alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘krieg’ tag

Causa Guttenberg”, Unterwanderung der Verfassung und Wege in den Krieg

leave a comment

Es ver­wirrt mich (und es beru­higt mich auch), wenn ich im Arti­kel Peter Büh­lers auf Tele­po­lis des­sen Empö­rung über den “wirk­li­chen Skan­dal” an der “Causa Gut­ten­berg” lese:

Ganz unge­niert sann der Minis­ter im Novem­ber 2010 nach über den Ein­fluss der Ver­knap­pung der Roh­stoffe auf “das wirt­schaft­li­che Wohl­er­ge­hen Deutsch­lands”, über den Zusam­men­hang von regio­na­ler Sicher­heit und deut­schen Wirt­schafts­in­ter­es­sen und über den “Bedarf der auf­stre­ben­den Mächte an Roh­stof­fen” in Kon­kur­renz zu “unse­ren Bedürf­nis­sen”. Das Ganze war ein denk­bar kla­res mili­tär­stra­te­gi­sches Bekennt­nis, getä­tigt auf einer soge­nann­ten “Sicherheitskonferenz”.Es folgte kein Memo­ran­dum der Ver­fas­sungs­rechts­pro­fes­so­ren, kein öffent­lich­keits­wirk­sa­mer Ein­spruch der christ­li­chen Kir­chen­fürs­ten und – anders als im Fall der nicht grund­ge­setz­kon­for­men Mili­tär­vo­ten des zurück­ge­tre­te­nen Bun­des­prä­si­den­ten – auch keine etwas län­gere Medi­en­de­batte. Kei­ner wollte zu den “Ver­klemm­ten” gehö­ren, von denen Gut­ten­berg gespro­chen hatte.

Herr Büh­ler beklagt das Aus­blei­ben einer  media­len Debatte zur Aus­sage Gut­ten­bergs im Novem­ber 2010, auf der die­ser eine Mili­tär­stra­te­gie zur Siche­rung des west­li­chen, nen­nen wir es ein­fach mal, “Frie­dens­sys­tems” (also unse­res Wohl­stands) benannt hat. Und eigent­lich hätte dies bereits der Grund für den Rück­tritt Gut­ten­bergs sein müssen.

Wenn ich in mei­nem alten Hirn krame, finde ich aber einen Arti­kel in Tele­po­lis, eben­falls geschrie­ben vom sel­ben Peter Büh­ler, in dem er fol­gen­des erklärt hat Read the rest of this entry »

Written by admin

Februar 22nd, 2011 at 7:00 pm

Iranische Kriegsschiffe passieren den Suezkanal

8 comments

Wäh­rend sich alle Welt noch über die unwich­ti­gen Dinge des Lebens auf­regt, fällt ganz neben­bei eine Mel­dung auf, die es in sich hat:

Kairo hat offen­bar der Durch­fahrt zweier ira­ni­scher Kriegs­schiffe durch den Suez­ka­nal Rich­tung Mit­tel­meer zuge­stimmt. Ein ent­spre­chen­der Antrag Irans sei geneh­migt wor­den, ver­lau­tete am Frei­tag aus Armeekreisen.

Was das bedeu­tet kann man sich den­ken:

Aus israe­li­schen Sicher­heits­krei­sen heißt es: “Israel wird wis­sen, damit umzugehen”.

Die Finanz­märkte rea­gie­ren — ganz über­ra­schend für den ver­stän­di­gen Welt­bür­ger der noch dem blau­ge­blüt­gem Adel wütend ent­ge­gen­schwelgt — bereits auf die­ses Thema: der Erd­öl­preis steigt.

Mich beun­ru­higt, dass ein agyp­ti­sches Mili­tär gegen­über Israel nach Muba­raks Rück­tritt die Chuzpe hat und tat­säch­lich dem Iran dort die Durch­fahrt gewährt. Ich kenne mich da nicht aus, aber ich kann mir vor­stel­len, dass Israel aus Sicher­heits­grün­den nicht lange fackeln wird um einen sta­bi­len Sta­tus Quo wiederherzustellen.

