alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘wahlkampf’ tag

Das Gute oder “grün”…auf polemische Weise

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beschrie­ben. Aus­züge aus einem Arti­kel im Cicero (der wohl öfter gute Arti­kel bringt — recht ambi­va­lent teil­weise, ich kann nicht jeden gut­heis­sen, die­sen hier aber schon):

Das Gute hat Renate Künast sozu­sa­gen gepach­tet. Denn sie ist ja Grüne.

Heute, mit dem Auto, wenn es sich flüs­sig fährt und ohne Über­tre­tung der vor­ge­schrie­be­nen Geschwin­dig­keit, in 45 Minu­ten. Mit dem öffent­li­chen Ver­kehr sind es bis zu 120 Minu­ten. Zwei Stun­den: Geht doch, oder?

So sieht sie also aus, die kon­krete Welt gemäß der abs­trak­ten Moral von Renate Künast. So sieht das Schlechte vom Guten aus, das sie ver­kör­pert, das die Grü­nen über­haupt und der­zeit mit gro­ßem Erfolg ver­kör­pern. In Ber­lin hat die grüne Laissez-faire-Ideologie ganze Städte für deut­sche Nor­mal­bür­ger zum Sperr­ge­biet gemacht. Read the rest of this entry »

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Januar 4th, 2011 at 4:50 pm

Endlich wieder gesunder Menschenverstand am Horizont!

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Oha, es ist eine Wohl­tat, wenn sich jemand mal ein wenig reflek­tier­ter mit dem Thema Stutt­gart 21, ach was sag’ ich, mit dem Thema “Dis­kus­si­ons­kul­tur im Inter­net” aus­ein­an­der­setzt. Hier im Socken­blog steht fol­gen­des geschrieben:

Es geht mir auf den Keks. In all die­sen gro­ßen Streit­fra­gen, von Stutt­gart 21 über die Kern­en­er­gie bis hin zur Kon­flikt­lö­sung in Israel oder der hie­si­gen Inte­gra­ti­ons­de­batte: Über alles reden die Leute, aber die wenigs­ten von ihnen beschäf­ti­gen sich wirk­lich damit. Die Men­schen bil­den sich ihre Mei­nung nicht, in dem sie viele ver­schie­de­nen Medien zu Rate zie­hen, son­dern sie beschrän­ken sich in den meis­ten Fäl­len auf ein Medium, oder sogar auf gar kei­nes. Hin­ter­grund­wis­sen bleibt unge­fragt, die Beschäf­ti­gung mit den The­men ist tabu. Read the rest of this entry »

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Dezember 16th, 2010 at 2:32 pm

Wenn schon Assi, dann wenigstens mit Stil

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Fast ohne Worte: aber erkenn­bar, dass es VUZ selbst­re­dend auch nur an sei­ner eige­nen Kar­riere inter­es­siert ist. Adel­ge­döns ist grad rich­tig angesagt.

Der Baron zu Gut­ten­berg ist der Held eines Bür­ger­tums, das die Erb­schafts­steuer abschaf­fen und die pri­vate Kran­ken­ver­si­che­rung ret­ten will und es für einen Skan­dal hält, wenn die Kin­der keine Emp­feh­lung fürs Gym­na­sium bekom­men. Applaus in Kron­berg für Eltern­geld und Herd­prä­mie – Sub­ven­tio­nen für den bür­ger­li­chen Lebens­stil. Eine der Bla­sen, die in der Finanz­krise geplatzt sind, ist die meri­to­kra­ti­sche Legi­ti­ma­tion der Lebens­chan­cen­ver­tei­lung. Wo bür­ger­li­che Pri­vi­le­gien kaum noch durch Ver­dienste zu recht­fer­ti­gen sind, wird der Adel zum Vor­bild, der seine natur­ge­ge­be­nen Vor­rechte in ästhe­ti­sches Kapi­tal umge­münzt hat.

