alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘SPD’ tag

Ausstieg aus dem Ausstieg: nächster Schachzug der SPD: CDU muss Farbe bekennen

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Reu­ters mel­det, die SPD böte der Regie­rung ein Abschalt­ge­setz an. Grund­lage ist die aktu­elle Dis­kus­sion ob die umwer­fend schnelle Reak­tion der Regie­rung auf die Vor­komm­nisse in Japan — so kurz vor den Wah­len — eigent­lich recht­lich durch­zu­set­zen sei. Bis­her kam die Abschal­tung der sie­ben Mei­ler wohl nur auf­grund wirt­schaft­li­cher Über­le­gun­gen der Ener­gie­un­ter­neh­men zustande.

Das Gesetz könne bereits in der kom­men­den Woche von Bun­des­tag und Bun­des­rat ver­ab­schie­det wer­den, sagte der Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rer der Bun­des­tags­frak­tion, Tho­mas Opper­mann, am Mitt­woch in Ber­lin: “Die Still­le­gung über ein Abschalt­ge­setz kann unver­züg­lich ohne Über­tra­gung der Rest­lauf­zei­ten auf andere Kern­kraft­werke erfol­gen.” Die von der Bun­des­re­gie­rung am Diens­tag ver­fügte vor­läu­fige Abschal­tung habe indes im Atom­ge­setz keine Grund­lage. Bun­des­kanz­le­rin Angela Mer­kel sei daher dar­auf ange­wie­sen, dass die Ener­gie­ver­sor­ger die AKW als Geste des guten Wil­lens frei­wil­lig vom Netz näh­men. (Reuters)

Nun ist die Regie­rung in einer Zwick­mühle und — ver­dammt noch­mal ich spiele gerne Schach — aber dass sich die poli­ti­sche Ebene in Ent­schei­dun­gen und tak­ti­schen Manö­vern so schnell zu bewe­gen ver­mag, hätte ich kurz vor Gut­ten­berg noch nicht für mög­lich gehalten.

Zwar bekla­gen sich unte­rer ande­rem der Tages­spie­gel über Mer­kels “feh­len­des Takt­ge­fühl”, doch ich gehe immer noch nicht mit der Mei­nung auch Hans Hütt´s überein, dass dies zu einem Regie­rungs­wech­sel in Baden-Württemberg füh­ren könnte.

Wie Frau Mer­kel das Ange­bot der SPD für ein Abschalt­ge­setz aller­dings gewinn­brin­gend “umbie­gen” möge, dass würde mich nun doch interessieren.

Harald Schmidt über den Süden der Republik in der FAZ

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Ich habe mich kaputt­ge­lacht. Ein­fach wun­der­bar! Nach­zu­le­sen hier, ich hoffe die FAZ nimmt es mir nicht übel. Harald Schmidt äußert sich in einem Inter­view mit der FAZ auf seine unach­ahm­li­che Art und Weise über den Süden, bzw. Baden-Württemberg, dem Wesen Stutt­garts und der Schwa­ben. Nie­mals ver­liert er den Blick auf die harte Rea­li­tät und dem Umgang der Men­schen damit. Seien es nun Kuchen mit Sahne essende Wut­bür­ger vor oder nach der Demons­tra­tion, oder der Abgleich eines glück­li­chen Gün­ter Oet­tin­ger mit einem tra­gi­schen Ste­fan Mappus.

Demut vor den Rea­li­tä­ten und trotz­dem oder gerade des­we­gen Spass und Humor kul­ti­vie­ren. Von dem Mann kön­nen sich viele bär­beis­sige Spaß­brem­sen mal eine dicke Scheibe abschneiden.

Wenn ich mir in Stutt­gart die sozia­len Brenn­punkte anschaue — das ist in Köln obe­rer Mittelstand. 

[…]

Wenn uns da der Ruhr­pott­ar­bei­ter geschil­dert wurde, in der Schule, im Dritt­welt­un­ter­richt oder so, da wusste man gar nicht, was damit gemeint ist. Denn man fuhr ja Benz, man hatte zwei Häu­ser, man hatte Grund­stü­cke. Man musste auch am Wochen­ende 400 Kirsch­bäume abern­ten, sinn­los, aber die hatte man halt. Übri­gens häu­fige Todes­ur­sa­che in der Ecke: vom Kirsch­baum gfalla.

