Ja, Ihr seid alle abgelenkt genug. Es gibt ja auch viel zu tun. Nein, nicht Stuttgart 21, bitte, lasst uns endlich mal wieder weiterarbeiten, der Job ist so schon anspruchsvoll genug. Gorleben ist ein gutes Thema, Atomkraft nein danke…da gehe ich ja mit, aber ich wäre dankbar, wenn auch dieses Thema mal offen und sachlich vorgestellt würde. Nur soviel: Laut meiner Kenntnis haben Gutachter damals unter Vattern von der Leyen Gorleben ausgeschlossen und “irgendwie” kam es wieder auf die Liste. Atommüll in Biblis oder Philipsburg (also in meiner Nachbarschaft). Na, wer a. sagt, muss auch b. sagen. Das Thema muss transparent werden und bleiben das ist klar.
aber zurück zum Thema hier: Finanzkrise..Bankenabgabe oder besser Tobinsteuer a la Attac? Hört man nix mehr von, stimmts? Schade eigentlich…deswegen hier (abgeguckt bei Jens Berger, dem ollen Volkswirt):
Die FAZ analysiert auf untypische Weise eine Sendung des ZDF mit der Frau Guttenberg und Peter Hahne (“dem personifizierten Mißbrauch der GEZ Gebühren; witzigerweise fand ich den Typen symphatisch *lol*).
Die ganze Sendung zum Thema Kindesmissbrauch, die er am heutigen Sonntag ausstrahlte, war geprägt von dem Versuch, jede auf Argumente oder Tatsachen gestützte Auseinandersetzung zu vermeiden und allein an das Gefühl der Zuschauer zu appellieren, dass da Kinder missbraucht werden, und keiner tut was.
Von der ersten Sekunde an sprach er die Zuschauer allein auf dieser Ebene an. Mühsam unterdrückte er sein übliches Grinsen, während er in die Kamera fragte:
Geht es Ihnen auch so, dass Sie erschüttert sind, wenn Kinder tot aufgefunden und missbraucht worden sind?
Nein, rufen wir da natürlich alle im Chor, uns lässt das völlig kalt.
Der Satz ist scheinbar sinnlos und unnötig, in Wahrheit aber setzte Hahne mit ihm schon die Grundlage für die Logik der ganzen Sendung: Wer auch erschüttert ist, muss seine bildliche Mistgabel aus dem Schuppen holen und fäusteschüttelnd die Politik auffordern, irgendetwas, nein: alles Mögliche, nein: alles zu tun.
und wie es in den Kommentaren des Artikels weiter steht: “meine Mutter sieht sich sowas an und glaubt das dann!”
So wie man hier in der FAZ nachlesen kann, hat der gute Herr Sarrazin selbst dafür gesorgt, dass seine Prognosen wahr werden:
” Stattdessen hat die vorgezogene Einschulung allem Anschein nach einen hohen Tribut gefordert. Allein im Schuljahr 2008/2009 mussten in Berlin 4300 Kinder die zweite Klasse wiederholen, das ist fast jeder sechste Schüler eines Jahrgangs.”
Ich geh jetzt auch nicht auf weiteren Schrott an, den dieser Faschist in seinem Pamphlet verfasst hat, wie z.B /Zitat aus der FAZ).:
“Sarrazin schwebt dabei auch eine weitgehende Verstaatlichung des elterlichen Erziehungsauftrags vor: „Letztlich muss jedes Kind in jedem Alter während der normalen Arbeitszeit an Werktagen betreut werden“, schreibt er. „Wenn diese Zeit für eine vernünftige Erziehung, Bildungsangebote und konkrete Anforderungen an die Kinder genützt wird, ist dies der beste Beitrag zur Chancengleichheit für die Kinder aus den unteren Schichten.“
ZEITONLINE: In Deutschland teilen einige Ihre Haltung. Allerdings hieß es über Sarrazin auch: Endlich sagt das mal jemand.
Welzer: Dass man Applaus bekommt, wenn man eine solche Meinung artikuliert, ist bedenklich, und man muss sich damit beschäftigen. Der Fall Sarrazin aber ist kein harmloser “Tabubruch”. Spätestens als das jüdische Gen ins Spiel kam, war das Buch für mich nicht mehr diskutabel. Man kann gerne über Migration oder fehlgeleitete Integrationspolitik diskutieren, sollte man auch, aber nicht anhand dieses Akteurs und dieses Buches. Das ist so, als diskutiere man plötzlich mit Holocaustleugnern oder Klimaskeptikern.
