alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘politik’ tag

Deutsche Schnellfahrstrecken: Rückblick in die 70er Jahre

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Written by Oliver Mark

Februar 4th, 2012 at 10:43 am

Simone Solga

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Written by Oliver Mark

Dezember 15th, 2011 at 9:35 am

Posted in lol des Tages,politik

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Der “Causa-Guttenberg” Kettenbrief

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Ges­tern bekam ich eine soge­nannte Kettenbrief-Email. Da ging es mal wie­der um die Ben­zin­kos­ten und wie man die “Ölmul­tis” dazu zwin­gen könnte die Preise run­ter­zu­fah­ren. Ich hab die Email natür­lich nicht wei­ter­ge­lei­tet, aber mir ist irgend­wie eine Par­al­le­li­tät zur aktu­el­len “Causa-Guttenberg”-Debatte — vor­nehm­lich im Inter­net und mal kurz im Bun­des­tag auf­ge­fal­len:

Jetzt hat der Spie­gel­fech­ter, Jens Ber­ger, in einem aktu­el­len Arti­kel dar­ge­stellt, dass es — mal wie­der — ein Skan­dal sei, dass das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium über BILD und Bild am Sonn­tag (aka Springer-Verlag) Wer­be­an­zei­gen für die Bun­des­wehr schal­ten wolle. Jens Ber­ger — und mitt­ler­weile die Welle der Netz­em­pö­rung — betrach­ten dies — wie vie­les andere — als erneu­ten skan­da­lö­sen Beweis für

Unred­lich­kei­ten, Kor­rup­tio­nen, Ber­lus­co­ni­sie­run­gen,

und was nicht alles. Dies­mal muss…es…doch…einfach…klappen…mit…dem…Skandal! Read the rest of this entry »

Written by admin

Februar 24th, 2011 at 8:00 pm

Volker Pispers 4 President

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Obwohl er von Stutt­gart 21 keine Ahnung hat und es für “unsin­nig” hält, ich find ihn trotz­dem gut.

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Februar 11th, 2011 at 5:20 pm

Stuttgart 21: Endlich ein ehrlicher Grüner

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Prof. Ste­fan Faiß,seit 1998 Mit­glied bei Bündnis90/Die Grü­nen und bis vor­kur­zem Mit­glied im Vor­stand des­Kreis­ver­ban­des Ess­lin­gen, war dort unter ande­rem für Ver­kehrs­po­li­tik zustän­dig. Ste­fan Faiß setzt sich seit lan­gem für Stutt­gart 21 ein. Ein Gespräch mit ihm über seine Motive. Read the rest of this entry »

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Februar 8th, 2011 at 6:00 pm

Familienministerin will Männern helfen

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Oje, das hat mir gerade noch gefehlt: unsere Fami­li­en­mi­nis­te­rin will mir hel­fen:

Der ins­ge­samt schlechte Zustand der männ­li­chen Gesund­heit ist aber nicht allein die Schuld der Män­ner. The­ra­pie– und Vor­sor­gean­ge­bote müss­ten stär­ker auf Män­nern aus­ge­rich­tet sein. Sie gin­gen viel zu oft an ihren Bedürf­nis­sen vor­bei und so ver­dräng­ten Män­ner ihre kör­per­li­chen und see­li­schen Beschwer­den, lau­tet die Quint­es­senz der Gesund­heits­for­scher. Die Folge: Sie suchen sich keine Hilfe.

Die Stu­die zeige, „dass Män­ner nicht die Gesund­heits­idio­ten sind, als die sie immer dar­ge­stellt wer­den. Es ist viel­mehr die gesell­schaft­li­che Sicht auf Män­ner, die sich ändern muss, und daran müs­sen die Män­ner natür­lich selbst mitarbeiten“

Ande­rer­seits ist so eine Vor­sor­ge­un­ter­su­chung ne ganz geile Sache: bei mei­ner letz­ten hab ich knappe 1.200 Euro löh­nen dür­fen. Inkl. einem Früh­stück, nach der Unter­su­chung. Das rech­net sich für das Gesundheitssystem.