Peer Steinbrück: bitte nicht vergessen, wer hier versagt hat

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Die Nach­denk­sei­ten hal­ten ihre Infor­ma­ti­ons­pflicht bei uns auf­recht. Auch wenn Stern und Kon­sor­ten ihren poli­ti­schen Netz­werk­ver­pflich­tun­gen zur Volks­ver­dum­mung und Geschichts­fäl­schung nach­kom­men: der Herr Stein­brück hat uns maß­geb­lich die Scheisse mit den Ban­ken eingebrockt:

  1. Stein­brück ist zusam­men mit der Bun­des­kanz­le­rin ver­ant­wort­lich dafür, dass wir mit Hun­der­ten von Mil­li­ar­den belas­tet wer­den, mit denen die Wett­schul­den der Spie­ler im Finanz­ka­sino begli­chen werden.

    Als Stein­brück für die För­de­rung des Finanz­plat­zes Deutsch­land, für eine lasche Kon­trolle und für „Pro­dukt­in­no­va­tio­nen“ warb, war schon bekannt, dass deut­sche Ban­ken in Schwie­rig­kei­ten sind. Im Februar 2003 tra­fen sich Bun­des­kanz­ler, Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter und Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter mit den Spit­zen der Ban­ken und Ver­si­che­run­gen zu einem Kri­sen­ge­spräch mit dem Ziel der Grün­dung einer Bad Bank. Das kam nicht zu Stande, weil das Tref­fen vom Han­dels­blatt bekannt gemacht wurde. Aber die Aus­la­ge­rung fau­ler For­de­run­gen in Zweck­ge­sell­schaf­ten und ähnli­che Bad Banks fand statt. So bei der Indus­trie­kre­dit­bank IKB, so bei der Ende Sep­tem­ber 2003 gegrün­de­ten HRE. (In der Anlage zu die­sem Bei­trag ist der Arti­kel im Han­dels­blatt vom 24.2.2003 wie­der­ge­ge­ben. Immer noch lesens­wert – vor allem für Men­schen, die immer noch glau­ben, die Finanz­krise habe mit dem Zusam­men­bruch von Leh­man Bro­thers begonnen)

    Das alles wusste Peer Stein­brück. Und den­noch hat er behaup­tet, die Finanz­krise sei aus den USA über uns gekom­men und sie habe ihn wie ein Spring­ins­feld­teu­fel ange­sprun­gen. (Siehe hier und aus­führ­lich in unse­ren Jahr­bü­chern)

    Peer Stein­brück ist neben Angela Mer­kel ver­ant­wort­lich dafür, dass wir mit Hin­weis auf die angeb­li­che Sys­tem­re­le­vanz aller Ban­ken sowohl die Indus­trie­kre­dit­bank (IKB) als auch die HRE geret­tet haben. Der hohe Ein­satz von min­des­tens 8 Mil­li­ar­den bei der IKB und 142 Mil­li­ar­den Garan­tien und dar­un­ter Zig-milliarden fäl­lig wer­den­der Zah­lun­gen für die HRE ist aus mei­ner Sicht nicht nötig gewe­sen. Der Zusam­men­bruch von Leh­man Bro­thers hat keine Kata­stro­phe aus­ge­löst. Ähnlich wäre es mit den bei­den ande­ren Insti­tu­ten gewe­sen. Bei uns aber wurde die Mög­lich­keit einer geplan­ten Insol­venz die­ser Insti­tute gar nicht geprüft. Dafür ist Peer Stein­brück haupt­ver­ant­wort­lich. Er und seine Arbeit kos­ten uns und unsere Kin­der Milliarden.