Genau das ist es! Lest den Artikel ganz durch. Ich meine, nächstes Jahr kommt die nächste unbezahlbare Finanzkrise und damit der Pöbel sich nicht gegen die Banken und Politiker erhebt, werden jetzt schon entsprechende Sündenböcke für das dumme Volk ausgemacht. Ich versuche da mit anderen Leuten zu diskutieren, aber das wandert immer in eine Migrationsdebatte ab und “das endlich mal jemand darüber spricht”. Ganz ehrlich: das Thema empfinde ich als “besprochen” seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Ich weiss gar nicht, warum das sonst keiner mitbekommen hat. Das ist doch nix Neues. Und da wird meiner Ansicht nach auch nichts verheimlicht oder nicht diskutiert. War immer Thema, ist immer Thema. Scheint aber eher so zu sein, dass — ähnlich den Bashings bei der Bahn — da auf einen Zug aufgesprungen wird, die Leute kein Vertrauen mehr in die Politik haben und ihren Zorn an “Stellvertretern” ablassen.
Ich befürchte, dass der Mob sich bald auch gewaltsam gegen die Muslime erhebt. Der Sündenbock ist ausgemacht und wird nun weiterkonstruiert. Gabs früher schon. Das klappt ja schon seit Jahrhunderten.
Oooh, jetzt regen sich wieder alle möglichen und unmöglichen Spackos auf. Wie in diesem Beitrag damals schonmal zum Thema Googlebashing beschrieben, ufert diesmal die sommerlochschwangere Medienhetze gegen ein völlig uninteressantes und unverhältnismässiges Thema aus: da werden dann in “gutbürgerlichen” Stadtvierteln auch mal eben die Fahrer der Googlewagen aus demselben gezerrt und mit Alkohol “beruhigt”, die Autos mit Mollies beworfen und angezündet:
Der PKW wurde eingekreist und vereinzelt mit Steinen beworfen. Fahrer und Kameramann wurden herausgezerrt und in einem nahegelegenen Lokal mit Alkoholika betäubt. Anschließend brannte das Auto aus. Unklar ist bis zur Stunde, warum das Fahrzeug sich in unmittelbarer Nähe der Proteste aufgehalten hat. Der Sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig äußerte die Vermutung, dass das US-Unternehmen die Protestierenden hatte filmen wollen, um eine Störer-Datei anzulegen. „Das ist schlimmer als bei der Stasi“, sagte Schurig provokant. Von der „Volksinitiative“, einer der Aufrufer der Google-Proteste, wurde in einer Presseerklärung spekuliert, dass Google „durch provokantes Herumfahren Krawalle provozieren“ wolle.
Äh, wie bitte? Eine “Störer Datei”? Ich könnte mich aufregen. Da hetzen die Medien über ein Thema, was eigentlich keine Sau interessiert und die dämlichen Politikerbüttel salbadern und freuen sich das Feindbild “böses Internet” bis zu einer _hier wohl sehr eindeutig damit vergleichbar_ Hexenjagd zu provozieren. Da werden wieder dummerte Informationen wie nutzlose Wlan-Daten und der Begriff “Datenkrake” hervorgeholt und
ständig,
ständig,
ständig
wiederholt, solange bis es auch der dümmste Vollpfosten in sein trockenes Brötchenhirn verpflanzt hat:
Google=Internet=mächtig Böse.
Zwischenzeitlich werden hingerichtete schwangere afghanische Frauen und arme umgebrachte afghanische Kinder durch die Medien gehetzt und die Sommerpause mit weiteren Volksverdummungsparolen vollgesabbelt, nur damit unsere Herrscherklasse mit ihrem Mist unverhohlen weitermachen darf und das dämliche Volk stürzt sich auf den zur Zeit propagierten Volksfeind Google. Leute, seid ihr selbstdenkende mündige Bürger oder was seid Ihr? Ein Glück, das die Klimaanlagen bei der Bahn grade noch funktionieren.
Ach ja, in den Kommentaren zum Elsässer Blog hat jemand eine Begründung gegen die Streetview Sache, Achtung:
Mir hat jemand gezwitschert, dass Ratingagenturen Streetview nutzen, um Datenbanken über Wohngegenden anzulegen und diese an Darlehensgeber zu verkaufen.
Da muss man nicht mal das Gerede über die vielen leer stehenden Grundstücke in Berlin und woanders bemühen, oder, anders gesagt, das bekommt so neuen Aufwind, kommt aus der Schmuddelecke raus.