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Oktober 28th, 2010 at 7:02 pm

Internetrecherche zu Vieregg und Rösler

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wie im vori­gen Post bereits beschrie­ben: das Büro VR wird über­all mit sei­nen Gut­ach­ten erwähnt. Die Suche nach Ant­wor­ten zu fol­gen­den Fra­gen ist zur Zeit nicht ein­fach. Nach ein wenig Recher­che kann man aber fol­gende Tat­sa­chen feststellen:

Das Unter­neh­men erklärt sich als Bera­tungs­firma, die bei­den Geschäfts­füh­rer sind als Psy­cho­loge und Betriebs­wirt zu zweit. Ent­spre­chen­des Fach­wis­sen kau­fen sie sich “pro­jekt­be­zo­gen” extern ein. Die Stu­dien, Gut­a­chen, etc. wer­den allent­hal­ben als “Gut­ach­ten” und expli­zit nicht als “Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten” beschrieben.

Die Medien grei­fen zwar unter­schied­li­che Kom­bi­na­tio­nen auf “Inge­nieur­büro”, “Sach­ver­stän­dige” usw., wobei diese Begriff­lich­kei­ten bei VR selbst keine Anwen­dung zu fin­den schei­nen und es auch nicht mög­lich ist, da beide keine Inge­nieure sind. Der Begriff des Sach­ver­stän­di­gen ist recht­lich geschützt und darf — im Gegen­satz zum “Gut­ach­ter” nicht von jedem ver­wen­det werden.

Aus die­sen Über­le­gun­gen erge­ben sich für mich noch wei­tere Fra­gen, die ich für die Betrach­tun­gen bzw. den Ein­be­zug der VR-Gutachten in die fach­li­che The­ma­tik S21 als erheb­lich betrachte:

1. haben VR jemals ein Pro­jekt als Teil­neh­mer wäh­rend der Rea­li­sa­tion — in einer werk­ver­trag­li­chen Bin­dung — betreut?

2. ist das IB VR als “Leis­tungs­fä­hig” ein­zu­stu­fen, darf die Bahn die Leis­tun­gen der bei­den Her­ren über­haupt beauftragen?

3. hat das IB VR hin­ter­gründ­li­che Inter­es­sen, die ihre “Unab­hän­gig­keit” in Frage stel­len könnten?

4. schrei­ben VR ihre “Gut­ach­ten” selbst? Falls nicht: wer schreibt für VR die Gutachten?

4. wel­che “sons­ti­gen” — viel­leicht auf­hel­len­den — Infor­ma­tio­nen zu VR kann man finden?

Ich möchte die­ses Post ver­wen­den um suk­zes­sive Infor­ma­tio­nen, die ich im Inter­net (vor­erst) finde, darzustellen.

Hier fin­den wir Aus­sa­gen zu VR:

Theo Wei­rich (24. Sep­tem­ber 2010, 15:53)

eine poli­ti­sche Farce

S21 ging in den letz­ten 10 Jah­ren durch 4 demo­kra­tisch gewählte Gre­mien. Am 06.04.2006 lehnte der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Württemberg 3 Kla­gen gegen das Pro­jekt ab. Es sei nicht erkenn­bar, dass das Gegen­pro­jekt K21 die bes­sere Alter­na­tive dar­stelle, auch nicht finan­zi­ell. Die SPD-Bundestagsfraktion, die 2008 den Finanz­bei­trag des Bun­des mit abseg­nete, hat längst als Tritt­brett­fah­rer die Sei­ten gewech­selt und höhnt dicht neben den Grü­nen kräf­tig mit. Letz­tere haben jüngst ein Gut­ach­ten des “renom­mier­ten Inge­nieur­büro Vieregg-Rössler” vor­ge­legt, wel­ches eine Kos­ten­ex­plo­sion pro­gnos­ti­zierte. Wer die Seite die­ses Unter­neh­mens besucht, wird fest­stel­len, dass die­ses renom­mierte Inge­nieurs­büro ledig­lich 2 fest­ang­stellte Mit­ar­bei­ter (näm­lich Herrn Vie­regg und Herrn Röss­ler) hat, von denen kei­ner sich in Deutsch­land Inge­nieur nen­nen darf.