Wie defi­niert Gut­ten­berg den Stil, den er nicht ver­än­dern will? Er ist „unbe­quem“. Der ein­zige Beleg dafür ist die Sage, er habe mit Rück­tritt gedroht, als Staats­geld an Opel flie­ßen sollte. Das kol­por­tierte Wort ersetzt die Tat. Auch faule Bür­ger­söhne soll­ten das Gym­na­sium besu­chen dür­fen, schön reden kön­nen sie hin­ter­her bestimmt. Hal­tung muss sich wie­der lohnen.”

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September 11th, 2009 at 4:25 pm

SPD-affine Presse betreibt Lobbyarbeit

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Ein Bei­spiel von Pres­se­lob­by­is­mus. Dies­mal geht es um das Schwei­gen des Ber­li­ner Tages­spie­gels. Der Mut­ter des behin­der­ten Kin­des ist dabei nicht gehol­fen. Viel­leicht hilft etwas Öffent­lich­keit den Ver­ant­wort­li­chen aktiv zu wer­den.
Die Seite gedankentraeger.de ist übri­gens was die The­men Gesund­heit und Soziale Pflege angeht, sehr empfehlenswert.

Monika Scheele-Knight schreibt seit vie­len Jah­ren das Web­log «Gedan­ken­trä­ger». Ein Schwer­punkt des Blogs ist der Autis­mus ihres inzwi­schen neun­jäh­ri­gen Soh­nes John — von päd­ago­gi­schen Theo­rien bis zu prak­ti­schen Hil­fen im Alltag.

Dein Sohn ist schwer behin­dert. Du musst immer wie­der dafür kämp­fen, dass er zur Schule gehen darf. Worum geht es dies­mal? Monika Scheele-Knight: Es gibt Kin­der mit Behin­de­run­gen, die nur mit Hilfe einer Schul­as­sis­tenz ler­nen kön­nen. Zum neuen Schul­jahr wur­den für ganz Ber­lin 1177 Schul­hel­feran­träge gestellt. Es geht also um eine ver­gleich­weise kleine Gruppe von Kin­dern, für deren Beschu­lung das Land Ber­lin nun aber angeb­lich nicht mehr genü­gend Geld hat. Wir Eltern der schwerst beein­träch­tig­ten Kin­der sehen nicht ein, dass aus­ge­rech­net an den Schwächs­ten nun gespart wird. Auch unsere Kin­der haben ein Recht auf Bil­dung, wie jedes andere Kind.

Deine Bitte, für eine Anzeige in der taz zu spen­den, wurde in vie­len Blogs und auf Twit­ter ver­linkt. Kannst du ein­schät­zen, wie erfolg­reich das war? Spen­den die Ver­lin­ker auch selbst oder ist das Ver­lin­ken eher eine mora­li­sche Ersatzhandlung?

Scheele-Knight: Viele der Ver­lin­ker haben selbst gespen­det, und dann kamen auch Spen­den von Unbe­kann­ten mit dem Hin­weis, über wen sie auf uns gesto­ßen sind. Uns hat auch erstaunt, dass so viele Leute über Pay­pal gespen­det haben, eigent­lich war das nur so eine Zusat­z­idee, von der wir dach­ten, dass es ganz schick aus­sieht, aber wahr­schein­lich wenig genutzt wird. Etwa die Hälfte aller Spen­den kamen dann aber tat­säch­lich über das PayPal-Konto.

Die Anzeige ist inzwi­schen erschie­nen. Ihr ruft wei­ter zu Spen­den auf. Wofür?

Scheele-Knight: Wir wol­len eine wei­tere Anzeige im Tages­spie­gel schal­ten. Der Tages­spie­gel hat als ein­zige Ber­li­ner Zei­tung seit Schul­be­ginn noch nicht berich­tet. Wir haben ca. 600 Euro Über­schuss nach Bezah­len der taz-Anzeige. Es gibt eine große Reso­nanz auf unsere Online-Aktion, wie auch auf die dar­aus fol­gende Ver­öf­fent­li­chung der Anzeige in der taz.