Das benach­barte Libyen wird nicht demo­kra­tisch wer­den. Das glaube ich nicht, weil Ghad­dafi mit Muba­rak und Libyen mit Ägyp­ten nicht zu ver­glei­chen sind.

Muba­rak war stets Dienst­leis­ter der west­li­chen Mächte, ein klas­si­scher nütz­li­cher Dik­ta­tor, wäh­rend des­sen Ghad­dafi es geschafft hat die Gunst des Bil­des vom Isla­mis­mus seit dem 11. Sep­tem­ber 2001 für sich zu nut­zen. Er hat sich nie mehr so geöff­net wie noch in den 70er Jah­ren (als ich dort zur Schule ging), aber er hat zumin­dest den Anschein erweckt, ein dem Wes­ten wenigs­tens lau­schen­des Sys­tem zu sein.

Ghad­dafi bot krea­tive Mög­lich­kei­ten für beide, ein­mal für Isla­mis­ten, ein andern mal für die Ame­ri­ka­ner und ihre Gesin­nungs­ge­nos­sen. Muba­raks Nach­teil war die stra­te­gi­sche Lage sei­nes Lan­des, der Nähe zu Israel und dem Suez­ka­nal. Ghad­da­fis Libyen bot Erd­öl­quel­len und den einen oder ande­ren Mil­li­ar­den­auf­trag für die west­li­che (ja deut­sche) Wirtschaft.

Es stel­len sich nun zwei wich­tige Fragen:

  1. die erste lau­tet, wird Ägyp­ten sei­ner glo­ba­len stra­te­gi­schen Posi­tion gerecht und sichert es wei­ter­hin das Über­le­ben des Wes­tens zu? Die Anzei­chen dafür ste­hen schlecht, und inso­fern sich hier­zu­lande alle über diese “Demo­kra­tie” freuen, wün­sche ich mir, dass daran vor­bei nicht die Rea­li­tät des Lebens über­se­hen wird. Wer uns gefähr­det egal ob er Demo­krat sein will oder nicht, wird — ohne Dis­kus­sion — unschäd­lich gemacht. Was das für furcht­bare Kon­se­quen­zen für diese Men­schen da unten bedeu­tet sollte klar sein.
  2. die zweite, kann sich Ghad­dafi seine Posi­tion durch die kurz­fris­tige Insta­bi­li­tät in Ägyp­ten als Dienst­leis­ter des Wes­tens und damit zu sei­nen und zu unse­ren Guns­ten sichern? Ich meine ja: Ghad­dafi ist ein geschick­ter Stra­tege, gear­bei­tet haben in Libyen sowieso noch nie die Libyer, son­dern immer die Ägyp­ter und andere “Aus­län­der”, “Libyen hat eines der höchs­ten Pro-Kopf-Einkommen des afri­ka­ni­schen Kon­ti­nents. Die Sozi­al­ver­si­che­rung der Ein­woh­ner umfasst die kos­ten­lose medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung, sowie Witwen-, Wai­sen– und Alters­ren­ten. All­ge­meine Schul­pflicht bei kos­ten­lo­sem Unter­richt besteht für Sechs– bis Fünfzehnjährige.”

Den Men­schen in Libyen “geht es gut”, um es mal “vor­sich­tig” und völ­lig poli­tisch unkor­rekt aus­zu­drü­cken. Warum sollte das Volk in sei­ner Mehr­zahl dar­auf beste­hen sich in der Reihe der armen arbeits­lo­sen aus­ge­beu­te­ten Nach­barn  anzu­stel­len und in abseh­ba­rer Zeit auf Lam­pe­dusa anzukommen?

Hof­fent­lich gibt es einen schnel­len Frie­den. Solange wir von dort noch Res­sour­cen benö­ti­gen, wird die­ser Stand­ort immer durch den Wes­ten kon­trol­liert werden.