Bei dem im Wiki­pe­dia zur Löschung bean­trag­ten Arti­kel fin­det man Folgendes:

Das Unter­neh­men wird von Mar­tin Vie­regg und Karl­heinz Röß­ler gelei­tet. Pro­jekt­be­zo­gen greift die Firma auf wei­tere freie Mit­ar­bei­ter zurück. Mar­tin Vie­regg ist stu­dier­ter Betriebs­wirt und pro­mo­vierte 1995 über das Thema „Effi­zi­enz­stei­ge­rung im Schie­nen­per­so­nen­fern­ver­kehr“. Karl­heinz Röß­ler ist Diplom–Psy­cho­loge und war Mit­ar­bei­ter bei Pro­Bahn und dem Ver­kehrs­club Deutsch­land. Das Bera­tungs­un­ter­neh­men wurde ins­be­son­dere durch seine Auf­trags­stu­dien zur zwei­ten Stamm­stre­cke der S-Bahn Mün­chen, dem Trans­ra­pid in Mün­chen und zu Stutt­gart 21 bekannt.

Sucht man bei Google in den hin­te­ren Bei­trä­gen, so erscheint einer der Geschäfts­füh­rer als Refe­rent bei einem Buch “Macht­gleich­ge­wicht in Wirt­schaft und Gesell­schaft — das uner­reichte Ideal der Demo­kra­tie?” einer Tagung aus dem Jahre 2000. Hier ist Herr Vie­regg als Lei­ter der “KMF-Gruppe ´Jun­gen Gruppe Mün­chen´” auf­ge­führt (Gemein­schaft Katho­li­scher Män­ner und Frauen). Wer sich die Sei­ten durch­liest, bemerkt, dass es hier um katholisch-christliche Ethik im Zusam­men­hang mit Ökono­mie und Ökolo­gie geht. Kon­kret wer­den Kapi­tel “Woran krankt die Deut­sche Bahn AG?” ver­tieft. Man beachte, dass der Fach­vor­trag nicht vom — zumin­dest von Sei­ten der fach­li­chen Befä­hi­gung zur Bahn “näher” ste­hen­den Herrn Röss­ler durch­ge­führt wurde, son­dern vom ehe­ma­li­gen Pro­Bahn Mit­ar­bei­ter und Psy­cho­lo­gen Herrn Vieregg.

Liest man diese Stel­len bei Google nach, so liest man, dass die Bahn als ehe­ma­lige Behörde den Weg in ein Wirt­schafts­un­ter­neh­men noch nicht effi­zi­ent durch­lau­fen hat. Die Erwäh­nung “manch klei­ner Dienst­weg sei nun zer­schla­gen” könnte dar­auf schlies­sen, dass der Refe­rent die “alte Bahn” für effi­zi­en­ter hält. Ins­be­son­dere erwähnt der Refe­rent aber den Umgang der Bahn mit Drit­ten (also Pri­va­ten Betrei­bern). Lei­der ist das Buch nicht als Gan­zes nachlesbar.

Inves­ti­ga­tiv ist das hier natür­lich noch lange nicht. Die Nähe zu pri­va­ten Bahn­un­ter­neh­men und eine kri­ti­sche Ein­stel­lung gegen die Deut­sche Bahn AG ist aber ablesbar.

Aus mei­ner eige­nen Erfah­rung aus den Bau­trä­ger­zei­ten weiss ich, dass ein Gut­ach­ter in jedem Falle von bei­den Sei­ten als “unab­hän­gig” aner­kannt wer­den muss, sonst ist die ganze Gut­ach­te­rei für die Katz´.

