevöl­ke­rung hält und was in den Mainstream-Medien stän­dig erfolg­reich pro­pa­giert wird. Neben­kriegs­schau­plätze wie Google Street View wer­den allent­hal­ben in den Medien und in der poli­ti­schen Dis­kus­sion auf­recht erhal­ten, wäh­rend des­sen die wirk­li­chen Pro­bleme und Gefah­ren, wie hier eben der digi­tale Per­so­nal­aus­weis unver­hoh­len als „funk­tio­nie­rende Lösung“ ange­prie­sen wird.

Unver­hoh­len ist auch unser Innen­mi­nis­ter, beweist er doch durch seine dum­men Kom­men­tare, wie sehr ihn diese „äuße­ren Mei­nun­gen“ im Plan der Poli­tik stö­ren. Es kann sei­ner Auf­fas­sung von Macht und Volk ganz ein­fach gar nicht sein, dass die Gedan­ken­gänge und Pro­jekte der Regie­rung von außen als untaug­lich, dumm und völ­lig dil­le­tan­tisch offen gelegt wer­den. Dumm und untaug­lich? Nein, warum denn auch? Die Regie­rung will RFID, denn so las­sen sich die Leute noch bes­ser kontrollieren.

Inso­fern man den Per­so­nal­aus­weis bekom­men muss (viel­leicht weil man ver­ges­sen hat, den alten recht­zei­tig zu bestel­len), so ist es – bis­her zuwei­len – erlaubt den Chip auf der Karte untaug­lich zu machen.

Die Dis­kus­sion über RFID ist schon alt und wie groß war der Auf­schrei und die Empö­rung über etwaige Anwen­dun­gen die­ser Tech­nik. Allein schon die Ver­wen­dung im Kauf­haus hat zu Dis­kus­sio­nen geführt. Und nun soll jeder so ein Ding bei sich tra­gen? Was ist los mit Euch?

Der ein­zige “Vor­teil” der RFID-Technik ist es hier, dass inter­es­sierte Kreise (Poli­zei, Geheim­dienste, Ein­bre­cher) unbe­merkt und auf Dis­tanz pro­blem­los die gesam­ten Aus­weise selbst in grö­ße­ren Men­schen­mas­sen pro­blem­los und schnell erfas­sen kön­nen. Egal, ob der Ein­bre­cher mit dem Anten­ne­kof­fer unauf­fäl­lig die Schlange am Flughafen-Checkin nach Adres­sen von Häu­sern abklap­pert, in denen er unge­stört ein­stei­gen kann, oder ob die Poli­zei nun pro­blem­los alle Per­so­na­lien von Leu­ten erfas­sen kann, die an einer Demons­tra­tion teil­neh­men (oder auch nur zufäl­lig im Emp­fangs­be­reich sind).

Die Vor­teile der RFID-Technologie sind in ers­ter Linie inter­es­sant für Ille­gale oder noch nicht lega­li­sierte Nut­zungs­ar­ten. Und das macht mir Sorgen…“

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September 23rd, 2010 at 9:23 am

Das ZDF und die Propaganda

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Die FAZ ana­ly­siert auf unty­pi­sche Weise eine Sen­dung des ZDF mit der Frau Gut­ten­berg und Peter Hahne (“dem per­so­ni­fi­zier­ten Miß­brauch der GEZ Gebüh­ren; wit­zi­ger­weise fand ich den Typen sym­pha­tisch *lol*).

Die ganze Sen­dung zum Thema Kin­des­miss­brauch, die er am heu­ti­gen Sonn­tag aus­strahlte, war geprägt von dem Ver­such, jede auf Argu­mente oder Tat­sa­chen gestützte Aus­ein­an­der­set­zung zu ver­mei­den und allein an das Gefühl der Zuschauer zu appel­lie­ren, dass da Kin­der miss­braucht wer­den, und kei­ner tut was.

Von der ers­ten Sekunde an sprach er die Zuschauer allein auf die­ser Ebene an. Müh­sam unter­drückte er sein übli­ches Grin­sen, wäh­rend er in die Kamera fragte:

Geht es Ihnen auch so, dass Sie erschüt­tert sind, wenn Kin­der tot auf­ge­fun­den und miss­braucht wor­den sind?

Nein, rufen wir da natür­lich alle im Chor, uns lässt das völ­lig kalt.

Der Satz ist schein­bar sinn­los und unnö­tig, in Wahr­heit aber setzte Hahne mit ihm schon die Grund­lage für die Logik der gan­zen Sen­dung: Wer auch erschüt­tert ist, muss seine bild­li­che Mist­ga­bel aus dem Schup­pen holen und fäus­te­schüt­telnd die Poli­tik auf­for­dern, irgend­et­was, nein: alles Mög­li­che, nein: alles zu tun.

und wie es in den Kom­men­ta­ren des Arti­kels wei­ter steht: “meine Mut­ter sieht sich sowas an und glaubt das dann!”

Written by admin

September 22nd, 2010 at 8:01 am

#CDU Merkel: das Internet macht Politik schwerer

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Mer­kel gefällt es nicht, wenn sich Bür­ger infor­mie­ren ohne die vor­ge­fer­tigte Mei­nung der Mas­sen­me­dien fres­sen zu müs­sen. Hier ein Arti­kel bei Heise.

Written by admin

Juli 21st, 2010 at 6:23 pm

#pdn, #Netzpolitik und #Innenminister einfach Unglaublich!