Written by admin

Februar 18th, 2011 at 10:24 pm

Mail aus #Kirgisistan #Kirgisien

leave a comment

In Kir­gi­sien pas­sie­ren gerade Dinge über die unsere Medien mei­ner Ansicht nach nicht voll­stän­dig und eher unin­ter­es­siert berich­ten. Des­we­gen hier ein Link zu den Nach­denk­sei­ten und eine voll­stän­di­ges Zitat:

Mail aus Kir­gi­sis­tan
von Raus­han Aitkozhaeva:

“Wir befin­den uns inmit­ten eines Krie­ges (Kir­gi­sien, Stadt Osh). Hier pas­siert gerade etwas Furcht­ba­res, Unvor­stell­ba­res!!! Das Erschre­ckende ist, daß in den Mas­sen­me­dien nicht ein­mal ein Zehn­tel des­sen wie­der­ge­ge­ben wird, was hier vor sich geht. Eine “Eth­ni­sche Säu­be­rung”, wenn man so will. Ganze Stadt­teile mit von Usbe­ken bewohn­ten Häu­sern sind bis aufs Letzte abge­brannt, Men­schen wer­den in gan­zen Fami­lien inklu­sive Frauen und Kin­der nie­der­ge­met­zelt. Drau­ßen sind ganze Berge von Lei­chen und Ver­letz­ten, denen nie­mand Hilfe leis­tet. Ganze “Armeen” jun­ger Men­schen kir­gi­si­scher Her­kunft wüten in auf­ge­brach­tem und oft nicht nüch­ter­nem Zustand bewaff­net durch die Stadt; sie töten und ver­bren­nen alles, was ihnen in den Weg kommt.

Das ganze wird von der Poli­tik unter­stützt. Der innen­po­li­ti­sche Kon­flikt ist lange gereift, sodaß jemand jetzt auf sehr lis­tige Weise davon Gebrauch machen konnte. Es scheint, als ob gerade des­we­gen die Staats­ober­häup­ter still­sit­zen und dar­über schwei­gen, was hier pas­siert. Mein Ein­druck ist, daß das Weg­gu­cken unse­rer Regie­rung irgend­wie durch­dacht, geplant ist.

Ser­gey (mein Schwie­ger­va­ter) ging heute mor­gen auf hohes Risiko und zu unser aller Schre­cken aus dem Haus, um Lebens­mit­tel zu holen. Auf der Straße lag ein ver­letz­ter, ster­ben­der alter Mann. Ser­gey wollte ihm hel­fen und drehte ihn auf den Rücken um. In dem Augen­blick kam eine Gruppe von Jugend­li­chen ange­rannt und begann, den Alten mit Füßen zu tre­ten. Einer von ihnen schrie: “Das ist doch ein Kir­gise!”; ein ande­rer ent­geg­nete: “Nein, er ist Usbeke! Komm, wir zün­den ihn an!” Als Ser­gey in Hilf­lo­sig­keit weg­ging, lag der Alte bereits tot und in Flam­men auf der Straße.

Von offi­zi­el­ler Seite her wurde gesagt, man solle alle Gewalt­ta­ten und Chaos ver­hin­dern, aber daran hält sich hier nie­mand. Das Zugu­cken geht wei­ter! Heli­ko­pter flie­gen herum und Autos fah­ren mit Blau­licht durch die Gegend, aber das alles pas­siert nur zum Schein – es gibt kei­ner­lei aktive Hilfe von Sei­ten der Poli­zei oder offi­zi­el­ler Organisationen.

Letzte Nacht hat eine Kämpf­er­grup­pie­rung ein Mili­tär­ge­lände, nicht weit von unse­rem Haus, ein­ge­nom­men. Dort gibt es Waf­fen, Heli­ko­pter und vie­les mehr. Sie haben schon davor eine rie­sige Menge an Waf­fen gehabt (wir fra­gen uns, woher die gan­zen “ein­fa­chen Leute”, die gegen­ein­an­der kämp­fen sol­che Schuss­waf­fen bekom­men konn­ten?), und jetzt wer­den es immer mehr, und dazu noch schwe­res Kriegsgerät.