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September 20th, 2010 at 4:48 pm

Thilo Sarrazin: sein Werk, seine Prognosen und der eigentliche Skandal

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So wie man hier in der FAZ nach­le­sen kann, hat der gute Herr Sar­ra­zin selbst dafür gesorgt, dass seine Pro­gno­sen wahr werden:

” Statt­des­sen hat die vor­ge­zo­gene Ein­schu­lung allem Anschein nach einen hohen Tri­but gefor­dert. Allein im Schul­jahr 2008/2009 muss­ten in Ber­lin 4300 Kin­der die zweite Klasse wie­der­ho­len, das ist fast jeder sechste Schü­ler eines Jahrgangs.”

Ich hab über Sar­ra­zin ja schon­mal was geschrie­ben und ihn in einen Topf mit unse­rer Fami­li­en­mi­nis­te­rin Schröder/Köhler gewor­fen, das mag der Dame nicht gerecht zu wer­den, aber ist ja auch wurscht.

Ich geh jetzt auch nicht auf wei­te­ren Schrott an, den die­ser Faschist in sei­nem Pam­phlet ver­fasst hat, wie z.B /Zitat aus der FAZ).:

Sar­ra­zin schwebt dabei auch eine weit­ge­hende Ver­staat­li­chung des elter­li­chen Erzie­hungs­auf­trags vor: „Letzt­lich muss jedes Kind in jedem Alter wäh­rend der nor­ma­len Arbeits­zeit an Werk­ta­gen betreut wer­den“, schreibt er. „Wenn diese Zeit für eine ver­nünf­tige Erzie­hung, Bil­dungs­an­ge­bote und kon­krete Anfor­de­run­gen an die Kin­der genützt wird, ist dies der beste Bei­trag zur Chan­cen­gleich­heit für die Kin­der aus den unte­ren Schichten.“

Über Sar­ra­zin gibt es ja die unter­schied­lichs­ten Infor­ma­tio­nen; lus­tig bei Fefe, der sich mal mit sei­ner Frau beschäf­tigt hat. Ein beson­ders guter Arti­kel bei der Zeit ver­deut­licht aber das eigent­li­che Problem:

ZEIT ONLINE: In Deutsch­land tei­len einige Ihre Hal­tung. Aller­dings hieß es über Sar­ra­zin auch: End­lich sagt das mal jemand.



Wel­zer: Dass man Applaus bekommt, wenn man eine sol­che Mei­nung arti­ku­liert, ist bedenk­lich, und man muss sich damit beschäf­ti­gen. Der Fall Sar­ra­zin aber ist kein harm­lo­ser “Tabu­bruch”. Spä­tes­tens als das jüdi­sche Gen ins Spiel kam, war das Buch für mich nicht mehr dis­ku­ta­bel.  Man kann gerne über Migra­tion oder fehl­ge­lei­tete Inte­gra­ti­ons­po­li­tik dis­ku­tie­ren, sollte man auch, aber nicht anhand die­ses Akteurs und die­ses Buches. Das ist so, als dis­ku­tiere man plötz­lich mit Holo­caust­leug­nern oder Klimaskeptikern.


Genau das ist es! Lest den Arti­kel ganz durch. Ich meine, nächs­tes Jahr kommt die nächste unbe­zahl­bare Finanz­krise und damit der Pöbel sich nicht gegen die Ban­ken und Poli­ti­ker erhebt, wer­den jetzt schon ent­spre­chende Sün­den­bö­cke für das dumme Volk aus­ge­macht. Ich ver­su­che da mit ande­ren Leu­ten zu dis­ku­tie­ren, aber das wan­dert immer in eine Migra­ti­ons­de­batte ab und “das end­lich mal jemand dar­über spricht”. Ganz ehr­lich: das Thema emp­finde ich als “bespro­chen” seit vie­len Jah­ren und Jahr­zehn­ten. Ich weiss gar nicht, warum das sonst kei­ner mit­be­kom­men hat. Das ist doch nix Neues. Und da wird mei­ner Ansicht nach auch nichts ver­heim­licht oder nicht dis­ku­tiert. War immer Thema, ist immer Thema. Scheint aber eher so zu sein, dass — ähnlich den Bashings bei der Bahn — da auf einen Zug auf­ge­sprun­gen wird, die Leute kein Ver­trauen mehr in die Poli­tik haben und ihren Zorn an “Stell­ver­tre­tern” ablassen.