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Hier mein Senf zum Thema “gemein­same Netz­po­li­tik” und Inter­net wie es der Innen­mi­nis­ter meint und wie es auch hier dis­ku­tiert wird. Mich wun­dert es, dass es die Netz­ge­meinde (?) so über­rascht und wohl­wol­lend auf­nimmt. Die­ses Schäuble-Abziehbild argu­men­tiert da unver­hoh­len über Zen­sur, Regu­la­tion, Staats­mo­no­pole, Markt­ein­schrän­kun­gen, Steu­er­hin­ter­zie­hung und Wahl­fäl­schun­gen. Mas­sen­ent­las­sun­gen nicht zu ver­ges­sen. Aber wir sind ja schon froh, wenn man sich, zumin­dest dem Ein­druck nach, mit uns beschäf­tigt. Ich kann dazu nur sagen:

Seid ihr alle besof­fen, oder glotzt ihr zuviel WM?”

Ich streich ein­fach mal die Sätze, die ich für über­flüs­si­ges Geplän­kel halte, unter­strei­che die guten und fasse dann die Sub­stanz zusammen:

14 The­sen zu den Grund­la­gen einer gemein­sa­men Netz­po­li­tik der Zukunft

These 1 – Bewusst­sein für gemein­same Werte schär­fen
Gemein­same Werte sind das Fun­da­ment unse­res Zusam­men­le­bens – je stär­ker sie
unser Bewusst­sein und Han­deln bestim­men, desto weni­ger brau­chen wir staat­li­che Ein­fluss­nahme und Regle­men­tie­rung.
Unser Men­schen­bild und unsere Werte prä­gen auch die Ein­stel­lung zum Inter­net. Wir soll­ten uns an den Wer­ten der Frei­heit, Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung, dem Gebot des gegen­sei­ti­gen Respekts und der Rück­sicht­nahme sowie der Chan­cen­gleich­heit und Soli­da­ri­tät orientieren.

Ja. Genau. Also schon­mal eine eigent­lich unnö­tige These. (Da waren es nur noch 13)

These 2 – Rechts­ord­nung mit Augen­maß wei­ter­ent­wi­ckeln
Bei der Gestal­tung und Wei­ter­ent­wick­lung der Ord­nung im Netz sind fol­gende Prin­zi­pien zu beach­ten:

Wir soll­ten – soweit als mög­lich – auf das beste­hende Recht zurück­grei­fen und
Selbst­re­gu­lie­rungs­kräfte stärken.

D..h.: wir brau­chen mehr Gesetze für das Netz.

Bei der dar­über hin­aus not­wen­di­gen Wei­ter­ent­wick­lung des Rechts ist dar­auf zu achten,dass die Rechts­ord­nung ent­wick­lungs­of­fen für Inno­va­tion und Fort­schritt bleibt, tech­nik­neu­tral aus­ge­stal­tet wird und Gesetze auf­grund von Ein­zel­fäl­len ver­mie­den wer­den. Die Ent­wick­lung von natio­na­lem, supra­na­tio­na­lem und inter­na­tio­na­lem Recht muss Hand in Hand gehen.

D.h. z.B. die inter­na­tio­nale Firma Apple darf kein Geld für die Apps des iPad ver­die­nen, denn dann ver­die­nen unsere Freunde vom Ber­tels­mann und Sprin­ger nix mehr. Google darf nicht alles dar­stel­len, son­dern nur das, was wir wol­len. Das Netz war immer tech­nik­neu­tral. Erin­nert Euch an Net­scape? Einst Qua­si­mo­no­pol, heute Geschichte. Weil das Netz selbst für Offen­heit gesorgt hat. Dazu braucht es kei­nen Staat.

These 3 – Freie Ent­fal­tung im Netz und Aus­gleich zwi­schen kol­li­die­ren­den
Frei­heits­rech­ten Pri­va­ter ermög­li­chen
Jeder hat das Recht auf freie Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit im Inter­net. Es ist auf
Wis­sens­ver­meh­rung und soziale Teil­habe gerich­tet
. Durch die freie Ent­fal­tung im
Inter­net ist das Phä­no­men „per­sön­li­cher“ Daten­macht ent­stan­den. Sie muss daher stär­ker mit den Per­sön­lich­keits­rech­ten ande­rer zum Aus­gleich gebracht wer­den. Die freie Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit im
Inter­net lässt sich jedoch nicht durch das klas­si­sche Daten­schutz­recht im Sinne eines Ver­bots mit Erlaub­nis­vor­be­halt begren­zen. Für den gebo­te­nen Aus­gleich müs­sen wir zuvör­derst soziale Regeln ent­wi­ckeln. Der Staat sollte zur Ergän­zung in ers­ter Linie sein zivil­recht­li­ches Instru­men­ta­rium zur Ver­fü­gung stellen.

D.h.: wir brau­chen mehr Gesetze zur Regu­lie­rung des Inter­nets, da sein zivil­recht­li­ches Instru­men­ta­rium ja (s.o.) nicht aus­reicht. Eine über­flüs­sige These mehr (nun sinds noch 11).

These 4 –Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung stär­ken
Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung der Nut­zer müs­sen gestärkt wer­den. Die Kon­trolle des Ein­zel­nen über sein Han­deln in der digi­ta­len Welt muss gewahrt blei­ben. Wir brau­chen hierzu mehr Auf­klä­rung über die Abläufe im Inter­net, Mög­lich­kei­ten der eigen­ver­ant­wort­li­chen Selbst­kon­trolle und die daten­schüt­zende Qua­li­tät von Diens­ten. Dies gilt etwa beim Cloud-Computing, dem Umgang mit elek­tro­ni­schen Iden­ti­tä­ten und bei der Steue­rung eige­ner IT-Systeme sowie ver­netz­ter Alltagsgegenstände.

D.h. Wir müs­sen staat­li­che tech­ni­sche Struk­tu­ren ent­wi­ckeln, die Teile des Inter­nets in unse­rem Inter­esse regu­lie­ren und ggf. zen­sie­ren kön­nen. Außer­dem haben wir das Thema Tech­nik über­haupt nicht ver­stan­den und wol­len es mal erklärt bekommen.