Für uns hier bedeu­tet das Ganze, daß wir nicht mehr an Lebens­mit­tel kom­men, vie­len droht schon jetzt reale Hun­gers­not, denn die Reser­ven gehen zuende. Es wird uns ver­kün­det, daß es Hilfs­lie­fe­run­gen gibt mit Essen, Was­ser und Medi­ka­men­ten, aber das ist nur ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein. Brot ist gerade gelie­fert wor­den, aber selt­sa­mer­weise bekom­men die Rus­sen davon nichts ab. Wir wol­len kein Brot! Wir wol­len Leben!!! Warum wird in den rus­si­schen Nach­rich­ten gesagt, daß sich der Zustand hier sta­bi­li­siert hat, obwohl hier alles immer schlim­mer wird? Es gibt nur eine Ant­wort – jemand möchte nicht, daß die Welt davon erfährt. Oder sie tun ein­fach nur so, als wür­den sie es nicht bemerken.

Mein Ziel ist es, diese Nach­richt so weit wie mög­lich zu ver­brei­ten – daß so viele wie mög­lich welt­weit von der Situa­tion hier erfah­ren. Wir fürch­ten, alleine gelas­sen zu wer­den mit unse­rem Leid!!! Die Tat­sa­che, daß der kleine Anteil an hier leben­den Rus­sen bis­her ver­schont wurde, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Die wütende Bevöl­ke­rung hat Blut gero­chen, den Kampf ange­sagt und gese­hen, daß sie unge­straft davon kom­men wür­den. Wir haben hier Todes­angst! Jeden Tag wis­sen wir nicht, ob wir ihn noch über­le­ben wer­den. Bitte, gebt diese Nach­richt an alle Mög­li­chen Sei­ten wei­ter, stellt sie in die Nach­rich­ten und Foren!!! Bitte lasst uns nicht alleine!!! Dies ist ein ernst­haf­ter Hilfeschrei!!!””

Written by admin

Juni 22nd, 2010 at 4:02 pm

#Zensursula wird #Köhler Nachfolger!1!

leave a comment

Das ist wie­der so typisch Medien und selbst die Blogs che­cken es größ­ten­teils nicht ab:

Köh­ler gab nur wie­der, was selbst­ver­ständ­lich Hin­ter­grund der gan­zen Aktio­nen in Afgha­nis­tan  ist. Das kann man in die­sem Thread auch noch­mal nachvollziehen.

Ich fand es ges­tern mehr als offen­sicht­lich, als im ZDF (zum Bei­spiel) sämt­li­che (auch die Lin­ken!) ange­frag­ten “Par­la­men­ta­rier” die Worte “völ­lig absurd”, “völ­lig abwe­gig”, usw. in die Kamera schwa­fel­ten, als die Frage gestellt wurde, ob die Bun­des­wehr auch mili­tä­risch Han­dels­wege sicher­stel­len würde.

Und (noch­mal) ich bin mir sicher, dass Köh­ler nur etwas erklärt hat, was für ihn zu dem Zeit­punkt als offen­sicht­lich bekannt und außer Frage stand.

Das sich dann alle “Par­la­men­ta­rier” echauf­fie­ren, obwohl sie es selbst bes­ser wis­sen, sie den Bun­des­prä­si­den­ten mal eben “vor­füh­ren” und ihm dann auch noch einen Maul­korb per Pres­se­spre­che­rin ver­pas­sen wol­len, hat ihn sicher extrem ange­pisst. Immer­hin stel­len ihn die eta­blier­ten Medien jetzt schön als “Mer­kels und Wes­ter­wel­les Prä­si­dent” dar, also als von sich aus schon macht­lose Witz­fi­gur. Schön auch die lang­sam ver­öf­fent­lich­ten (wah­ren oder unwah­ren) Äuße­run­gen über die “Stim­mung sei­ner Ange­stell­ten”, usw.