Natür­lich wird der Zwei­fel an die­sem spe­zi­el­len Thema damit auf­recht erhal­ten, in dem die Geg­ner sagen: die Bahn mit ihrer Wirt­schafts­macht würde dafür sor­gen, dass es gar keine unab­hän­gi­gen Gut­ach­ter gibt. Ich will aber noch­mal auf die Rea­li­tät hin­wei­sen: in die­sem Pro­jekt arbei­ten letzt­end­lich Inge­nieur­bü­ros an den Pla­nun­gen und an der Steue­rung die alle­samt werk­ver­trag­lich einen Erfolg schul­den. Die Grund­lage der Erfolgs­de­fi­ni­tion kommt aus den Ergeb­nis­sen genau sol­cher Pla­nungs– und Prü­fungs­leis­tun­gen, d.h. hier fin­det eine völ­lig nor­male und übli­che Pla­nung eines Wer­kes statt. Die Bahn hat kein Inter­esse daran eine fal­sche Pla­nung — nur aus poli­ti­schem Wil­len — umzu­set­zen wenn sie genau weiss, dass der Wer­ker­folg nicht erbracht wer­den kann. Und falls ein Gut­ach­ter Feh­ler in der Pla­nung fest­stellt, dann wer­den diese als Män­gel besei­tigt. Übri­gens etwas, wozu der Pla­ner für sich ein Recht hat. Inso­fern stellt sich auch die Frage nicht, ob die Bahn hier aut­ark einen “Wil­len” durch­set­zen und bestim­men kann. Allein aus Revi­si­ons– und Haf­tungs­grün­den hält sich die Bahn an die gesetz­li­chen Regelungen.

Des­we­gen ist es falsch zu den­ken, die Gut­ach­ter wür­den nur “bahn­kon­forme” Ergeb­nisse, also “abhän­gige” Gut­ach­ten abliefern.

Wer noch wei­tere Hin­ter­gründe zu VR fin­det, der mag mir gerne eine Mail schreiben.

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Oktober 9th, 2010 at 11:49 pm

Stuttgart 21: Vieregg und Rössler, Kosten und ein Ausstieg?

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Wenn man sich mit dem Pro­jekt Stutt­gart 21 beschäf­tigt, ent­deckt man allent­hal­ben ein Gut­ach­ter­büro das von Sei­ten der Geg­ner ver­wen­det wird.

Auf der Home­page des Büros fin­den sich Stu­dien und Gut­ach­ten. So wie ich das nach­ver­fol­gen kann, schei­nen die bei­den Betei­lig­ten dort in ers­ter Linie Gut­ach­ten zu erstel­len. Was ich lei­der nicht ent­de­cken konnte war, ob bis­her tat­säch­lich ein­mal ein Ent­wurf die­ses Büros in der Rea­li­tät umge­setzt wurde und wel­che Kos­ten­ent­wick­lung sich dort erge­ben hat. Die Inter­net Recher­che fällt zur Zeit etwas schwer aus, da VR haupt­säch­lich als Nach­weis für die etwaige Kos­ten­stei­ge­rung bei Infra­struk­tur­pro­jek­ten vor­ge­zeigt wird. Auf der Seite wer­den ent­spre­chende “andere” Inge­nieur­bü­ros von Sei­ten VR erwähnt, ebenso wie deren Vari­an­ten und der jewei­lige Kos­ten und Nut­zen­ver­gleich:

Die Inge­nieur­bü­ros Lah­meyer Mün­chen und Schüssler-Plan stell­ten am 16.11.2009 im Rah­men einer Prä­sen­ta­tion durch den baye­ri­schen Wirt­schafts– und Ver­kehrs­mi­nis­ter Zeil eine wei­tere tech­ni­sche Pla­nung für den Aus­bau des Eisenbahn-Südrings vor. Diese erreicht jedoch bei der erneut durch­ge­führ­ten Stan­dar­di­sier­ten Bewer­tung den für die finan­zi­elle För­de­rung durch Bund und Land not­wen­di­gen Nutzen-Kosten-Mindestwert von 1,0 nicht, son­dern nur einen Wert von 0,8. Das heißt, daß die Kos­ten die­ses Vor­schlags den Nut­zen über­stei­gen. Die Pla­nung der VIEREGG-RÖSSLER GmbH, die sich ins­be­son­dere hin­sicht­lich Gleis­füh­rung im Detail und Bau­ab­lauf von der Pla­nung der Büros Lah­meyer Mün­chen und Schüssler-Plan unter­schei­det, erreicht hin­ge­gen einen Nutzen-Kosten-Wert von 2,95 und schnei­det somit sogar deut­lich bes­ser ab als der geplante 2. S-Bahn-Tunnel, der mit 1,15 bewer­tet wird. Da der von der VIEREGG-RÖSSLER GmbH geplante Südring-Ausbau für die S-Bahn den­sel­ben Nut­zen bewirkt wie die Pla­nung der bei­den genann­ten Büros, ist der Unter­schied des Nutzen-Kosten-Wertes im wesent­li­chen auf die unter­schied­li­chen Bau­kos­ten zurück­zu­füh­ren, die bei dem Vor­schlag von Lah­meyer Mün­chen und Schüssler-Plan unge­fähr um Fak­tor 3 höher sind. Dies ist auch auf den geplan­ten Bau­ab­lauf des Südring-Ausbaus zurück­zu­füh­ren, der von den genann­ten bei­den Büros laut eige­nen Aus­sa­gen gar nicht opti­miert wurde.

Wie gesagt, lei­der weiss ich nun nicht, wel­ches Pro­jekt auf Basis der bei­den Her­ren jemals über­prüf­bar rea­li­siert wurde. Viel­leicht weiss das ja jemand von Euch?

Warum ich das wis­sen will?

Die ver­gli­che­nen Inge­nieur­bü­ros haben an Rea­li­sie­run­gen tat­säch­lich teil­ge­nom­men. Und es ist — so meine ich — sehr ein­fach Kos­ten­ent­wick­lun­gen vor­aus zu sagen, wenn man nicht an der Rea­li­sie­rung betei­ligt ist.

Ich kann Bau­grund­ri­si­ken (um z.B. mal den Tun­nel­bau zu neh­men) auf Basis von Infor­ma­tio­nen aus Erkun­dun­gen abschät­zen und Kos­ten und Risi­ken auf die­ser Basis mini­mie­ren. Im Zuge die­ser “Ide­al­pla­nung” erstelle ich meine Kos­ten­schät­zung. Die etwai­gen Risi­ken stelle ich auch da und hoffe zum einen, dass sie nicht auf­tre­ten und falls doch, so ver­blei­ben ggf. zuvor aus­ge­ar­bei­tete Ein­spar­po­ten­tiale die ich dann — je nach Aus­wir­kung auf den eigent­li­chen Sinn des Pro­jek­tes — anwen­den kann.

Das Pro­blem bei Infra­struk­tur­pro­jek­ten ist, dass man gewis­ser­mas­sen “den Zug nicht mehr auf­hal­ten kann”. Das kann man natür­lich immer, kos­tet aber den­noch Geld (Jeder kennt ja min­des­tens eine “Soda-Brücke”);

Im Falle von Stutt­gart 21, bei dem die Pro­jekt­be­tei­lig­ten bereits seit den 90er Jah­ren kos­ten­mäs­sig invol­viert sind, ebenso wie die über die gesamte Stre­cke bereits durch­ge­führte Raum­ord­nungs­pla­nung mit tau­sen­den Betei­lig­ten und vie­len Kom­mu­nen und Land­krei­sen, bei den durch­ge­führ­ten Ana­ly­sen und Vor­ar­bei­ten, den Schnitt­stel­len zu den Anpas­sun­gen an den Anschluss­stel­len (Gleis­vor­feld Stutt­gart, Neu-Ulm und Ulmer Bahn­hof), erge­ben sich — soweit ich weiss (aber immer­hin von einem Bah­ner und nicht von einem Inter­net­s­pa­cken) Kos­ten von bis­her ca. 1,2 Mil­li­ar­den Euro.