Ach, das ist ja mal interessant: Natürlich, ich kann mir denken, dass der Tourist Heidelberg nicht mehr besucht, wenn ihm klar wird, dass 95% dieser Stadt stinklangweilig und genauso dröge aussehen, wie der Rest in unserem Land. Aber mal ehrlich: Darlehensgeber? Hallo? Wer sich mit solchen Themen befasst (also Kredite oder Immobilienwerte), der braucht kein Google Streetview um zu ahnen, was sein Gegenüber für “Solvenzen” besitzt. Meine Fresse ist das weit hergeholt. Und natürlich hat dem jemand etwas “gezwitschert”. Klar. Unser Insider hier kennt sich mit Twitter aus, also kennt er Web 2.0, aja, das ist doch das Ding, wo sich eine Rothaarblognase aus Berlin per Kaufvertrag mal eine Netzabfuhr geholt hat. Dann muss das ja stimmen! Wobei ich dazu sagen muss, dass Lobos Widerspruch-Widerspruch ne lustige Sache ist. Dem werd ich mal grundsätzlich vollkommen zustimmen.
Merkel gefällt es nicht, wenn sich Bürger informieren ohne die vorgefertigte Meinung der Massenmedien fressen zu müssen. Hier ein Artikel bei Heise.
Soo…na, Blizzard, das Unternehmen das mit World of Warcraft seit Jahren Millionen von Spielern in seinen Bann zieht (mich selbstverständlich nicht, ich bin gänzlich ohne jegliche Spielerfahrung “groß geworden”…BWAHA!) hat ja schon immer eine eher lässige Philosophie mit dem Datenschutz gehabt. Da wurde zum Beispiel mal die Einsehbarkeit des heimischen Computers in Frage gestellt.
Nun aktuell will Blizzard es den Spielern ermöglichen, die öffentlichen Foren nicht nur mit den Chars der Spieler freizuschalten, sondern auch mit den Realnames, also den echten Namen der Spieler dahinter. Lustig wird das dann, wenn man sich der relativ neuen Funktion des Arsenals bedient, einem RSS-Feed-fähigen Aktivitätslog.
Dann ist´s aus mit dem Krankenstand am blauen Montag, wenn der Chef mit einem Klick sehen kann, dass sein Mitarbeiter bis morgens um vier gedaddelt hat. Interessant ist die Funktion natürlich um, ähnlich wie gute Listen bei Twitter, herauszufinden welches Mitglied des Bundestages grade welche Sitzung in Berlin themenspezifisch sausen lässt und statt dessen gegen den Lichkönig zu Felde zieht.
Na gut..zurück zum Thema Realnames bei Blizzard: ein ganz schlauer Mitarbeiter von denen hat sich im Forum hier der Einfachheit halber mit seinem Realnamen gemeldet. Wär ja alles nix dabei, meinte Mr. Whipple. Nachdem dann schnell klar war, dass er noch bei Mama wohnt, sollte es den Machern des erfolgreichsten Multiplayer-Online-Roleplaying-Games klar sein: echte Namen sind ne Scheiss-Idee!
In den deutschen Foren kam es durch Blizzard zu mehreren Zensurversuchen von zahlenden Mitgliedern, die sich über diesen Plan empört haben. In einem dieser Threads beginnt eine Diskussion darüber, was passierte wenn echte Namen mit den weiteren Daten von Blizz frei verfügbar würden.
“Naja, “Rosilein” , weisst Du ich glaube nicht, dass Emailadresse, Geburtstage (alles Gute nachträglich, auch wenns ein paar Wochen her ist ebenso wie die profilierte Spielzeit unter anderem der Chars Solean Yoran Kyrethil so problematisch für Dich wären. Immerhin studierst Du ja noch und arbeitest nur nebenher an der Tankstelle . Das gleiche gilt für Interessengebiete wie “f…isttoll” und Deine Katze *lacht*
Allerdings zählst Du ja auch zu den “modernen” Social Network Nutzern, deswegen ist das Web voll von Daten über Dich. Das liegt eben daran, dass Du Deinerseits ne Menge preisgibst. Auffällig ist auch, dass Du noch nicht allzu lange “so aktiv” internetaffin bist. Naja, für eine persönliche Einordnung in Sachen Beziehung und Arbeitsplatz reicht es aus
Immerhin rauchst Du nicht, da freut sich die Lebensversicherung
Durch die Realnamenfreigabe wird allerdings der “Öffentlichkeitsraum” der Wow-Spieler exponentiell erweitert. Blitzschnell hat man die Leute kategorisiert und kann diese Profile entsprechend weitervermarkten: Social User, Einsame Wow-Daddler mit Hang zum @@%uellen RP, Rückkopplungen über Webservices wie Steam inkl. dem Schwerpunkt der Nutzer zu sog. Killerspielen und auch da der Nutzungszeitraum.
Es lässt sich so — ohne Einfluss des Spielers — _AUTOMATISIERT (und darum geht es!) ein ziemlich ausführliches psychologisches Profil erstellen (z.B. Aggressionskategorisierung) und somit ein System, dass Nutzer des Internets (an sich) sowohl im politischen, im gesellschaftlichen, gesundheitlichen, arbeitstechnischen und im beziehungstechnischen Verhalten einstuft.