Ich befürchte, dass der Mob sich bald auch gewalt­sam gegen die Mus­lime erhebt. Der Sün­den­bock ist aus­ge­macht und wird nun wei­ter­kon­stru­iert. Gabs frü­her schon. Das klappt ja schon seit Jahrhunderten.

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September 14th, 2010 at 5:49 pm

Du bist Terrorist!

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September 14th, 2009 at 12:29 pm

Afghanistan…

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September 12th, 2009 at 10:57 pm

#spd #steinmeier: die Blogger sind Schuld an der zerbrechenden Demokratie

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Argl…ich kann nicht auf­hö­ren: mich macht sowas rasend:

Die Wei­ma­rer Demo­kra­tie ist nicht zuletzt am schlei­chen­den Gift der anti­de­mo­kra­ti­schen Hal­tung, an der publi­zis­ti­schen Hetze gegen die Demo­kra­ten und Par­teien und am man­geln­den Respekt vor den Insti­tu­tio­nen der Demo­kra­tie zugrunde gegangen.”

Logisch, ein erst­klas­si­ger, unab­hän­gi­ger (nur sei­nem Gewis­sen ver­pflich­te­ter) Demo­krat der Ver­rä­ter­par­tei sieht sich in sei­ner Macht­po­si­tion geschwächt. Schuld daran ist “nicht zuletzt” der “man­gelnde Respekt vor den Insti­tu­tio­nen der Demo­kra­tie” (also ihm, gell?)

Und hier reg´ich mich wie­der so auf wie bei dem schwach­sin­ni­gen CDU-Shell-Wahlspot, den diese Kas­per mitt­ler­weile wie­der zurück­ge­zo­gen haben. Es ist immer das­selbe: mein lie­ber Herr Stein­meier: Sie sind hier der­je­nige mit dem feh­len­den Respekt. Euch sehe ich immer nur selbst­be­weih­räu­chernd daher­quat­schen. Ihr labert in der Glotze einen Scheiss von wegen, alles rich­tig machen obwohl ihr es bes­ser wisst und nur weil Ihr die Macht so geil fin­det nicht dar­über nach­denkt wie sich jemand füh­len sollte, der sich mor­gen nicht mehr ohne zu kot­zen im Spie­gel anschauen kann. Ihr habt _uns_ die Scheisse ein­ge­brockt. Und Ihr beklagt _jetzt ernsthaft_ dass wir den Respekt (!) vor sol­chen Luschen wie Euch ver­lo­ren haben? Aus­ge­rech­net Ihr? “Ver­sa­ger seid Ihr sonst nix” (BAP).

Es ist zum _heulen_ mit Euch! Schämt Euch!

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September 12th, 2009 at 10:11 pm

SPD-affine Presse betreibt Lobbyarbeit

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Ein Bei­spiel von Pres­se­lob­by­is­mus. Dies­mal geht es um das Schwei­gen des Ber­li­ner Tages­spie­gels. Der Mut­ter des behin­der­ten Kin­des ist dabei nicht gehol­fen. Viel­leicht hilft etwas Öffent­lich­keit den Ver­ant­wort­li­chen aktiv zu wer­den.
Die Seite gedankentraeger.de ist übri­gens was die The­men Gesund­heit und Soziale Pflege angeht, sehr empfehlenswert.

Monika Scheele-Knight schreibt seit vie­len Jah­ren das Web­log «Gedan­ken­trä­ger». Ein Schwer­punkt des Blogs ist der Autis­mus ihres inzwi­schen neun­jäh­ri­gen Soh­nes John — von päd­ago­gi­schen Theo­rien bis zu prak­ti­schen Hil­fen im Alltag.