Mehr Wett­be­werb im Netz stärkt Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung der Nutzer.

das ist ein völ­lig sinn­freier Satz. Der Mann oder seine Bera­ter haben echt über­haupt keine Ahnung wovon sie da reden.

Dafür brau­chen wir mehr Ver­fü­gungs­ge­walt über unse­ren vir­tu­el­len Hausrat.

Ah! Die Erklä­rung: “wir wol­len alles/Geschichte/Fakten/Entscheidungen/Prozesse/Wahrheiten was wir im Netz haben selbst löschen kön­nen, damit ihr es spä­ter nicht dum­mer­weise wie­der fin­det und es gegen uns ver­wen­den könnt. Oder bes­ser: unsere Such­ma­schine CD-GUgle.de zeigt nur das, was Ihr sehen sollt. Wel­come back to TV.

Dies ist gegen­wär­tig in vie­len Berei­chen nicht gege­ben, etwa weil Dienste von einer bestimm­ten Platt­form abhän­gig sind oder weil es beim Umzug zwi­schen sozia­len Netz­wer­ken keine Mög­lich­keit gibt, „sei­nen Daten­be­stand mitzunehmen“.

Ich schreib auf “Wer kennt wen” nur dass rein, was ich dort rein­schrei­ben will. Ich schreib bei “Xing” nur das rein, was dort ste­hen soll und ins Blog ebenso. Wovon reden die hier zum Kuckuck eigent­lich schon wie­der. Das ist so ein Pseudo-ich weiss Bescheid-Geschreibsel was den Ein­druck von Wis­sen ver­mit­teln soll,  um dem dum­men Inter­net­aus­dru­cker die Sicher­heit vor­zu­täu­schen, die hät­ten diese böse Sache Inter­net auch wirk­lich ver­stan­den. Wäh­ler­stim­men, Quote, nix anderes.

Wir soll­ten die Aus­übung der beste­hen­den Betrof­fe­nen­rechte, wie z. B. das Recht auf Aus­kunft oder das Recht auf Wider­spruch, ins­ge­samt ver­ein­fa­chen, indem wir hier­für bes­sere Online-Möglichkeiten schaffen.

bes­sere Online-Möglichkeiten”? Was ist das denn? Ne Home­page wo man sich beschwe­ren kann, oder was?

These 5 – Anony­mi­tät und Iden­ti­fi­zier­bar­keit abwä­gen
Der freie Bür­ger zeigt sein Gesicht, nennt sei­nen Namen, hat eine Adresse.

Also zum einen ist das Netz ja nicht anonym. Zum ande­ren kann das Netz anonym sein. Der Stan­dar­du­ser ist aber nicht anonym, selbst wen er es meint. Die Frei­heit anonym zu blei­ben ist eine der her­aus­ra­gen­den Grund­ei­gen­schaf­ten des Net­zes und damit etwas was es bei­zu­be­hal­ten gilt. Das will unser Minis­ter aber nicht.

Gleich­zei­tig sind wir es gewohnt, im All­tag grund­sätz­lich unbe­ob­ach­tet zu han­deln. Bei­des muss auch im Inter­net nor­mal blei­ben. Eine schran­ken­lose Anony­mi­tät kann es jedoch im Inter­net nicht geben.
Es muss sicher­ge­stellt sein, dass die Anfor­de­run­gen an die Iden­ti­fi­zie­rung unter
Wah­rung des
Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­sat­zes danach aus­ge­stal­tet sind, wel­chem Zweck sie dient, wel­che Grund­rechte betrof­fen sind, ob der Betrof­fene sich im pri­va­ten, sozia­len oder öffent­li­chen Berei­chen des Inter­nets bewegt und ob er einen Anlass für die Iden­ti­fi­zie­rung gege­ben hat. Wich­tige Rechts­ge­schäfte brau­chen immer bekannte Gläu­bi­ger und Schuld­ner.

D.h. Böse Jungs müs­sen zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den. Wir bestim­men, wer die bösen Jungs sind.

These 6 – Ver­ant­wor­tung zwi­schen Anbie­tern und Nut­zern gerecht auf­tei­len
Neben den Nut­zern haben auch Anbie­ter eine eigene Ver­ant­wor­tung, zur Sicher­heit des Net­zes. Die jewei­lige Ver­ant­wor­tung rich­tet sich nach den jewei­li­gen Risi­ken und der Zumut­bar­keit für den Ein­zel­nen und die Anbie­ter.
Für gefahr­ge­neigte Ange­bote und Dienste sollte nicht in Bezug auf Inhalte, aber in Bezug auf die „Ver­kehrs­si­cher­heit“ eine Gefähr­dungshaf­tung mit
Exkul­pa­ti­ons­mög­lich­keit oder Beweis­last­um­kehr in Betracht gezo­gen wer­den. Bei
Berück­sich­ti­gung aner­kann­ter Sicher­heits­stan­dards oder zer­ti­fi­zier­ter Ver­fah­ren, etwa bei elek­tro­ni­schen Iden­ti­tä­ten, könnte diese Haf­tung redu­ziert werden.

Gut, gut. Also das ist mal eine These, die ganz cle­ver gemacht ist. Sie täuscht “Befrei­ung” vor und meint “Über­wa­chung”. Denn hier will der Staat sicher “nach Augen­maß exkul­pie­ren”. Außer­dem ent­schei­det der Staat über “Zumut­bar­keit” und “Ver­kehrs­si­cher­heit”, was auch nix ande­res als Zen­sur­struk­tu­ren bedeutet.

