alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

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Pöse Bauwirtschaft

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Was so bei den Google-News alles auf­taucht, ts ts. Ein “Bau­lei­ter” hat in Ham­burg soll doch echt 10 Bäume abge­sägt haben um ein Grund­stück im Wert zu stei­gern. Die Staats­an­walt­schaft hat dann mal eben die rest­li­chen unver­kauf­ten Woh­nun­gen geblockt:

Aus­ge­rech­net die­ser Mann, diese auf­fäl­lig gepflegte Erschei­nung mit den glän­zen­den Schu­hen zum fei­nen Sakko, zurück­ge­gel­ten Haa­ren und einem Sie­gel­ring am Finger.

Also, Bau­lei­ter sehen anders aus.

Sollte der 57-Jährige jedoch rechts­kräf­tig frei­ge­spro­chen und die Arrest­hy­po­thek wie­der auf­ge­ho­ben wer­den, so Bli­wier, werde er die Stadt in Regress neh­men. Der Pro­zess wird am 31. Januar fort­ge­setzt.

Das glaub ich aber erst­mal nicht. Bei Welt Online wirkt die Infor­ma­tion schon anders:

Es war ein gemei­ner Baum­fre­vel: Im ers­ten Halb­jahr 2008 wur­den wert­volle Bäume am Elb­hang des Sven-Simon-Parks gefällt.

Ein­deu­tig iden­ti­fi­zie­ren konnte sie den Bau­lei­ter aber nicht.

Da war das also 2008. Und bei Welt-Online konnte sie ihn nicht erken­nen. Qualitätsjournalismus.

Warum mich das inter­es­siert? Weil so ein Klein­scheiss viel­leicht ne Mel­dung wert ist, aber nicht auf Google News Seite Eins erschei­nen müsste. Ach, Bäume kann man auch anders los­wer­den. Ein ech­ter Bau­lei­ter weiß sicher auch wie.

Ins­be­son­dere kann ich es aber nicht nach­voll­zie­hen, dass die Staats­an­walt­schaft heut­zu­tage den Natur­schutz über die Exis­tenz­grund­lage der Bevöl­ke­rung stellt. Es ist also heut­zu­tage prak­tisch mög­lich, wenn Dein böser Nach­bar nebenan eine Villa baut, dass Du in der Nach­bar­schaft ein paar Bäume abholzt und dann jener Nach­bar erst­mal 2 –3 Jahre lang diese Villa nicht ver­kauft bekommt, weil der Staat ihn bestraft — obwohl — es nur Indi­zien gibt. Das dabei mal eben Fir­men kaputt­ge­macht wer­den kön­nen, inter­es­siert ja nicht.

Das paßt jetzt vie­len moder­nen Mora­lis­ten nicht, denn hier geht es ja um einen gemei­nen, gegel­ten, gold­ring­tra­gen­den “Rei­chen”, der sicher grund­sätz­lich böse, fies und unge­recht ist und der es in jedem Falle ver­dient hat. Was ich da nicht kapiere ist, dass sich das für so schlau und auf­ge­klärt hal­tende Moral­volk nicht merkt, dass es die Situa­tion genauso beur­teilt, wie der mit­tel­al­ter­li­che Dumm­kopf bei den Hexen­ver­bren­nun­gen. Durch sol­che Anek­do­ten betrachte ich den Men­schen als sol­chen anders als früher.

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Januar 13th, 2011 at 10:03 am

SpON und weiterer S21-Bashing Bullshit

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Ja lei­der. Es ist ein Rie­sen­thema, auch wenn die Islam­frage sich in den Mel­dun­gen wie­der lang­sam nach oben drän­gelt. Der Spie­gel hat in sei­ner Online­aus­gabe Weis­hei­ten zu den Kos­ten von Stutt­gart 21 ver­öf­fent­licht und wie man hier sehen kann, wird sich die Meute auf die “neuen Infor­ma­tio­nen” het­zen. Hier ist nun meine Meinung:

Spar­vor­schläge exis­tie­ren nur auf dem Papier

Auf Basis einer “Markt– und Ver­ga­be­ana­lyse”, bei der die Stutt­gar­ter Pläne mit ande­ren Tun­nel­bau­ten des Kon­zerns abge­gli­chen wur­den, dürfe man bei­spiels­weise 598 Mil­lio­nen Euro herausstreichen.