Interesse daran haben: der Staat, das BKA, im Falle von “Ärger” den man mal haben kann, die gegnerischen Anwälte, die Versicherungen und Krankenkassen (die für mich “zum Staat” gehören), Personalportale die diese Informationen zusammenführen und Arbeitgebern weiterleiten, der Einzelhandel, die Werbeindustrie, deine Dir nicht wohlwollend eingestellten Bekannten.”
Das Ausmaß ist riesig und sicher sehr wertvoll für eine Vielzahl von nur darauf wartenden Informationssammlern. Tatsächlich konnte ein Spieler den bisher noch nicht bekannten Realnamen durch entsprechende Recherche — wohl noch manuell — weitestgehend zusammensuchen. Aber er bewies, dass eine Verbindung mit einer realen Person endgültig nicht möglich war. Die neue Funktion der Realnamen von Blizzard würde viele Puzzleteile ins Informationsspiel bringen die zu einer weitreichenden Profilerstellung einer realen Person nutzbar wären.
Es ist gut der Masse der Bevölkerung diese Spieler als gefährliche Menschen darzustellen, umso weniger Probleme werden die dann haben, wenn sich die Meldungen über Festnahmen von potentiellen Amokläufern häufen werden. Mag weit hergeholt sein, ich weiss. Aber wer glaubt da mittlerweile nicht mehr dran, mal ehrlich?
edit: es ist erschreckend, wie undeutlich zweideutig ich den letzten Absatz formuliert habe.
Oje…ach ja, die Sommerpause würd ja ohne die WM und den Song Contest auch noch da sein. Letztes Jahr hatte es die kontaminierte WHO mit ihren korrupten Medienpropagandisten ja schonmal versucht, natürlich ist die Zeit jetzt für die Zeit erneut gekommen. Wie ich schon damals sagte: die machen so lange Druck auf uns, bis wir jede Scheisse in uns rein fressen.
Update: ah, wie man hier lesen kann, sind die sich nicht zu schade, eben jene WM als Aufhänger für die nächste Massenhypnose zu verwenden. Mal sehen, wie dagegen die Fifa-Lobby anstinken wird. Ach, und “Eine schwangere Frau aus dem Großraum Johannesburg habe sich mit dem H1N1-Virus infiziert”, na falls die arme Frau durchkommt, werden wir es sicher nicht zu lesen bekommen und falls sie sterben sollte, lesen wir vielleicht in ein paar Monaten woran es wirklich lag so wie bei dem Fall hier. (180 Kilo Körpergewicht ist vielleicht ein Aspekt der “mehreren Faktoren die nichts mit Grippeviren zu tun haben) und die dann dazu führen, dass Medien und Pharmalobby Statistiken zusammenlügen, in denen wirklich nur noch Bullshit steht.
“Als er seine Ergebnisse vor vier Jahren veröffentlichte, lud ihn der Ölkonzern nach London ein: »Sie haben sich alles mit Erstaunen angehört, fühlten sich aber nicht verpflichtet, etwas zu tun.« Bereits 1998 hatten Exxon Mobil und die britische Regierung die Untersuchung des Gaslecks eingestellt. Es habe keine Gefahr für die Umwelt bestanden, so ein Sprecher des britischen Ministeriums für Energie und Klimaschutz.”
Manchmal lohnt es sich doch, rechtsgerichteteBlogs im Auge zu behalten. Bei einem Artikel der Morgenpost ist folgendes zu lesen:
“für Bassal und Mohammed ist die ablehnende Reaktion vollkommen unverständlich. Fast belustigt stellen sie fest, dass die arabischstämmigen Neuköllner aus der Sonnenallee die Deutschlandfahne gegen die Deutschstämmigen verteidigen. Verdrehte Welt, finden sie. Nach dem Ghanaspiel am vergangenen Mittwoch harrte Yussef Bassal sogar bis vier Uhr am Morgen vor seinem Laden aus, um einen nächtlichen Übergriff auf die Fahne zu verhindern.”
Und daran erkennt man, wie sehr die Medien Meinungen machen können. Umso verwerflicher sind Brandstifter wie Familienministerin Köhler/Schröder, die dafür quotenträchtige Hetzerei betreiben.
Aber der Lol-des-Tages ist dabei für mich: ein CDU-seitiges Blog verwendet einen Artikel, in dem Araber die Deutschlandfahne gegen Deutsche Linke verteidigen als Warnung gegen die böse Linke, obwohl ihre Ministerin die selben Araber als Machoarschlöcher und desintegrierte Gefahr bezeichnet.