Ver­bo­tene Sei­ten sind inhalt­lich nicht “ent­haft­bar”, wohl aber deren Ver­kehrs­si­cher­heit. Bedeu­tet das kon­kret: Pro­vi­der sind nicht haft­bar für die Inhalte der User? Nutzt ein User ver­bo­tene Sei­ten, bei denen er sich iden­ti­fi­ziert hat, haf­tet der Pro­vi­der nicht? Das bedeu­tet: das Inter­net braucht einen Iden­ti­fi­zie­rungs­zu­gang (der vom Staat — natür­lich — über­wacht wird. Hm, klingt für mich nicht sehr Netzpolitisch).

These 7 – Staat­li­che Grund­ver­sor­gung sicher­stel­len
Das Inter­net ist eine Basis­in­fra­struk­tur unse­res Zusam­men­le­bens gewor­den. Der Staat hat eine Ver­ant­wor­tung dafür, dass das Inter­net flä­chen­de­ckend zur Ver­fü­gung steht und sichere Basisdienste bereit­ge­stellt wer­den. Daten­si­cher­heit ist eine zen­trale Her­aus­for­de­rung für die Zukunft. Bei der Wahl der regu­la­to­ri­schen Mit­tel und der Fest­le­gung der kon­kre­ten Anfor­de­run­gen sollte der Staat aller­dings mit Augen­maß agie­ren, um die Inno­va­tion und Ent­wick­lungs­of­fen­heit des Inter­nets nicht zu gefährden.

da fällt mir nur ein ech­tes *lol* ein: Zugang zum Inter­net ist ein “Grund­recht”. Soweit in Ord­nung. “Augen­maß” heisst immer “wir schrän­ken Frei­hei­ten ein, denn wir ent­schei­den was gut für Euch ist”. Gleich­zei­tig haben wir Schiss, dass die Mega-Kohle, die man mit dem Netz ver­die­nen kann, unse­ren Wirt­schafts­lob­by­is­ten, für die wir es jetzt gerade regu­lie­ren müs­sen, flö­ten geht. Geh wei­ter, Minister!

These 8 – Die gesamte Band­breite des Ord­nungs­rechts nut­zen
Der Staat hat das Recht und in man­chen Fäl­len auch die Pflicht, in Inter­net­dienste und Inter­net­nut­zun­gen, wie auch außer­halb des Inter­nets steu­ernd ein­zu­grei­fen. Klas­si­sche ord­nungs­recht­li­che Maß­nah­men kön­nen durch neue, „wei­che“ Steue­rungs­in­stru­mente ergänzt wer­den. Bei­spiele sind behörd­li­che War­nun­gen oder Ver­öf­fent­li­chun­gen von Ergeb­nis­sen ord­nungs­be­hörd­li­cher Kon­trol­len. Diese dür­fen jedoch nicht einem
mit­tel­al­ter­li­chen Pran­ger gleich­kom­men. Auch Trans­pa­renz unter­liegt dem Gebot der Verhältnismäßigkeit.

Was soll diese These? Staat=mehr Ein­griff ins Netz. Nix Neues zum Rest, These ent­fällt. (10). Inklu­sive die­ser These hebt der Minis­ter jetzt rich­tig ab, wahr­schein­lich hat er sich zuviel und zu lange mit lee­ren Geblö­del abge­ben müssen:

These 9 – Auf bewährte Ein­griffs­be­fug­nisse zurück­grei­fen
Die Ein­griffs­rechte des Staa­tes zur Abwehr von Gefah­ren und Bekämp­fung der
Kri­mi­na­li­tät im Inter­net bestim­men sich nach den her­kömm­li­chen Maß­stä­ben – wir dür­fen das Inter­net weder als rechts­freien noch in ers­ter Linie als „kri­mi­nel­len“ Raum betrach­ten. Der Staat muss sich dabei am mil­de­ren Mit­tel und den Ein­griffs­be­fug­nis­sen der rea­len Welt orientieren.

Der Staat zen­siert. Der Staat schaut — nur so neben­bei — auch noch Deine Fest­platte an. Du gehst in den Knast!

These 10 – Rea­lis­ti­sche Erwar­tun­gen an die Sicher­heits­be­hör­den for­mu­lie­ren und ihre IT-Kompetenz verbessern

Wo der Staat im Inter­net hoheit­lich han­deln will, muss er den damit ver­bun­de­nen Anspruch tat­säch­lich erfül­len kön­nen. Er sollte sich daher auf Maß­nah­men kon­zen­trie­ren, die in der digi­ta­len Welt wirk­lich umge­setzt wer­den kön­nen. Hierzu ist die Qua­li­fi­ka­tion und Aus­stat­tung von Ord­nungs– und Sicher­heits­be­hör­den zu über­prü­fen und zu ergän­zen.

Was ist das für ne These? Sollte eher eine Mit­tei­lung an den Haus­halt sein: kauft uns Com­pu­ter und lie­fert uns Fach­leute die das wis­sen, was wir nicht wis­sen. (ver­blei­ben noch 9).

These 11 – Tech­no­lo­gi­sche Sou­ve­rä­ni­tät wah­ren
Für die Wah­rung der tech­no­lo­gi­schen Sou­ve­rä­ni­tät des Staa­tes ist es erfor­der­lich, dass er natio­nale Kern
kom­pe­ten­zen erhält und för­dert. Hierzu braucht unser Land For­scher und Unter­neh­mer, die stra­te­gi­sche IT– und Inter­net­kom­pe­ten­zen erhal­ten und aus­bauen.
Ohne eine starke eigene IT-Industrie gera­ten wir in Abhän­gig­kei­ten, die unsere
Frei­hei­ten und unsere Ver­fas­sungs­iden­ti­tät gefähr­den kön­nen.

Die Frei­heit wird am Hin­du­kusch aus­län­di­schen Com­pu­ter­ex­per­ten ver­tei­digt. Das Weiß­buch der Bun­des­wehr des Jah­res 2011 wird um die “Wah­rung der Han­dels­rechte auch im Inter­net” ergänzt. Bun­des­prä­si­dent Wes­ter­welle wird es in einem Anfall von Men­schen­güte einem ARD-Reporter im Jahre 2018 auf dem Weg von Sili­con Val­ley nach St. Peters­burg erwäh­nen und tritt aus Empö­rung über die Reak­tio­nen der Poli­tik und der Medien zurück. Was für Spacken!