Der SpON mel­det also, die Bahn habe Kos­ten ande­rer Pro­jekte zum Ver­gleich hin­zu­ge­zo­gen. Die Bahn? Aus­ge­rech­net die, bei der ja sowieso alles immer teu­rer wird? Ja, tat­säch­lich. Ja ist es denn nun plau­si­bel teu­rere Ver­gleichs­kos­ten her­an­zu­zie­hen? Eigent­lich schon…oder hät­ten die bil­li­gere Kos­ten ein­set­zen sollen?

Wei­tere 294 Mil­lio­nen an Ein­spa­rungs­mög­lich­kei­ten hat die Bahn bei der “Opti­mie­rung der Bau­werke” iden­ti­fi­ziert. Ein “gerin­ge­rer als ange­nom­me­ner Quell­druck” in den unter­ir­di­schen Stre­cken­tei­len habe zudem “Aus­wir­kung auf die benö­tigte Stahl­menge in den betrof­fe­nen Tun­nel­bau­wer­ken”. Das heißt: Deren Wände könn­ten ein­fach dün­ner gebaut wer­den. So brauchte man weni­ger teu­ren Stahl. Und das “ohne Beein­träch­ti­gung der Qua­li­tät und Sicher­heit”, ver­si­cher­ten die Planer.

Da schreibt der SpON Blöd­sinn: die Stahl­menge wird redu­ziert nicht die Wand­stärke. Das steht sogar im glei­chen Text. Ver­stan­den haben sie es anschei­nend nicht. Spricht sehr für die Qua­li­tät des Artikels.

Eine for­mi­da­ble Streich­liste also. Ihr Schön­heits­feh­ler: Die Spar­vor­schläge exis­tie­ren nur auf dem Papier.

Nun werd ich aus mei­ner Erfah­rung mit der Kos­ten­steue­rung von Bau­pro­jek­ten lang­sam ner­vös und beginne auf mei­nem Ses­sel rum­zu­rut­schen. Schlecht für meine Hose.

Das tun Spar­vor­schläge und Ein­spar­po­ten­tiale immer! Was bitte soll diese For­mu­lie­rung bedeu­ten, außer dem Wunsch beim Leser die Inter­pre­ta­tion “die Spar­vor­schläge gibt es nicht in Wirk­lich­keit!” zu erzeu­gen; Der SpON Bericht erwähnt doch ein­deu­tig den “gerin­ge­ren als ange­nom­me­nen Quell­druck” und die damit zusam­men­hän­gende Ein­spa­rung an Beweh­rungs­stahl. Eine vor­sich­tige Pla­nung führte durch güns­ti­gere Rea­li­tät zu Ein­spa­rung. Was soll daran pro­ble­ma­tisch sein, außer man schenkt den Zah­len — dann aber ohne fak­ti­sche Zusam­men­hänge zu lie­fern, also durch Pole­mi­sie­rung — kei­nen Glauben.

Zum einen wur­den sie “ohne ver­tiefte Pla­nung abge­schätzt”, wie die Bahn in der Auf­lis­tung ein­räumt. Zum ande­ren sind “zur Rea­li­sie­rung die­ser Punkte zum Teil die Zustim­mung des Eisen­bahn­bun­des­am­tes, der Archi­tek­ten, der Pro­jekt­pla­ner, der Bau­her­ren und Gut­ach­ter notwendig”.

Selbst­ver­ständ­lich bedeu­ten Ände­run­gen in der Kos­ten– und Ent­wurfs­pla­nung inso­fern sie EBA-relevante Kri­te­rien ent­hal­ten eine erneute Prü­fung und Zustim­mung. Ent­schul­di­gung, aber man kann anhand einer Sta­ti­schen Berech­nung die Stahl­men­ge­n­er­spar­nisse völ­lig ohne “ver­tiefte Pla­nung” abschät­zen. Das tut man ja auch bei ande­ren Bau­maß­nah­men. Das Sta­tik und Ent­wurf ent­spre­chend ange­passt wer­den müs­sen ist doch logisch und üblich. Ich ver­stehe den Hin­ter­grund die­ser Aus­sa­gen des SpON nicht, außer wie­der Pole­mik und feh­len­der Sachverstand.