Die Finan­zie­rung läuft über das BSWAG, das Bun­des­schie­nen­we­ge­aus­bau­ge­setz. Soweit ich (eher unin­ter­es­siert) von der Finan­zie­rung infor­miert bin, stellt Stutt­gart 900 Mil­lio­nen Euro. Einen Teil das Land Baden-Württemberg und den Groß­teil, inkl. Über­schrei­tungs­grenze der bis­he­ri­gen Kos­ten­grenze der Bund. Inwie­weit nun die bis­he­ri­gen Kos­ten etwa antei­lig auf die Betei­lig­ten, oder block­weise aus­be­zahlt wer­den, weiss ich (noch) nicht.

Im güns­tigs­ten Fall stellt Stutt­gart nun sei­nen Anteil pro­zen­tual (viel­leicht). Im schlech­tes­ten Fall sind die 900 Mil­lio­nen bereits abge­ru­fen, bzw. im Falle einer Rück­nahme des beste­hen­den Bau­rechts das ganze Geld der Stadt.

Der Irr­sinn wäre in dem Fall, dass die Stutt­gar­ter ihren Bud­getan­teil aus­ge­ben und dann nichts dafür bekom­men.

Nun, das glaub ich zwar nicht, aber es bleibt ein teue­rer Spass. Wenn ich nun die Pro­teste gegen den Tief­bahn­hof betrachte (immer­hin wol­len die meis­ten Demons­tran­ten die ich sehe den Kopf­bahn­hof behal­ten, d.h. eine Anbin­dung an die Schnell­fahr­stre­cke auch), dann kann — aus finan­zi­el­ler Hin­sicht — ein Stopp von S21 und ein Pro K21 nur bedeuten:

Stutt­gart behält bis auf unab­seh­bare Zeit seine jet­zi­gen Verhältnisse.

Wann jemals ein Anschluss an eine — viel­leicht auch gestoppte — Schnell­fahr­stre­cke kom­men wird, kann ich nicht sagen. Im Zuge der not­wen­di­gen recht­li­chen Ver­fah­ren aber sicher­lich noch­mals 10–20 Jahre.

Der Impuls die­ser Blo­ckade eines beste­hen­den Bau­rechts und der damit zusam­men­hän­gen­den Pla­nungs­si­cher­heit für Inves­to­ren in den Wirt­schafts­stand­ort Stutt­gart, bzw. Baden-Württemberg (wobei die Ulmer die Stre­cke wol­len) wird viel­leicht dafür sor­gen, dass in den benann­ten 20 Jah­ren Stutt­gart wie­der das ist, was es rein topo­lo­gisch bedeu­tet: ein sub­op­ti­mal gele­ge­nes Städt­chen ohne Bedeu­tung; zu teuer um ange­bun­den zu wer­den, zu pleite um Jobs anzuziehen.

Diese Über­le­gung soll­ten sich alle machen, die jetzt so empört über S21 sind.

Und die­je­ni­gen Tritt­brett­fah­rer, die hier ihre eige­nen Inter­es­sen im Nach­gang zu voll­en­de­ten Tat­sa­chen her­vor­he­ben wol­len, sol­len sich in Grund und Boden schämen.

Es muss eine Inte­gra­tion der Bevöl­ke­rung in die Pla­nung die­ser Pro­jekte geben. Das steht aus­ser Frage! Das Pro­blem ist für mich aber immer noch: jeder kann bauen und jeder ist Bun­des­trai­ner. Das wird nicht funk­tio­nie­ren!

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Oktober 9th, 2010 at 9:41 pm

Wir dürfen keinen Strom aus Wasser bekommen…

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…weil unsere Junta die Atom­wirt­schaft bevor­zugt. Auch wenn wir aus Nor­we­gen Strom aus Was­ser­kraft erhal­ten kön­nen (und das kön­nen wir), so regelt die Netz­ver­sor­gung, dass Atom­strom bevor­zugt ein­ge­speist wird. Sollte also Atom­strom anste­hen, so wer­den alter­na­tive Ener­gie­quel­len nicht mehr eingespeist:

Theo­re­tisch könnte nor­we­gi­sche Was­ser­kraft den Strom von 60 euro­päi­schen Atom­kraft­wer­ken erset­zen. Doch dazu braucht man Lei­tun­gen durch die Nord­see. Aber schon beim ers­ten Kabel gibt es da ein Problem.