These 12 – Online-Angebote nut­zer­ori­en­tiert und kos­ten­ge­recht aus­bauen
Staat­li­che Ange­bote und Inno­va­tio­nen im Netz müs­sen unse­rem all­ge­mei­nen
Staats­ver­ständ­nis
folgen.

Wenn wir mal das Netz regu­liert haben, kriegt ihr das was wir wollen.

Bei der Frage, ob eine staat­li­che Auf­gabe im Inter­net erfüllt wer­den soll, müs­sen wir uns am Nut­zen für Bür­ger und Wirt­schaft ori­en­tie­ren.

Gesund­heits– und Bil­dungs­sys­tem kos­tet nur unnö­tig Geld. Unsere Lobby will, dass Ihr euch selbst ver­arz­tet und sel­ber schult. Auf Eure Kosten!

Der Nut­zen kann auch in der Teil­habe an der poli­ti­schen Wil­lens­bil­dung beste­hen. Online-Konsultationen kön­nen Betei­li­gun­gen von Ver­bän­den und Inter­es­sen­grup­pen im kom­mu­na­len und staat­li­chen Rechts­set­zungs­ver­fah­ren durch eine zusätz­li­che Form der Bür­ger­be­tei­li­gung ergänzen.

Unsere Wahl­au­to­ma­ten machen für Euch das rich­tige Kreuz. Peti­tio­nen macht ihr bei uns. Ihr inter­es­siert uns immer noch nicht.

Die klas­si­schen Staats­auf­ga­ben, wie der Kul­tur– und Bil­dungs­auf­trag müs­sen beim Aus­bau der Ange­bote gebüh­rend berück­sich­tigt werden.

Bildungsauftrag…hab ich doch gesagt…Gesundheit fehlt noch…

Wir müs­sen bei allen staat­li­chen Ange­bo­ten auf eine gerechte Kos­tentei­lung ach­ten und von Fall zu Fall ent­schei­den, ob und in wel­chem Maße die Kos­ten für ein Online-Angebot vom Nut­zer oder von der All­ge­mein­heit getra­gen wer­den soll.

Also ent­we­der zahl ich, oder…moment…ich?

These 13 – Elek­tro­ni­sche Behör­den­dienste am Nut­zen aus­rich­ten
Elek­tro­ni­sche Behör­den­dienste sind aus­zu­bauen – sie die­nen einer effi­zi­en­ten,
wirt­schaft­li­chen und bür­ger­na­hen Ver­wal­tung. Bür­ger und Unter­neh­men erwar­ten von der öffent­li­chen Ver­wal­tung eine rasche, ein­fa­che und effek­tive Abwick­lung ihrer Behör­den­an­ge­le­gen­hei­ten. In Zei­ten knap­per öffent­li­cher Kas­sen muss die Ver­wal­tung noch wirt­schaft­li­cher arbei­ten. Der wei­tere
Aus­bau elek­tro­ni­scher Behör­den­dienste muss genutzt wer­den, um Ein­spar– und
Opti­mie­rungs­po­ten­ziale aus­zu­schöp­fen. Der elek­tro­ni­sche Zugang des Bür­gers zur Ver­wal­tung muss als zusätz­li­ches Ange­bot aus­ge­stal­tet wer­den.
Der her­kömm­li­che Zugang zur Ver­wal­tung muss dane­ben beste­hen blei­ben. Für Unter­neh­men kann eine Pflicht zum elek­tro­ni­schen Daten­aus­tausch mit der Ver­wal­tung begrün­det wer­den, soweit die elek­tro­ni­sche Abwick­lung sinn­voll und vor­teil­haft ist

Heisst: solange uns noch die Inter­net­aus­dru­cker­ge­ne­ra­tion — haupt­säch­lich — wählt, behal­ten wir ein paar Ange­stellte in den Bür­ger­äm­tern. Ansons­ten läuft alles über unser Netz. Unter­neh­men von denen wir Spen­den erhal­ten, oder in deren Auf­sichts­rä­ten wir sit­zen dür­fen ihre Steu­ern über unsere Spe­zi­al­ka­näle völ­lig unbe­ob­ach­tet abwickeln.

These 14 – Staat­li­che IT-Systeme attrak­tiv und sicher aus­ge­stal­ten
Staat­li­che IT-Systeme und Internet-Dienste müs­sen ange­sichts der
Abhän­gig­keit der Bür­ger und der Ver­wal­tung von ihnen sicher und unge­stört funk­tio­nie­ren, auf offe­nen Stan­dards basie­ren, von allen Men­schen platt­for­mu­n­ab­hän­gig genutzt wer­den kön­nen und größt­mög­li­che Trans­pa­renz bieten.

Genau: Ihr müsst unsere Com­pu­ter und unser Netz ver­wen­den. Eure Abhän­gig­keit muss gewahrt wer­den. Nur wir bli­cken dann noch durch. Kein anderer!

Staatliche IT-Systeme müs­sen so aus­ge­stal­tet sein, dass die Inte­gri­tät und
Geset­zes­bin­dung der Ver­wal­tung ebenso gewahrt bleibt wie das Ver­trauen des in das staat­li­che Ange­bot. Bürgers

Wir wer­den Euch nach­dem wir das Netz regu­lie­ren wie­der so lange gequirlte Pro­pa­gan­da­scheisse in Eure Hirne quet­schen, dass Ihr uns alles glau­ben wer­det. so wie Eure Väter und Groß­vä­ter auch schon!