Dein Sohn ist schwer behin­dert. Du musst immer wie­der dafür kämp­fen, dass er zur Schule gehen darf. Worum geht es dies­mal? Monika Scheele-Knight: Es gibt Kin­der mit Behin­de­run­gen, die nur mit Hilfe einer Schul­as­sis­tenz ler­nen kön­nen. Zum neuen Schul­jahr wur­den für ganz Ber­lin 1177 Schul­hel­feran­träge gestellt. Es geht also um eine ver­gleich­weise kleine Gruppe von Kin­dern, für deren Beschu­lung das Land Ber­lin nun aber angeb­lich nicht mehr genü­gend Geld hat. Wir Eltern der schwerst beein­träch­tig­ten Kin­der sehen nicht ein, dass aus­ge­rech­net an den Schwächs­ten nun gespart wird. Auch unsere Kin­der haben ein Recht auf Bil­dung, wie jedes andere Kind.

Deine Bitte, für eine Anzeige in der taz zu spen­den, wurde in vie­len Blogs und auf Twit­ter ver­linkt. Kannst du ein­schät­zen, wie erfolg­reich das war? Spen­den die Ver­lin­ker auch selbst oder ist das Ver­lin­ken eher eine mora­li­sche Ersatzhandlung?

Scheele-Knight: Viele der Ver­lin­ker haben selbst gespen­det, und dann kamen auch Spen­den von Unbe­kann­ten mit dem Hin­weis, über wen sie auf uns gesto­ßen sind. Uns hat auch erstaunt, dass so viele Leute über Pay­pal gespen­det haben, eigent­lich war das nur so eine Zusat­z­idee, von der wir dach­ten, dass es ganz schick aus­sieht, aber wahr­schein­lich wenig genutzt wird. Etwa die Hälfte aller Spen­den kamen dann aber tat­säch­lich über das PayPal-Konto.

Die Anzeige ist inzwi­schen erschie­nen. Ihr ruft wei­ter zu Spen­den auf. Wofür?

Scheele-Knight: Wir wol­len eine wei­tere Anzeige im Tages­spie­gel schal­ten. Der Tages­spie­gel hat als ein­zige Ber­li­ner Zei­tung seit Schul­be­ginn noch nicht berich­tet. Wir haben ca. 600 Euro Über­schuss nach Bezah­len der taz-Anzeige. Es gibt eine große Reso­nanz auf unsere Online-Aktion, wie auch auf die dar­aus fol­gende Ver­öf­fent­li­chung der Anzeige in der taz.

Dass das alles über das Pro­gram­mie­ren einer Spenden-Website und Ver­brei­ten in Web­logs und auf Twit­ter so funk­tio­niert, das ist schon ermu­ti­gend für uns: wo uns die tra­di­tio­nel­len Medien zu gro­ßen Tei­len im Stich las­sen, haben wir unse­ren eige­nen Weg gefun­den, und jetzt sprin­gen plötz­lich doch auch mehr und mehr tra­di­tio­nelle Medien ein. Mon­tag Abend gab es z.B. einen ers­ten Fern­seh­bei­trag in der rbb-Abendschau. ”

http://gedankentraeger.de/?p=1235 http://gedankentraeger.de/?p=1228

Der Tages­spie­gel schweigt sich beharr­lich aus. Ich habe das Gefühl, die Jour­na­lis­ten Lob­by­is­ten dort sind im SPD-Wahlkampf und wol­len gerade auf kei­nen Fall etwas Nega­ti­ves über die SPD schrei­ben. Das Thema in die Öffent­lich­keit zu brin­gen ist wie auch in den Vor­jah­ren eine sehr zähe Ange­le­gen­heit. Ich habe schon ein Feed­back bekom­men, in dem es hieß, das Thema sei wohl lei­der nicht von brei­tem Inter­esse. Über­all wird “über­legt”, über­all “muss das noch ent­schie­den wer­den.” Egal, wem wir von unse­ren Pro­ble­men erzäh­len, alle fra­gen uns, warum denn dar­über nicht groß­räu­mig berich­tet wird. Irgend­wie besteht eine sehr große Dis­kre­panz zwi­schem dem tat­säch­li­chen Inter­esse der Men­schen und dem Des­in­ter­esse, das die Jour­na­lob­by­is­ten unterstellen. ”

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September 11th, 2009 at 4:10 pm

Zypries in der taz

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Nein, Fefe, keine Sorge ich schreibe nicht unüber­legt von Dir (Netzpolitik.org schreibts ja auch)  ab. Aber Du nimmst mir eben alle Worte vor­weg (und das muss ich ein­fach alles zitie­ren): http://blog.fefe.de/?ts=b457e9d5