Soll hei­ßen: Für keine der Ände­run­gen ist bis­lang eine Geneh­mi­gung erteilt wor­den. Auf Nach­frage musste die Bahn ver­gan­ge­nen Don­ners­tag gar erklä­ren, dass ent­spre­chende Anträge, etwa beim Eisen­bahn­bun­des­amt, über­haupt noch nicht gestellt wur­den. Bis jetzt seien “noch keine Auf­träge für den Tun­nel­bau ver­ge­ben wor­den, ent­spre­chend gibt es auch noch keine Aus­füh­rungs­pla­nun­gen”. Ein kon­kre­ter Zeit­punkt für die Ver­gabe könne der­zeit nicht genannt wer­den, sagte eine Spre­che­rin, anvi­siert sei 2011.

Auch hier wird wie­der etwas so dar­ge­stellt, als liefe es aus dem Ruder. Fakt ist: Aus­füh­rungs­pläne wer­den durch den Auf­trag­neh­mer erstellt und kön­nen erst dann durch das EBA geprüft und frei­ge­ge­ben wer­den. Die bis­he­rige Ter­mi­ni­sie­rung der ein­zel­nen Plan­fest­stel­lungs­ab­schnitte könnte zum Bei­spiel dazu füh­ren, dass Anträge eben noch nicht ein­ge­reicht wur­den. Viel­leicht eben auch, weil es noch Kos­ten­ver­än­de­run­gen durch neuere Erkennt­nisse (die sich im Pla­nungs­ver­lauf jedes Pro­jek­tes eben auch ver­än­dern) gibt und die Bahn nicht wider bes­se­rem Wil­len Anträge an das EBA stellt (was per­so­nell sowieso unter­be­setzt ist). Aus die­ser Sicht­weise lese ich lei­der kei­nen Arti­kel in den Medien!

Nütz­lich erscheint ein Ver­gleich der neu her­un­ter­ge­rech­ne­ten Kos­ten für Stutt­gart 21 mit jüngs­ten Tun­nel­bau­pro­jek­ten der Bahn: So wird etwa der City­tun­nel Leip­zig rund 900 statt der ange­streb­ten 572 Mil­lio­nen Euro kos­ten. Dabei misst der Bau gerade mal 4010 Meter, in Stutt­gart sind allein in der Stadt 33 Kilo­me­ter Tun­nel in zum Teil schwie­rigs­tem Gestein zu gra­ben. Doch die Bahn besteht dar­auf, dass die Pro­jekte nicht mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den könnten.

Auch da wird wie­der pole­misch ver­mischt was nicht ver­misch­bar ist. Hier sollte der SpON prü­fen wel­cher Bau­grund beim Leip­zi­ger Tun­nel vor­han­den ist und ob die dort aus­ge­führ­ten Maß­nah­men mit den geplan­ten bei S21 zusam­men­pas­sen. Das der SpON das nicht will oder kann, macht die­ser Arti­kel vom SpON ja mehr als deutlich.

Wenn diese Ein­spa­run­gen nicht rea­li­sier­bar sind, hat die Bahn ein dickes Pro­blem”, warnt der Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Uwe Beck­meyer. Der Sozi­al­de­mo­krat aus Bre­men beklagt bei dem Schie­nen­kon­zern “einen Rück­fall in alte kom­mu­ni­ka­tive Mus­ter jen­seits von Trans­pa­renz und Dialogbereitschaft”.

Wenn Ein­spa­run­gen nicht rea­li­sier­bar sind hat jeder der baut ein Pro­blem. Eine wich­tige Weis­heit, auf die uns der Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Beck­meyer, SPD dort hin­weist. Den Spruch kann er sich spa­ren. Warum Beck­meyer von den vor­ge­nann­ten Din­gen auf einen Rück­fall in alte kom­mu­ni­ka­tive Mus­ter ver­fällt, lässt sich aus den hin­ter­frag­ten Infor­ma­tio­nen des Arti­kels auch nicht nach­voll­zie­hen. Ich denke es geht ihm, wie den Grü­nen um Wäh­ler­stim­men. Des­we­gen schließt er sich dem Unsinn der so ver­brei­tet wird und bei kon­kre­ten Ant­wor­ten kei­nen Bestand hat an.

Der Auf­sichts­rat der Bahn hätte die­sen Kal­ku­la­tio­nen nie­mals zustim­men dür­fen, ohne Belege dafür ein­zu­for­dern”, sagt der Grünen-Politiker Win­fried Hermann.

Auch die­ser Satz klingt sehr lus­tig. Zeigt er doch auf, dass Her­mann über­haupt nicht weiß, wovon der denn da redet. Die Zah­len wur­den anhand ver­glei­chen­der Maß­nah­men hin­zu­ge­zo­gen und die Anpas­sun­gen an den Bestands­da­ten (Quell­druck, s.o.) erge­ben neue Zah­len. Was für Belege meint er? Einen Lie­fer­schein? Einen Park­platz­zet­tel? Einen Kontoauszug?