Die Infor­ma­ti­ons­tech­nik muss den Anfor­de­run­gen der Ver­wal­tung und der Bür­ger fol­gen und nicht umge­kehrt. Es darf z.B. nicht sein, dass bei einer Ermes­sens­ent­schei­dung ein bestimm­tes Kri­te­rium nur des­halb nicht berück­sich­tigt wird, weil das IT-System dies nicht anbietet.

Wir wer­den _alle_ Eure Bür­ger­rechte in Fet­zen reissen!

Ber­lin, den 22. Juni 1933 2010
Dr.
Tho­mas de Mai­zière
Bun­des­mi­nis­ter des Innern”

Zusam­men­fas­sung im L33tspeech:

14 The­sen:

4 The­sen: blabla

10 The­sen: Zen­sur, Regu­la­tion, Staats­mo­no­pol Internet

3 The­sen: Wir ent­las­sen die Ver­wal­tung, Schule über PC, Thea­ter kann man auch als Spiel bei uns runterladen.

Ein kata­stro­pha­les Armuts­zeug­nis unse­rer momen­ta­nen demo­kra­ti­schen Situa­tion. Der Text vom Minis­ter ist eine Kriegs­er­klä­rung an die Frei­heit aller Bür­ger, denn es geht nicht nur um die Regu­lie­rung des beste­hen­den Inter­nets, es geht auch um die Ein­schrän­kung des Bür­gers in Rich­tung Staat. Hier ver­deut­licht eine poli­ti­sche Klasse, dass sie mit dem Bür­ger nichts mehr zu tun haben will, außer des­sen Arbeits– und Finanz­kraft. Es ist un..glaub…lich!

#Streetview, #Googlebashing und #CDU #Internetexperten

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Ah!, Na ich freue mich sehr, wenn meine Arti­kel kon­struk­tiv ver­linkt wer­den. Durch den Blo­g­ar­ti­kel bei Pro-Streetview hier wurde ich auf das all­ge­meine Google-Bashing auf­merk­sam. Ja, Apple wird auch gebasht seit dem das iPad sei­nen Sie­ges­zug ange­tre­ten hat, und da lie­gen die Gründe ja auch klar und deut­lich offen:

Die eta­blier­ten Medien, die sich aus den Net­zen der alten Wirt­schaft­ler und deren Phi­lo­so­phie “Wege­la­ge­rei”, bzw. Schma­rot­zer­tum ent­wi­ckelt haben, sind nicht in der Lage zu ver­ste­hen, dass ihre Zeit vor­bei ist. Des­we­gen ver­su­chen sie und die von ihnen finan­zier­ten Poli­ti­ker-Büt­tel mit sagen­haf­ten Metho­den ihren ver­erb­ten Sta­tus Quo beizubehalten.

So. Nun aber wie­der zurück zum Thema: Wer ist denn eigent­lich der “Inter­net­ex­perte” Herr “Michael von Abercron”?

abercron.jpg

Auf sei­ner eige­nen Seite lässt sich was von Che­mie und Land­wirt­schaft her­aus­le­sen. Bei google zeigt sich, dass er 2006 eigent­lich in Frank­furt lebte und einen Bohei dar­über hatte, ob er nun Elms­hor­ner Stadt­rat bliebe, oder nicht. Aus einer aktu­el­len Mel­dung kann man erken­nen, dass er noch Stadt­rat dort ist und er sich nicht zur Bür­ger­meis­ter­wahl stel­len will (das wird er auch sicher­lich nicht tun, denn jetzt hat er viel mehr Ein­fluß und Macht). Es gibt eine Netzwerker-Veranstaltung in 2009, wo er dabei war und hier fin­det sich auch eine etwas inter­es­san­tere Infor­ma­tion über den Herrn Dr.

Er ist:

  • “Lan­des­ge­schäfts­füh­rer des Wirt­schafts­rats der CDU in Schleswig-Holstein
  • Per­sön­li­cher Refe­rent im Wahl­kampf­team von Vol­ker Rühe (!Eins11)
  • Lan­des­ge­schäfts­füh­rer der CDU Schleswig-Holstein
  • Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der med logis­tik Ser­vice GmbH Elmshorn
  • Lei­ter Minis­ter­büro im Minis­te­rium für Land­wirt­schaft, Umwelt und Länd­li­che Räume Schleswig-Holstein”

Tat­säch­lich kann ich hier nicht erken­nen, wie er der in den Lübe­cker Nach­rich­ten dar­ge­stellte “Inter­net­ex­perte” sein soll. Das wird umso deut­li­cher, wenn man sich einen Absatz aus dem genann­ten Arti­kel mal ansieht:

“Spe­zi­ell in länd­li­chen Regio­nen sei die Ver­schlüs­se­lung von Funk­net­zen kaum ver­brei­tet (1). Doch selbst wer sein W-Lan mit einem Pass­wort codiert habe, müsse die recht­li­che Sicher­heit bekom­men, dass sein Anschluss nicht ohne sein Wis­sen regis­triert und im Inter­net ver­zeich­net werde (2) . „Wir wol­len, dass jedes gewerbs­mä­ßige (3) Kar­to­gra­phie­ren oder plan­mä­ßige Erfas­sen pri­va­ter Funk­netz­da­ten ohne die vor­he­rige Zustim­mung der Betrof­fe­nen ver­bo­ten wird“, for­dert der CDU-Politiker.”

(1) Wer heut­zu­tage noch unver­schlüs­selte WLAN Netze lau­fen lässt (also ganz ein­fach vom Thema Null Ahnung hat), ist ange­sichts der lan­gen Dis­kus­sion und der aktu­el­len Recht­spre­chung nicht nur unfä­hig, son­dern fahr­läs­sig. Und das gilt auch für die urei­gene Wäh­ler­schaft des Herrn Aber­cron auf dem Lande.