Dass das alles über das Pro­gram­mie­ren einer Spenden-Website und Ver­brei­ten in Web­logs und auf Twit­ter so funk­tio­niert, das ist schon ermu­ti­gend für uns: wo uns die tra­di­tio­nel­len Medien zu gro­ßen Tei­len im Stich las­sen, haben wir unse­ren eige­nen Weg gefun­den, und jetzt sprin­gen plötz­lich doch auch mehr und mehr tra­di­tio­nelle Medien ein. Mon­tag Abend gab es z.B. einen ers­ten Fern­seh­bei­trag in der rbb-Abendschau. ”

http://gedankentraeger.de/?p=1235 http://gedankentraeger.de/?p=1228

Der Tages­spie­gel schweigt sich beharr­lich aus. Ich habe das Gefühl, die Jour­na­lis­ten Lob­by­is­ten dort sind im SPD-Wahlkampf und wol­len gerade auf kei­nen Fall etwas Nega­ti­ves über die SPD schrei­ben. Das Thema in die Öffent­lich­keit zu brin­gen ist wie auch in den Vor­jah­ren eine sehr zähe Ange­le­gen­heit. Ich habe schon ein Feed­back bekom­men, in dem es hieß, das Thema sei wohl lei­der nicht von brei­tem Inter­esse. Über­all wird “über­legt”, über­all “muss das noch ent­schie­den wer­den.” Egal, wem wir von unse­ren Pro­ble­men erzäh­len, alle fra­gen uns, warum denn dar­über nicht groß­räu­mig berich­tet wird. Irgend­wie besteht eine sehr große Dis­kre­panz zwi­schem dem tat­säch­li­chen Inter­esse der Men­schen und dem Des­in­ter­esse, das die Jour­na­lob­by­is­ten unterstellen. ”

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September 11th, 2009 at 4:10 pm

Meinungsfreiheit, Buchmesse und Zensurgesetze

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http://www.netzeitung.de/kultur/1459019.html

Irgend­ein “Experte” hat aus­ge­rech­net China zum Gast­land der Buch­messe gemacht. Das sowas Ärger berei­tet könnte, sollte wohl auch einem Leyen klar sein. Und den Ärger gibt es jetzt: damit die Sache nicht kom­plett den Bach run­ter­geht, wur­den tat­säch­lich ein paar “uner­wünschte” Auto­ren von denen ausgeladen.

Der Skan­dal um die Aus­la­dung zweier chi­ne­si­scher Auto­ren im Vor­feld der Frank­fur­ter Buch­messe mit China als Gast­land hat nun auch eine innen­po­li­ti­sche Debatte ausgelöst.

Der Vor­sit­zende des Bun­des­tags­kul­tur­aus­schus­ses, Hans-Joachim Otto (FDP), sprach am Don­ners­tag von einem «Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen der Messe». Schon am Vor­tag hatte Gün­ter Nooke, Men­schen­rechts­be­auf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung, eine klare Hal­tung von der Buch­messe angemahnt.”

Nee, bei uns ist grad Wahl­kampf. Da pol­tert die Oppo­si­tion schön laut über “wir las­sen uns doch nicht zen­sie­ren!” Bin gespannt, ob einer von den Regie­rungs­par­teien dazu was sagt. Dürf­ten die eigent­lich nicht, denn China ist da ja gro­ßes Vorbild.

Aber so bigott und heuch­le­risch wie die alle sind, wer­den die sicher auch — vor den Wah­len — ins glei­che Horn bla­sen. Wenn man sich den Satz von Otto mal genau anschaut, könnte er ja auch mei­nen: “Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen der Messe, warum habt Ihr Dep­pen aus­ge­rech­net China aus­ge­wählt?” und Nooke meint wohl eher “eine klare Hal­tung von der Buch­messe hin­sicht­lich wahl­kampf­kri­ti­scher The­men vor den Wah­len. Jetzt zwingt uns die Buch­messe dazu, die Wäh­ler vor den Wah­len noch­mals belü­gen zu müssen.”