Nun, wie ich meine, wer bei Psy­cho­lo­gen und Betriebs­wir­ten ohne Inge­nieur– und Sach­ver­stän­di­gen­nach­weis soge­nannte Gut­ach­ten ein­kauft um Pla­nun­gen von werk­ver­trag­lich gebun­de­nen und ver­pflich­te­ten Planungs-Ingenieurbüros in Frage zu stel­len und diese Gut­ach­ter selbst weder jemals etwas gebaut noch etwas haben bauen las­sen, dem ver­mag ich keine Seriö­si­tät in sei­nen Aus­sa­gen abringen.

 

Der Vor­sit­zende des Ver­kehrs­aus­schus­ses im Deut­schen Bun­des­tag hat in der ver­gan­ge­nen Woche in einer par­la­men­ta­ri­schen Anfrage der Bun­des­re­gie­rung 59 Fra­gen zu Stutt­gart 21 und der Neu­bau­stre­cke Wendlingen-Ulm gestellt. Er sorgt sich um die Sicher­heit der Tun­nel­bau­ten vor allem bei dün­ne­ren Wänden.

Auch hier ver­steht der Grüne nicht, was der SpON schon nicht kapiert hat: weni­ger Stahl heißt nicht dün­nere Wände. Lai­en­gre­mien gehen mir tie­risch auf den Sen­kel vor allem wenn sie Stim­mung machen können.

Wir sol­len sichere Tun­nel bauen, aber keine Bun­ker”, begeg­net Bahn-Vorstand Grube sol­chen Beden­ken selbst­be­wusst. In puncto Sicher­heit gäbe es für ihn “kei­nen Zehn­tel­mil­li­me­ter Spielraum”.

Keine Bun­ker des­we­gen, weil alle meckern es sei ja so teuer, aber die Bahn trotz­dem nichts in zu dicken Wän­den zu ver­schen­ken hat. Der SpON sollte ein­fach mal einen Trag­werks­pla­ner fra­gen und keine Pseudofachleute.

Dass das Eisen­bahn­bun­des­amt der tech­ni­schen Abrüs­tung von Stutt­gart 21 einen Per­sil­schein aus­stellt, ist nicht zu erwar­ten. Bei einem Teil­stück, dem knapp zehn Kilo­me­ter lan­gen Fil­der­tun­nel, for­derte das Amt die Bahn bereits zu teu­ren Nach­bes­se­run­gen auf. Dem­nach muss der Bau­herr nun alle 500 Meter Ret­tungs­stol­len zwi­schen den Tun­nel­röh­ren anle­gen — statt wie geplant alle 1000 Meter.

Ob und inwie­fern das EBA als prü­fende und geneh­mi­gende Behörde sich durch den media­len Druck nun nicht mehr bereit erklärt völ­lig übli­che Aus­nah­me­re­ge­lun­gen ein­zu­ge­ste­hen kann ich nicht sagen. Aber diese fal­schen pole­mi­schen Fehl­in­for­ma­tio­nen der Presse füh­ren eben auch dazu, dass das Pro­jekt teu­rer wird. Das schreibt aber nie­mand! Unab­hän­gig davon wäre noch wich­tig her­aus­zu­fin­den, ob die Ver­kür­zung der Ret­tungs­stol­len­ab­stände eine aktua­li­sierte Auf­lage der Gesetz­ge­bung ist. Inter­es­sant ist auf jeden Fall auch, dass sich der Arti­kel hier — wie immer — auf den 9,9 km lan­gen Fil­der­tun­nel bezieht und nicht auf die rest­li­chen Tun­nel der Stre­cke. In die­sem Fil­der­tun­nel ist auch die Falsch­in­for­ma­tion zu den 4,05m _Durchmesser (sic!) auf­ge­fal­len, ebenso wie die fal­schen Behaup­tun­gen, es gäbe keine Ober­lei­tung und keine Leit und Sicherungstechnik.