(2) Wofür brau­che ich eine recht­li­che Sicher­heit für mein ver­schlüs­sel­tes WLAN Netz­werk? Bei uns im Haus lau­fen alleine fünf Netz­werke über zumeist “Dlink XY” oder “Fitz WLAN YZ”. Was bringt mir diese Infor­ma­tion? Wozu brau­che ich das Wis­sen, dass meine Nach­barn ihren Fern­se­her mit einem Adhoc-Netz per Funk ver­bun­den haben? Das ich mich mit die­ser For­de­rung bei der unwis­sen­den Wäh­ler­schaft wich­tig machen kann, ist die ein­zige Begrün­dung die plau­si­bel ist.

Ah, und bei (3) bestärkt sich meine Plausibilitäts-Annahme: es gilt für “gewerbs­mä­ßi­ges Kar­to­gra­phie­ren oder plan­mäs­si­ges Erfas­sen”. Es geht nicht um anonyme pri­vate Autos in denen einer mit ´nem Net­book und ´ner WLAN Karte sitzt. Zwar ver­schwur­belt der Poli­ti­ker in dem Arti­kel ein “wei­ter­ge­hen­des Inter­esse” an den Daten von Googles Street­view, aber sollte dies nicht gewerb­li­cher Natur sein, bleibt ja nur die kri­mi­nelle Absicht einer Pri­vat­per­son dahin­ter. Aber er ist nur gegen “gewerbs­mä­ßi­ges Erfas­sen”. Der hat doch selbst gar keine Ahnung, was er da redet.

Zusam­men­ge­fasst “labert” da nur wie­der ein­mal einer wahl­pro­pa­gan­dis­ti­sche Unwahr­hei­ten sei­nen ahnungs­lo­sen Bau­ern­wäh­lern ent­ge­gen, ähnlich der von-der-Leyenschen Zensurgesetz-Kipo-Hetze, die sich an hah­ne­bü­che­ne­nen und zusam­men­ge­lo­ge­nen Argu­men­ten über­schlug, was aber die urei­gene Inter­net­aus­dru­cker­wäh­ler­schaft über­haupt nicht inter­es­sierte.

Da gehe ich also mit dem Ver­fas­ser die­ses Arti­kels überein.

Bei sei­ner Nähe zu den Kas­sen sei­ner CDU (siehe Auf­zäh­lung oben) soll­ten wir uns den Namen mer­ken und ihn dann wie­der aus der Ver­sen­kung holen, wenn mal wie­der einer von der schwar­zen Pest wegen unsau­be­rer Geld­wä­sche und Spen­den­geld­skan­da­len ver­ur­teilt wird.

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Juni 5th, 2010 at 8:32 pm

15 Monate im ersten Verfahren gegen @Tauss

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So, hier kann man ganz aus­führ­lich lesen wie es abge­gan­gen ist. Mal ehr­lich: Herr Tauss war ein “Experte” im Bun­des­tag für die­ses Thema. Von “Risi­ko­be­wer­tung” hat er wohl wenig Ahnung gehabt. Ich kann nicht ver­ste­hen, wie blau­äu­gig ein Poli­ti­ker sein muss um sich seine mona­te­lan­gen “Recher­chen” nicht irgendwo geneh­mi­gen oder frei­ge­ben zu las­sen. Ins­be­son­dere weil er “Poli­ti­ker” ist. Da sollte Miss­trauen doch zur Tages­ord­nung gehören.

Alter­na­tiv könnte er sich auch für “unan­tast­bar” gehal­ten haben und damit eben wie­der “blau­äu­gig”, da er als Kri­ti­ker der blon­den Ursel ganz oben auf der Abschuss­liste stand.

Ist Herr Tauss jetzt nur naiv gewe­sen? Hatte er “an das Gute in der Poli­tik” geglaubt (er war “vor­her” ja Versicherungskaufmann…wie passt das zusammen?)

War er gran­dios wie es Men­schen gerne wer­den wenn sie im Macht­spek­trum agieren?

Ach so: “Experte” im Bun­des­tag für ein Thema zu sein, ist ja auch nicht grade ein Qua­li­täts­zeug­nis an sich.

Ich schmeiss jetzt mal wie­der meine Ver­schwö­rungs­ma­schine an und mache fol­gende Über­le­gun­gen auf:

1. Das Inter­net muss kon­trol­lier­bar wer­den um die Macht­struk­tu­ren zu erhalten.

2. Alle Poli­ti­ker sind Mario­net­ten der hege­mo­nis­ti­schen Machteliten

3. Alle Poli­ti­ker sind nur zu ein­ge­schränk­ten intel­lek­tu­el­len Leis­tun­gen fähig, damit sie nicht auf “eigene Ideen” kommen.

4. tanzt mal einer aus der Reihe, sorgt das “Sys­tem” dafür dass für die Macht­struk­tu­ren keine Gefahr droht.

5. die Medien sind Mario­net­ten der Macht­eli­ten.

Herr Tauss, egal ob Sie es waren, oder nicht: sein Sie froh, dass heut­zu­tage unbe­queme Men­schen an den emp­find­li­chen Stel­len nicht mehr “bei­seite” geschafft wer­den, son­dern nur medial vernichtet.

PS: wenn ich die Liste oben lese…mir fällt auch nix Neues mehr ein…

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Mai 28th, 2010 at 1:20 pm

Dokumentierter Kindesmissbrauch ist also kein Film”!

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Ja, genau verdammt:

Ich finde, schon der Begriff selbst ist ein Pro­blem, weil er fal­sche Kon­no­ta­tio­nen her­vor­ruft.