Der sollte ja gar keine eigene Mei­nung haben. Für mich steht erst­mal fest, dass Köh­ler zu denen gehört, die der Falsch­heit der Poli­tik ein­fach nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen woll­ten. Und die Taz beschreibt es hier ganz gut: “Es wirkt wie die offi­zi­elle Beglau­bi­gung eines Schei­terns durch das Staatsoberhaupt.”

Auch der Prä­si­dent ist sich klar dar­über, dass mit die­ser Regie­rung kein Staat zu machen ist. Über­haupt ist die­ser Arti­kel in der Taz sehr deut­lich: “Mit sei­ner Ein­las­sung zu Mili­tär­ein­sät­zen und wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen Deutsch­lands ver­trat Köh­ler eine Linie, die im vom Par­la­ment beschlos­se­nen Weiß­buch zur Sicher­heits­po­li­tik steht. Man kann sie mit Recht für ver­werf­lich hal­ten. Köh­ler aber beging auf dem ver­min­ten Feld von Krieg und Aus­lands­ein­sät­zen ledig­lich den Feh­ler, aus­zu­spre­chen, was poli­ti­scher Kon­sens ist — was sich aber nie­mand zu sagen traut.”

Lus­tig ist die­ser Arti­kel hier beim Focus, bzw. die Umfrage, wer denn Nach­fol­ger wer­den soll: da wird tat­säch­lich Ursula von der Leyen auf­ge­führt !!1!

Umfrage Focus zum Köhlernachfolger

zu die­sem Zeit­punkt führt (!!1!) die Lady sogar! Kann ich gut ver­ste­hen! Dann wäre sie end­lich unge­fähr­lich! Aller­dings ist mir dann der Schäu­ble noch viel lie­ber! Schäu­ble 4 President!

Update: OMG: es scheint sich tat­säch­lich zu bewahr­hei­ten: Ursel aus dem Ei soll ernst­haft als Präsi vor­ge­se­hen wer­den! WTF?!?

Written by admin

Juni 1st, 2010 at 2:20 pm

Präsident #Köhler tritt ab

one comment

Über Fefe bin ich auf die­sen Arti­kel bei Tele­po­lis gestoßen:

Aus­zug:

“Bereits 1975/76 benennt das mili­tär­po­li­ti­sche “Weiß­buch” die Ver­knap­pung von Erdöl und ande­ren Roh­stof­fen als “sicher­heits­po­li­ti­sche Bedro­hung” der Bun­des­re­pu­blik. CDU-Minister Vol­ker Rühe for­mu­liert in sei­nen Ver­tei­di­gungs­po­li­ti­schen Richt­li­nien (26.11.1992) als Auf­trag der Bun­des­wehr: “Auf­recht­er­hal­tung des freien Welt­han­dels und des unge­hin­der­ten Zugangs zu Märk­ten und Roh­stof­fen”. Deutsch­land gilt als “kon­ti­nen­tale Mit­tel­macht mit welt­wei­ten Interessen”.

Ein­schrän­kend wird als Rah­men der Inter­es­sens­si­che­rung noch eine “gerechte Welt­wirt­schaft” ange­ge­ben – was immer das beim wirtschaftlich-militärischen Gefälle auf dem Glo­bus auch hei­ßen mag. Andere spre­chen sehr bald schon davon, dass bei knap­per wer­den­den Res­sour­cen die einen mehr Recht auf natio­nale Ver­sor­gung haben müs­sen als andere. Oberst­leut­nant i. G. Rein­hard Her­den schreibt nach einem Aus­tausch mit US-Militärs im offi­zi­el­len Bun­des­wehr­or­gan “Truppenpraxis/Wehrausbildung” (Nr. 2/1996): Im 21. Jahr­hun­dert “wer­den die jetzt im Frie­den mit­ein­an­der leben­den wohl­ha­ben­den Staa­ten gegen die Völ­ker der armen Staa­ten und Regio­nen ihren Wohl­stand ver­tei­di­gen müs­sen. (…) Der Mensch­heit steht ein Jahr­hun­dert des Man­gels bevor. Um Dinge, die man ein­mal kau­fen konnte, wird man Krieg füh­ren.” Der Kon­text: Res­sour­cen­kriege der Zukunft zwi­schen Rei­chen und Armen.