Mei­nungs­frei­heit an ers­ter Stelle: Er wies Vor­würfe zurück, die Buch­messe unter­werfe sich beim Sym­po­sium der chi­ne­si­schen Zen­sur. Die Mei­nungs­frei­heit stehe für die Buch­messe an ers­ter Stelle. Auf der Messe im Okto­ber könn­ten alle Auto­ren zu Wort kom­men. «Die Frank­fur­ter Buch­messe ist inhalt­lich nicht kon­trol­lier­bar», sagte Boos. ”

Stimmt: die Buch­messe ist inhalt­lich nicht kon­trol­lier­bar und außer­dem ein rechts­freier Raum. Stellt die Stopp­schil­der auf!

Die Ein­la­dung an Chi­nas als Gast­land war nach Ansicht von Pen-Genersekretär Wies­ner «viel­leicht etwas vor­ei­lig». «Mög­li­cher­weise ist China als Ehren­gast der Buch­messe noch nicht reif für die Welt­öf­fent­lich­keit», sagte er der dpa. Wich­tig sei es, sich von China nicht «erpres­sen» zu lassen.”

Nun, wenn die Ent­wick­lung auf unse­rer Welt so wei­ter­geht, wer­den wir in 20 Jah­ren sowieso Chi­ne­sisch als Haupt­spra­che ler­nen und alle in blauen Over­alls rum­lau­fen. Die Kul­tur haben uns die Ossis in der Regie­rung ja stück­chen­weise drauf­ge­schafft. Viel fehlt ja dazu nicht mehr. Ihr par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­ten: was denkt Ihr eigent­lich: wenn 70% der Welt­öf­fent­lich­keit China ist, wer ist dann die Weltöffentlichkeit?

Hier gibts dar­über auch noch was zu lesen: http://www.netzeitung.de/kultur/1457259.html

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September 11th, 2009 at 4:00 pm

CDU-Wahlkampfspots im “Internetfernsehen”

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Das muss man sich mal rein­zie­hen. Hat die CDU tat­säch­lich völ­lig ver­blö­dete Wahl­kampf­film­chen (mitt­ler­weile wie­der off­line ;-) , nee, da isser ja wie­der:
)

ins Netz gestellt. Zwar gibts schon den einen oder ande­ren Remix, aber hey CDU, so gehts nicht!

Was soll ich mir unter einem unra­sier­ten Alt­volks­wa­gen fah­ren­den bei Shell Kraft­stoff tan­ken­den (und dann wohl ohne zu zah­len), weg­fah­ren­den
End­zwan­zi­ger vor­stel­len? Einem der unmo­ti­viert hohle Phra­sen in sei­nen Zot­tel­bart quas­selt, von wegen “Gehalts­er­hö­hung gut, zuwe­nig übrig schlecht” und “wenns mich erwischt gibts zum Glück ja Stütze”? Was soll ich mir bei dem ande­ren Spot den­ken, wo ein (schon wie­der ?) blon­dier­tes Maderl
spät mor­gens mit der U-Bahn anne Uni fährt und gesteht, dass sich die Schickse “Sor­gen um die Zukunft macht”…“wegen der Krise”?

Ja, spinn ich eigent­lich? Wer ist da Ziel­gruppe? Die Netz­ge­meinde? Hal­tet Ihr die immer noch für sol­che Voll­s­pa­cken? Wollt Ihr mich — nach­dem ich Euch sicher nicht mehr wäh­len werde, weil Ihr kor­rum­pierte, macht­geile Ver­hin­de­rer, Ver­zö­ge­rer und Ver­tu­scher seid — auch noch belei­di­gen? Ist nicht Euer Tag­werk Belei­di­gung genug für einen wie mich? Einen aus der Netz­ge­meinde?

Hier mein alter­na­ti­ver Wahlspot:

Nach­dem die Kamera über den Toyota Prius geschwenkt ist und sich der mit dunk­len Augen­rin­gen behaf­tete, gute 40 Lenze zäh­lende Inge­nieur in die
mor­gend­li­che 5 Uhr 30 S-Bahn gesetzt hat und einen mat­ten Gäh­ner von sich gibt, sieht man sel­bi­gen müde und des­il­lu­sio­niert aus dem Fens­ter
in das herbst­li­che Dun­kel schauen:

Ich stehe jeden Mor­gen um 5 Uhr auf und schleppe meine müden Kno­chen mit dem Zug zwei Stun­den in einen hun­dert Kilo­me­ter ent­fern­ten Ort, wo
meine neue Arbeits­stelle ist.