Quel­len hier: PFA Fil­der­tun­nel: http://www.das-neue-herz-europas.de/…/2005_Planfeststellungsbeschluss-Abschnitt_1.2-Fildertunnel.pdf

Ver­wen­dete Leit und Siche­rungs­tech­nik im deutsch-europäischen Kontext:

1. http://eisenbahn.wikia.com/wiki/Schnellfahrstrecke

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Oktober 11th, 2010 at 4:57 pm

#BP vor der Haustür: #Methan #Gasleck seit 1990

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Ach ja, BP. Nun die Dis­kus­sio­nen zum Boy­kott von BP sind viel­fäl­tig und das BP-Problem ist ja zur Zeit noch Thema in den Medien.

Viele Argu­mente gehen dahin, was wäre, wenn das in der Nord­see pas­sie­ren würde?

Nun: es ist pas­siert. Bereits 1990:

“Als er seine Ergeb­nisse vor vier Jah­ren ver­öf­fent­lichte, lud ihn der Ölkon­zern nach Lon­don ein: »Sie haben sich alles mit Erstau­nen ange­hört, fühl­ten sich aber nicht ver­pflich­tet, etwas zu tun.« Bereits 1998 hat­ten Exxon Mobil und die bri­ti­sche Regie­rung die Unter­su­chung des Gas­lecks ein­ge­stellt. Es habe keine Gefahr für die Umwelt bestan­den, so ein Spre­cher des bri­ti­schen Minis­te­ri­ums für Ener­gie und Klimaschutz.”

Methan, ein Kli­ma­kil­ler, bläst dort seit 1990 unge­hin­dert aus. 2/3 gehen direkt in die Atmo­sphäre. Wenn man mal von einem Thema gehört hat, kann man sich auch gut ein Bild über wei­tere Infor­ma­tio­nen dazu machen. Aber in unse­ren Medien ist es mei­nes Wis­sens noch nicht auf­ge­taucht. Wird lang­sam Zeit!

Also, neh­men wir uns ein Bei­spiel und las­sen uns die Kos­ten für die Kli­ma­er­wär­mung von Exxon bezah­len. Gibt sicher cle­vere Anwälte dafür.

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Juni 30th, 2010 at 9:44 am

Der Rückzug der Amerikaner aus #Heidelberg, OB stellt klar

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Nun scheint der OB Hei­del­bergs doch einen gewis­sen Ein­fluß auf die Rhein-Neckar-Zeitung zu haben. Die brin­gen noch zum Frei­tag Abend eine wei­tere Mel­dung, in der er sich gegen den Blöd­sinn, den die Frak­tio­nen ver­zapft haben, weh­ren darf:

“Bereits 2006 haben wir bei­spiels­weise den Stadt­pla­ner Prof. Michael Braum beauf­tragt, eine Ana­lyse zu den ame­ri­ka­ni­schen Lie­gen­schaf­ten in Hei­del­berg anzu­fer­ti­gen und uns Ent­wick­lungs­sze­na­rien auf­zu­zei­gen. Diese Aus­ar­bei­tung wurde 2008 im Stadt­ent­wick­lungs­aus­schuss dis­ku­tiert. Sie ist eine gute Grund­lage für ein Stadt­ent­wick­lungs­kon­zept 2020.”

Das ist so klas­sisch für Hei­del­berg, nein für die Poli­tik an sich: was inter­es­siert mich mein Geschwätz von ges­tern. Ehe­ma­lige Beschlüsse ver­ges­sen, die Medien ver­wen­den um den Geg­ner zu demon­tie­ren. Ich meine: es ist die Pflicht der Jour­naille dafür zu sor­gen, ver­lo­gene Kom­men­tare, wie die der Frak­tio­nen gegen Würz­ner auch gleich mit auf­zu­klä­ren. Der dumme Leser braucht sowas! Oder soll den Auf­klä­rungs­jour­na­lis­mus der pri­vate Blog­ger über­neh­men? Dafür haben lei­der die wenigs­ten Zeit und Geld!

“Da der Abzug aus Hei­del­berg erst ab 2014 Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten auf den US-Flächen bie­tet, bleibt uns aus­rei­chend Zeit, ein hand­fes­tes Kon­zept zu entwickeln.”

Da sollte er Recht haben. Viel­leicht hat er auch ein­fach nur Pech, dass er zu wenig Ein­fluß auf die RNZ hat. Man­che Thea­ter­leute sind da wohl geschickter.

