alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘reichtum’ tag

#Finanzkrise und der Widerstand der Mittelschicht

one comment

Aus­zug aus einem Umlauf der attac Gruppe “Genug für Alle”:

“der Umgang der Regie­run­gen mit der kapi­ta­lis­ti­schen Krise wird zwar immer absur­der, aber die Pro­teste der Men­schen schei­nen sich bis­her in Gren­zen zu hal­ten. Zumin­dest die Ver­ängs­ti­gung und Spal­tung der Betrof­fe­nen gelingt den Eli­ten nach wie vor.

Trotz­dem tut sich mehr, als man auf den ers­ten Blick mit­be­kommt. Nach den nicht beson­ders groß­ar­ti­gen Demons­tra­tio­nen in Stutt­gart und Ber­lin am 12.6. gab es eine ganze Reihe regio­na­ler und loka­ler Akti­vi­tä­ten, die z.T. recht beacht­lich waren:

15.6. Gie­ßen 700 Men­schen gegen Bil­dungs­ab­bau
(<http://www.sueddeutsche.de/karriere/bildungsstreik-elite-ist-schiete-1.452688>)

16.6. Dres­den: über 10.000 Men­schen gegen Spar­pa­ket der säch­si­schen Lan­des­re­gie­rung
(<http://www.neues-deutschland.de/artikel/173265.mit-der-schere-an-sachsens-sozialem-netz.html>,<http://www.l-iz.de/Politik/Sachsen/2010/06/Demonstration-gegen-Sparplaene-im-Sozialbereich.html>)

16.6. Kiel: 14.000 Men­schen gegen Spar­pa­ket der Lan­des­re­gie­rung
(<http://www.hl-1.tv/Vorlage_Freieseite.php?id=4971>)

17.6. Kiel: mehr als 1.500 Men­schen gegen Spar­pa­ket der
schleswig-holsteinischem Lan­des­re­gie­rung
(<http://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article1536738/Gewerkschaftsbund-stellt-Seite-fuer-Sparopfer-ins-Netz.html>)

19.6. Solin­gen: 500 Men­schen gegen Hal­len­bad­schlie­ßung
(<http://www.solinger-tageblatt.de/Home/Solingen/Wir-kaempfen-um-das-Hallenbad-e510ac2d-dbae-4064-b32b-9f9220ed68f9-ds>)

22.6. Plauen: 4.000 Men­schen gegen dro­hende Werks­schlie­ßung von
Phil­ipps; “größte Demo im Vogt­land seit der Wende“
(<http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/WIRTSCHAFT/7401226.php>)

23.6. Wolfs­burg: 3.500 Men­schen
(<http://www.waz-online.de/Wolfsburg/Wolfsburg/Uebersicht/IG-Metall-Demo-3500-Wolfsburger-zeigen-Schwarz-Gelb-die-rote-Karte>)

26.6. Osna­brück: 2.000 Men­schen gegen Spar­pa­ket der Bun­des­re­gie­rung
(<http://weser-ems.business-on.de/gerechtigkeit-osnabruecker-politik-sparpaket-menschen-protestlieder-_id12216.html>,<http://www.neue-oz.de/information/noz_print/stadt_osnabrueck/28-lo-demo-soziale-gerechtigkeit.html>)

Außer­dem soll am 19.6. eine Demo in Düs­sel­dorf statt­ge­fun­den haben, von der ich aller­dings nur Ankün­di­gun­gen fin­den konnte:
<http://direkteaktion.over-blog.de/article-19–6-demonstration-in-dusseldorf-gegen-das-cdu-fdp-sparpaket-52169357.html>
Weiß jemand, ob da wirk­lich was pas­siert ist?

Nicht jeder Auf­ruf scheint auto­ma­tisch ein Erfolg zu sein, wie die SPD
letz­ten Don­ners­tag im bran­den­bur­gi­schen Jüter­bog festel­len musste:
<http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11832657/61939/Verhaltener-Protest-gegen-das-Sparpaket-Ins-Leere-geredet.html>

Wei­tere geplante Demos und Aktio­nen:
1.7, Lübeck gegen Uni-Schließung
(<http://www.ln-online.de/artikel/2808713/L%FCbecker_Uni-Rettung%3A_Sternmarsch_und_Podiumsdiskussion_in_St_Petri.htm>)
8.7. Bonn gegen Kür­zun­gen auf kom­mu­na­ler Ebene
(<http://www.attac-netzwerk.de/bonn/termine/cal/event///tx_cal_phpicalendar//Runder_Tisch_gegen_Kommunalkahlschlag/?tx_cal_controller[year]=2010&tx_cal_controller[month]=07&tx_cal_controller[day]=01&cHash=41e86ad143e8d3320419a89da6ef6831>)


8.7. Rem­scheid gegen Kür­zun­gen auf kom­mu­na­ler Ebene:
(http://www.rp-online.de/bergischesland/remscheid/nachrichten/Paritaetischer-ruft-zur-Demo-auf_aid_871089.html)

Außer­dem hat der DGB Nord ange­kün­digt, Sozi­al­pro­teste in Schles­wig
Hol­stein ver­net­zen zu wol­len
(<http://www.nord.dgb.de/article.php?article=1193>). Aller­dings ist auf
der dafür ins Netz gestell­ten Seite bis­her noch nicht viel zu sehen
(<http://www.gerecht-und-sozial.de/>).

Obwohl diese Dinge Mut machen, soll­ten wir selbst noch mehr tun. Ich habe oben die Spal­tung der Betrof­fe­nen schon ange­spro­chen. Eine der dar­aus resul­tie­ren­den Schwie­rig­kei­ten scheint mir zu sein, dass vor allem in Deutsch­land die Krise als ein Pro­blem allein der Armen und Arbeits­lo­sen gese­hen wird. Die Mit­tel­schich­ten bil­den sich ein, sie seien davon nicht direkt betrof­fen oder sie könn­ten sich doch zumin­dest ducken und abwar­ten, bis alles vor­über ist. Und wenn sie dann ihren Job noch haben, wird nach der Krise alles wie­der so sein wie vorher.

Dass das nicht stimmt, wis­sen wir, aber wir soll­ten es lau­ter und vor allem ver­ständ­li­cher sagen.”

Written by admin

Juni 30th, 2010 at 12:28 pm