Dort beackere ich — mitt­ler­weile auf Sach­ar­bei­ter­ebene, denn die Unbill des Schick­sal wollte es nicht, dass ich mei­nen guten Job, den ich zuvor im Stutt­gar­ter Raum jah­re­lang voll­zie­hen konnte, auch hei­mat­nah machen durfte —  den lie­ben lan­gen Tag Infra­struk­tur­pro­jekte der eher min­der­wich­ti­gen Art und schlage mich haupt­säch­lich mit den Gege­ben­hei­ten der beste­hen­den Netz­werke und Tra­di­tio­nen rum.

Lei­der ist es mir mit mei­nen 40 Jah­ren nicht gelun­gen als Jung­spund ent­we­der von Vat­tern oder über Vat­tern in irgend­ein Protege-Netzwerk gepusht gewor­den zu sein um unter die­sen Bedin­gun­gen auf Lei­tungs– und Füh­rungs­ebene, bar­rie­re­frei von Kar­rie­re­trepp­chen zu Kar­rie­re­trepp­chen zu hüp­fen und dann mit 40 sta­bi­ler und unka­putt­ba­rer Bestand­teil des hege­mo­nis­ti­schen Sys­tems zu sein.

Wenn ich abends nach Hause komme, küm­mere ich mich zeit­nah zu aller­erst um meine Frau und mei­nen Sohn, des­sen Eltern­geld auch schon eine Weile
auf­ge­braucht ist. Das Eltern­geld beka­men wir, nein und meine Frau blieb daheim, denn zu der Zeit war Eltern­zeit für Kerle außer­halb des regu­lä­ren Urlaubs ein kla­res Kickoff-Argument bei unse­ren Geschäfts­füh­rern. Abge­se­hen davon hat es sowieso ein Diplom zum Aus­fül­len gebraucht. Aber das hatte ich ja.

Wenn ich also um zehn Uhr abends irgend­wie wie­der auf­ge­wacht bin, nachdem ich Soh­ne­mann zu Bett gebracht habe und es mich gleich mit erle­digt hat, erlebe ich tag­täg­lich, wie sich kor­rupte und ver­blö­dete Poli­ti­ker von aso­zia­len Ban­kern und Wirt­schafts­lob­bi­ies­ten auf meine Kos­ten einen net­ten Lenz machen.

Ich sehe, wie kri­mi­nelle Staats­se­kre­täre und Minis­ter pseudo-Ausschüsse ver­scheis­sern und die gekauf­ten Medien mir irgend­ei­nen Sulz als Erfolg unter­schie­ben wol­len. Ich sehe wie in Län­dern mit mei­nem Geld Krieg auf Kos­ten der Armen geführt wird und höre hohle und ver­lo­gene Ent­schul­di­gun­gen, die mit der Rea­li­tät nichts zu tun haben.

Ich sehe wie­viel ich jeden Monat pri­vat zurück­le­gen muss, damit ich viel­leicht auch noch eine Rente habe und ich erlebe, wie besagte Poli­tik es den Zocker­ban­kern ermög­licht meine müh­sam ange­schaffte Kohle so zu ver­zo­cken, dass ich am Ende leer ausgehe.

Ich sehe, wie mei­nem Sohn Schul­den in finan­zi­el­ler Hin­sicht, Schuld in huma­nis­ti­scher Hin­sicht und Schuld in ökolo­gi­scher Hin­sicht auf­ge­brummt wird. Dinge für die er nichts kann, für ja ich nicht mal was kann.