[l] Die Zypries hat der taz ein Inter­view gege­ben, http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/die-piraten-sind-mir-zu-konservativ/

bei dem sich die Bal­ken nur so bie­gen. Ich kann da gar kei­nen beson­ders schlim­men Teil raus­grei­fen, weil das nur so ein Feu­er­werk an schlim­men Tei­len ist. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass wir nicht mehr mit ihr reden wol­len, weil sie das Zen­sur­ge­setz gemacht hat, obwohl wir ihr alle Argu­mente dage­gen in die Hand gege­ben haben. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass die Leute die Pira­ten­par­tei der SPD vor­zie­hen, obwohl sie bei den Pira­ten keine Posi­tion zu “Arbeits­markt, Chan­cen­ge­rech­tig­keit, Wirt­schafts– und Finanz­krise” hat.

Was war noch gleich das SPD-Modell dazu? Arbeits­markt? Hat die SPD mit Ein-Euro-Jobs und Hartz IV nach­hal­tig zer­stört. Chan­cen­ge­rech­tig­keit ist ein übel­keits­er­re­gen­der Neocon-Kampfbegriff, mit des­sen Benut­zung sie sich krass demas­kiert hat, wahr­schein­lich ohne es zu mer­ken. Chan­cen­ge­rech­tig­keit sagt näm­lich, dass die Leute nicht ein Recht auf gutes Leben haben müs­sen, son­dern nur die Chance auf gutes Leben, d.h. wenn man jedem ein Lot­te­rie­los in die Hand drückt, hat man Chan­cen­ge­rech­tig­keit, und das ist ja auch genau das, was INSM und ihre Jün­ger gerne errei­chen wol­len. Die Leute sol­len alle arm gehal­ten wer­den, aber mit Taschen­spie­ler­tricks wie “Chan­cen­ge­rech­tig­keit” ver­arscht man sich hin­rei­chend, dass sie das mit sich machen las­sen. Und die Wirt­schafts­krise hat die SPD ja auch her­vor­ra­gend in den Sand gesetzt mit ihrer Ban­ken­ret­tung und der resul­tie­ren­den Mons­ter­ver­schul­dung für jeden von uns. Wenn ich mir das mal so angu­cken, dann wäre in jedem die­ser Punkte kein Pro­gramm bes­ser gewe­sen als das SPD-Programm.

Aber wei­ter im Text. Da kom­men dann so Höhe­punkte wie

Ja, selbst­ver­ständ­lich nehme ich die Sor­gen der Inter­net­ge­meinde sehr ernst. Ich habe das immer getan und auch öffent­lich deut­lich gemacht. Ich befinde mich kon­stant im Dia­log mit Ver­tre­tern der Inter­net­ge­meinde. und Aber wenn ich etwas poli­tisch für rich­tig halte, dann kann ich das nicht fal­len las­sen, weil eine bestimmte Gruppe der Inter­net­nut­zer droht, eine andere Par­tei zu wäh­len. Das hätte mit kon­se­quen­ter und gerad­li­ni­ger Poli­tik nichts zu tun. Aha, das Ein­füh­ren von Inter­net­zen­sur ist also kon­se­quent und gerad­li­nig. Mit ande­ren Wor­ten: die Lang­zeitstra­te­gie der SPD kul­mi­niert zwangs­läu­fig in der Ein­füh­rung von Zen­sur. Das ist ja mal eine starke Aus­sage. Ich gebe ihr natür­lich voll­um­fäng­lich Recht an der Stelle, bezweifle aber, dass sie ver­stan­den hat, was sie da gerade zuge­ge­ben hat.