Zur Klar­stel­lung: ich bin ja — zum Glück — kein Hei­del­ber­ger (mehr), halte mich des­we­gen auch raus, aber die Ideen Würz­ners (Tun­nel, Bau­ge­biete, Stadt­halle) wer­den anhand feh­len­der Auf­klä­rung sei­ner­seits auch nur schwer nach­voll­zo­gen. Bis­her halte ich sie alle­samt für falsch. Ich kenne aber den Druck und die Ein­stel­lung vie­ler Hei­del­ber­ger in Poli­tik und Ver­wal­tung ihm gegen­über und ich hoffe, dass das Netz­werk der “Alt­ein­ge­ses­se­nen” es nicht schafft, den “Stö­ren­fried” abzu­sä­gen. Die Über­heb­lich­keit der “Alten” dort ist näm­lich erst recht von der Rolle.

Ach, eigent­lich kann mir das doch alles auch am A. vorbeigehen.

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Juni 26th, 2010 at 9:14 am

#Schwarz wie Milch

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Infor­miere Dich!

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Juni 9th, 2010 at 7:16 pm

#Streetview, #Googlebashing und #CDU #Internetexperten

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Ah!, Na ich freue mich sehr, wenn meine Arti­kel kon­struk­tiv ver­linkt wer­den. Durch den Blo­g­ar­ti­kel bei Pro-Streetview hier wurde ich auf das all­ge­meine Google-Bashing auf­merk­sam. Ja, Apple wird auch gebasht seit dem das iPad sei­nen Sie­ges­zug ange­tre­ten hat, und da lie­gen die Gründe ja auch klar und deut­lich offen:

Die eta­blier­ten Medien, die sich aus den Net­zen der alten Wirt­schaft­ler und deren Phi­lo­so­phie “Wege­la­ge­rei”, bzw. Schma­rot­zer­tum ent­wi­ckelt haben, sind nicht in der Lage zu ver­ste­hen, dass ihre Zeit vor­bei ist. Des­we­gen ver­su­chen sie und die von ihnen finan­zier­ten Poli­ti­ker-Büt­tel mit sagen­haf­ten Metho­den ihren ver­erb­ten Sta­tus Quo beizubehalten.

So. Nun aber wie­der zurück zum Thema: Wer ist denn eigent­lich der “Inter­net­ex­perte” Herr “Michael von Abercron”?

abercron.jpg

Auf sei­ner eige­nen Seite lässt sich was von Che­mie und Land­wirt­schaft her­aus­le­sen. Bei google zeigt sich, dass er 2006 eigent­lich in Frank­furt lebte und einen Bohei dar­über hatte, ob er nun Elms­hor­ner Stadt­rat bliebe, oder nicht. Aus einer aktu­el­len Mel­dung kann man erken­nen, dass er noch Stadt­rat dort ist und er sich nicht zur Bür­ger­meis­ter­wahl stel­len will (das wird er auch sicher­lich nicht tun, denn jetzt hat er viel mehr Ein­fluß und Macht). Es gibt eine Netzwerker-Veranstaltung in 2009, wo er dabei war und hier fin­det sich auch eine etwas inter­es­san­tere Infor­ma­tion über den Herrn Dr.

Er ist:

  • “Lan­des­ge­schäfts­füh­rer des Wirt­schafts­rats der CDU in Schleswig-Holstein
  • Per­sön­li­cher Refe­rent im Wahl­kampf­team von Vol­ker Rühe (!Eins11)
  • Lan­des­ge­schäfts­füh­rer der CDU Schleswig-Holstein
  • Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter der med logis­tik Ser­vice GmbH Elmshorn
  • Lei­ter Minis­ter­büro im Minis­te­rium für Land­wirt­schaft, Umwelt und Länd­li­che Räume Schleswig-Holstein”

Tat­säch­lich kann ich hier nicht erken­nen, wie er der in den Lübe­cker Nach­rich­ten dar­ge­stellte “Inter­net­ex­perte” sein soll. Das wird umso deut­li­cher, wenn man sich einen Absatz aus dem genann­ten Arti­kel mal ansieht:

“Spe­zi­ell in länd­li­chen Regio­nen sei die Ver­schlüs­se­lung von Funk­net­zen kaum ver­brei­tet (1). Doch selbst wer sein W-Lan mit einem Pass­wort codiert habe, müsse die recht­li­che Sicher­heit bekom­men, dass sein Anschluss nicht ohne sein Wis­sen regis­triert und im Inter­net ver­zeich­net werde (2) . „Wir wol­len, dass jedes gewerbs­mä­ßige (3) Kar­to­gra­phie­ren oder plan­mä­ßige Erfas­sen pri­va­ter Funk­netz­da­ten ohne die vor­he­rige Zustim­mung der Betrof­fe­nen ver­bo­ten wird“, for­dert der CDU-Politiker.”