Ich sehe wie die Gesund­heit mei­nes Kin­des von den Poli­ti­kern aufs Spiel gesetzt wird, wie Atom­müll mani­pu­liert gela­gert wird, wie Gen­tech­nik ins Essen gelangt, wie Umwelt­gifte und Schad­stoffe ver­deckt und ver­steckt wer­den, auf dass er die auch ja gefres­sen hat.

Und wenn er älter ist, darf er sicher für diese Poli­ti­ker ein Bür­ger­op­fer sein, in einem ara­bi­schen Land Krieg füh­ren, früh an Krebs oder irgend­wel­chen Seu­chen erkran­ken und früh ster­ben, damit er keine Rente bekom­men muss.”

Man sieht den frus­trier­ten Nicht-CDU-Netzbürger am Ziel­ort aus dem Zug stei­gen. Am Arbeits­platz ange­kom­men schal­tet er sei­nen Büro-PC an. Aus dem Schirm erscheint im Hin­ter­grund das Logo der Piratenpartei.

Und ich wun­dere mich, dass ich nur ein Blog schreibe. (Update: die CDU hat den Spot mitt­ler­weile ganz zurückgezogen)

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September 10th, 2009 at 4:32 pm

Demo in Berlin am 12 September

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Hier bei Netz­po­li­tik wird noch­mal auf kom­men­den Sams­tag auf­merk­sam gemacht:

Unter­stüt­zer: Es haben mitt­ler­weile 163 Unter­stüt­zer­or­ga­ni­sa­tio­nen, –ver­bände, –bands, Fir­men und Initia­ti­ven den Demo-Aufruf unter­zeich­net. Das ist das brei­teste Bünd­nis für Bür­ger­rechte und ein freies Inter­net und gegen Über­wa­chung, das Deutsch­land je gese­hen hat. Nach vor­sich­ti­gen Schät­zun­gen reprä­sen­tie­ren diese Unter­stüt­zer mehr als drei Mil­lio­nen Mit­glie­der (Dop­pel­mit­glied­schaf­ten schon sta­tis­tisch raus­ge­rech­net), das ist mehr als die Summe aller Par­tei­mit­glie­der der Gro­ßen Koali­tion und aller Mit­tel– und Klein­par­teien zusammen. ”

über Statistiken und Aussagen

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kann man hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=4174 über die Linke-Programm und den The­men Min­dest­löhne, Rente mit 67, usw. etwas lernen

Diese ökono­mi­sche Lehre, weist letzt­lich den Weg zurück in die Stein­zeit. Sie unter­stellt näm­lich die sog. Sub­sti­tu­ti­ons­these. Will sagen: je bil­li­ger der Fak­tor Arbeit im Ver­hält­nis zum ein­ge­setz­ten Fak­tor Kapi­tel (Inves­ti­tio­nen) wird, desto mehr Arbeit wird ein­ge­setzt und desto weni­ger Anreiz besteht für den Unter­neh­mer Kapi­tal zu inves­tie­ren, will hei­ßen, kapi­tal­in­ten­si­ver zu pro­du­zie­ren. Denkt man die­sen Weg zu Ende, dann gelangt man ins vor­in­dus­tri­elle Zeit­al­ter, denn bil­lige Arbeit lohnt die Inves­ti­tio­nen in Maschi­nen ja nicht mehr. D.h. es besteht kein Anreiz mehr zu Stei­ge­rung der Produktivität.

Dem­ent­spre­chend lau­tet ja auch das neo­klas­si­sche Rezept zur Bekämp­fung der Arbeits­lo­sig­keit, die Real­lohn­stei­ge­run­gen mög­lichst gering zu hal­ten. Nach dem Motto, wenn die Pro­duk­ti­vi­tät lang­sa­mer zunimmt, wer­den auch weni­ger Arbeits­plätze weg­ra­tio­na­li­siert. Wett­be­werb fin­det nicht über inno­va­tive Pro­dukte und über die Stei­ge­rung der Pro­duk­ti­vi­tät statt, son­dern vor allem über die Anglei­chung der Löhne an die Wett­be­wer­ber in Asien.”