Oh und noch eine schöne “belei­digte Leber­wurst” Stelle:

Und es ist ja nicht so, dass wir nicht mit den Kri­ti­kern der Inter­net­sper­ren gere­det hät­ten. Ihre Argu­mente sind berück­sich­tigt wor­den, wir haben die Rege­lung eng aus­ge­stal­tet, Rechts­schutz ein­ge­baut und das Ganze auf drei Jahre befris­tet. Zur Wahr­haf­tig­keit im poli­ti­schen Dis­kurs würde es gehö­ren, das auch anzu­er­ken­nen. HAHAHAHA, oh und wie wir das aner­kannt haben. Kei­ner von uns hat ver­ges­sen, dass Frau Zypries per­sön­lich an dem Gesetz geschrie­ben hat, dass in Deutsch­land die Inter­net­zen­sur ein­ge­führt hat. Eines der dun­kels­ten Kapi­tel der deut­schen Nach­kriegs­ge­schichte. Wie könnte das irgend­je­mand ver­ges­sen! Nein nein, Frau Zypries, keine Sorge, das ver­ges­sen wir Ihnen nicht. Naja lest mal sel­ber, ein Höhe­punkt jagt den nächs­ten. Sie gibt auch noch zu, dass die CDU mit ihrer stump­fen Proleten-Rhetorik sie zu dem Gesetz getrie­ben hat. Oh und die Pro­vi­der waren Schuld, denn wenn die sich nicht die Ver­träge hät­ten auf­zwin­gen las­sen, hätte sie kein Gesetz machen müs­sen, um das zu lega­li­sie­ren. Unfaßbar.

Oh und sie tritt für eine Selbst­re­gu­lie­rung des Inter­nets ein. Die Län­der sol­len sich ver­pflich­ten, für ein sau­be­res Inter­net zu sor­gen! Als Vor­bild nennt sie den Groß­va­ter aller voll­stän­dig ver­kack­ten Initia­ti­ven, das Kyoto-Protokoll! Harharhar.

Selbst­ver­pflich­tun­gen sind bes­ser als ihr Ruf! Bwa­ha­haha, das tra­gi­sche ist ja, dass man den Ein­druck hat, sie meint das wirk­lich alles so. Selbst­ver­pflich­tun­gen sind nicht das Papier wert, auf dem sie ste­hen. Das macht man nur aus Wahl­kampf­grün­den, damit man sagen kann, man habe etwas getan.

Oh und dann sagt sie, wieso die Pira­ten keine Chance haben:

Es reicht nicht, wenn sich die Pro­gram­ma­tik einer Par­tei darin erschöpft, einem Lebens­ge­fühl Aus­druck zu ver­lei­hen nach dem Motto: wir sind jung, wir ken­nen das Netz und ihr Alten ver­steht davon nichts. Was die Pira­ten­par­tei zudem von den Grü­nen in ihren Anfän­gen unter­schei­det: Ihr feh­len die Gali­ons­fi­gu­ren mit poli­ti­schem Pro­fil, wie bei­spiels­weise Otto Schily oder Joschka Fischer. Da hat sich ja die rich­ti­gen Knall­tü­ten raus­ge­sucht. Joschka Fischer ist so über­as­si­mi­liert, dass er mit Anzug und Schlips rum­rennt, Deutsch­land zurück in den Krieg geführt hat, und ein Pipe­line­pro­jekt für die Ener­gie­ma­fia mana­ged, und Otto Schily ist zur SPD gewech­selt, wo er dann CDU-Politik gemacht hat. ”

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September 11th, 2009 at 4:05 pm

Rüttgers platter Fascho-Wahlkampf

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Rütt­gers hatte mit Blick auf die Ver­la­ge­rung der Nokia-Produktion ins Aus­land auf einer Wahl­kampf­kund­ge­bung in Duis­burg unter ande­rem gesagt: «Im Unter­schied zu den Arbeit­neh­mern hier im Ruhr­ge­biet kom­men die in Rumä­nien eben nicht mor­gens um sie­ben zur ers­ten Schicht und blei­ben bis zum Schluss da. Son­dern sie kom­men und gehen, wann sie wol­len, und wis­sen nicht, was sie tun.»“

Nach­dem der die­sen Mist immer wie­der und schon über Jahre ver­zapft, sollte er mal nach Hause geschickt wer­den. Aber auch die CDU arbei­tet fleis­sig an ihrem Verschwinden.

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September 7th, 2009 at 4:20 pm