Nor­Ger fällt nicht unter die deut­sche Kraft NAV, die Kraft­werks­netz­an­schluss­ver­ord­nung. Darin ist gere­gelt, dass Kraft­werke stän­dig Strom ins Netz ein­spei­sen dür­fen. Aber eben nur Kraft­werke, nicht See­ka­bel. Und des­halb kann sich Nor­Ger nicht dar­auf ver­las­sen, immer Zugang zum Netz zu bekommen.

Ohne Rege­lung könnte der Strom aus Nor­we­gen ein­fach abge­klemmt wer­den, so wie schon heute Wind­kraft­an­la­gen abge­hängt wer­den, wenn zu viel Atom­strom das Netz blo­ckiert. Zustän­dig ist Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Rai­ner Brü­derle. Er müsste der Kraft NAV nur das Wort “See­ka­bel” hin­zu­fü­gen. Doch das Minis­te­rium schreibt an Nor­Ger, man sehe der­zeit “kein Änderungsbedarf”.

Bil­lige nor­we­gi­sche Was­ser­kraft im Über­fluss. Nur nicht für Deutsch­land. Weil der Zugang zum Netz nicht gere­gelt ist.

Erzähl doch bitte kei­ner mehr was von bil­li­gem Atom­strom und “unzu­rei­chen­den” alter­na­ti­ven Ener­gien. Das ist kri­mi­nel­ler Lob­by­is­mus pur. Kri­mi­nell des­we­gen, weil diese Mas­sen­mör­der in spe die Risi­ken genau ken­nen und für ihre Boni über Mil­lio­nen Lei­chen gehen werden.

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September 23rd, 2010 at 10:28 am

#Alkoholverbote, Menschsein und Leistung: Neoliberalismus

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…nennt man sowas. Der Metro­naut fin­det hierzu def­tige Worte, denen ich mich voll anschlie­ßen möchte, Anlaß sind die immer wei­ter fort­schrei­ten­den Ver­bote in unse­rer Gesell­schaft, als neu­este Sau wird das Alko­hol­ver­bot durchs Dorf getrieben:

Ich will in so einer Gesell­schaft nicht leben. Denn diese Ideo­lo­gie ist para­dox. Einer­seits sol­len wir für uns voll­kom­men selbst ver­ant­wort­lich sein – und auf der ande­ren Seite wer­den uns zuneh­mend Dinge ver­bo­ten. Das hat mit Selbst­be­stim­mung und Selbst­ver­ant­wor­tung wenig zu tun. Wäh­rend wir unsern eige­nen Kör­per betref­fend eine angeb­li­che Ver­ant­wor­tung gegen­über Wirt­schaft und Gesell­schaft haben sol­len, näm­lich Pro­duk­ti­vi­tät und Leis­tungs­fä­hig­keit durch Gesund­heit, sehen sich eben jene uns gegen­über gar nicht in der Pflicht. Das zeigt nicht nur der Abbau des Sozi­al­staa­tes der letz­ten Jahre, son­dern auch eine stets geför­derte Unkul­tur des Gegen­ein­an­ders und der Konkurrenz.

Schöne neue Welt: In Zukunft mache ich mich straf­bar, wenn ich inner­halb von Knei­pen rau­che und außer­halb von ihnen Alko­hol trinke.
Aber, wenn ich krank bin, dann soll ich Kom­bi­prä­pa­rate schlu­cken, die meine Krank­heit über­tün­chen und meine Arbeits­fä­hig­keit vor­rü­ber­ge­hend wie­der­her­stel­len. Kein Bier mehr also beim Son­nen­un­ter­gang im Park, aber zuge­pumpt und leis­tungs­fä­hig auf der Arbeit. Und am Wochen­ende die ver­schleppte Krank­heit auskurieren.

Mir fällt dazu nicht mehr ein als: Ver­flei­ßigte Voll­kas­ko­ge­sell­schaft. Kapi­ta­lis­ti­sche Kackscheisse.

Written by admin

August 11th, 2010 at 2:41 pm