(1) Wer heut­zu­tage noch unver­schlüs­selte WLAN Netze lau­fen lässt (also ganz ein­fach vom Thema Null Ahnung hat), ist ange­sichts der lan­gen Dis­kus­sion und der aktu­el­len Recht­spre­chung nicht nur unfä­hig, son­dern fahr­läs­sig. Und das gilt auch für die urei­gene Wäh­ler­schaft des Herrn Aber­cron auf dem Lande.

(2) Wofür brau­che ich eine recht­li­che Sicher­heit für mein ver­schlüs­sel­tes WLAN Netz­werk? Bei uns im Haus lau­fen alleine fünf Netz­werke über zumeist “Dlink XY” oder “Fitz WLAN YZ”. Was bringt mir diese Infor­ma­tion? Wozu brau­che ich das Wis­sen, dass meine Nach­barn ihren Fern­se­her mit einem Adhoc-Netz per Funk ver­bun­den haben? Das ich mich mit die­ser For­de­rung bei der unwis­sen­den Wäh­ler­schaft wich­tig machen kann, ist die ein­zige Begrün­dung die plau­si­bel ist.

Ah, und bei (3) bestärkt sich meine Plausibilitäts-Annahme: es gilt für “gewerbs­mä­ßi­ges Kar­to­gra­phie­ren oder plan­mäs­si­ges Erfas­sen”. Es geht nicht um anonyme pri­vate Autos in denen einer mit ´nem Net­book und ´ner WLAN Karte sitzt. Zwar ver­schwur­belt der Poli­ti­ker in dem Arti­kel ein “wei­ter­ge­hen­des Inter­esse” an den Daten von Googles Street­view, aber sollte dies nicht gewerb­li­cher Natur sein, bleibt ja nur die kri­mi­nelle Absicht einer Pri­vat­per­son dahin­ter. Aber er ist nur gegen “gewerbs­mä­ßi­ges Erfas­sen”. Der hat doch selbst gar keine Ahnung, was er da redet.

Zusam­men­ge­fasst “labert” da nur wie­der ein­mal einer wahl­pro­pa­gan­dis­ti­sche Unwahr­hei­ten sei­nen ahnungs­lo­sen Bau­ern­wäh­lern ent­ge­gen, ähnlich der von-der-Leyenschen Zensurgesetz-Kipo-Hetze, die sich an hah­ne­bü­che­ne­nen und zusam­men­ge­lo­ge­nen Argu­men­ten über­schlug, was aber die urei­gene Inter­net­aus­dru­cker­wäh­ler­schaft über­haupt nicht inter­es­sierte.

Da gehe ich also mit dem Ver­fas­ser die­ses Arti­kels überein.

Bei sei­ner Nähe zu den Kas­sen sei­ner CDU (siehe Auf­zäh­lung oben) soll­ten wir uns den Namen mer­ken und ihn dann wie­der aus der Ver­sen­kung holen, wenn mal wie­der einer von der schwar­zen Pest wegen unsau­be­rer Geld­wä­sche und Spen­den­geld­skan­da­len ver­ur­teilt wird.

Written by admin

Juni 5th, 2010 at 8:32 pm

#Lena, oder die historischen Momente

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Oje, was schreib­seln sich die Medien wund um die Han­no­ver­sche Abitu­ri­en­tin, die mei­ner Ansicht nach ganz ein­fach ne echte Büh­nen­sau ist:

Die Taz und andere schwurb­seln sich natio­nale Ten­den­zen rein, da wird allent­hal­ben ana­ly­siert und gegrübelt.

Stän­dig wer­den da Migra­ti­ons­ge­schich­ten, Hartz 4 The­men, Gute Zei­ten, Schlechte Zei­ten zusam­men­ge­wor­fen. Über­all wird das “Phä­no­men Lena” ana­ly­siert. Beim nerd­core, so finde ich, wird mal ganz gut erklärt, was an der gan­zen Sache dran ist.
Ich finde tat­säch­lich auch, das der Song rich­tig Kacke ist, aber die Kleine ziem­lich was drauf hat. Ich hasse die­sen auf­ge­setz­ten (und inkon­se­quent durch­ge­zo­ge­nen “soll wohl Cock­ney sein”-Akzent. Nix gegen bri­ti­sches Eng­lisch (war ja bei uns damals auch total uncool), heut­zu­tage sind wir ja auf­ge­klärt und leh­nen ame­ri­ka­ni­sche Akzente erst recht als “No Go” ab, aber das geht ein­fach gar nicht.