Por­no­gra­fie (also die legale Vari­ante mit Erwach­se­nen, die frei­wil­lig und auf Bezah­lungs­ba­sis agie­ren) ist fik­tiv. Es ist ein nar­ra­ti­ves Film­genre, das ganz vie­len Fak­to­ren der Film­pro­duk­tion unter­wor­fen ist und das man als Film­wis­sen­schaft­ler ana­ly­sie­ren kann. Die koer­per­li­chen Rea­li­tae­ten im Por­no­film sind unge­fa­ehr so “echt” wie der Film­kuss zwi­schen Scar­lett O’Hara und Rhett But­ler, und die Kon­su­men­ten wis­sen, dass sie einem insze­nier­ten Sexu­alakt zuse­hen. Der Por­no­in­dus­trie wird seit Jahr­zehn­ten ein Millionen/Milliardengewinn unter­ge­scho­ben, ohne jemals Zah­len zu nen­nen. Es gibt schon hier­fuer keine Quel­len, und das sind alles legale Unter­neh­men.

Doku­men­tier­ter Kin­des­miss­brauch (ich wei­gere mich, das ‘Por­no­gra­fie’ zu nen­nen) ist dem dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt. Es ist authen­tisch und echt, wie Herr Vet­ter das schon beschrieb. Es ist ein Bei­pro­dukt eines rea­len Ver­bre­chens und die Kon­su­men­ten die­ser Filme sind sich des­sen bewusst. Die Filme sind nicht nar­ra­tiv, sie spie­len nicht in einer erfun­de­nen Welt. Doku­men­tier­ter Kin­des­miss­brauch ist also kein Film. Und somit auch keine Por­no­gra­fie. Es ist die Doku­men­ta­tion eines Ver­bre­chens zum Zwe­cke der Erre­gung. Nicht alles was erregt, ist Por­no­gra­fie. Dazu bedarf es der oben genann­ten Kom­po­nen­ten.

Ich per­so­en­lich finde, dass der Begriff ‘Por­no­gra­fie’ in Ver­bin­dung mit Kin­des­miss­brauch unglaub­lich zynisch ist, weil es eine frei­wil­lige Betei­li­gung der Dar­stel­ler impli­ziert. Das ist sehr grau­sam gege­nu­e­ber den Opfern von Kin­des­miss­brauch. Des­we­gen finde ich den Begriff ‘Kin­der­por­no­gra­fie’ nicht nur unzu­tref­fend, son­dern auch abwer­tend den Opfern gegenueber.”

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September 14th, 2009 at 11:10 pm

Du bist Terrorist!

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Written by admin

September 14th, 2009 at 12:29 pm

Rette Deine Freiheit

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Sau­gut! (Update: aus gege­be­nem Anlass bleibt die­ser Bei­trag bis zu den Wah­len ganz oben)

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September 14th, 2009 at 12:11 pm

#fsa09 Die Demo, das Ergebnis und ein gutes Statement.

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So, Demo ist rum, Welt­ar­ti­kel sagt eigent­lich auch schon alles aus:

Anstatt Infor­ma­ti­ons– und Mei­nungs­frei­heit ein­zu­schrän­ken, müsse die Straf­ver­fol­gung pro­fes­sio­nel­ler werden.”

und bei Netzpolitik.org heisst es:

Die 19:00 Uhr Pres­se­mit­tei­lung des “Frei­heit statt Angst”-Demobündnis:

* Ins­ge­samt 25.000 Bür­ger pro­tes­tier­ten gegen den Überwachungswahn

* “Frei­heit statt Angst” Demons­tra­tion ein vol­ler Erfolg”

Lei­der konnte ich nicht dabei sein. Zwar hatte die­ser hier mal die Frage nach der Anzahl der Demons­tran­ten gestellt, aber meine Ant­wort an ihn, halte ich für extrem plau­si­bel. Und außer­dem ein wei­te­res Bei­spiel dafür, warum #Zen­sur­sula das Eltern­geld ein­ge­führt hat:

Tweet an den, der sich über die Anzahl der Demonstranten wundertekönnte man mei­nen und war tat­säch­lich auch mein Grund nicht nach Ber­lin zu fahren.

Anhand der Bericht­er­stat­tung und vor allem der Tweets über #fsa09 konnte ich gut dabei sein und habe meine following-Liste etwas ergän­zen kön­nen. Der Live-Ticker der taz war dann der aus­schlag­ge­bende Link zu der Aus­sage von Johnny Haeusler:

Auch wenn Johnny der Betrei­ber des Spree­blick ist und somit einer der Mit­un­ter­zeich­ner des “Inter­net Mani­fests” (ja, ich kanns nicht sein las­sen und muss Trolle füt­tern), so sind seine Worte wohl auch für die “alten Leut” mal ver­ständ­lich. Viel­leicht nutzt es ja was.

Ich bin mir aber sicher, dass die “geringe” Anzahl der Teil­neh­mer noch von den eta­blier­ten Par­teien und vor allem von den Concrete-Heads Schäu­ble und von der Leyen als “unter fer­ner lie­fen”, bzw. “lächer­lich” abge­wun­ken werden.

Lei­der machen mir die Jungs von der Pira­ten­par­tei in ihren Inter­views nicht gerade die kom­pe­ten­tes­ten Ein­drü­cke. Gut, die müs­sen das Poli­ti­sie­ren und Quat­schen noch ler­nen, aber wenn ich mir z.B. Inter­views von Becke­dahl oder den Leu­ten des CCC ansehe, so meine ich, merkt man denen die Rou­tine mit den Medien schon mehr an.

Na, ist ja noch kein Meis­ter vom Him­mel gefal­len. Aber 150.000 Teil­neh­mer wären bes­ser gewe­sen. Wie gesagt: wenn alle _wir Eltern_ die durch #Zen­sur­sula zur Eltern­schaft in den letz­ten 2 Jah­ren “ver­führt” ;-) wor­den sind, dabei gewe­sen wären, hät­ten sich wohl die 150.000 Leute zusammengefunden.

Written by admin

September 12th, 2009 at 8:21 pm