und

Die Rhei­ni­sche Post schreibt nun: „Nach Berech­nun­gen der Bun­des­re­gie­rung würde eine Bei­be­hal­tung der Rente mit 65 und eine Abschaf­fung aller Dämp­fungs­fak­to­ren im Jahr 2030 Mehr­kos­ten von über 60 Mil­li­ar­den Euro ver­ur­sa­chen. Das ent­spricht sechs bis sie­ben Beitragspunkten…Zahlen müs­sen die Arbeitnehmer.“

Sol­che Ren­ten­be­rech­nun­gen bis ins Jahr 2030 sind kom­plet­ter Unsinn. Die Bun­des­re­gie­rung weiß noch nicht ein­mal, wie viel Arbeits­lose und wie viel Wachs­tum wir im nächs­ten Jahr haben wer­den, geschweige denn wie hoch die Werte in zwan­zig Jah­ren sein werden.”

Fazit: trauer kei­ner Sta­tis­tik, die Du zur Begrün­dung Dei­ner Ideen her­an­ziehst, die Du nicht selbst erstellt hast. Ins­be­son­dere wenn die Rhei­ni­sche Post sich drauf bezieht.

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September 10th, 2009 at 4:00 pm

Rüttgers platter Fascho-Wahlkampf

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Rütt­gers hatte mit Blick auf die Ver­la­ge­rung der Nokia-Produktion ins Aus­land auf einer Wahl­kampf­kund­ge­bung in Duis­burg unter ande­rem gesagt: «Im Unter­schied zu den Arbeit­neh­mern hier im Ruhr­ge­biet kom­men die in Rumä­nien eben nicht mor­gens um sie­ben zur ers­ten Schicht und blei­ben bis zum Schluss da. Son­dern sie kom­men und gehen, wann sie wol­len, und wis­sen nicht, was sie tun.»“

Nach­dem der die­sen Mist immer wie­der und schon über Jahre ver­zapft, sollte er mal nach Hause geschickt wer­den. Aber auch die CDU arbei­tet fleis­sig an ihrem Verschwinden.

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September 7th, 2009 at 4:20 pm

V wie Vendetta in Heidelberg?

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Jau, die Plakate sind mir in Hei­del­berg auch auf­ge­fal­len. V, wie Ven­detta, B wie Bin­ding. Binding-Bier, das beim Kino­be­such aus­ge­schenkt wird? Nein, ein SPD-ler, der die hippe Aka­de­mi­ker­gilde der Eli­te­hei­del­ber­ger für sich gewin­nen will…soso…na, sowas ähnli­ches hat­ten wir schon­mal, mit Darth Vader: http://www.lotharbinding.de/65.0.html?&stylesheet=800

Wie in der rea­len Welt gehe es bei “Star Wars” darum, gesell­schaft­li­che Ver­hält­nisse zum Bes­se­ren zu ver­än­dern. Dabei gäbe es, ähnlich wie bei “Star Wars”, dunkle und helle Sei­ten der Macht. Die dunk­len Sei­ten wären nach Bin­ding: in die Atom­en­er­gie wie­der ein­zu­stei­gen, die Bun­des­wehr in Kriegs­ge­biete zu ent­sen­den, die Kopf­pau­schale bei der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ein­zu­füh­ren und die Mehr­wert­steuer zu erhö­hen. Zu den hel­len Sei­ten der Macht gehöre die För­de­rung alter­na­ti­ver Ener­gien, wie Son­nen­en­er­gie, Was­ser– und Wind­kraft, die Frie­dens­si­che­rung, die Bür­ger­ver­si­che­rung und keine Steu­er­er­hö­hun­gen, die das Kauf­klima und damit die Wirt­schaft belas­ten würden. ”

Ach so…ja, die SPD hat in der letz­ten Legis­la­tur­pe­riode ja ne echte Rebel­len­po­li­tik durchgezogen…*schenkelklopfer*

In mir wächst der Ein­druck, Herr Bin­ding hat eine pro­ble­ma­ti­sche Rea­li­täts­schwä­che. Wirkt schon fast beses­sen, oder nicht?

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August 31st, 2009 at 4:35 pm