Mag sein, dass ihre “Authen­ti­zi­tät” (sie gibt einen Scheiß auf das alles) ein Grund für den Erfolg ist, mag sein, dass Europa den Deut­schen in guter alter Euro­vi­sion de la Chanson-Tradition die 12 Punkte aus poli­ti­schen Grün­den gege­ben hat (wer zahlt die Krise? — in dem Fall kann ich mich über so einen Sieg nicht freuen), wie auch immer:

Als ich an dem Abend vor der Glotze hockte und bemerkte, dass “wir” eigent­lich immer Punkte beka­men, dachte ich mir — “das ist ein his­to­ri­scher Moment”. sowas pas­siert einem alle 30 Jahre mal.

Und unab­hän­gig vom “warum”, des­we­gen war es beson­ders für mich.

Das alles hat mit einer Lena gar nichts zu tun.

Written by admin

Juni 1st, 2010 at 6:00 pm

warum das iPad die Welt verändern wird

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Auch wenn es, unter ande­rem der Focus hier, ein­fach mal wie­der nicht ver­stan­den hat oder sol­che Infor­ma­tio­nen mir nur klar­ma­chen, dass die Angst der herr­schen­den Infor­ma­ti­ons­me­dien vor den Mög­lich­kei­ten so groß ist, dass sich die gemein­sam gegen die dro­hende Gefahr ein­ge­schwo­ren haben, so ist doch eines klar: das iPad und Apple wer­den die Netz­werke der Beein­flus­sung der öffent­li­chen Mei­nung lang­fris­tig aufbrechen.

Es geht mir nicht um die, momen­tan viel dis­ku­tier­ten Mög­lich­kei­ten, die­ses Gerät als Heils­brin­ger für die papierne Zunft ein­zu­set­zen, nein, mir geht es um die Ent­wick­lung die nun bevorsteht:

Nach­dem in den nächs­ten paar Jah­ren eine Kul­tur der vir­tu­el­len Infor­ma­tion mit sol­chen Gerä­ten eta­bliert wird, wer­den die Men­schen, die sich bis­her als Inter­net­aus­dru­cker oder “alt” benen­nen las­sen durf­ten, einen vir­tu­el­len Zugang zu Infor­ma­tio­nen erhal­ten. So, wie es die Blog­kul­tur und die sich damit befas­sen­den Jugend­li­chen und “Mit­tel­al­ten” bereits zur Kul­tur gemacht haben.

Das sind die, die von der Poli­tik immer noch ver­höhnt und nicht oder nur gering wahr­ge­nom­men wer­den. Mein Blog hier ist ja voll von sol­chen The­men, ich ver­weise nur mal wie­der auf einen neuen Arti­kel in der Süd­deut­schen, der das sehr gut verdeutlicht.

Zitat: “Viel­leicht soll­ten wir chat­ten”, schlug der Leip­zi­ger Abge­ord­nete der Haupt­pe­ten­tin Fran­ziska Heine am Mon­tag im Peti­ti­ons­aus­schuss des Bun­des­ta­ges vor, als diese bei der Beant­wor­tung einer Frage ins Sto­cken geriet.

Seine Bemer­kung gilt Beob­ach­tern der Debatte als Beweis dafür, wie weit viele Poli­ti­ker noch immer davon ent­fernt sind, sich auf Hei­nes Argu­mente ein­zu­las­sen. Geschweige denn, die digi­tale Welt, in der ihre Gene­ra­tion lebt, zu betreten.”

Tja, liebe Leute, ich sehe mal vor­aus, dass sich die Infor­ma­tion der öffent­li­chen Mei­nung in mit­tel– und lang­fris­ti­ger Zukunft durch Blog­ger und unab­hän­gige oder fre­che Infor­ma­ti­ons­samm­ler und –Inter­pre­ten nicht mehr so kon­trol­lier­bar wie heute, beein­flus­sen lässt.

Und ich sehe auch vor­aus, dass die Poli­tik und die Wirt­schaft in nächs­ter Zeit sicher dafür sor­gen wird, dass neue Gesetze die alten Macht­ver­hält­nisse aufrechterhalten.

Wir wer­den sehen.

Written by admin

Februar 26th, 2010 at 2:32 pm