Prä­zise fragt der CDU-Politiker Kurt Bie­den­kopf: “Kön­nen wir es ertra­gen, wenn ein nicht unwe­sent­li­cher Teil der Men­schen ver­hun­gert? Wie wol­len wir uns gegen den Anspruch der Armen die­ser Erde schüt­zen, mit ihnen zu tei­len, wenn wir kaum bereit sind zu tei­len. (…) Wel­che krie­ge­ri­schen Gefah­ren erwach­sen aus die­sen Ent­wick­lun­gen? (…) Die Art wie wir leben, ist nicht ver­all­ge­mei­ne­rungs­fä­hig. (…) Das heißt aber, dass die Fort­füh­rung unse­rer eige­nen Lebens­weise nur mög­lich ist, wenn sie auch in Zukunft einer pri­vi­le­gier­ten Min­der­heit, den hoch­ent­wi­ckel­ten Indus­trie­na­tio­nen, vor­be­hal­ten bleibt.” (Bie­den­kopf: Ein deut­sches Tage­buch. Ber­lin 2000″

Japp! Alles alter Käse. Nix neues. Alles vor­her­sag­bar. Und so kommts. Denn wirk­lich ändern wol­len wir ja nix. Wäre ich Prä­si­dent eines sol­chen Dreck­hau­fens, der zwar offen zugibt Krieg für sei­nen Wohl­stand zu füh­ren es aber nicht mag, wenn man die Öffent­li­che Mei­nung zum fal­schen Zeit­punkt noch­mals ein wenig daran erin­nert, wäre ich auch zurück­ge­tre­ten. Mit den Brü­dern ist ein­fach kein Stich mehr zu machen.

Written by admin

Mai 31st, 2010 at 4:24 pm

Afghanistan…

leave a comment

Written by admin

September 12th, 2009 at 10:57 pm

Afghanistan-Desaster

leave a comment

Ein deut­scher Offi­zier befiehlt den Abschuss zweier Tank­las­ter durch US-Luftwaffe in Afgha­nis­tan. Ja, da ist immer noch kein Krieg, wie man­che gerne for­mu­lie­ren (um z.B. Gen­fer Kon­ven­tio­nen außer Kraft zu setzen).

In Afgha­nis­tan hat die inter­na­tio­nale Truppe genug schlechte Erfah­rung gesam­melt mit die­sem Phä­no­men, und den­noch hat es viele Jahre gedau­ert, bis die neue Luftschlag-Doktrin des Kom­man­deurs erlas­sen wurde. Sie gibt klar vor, dass im Zwei­fel nicht aus der Luft bom­bar­diert wer­den soll, und dass der Schutz der Zivi­lis­ten Vor­rang hat. Warum der deut­sche Befehls­ha­ber in Kun­dus den­noch den Beschuss zweier Tank­last­züge befahl, bleibt so lange ein Rät­sel, bis es genü­gend Infor­ma­tio­nen gibt.”

Franz-Josef Jung hat in die­ser Hin­sicht bis­her viel Glück gehabt. Weder tote deut­sche Sol­da­ten in Afgha­nis­tan noch Bundeswehr-Unteroffiziere, die mit Toten­schä­deln Schind­lu­der trei­ben, oder ver­un­glückte Auf­tritte auf inter­na­tio­na­lem Par­kett haben dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter etwas anha­ben kön­nen, ein Rück­tritt oder gar ein Raus­wurf war kein Thema. Auch das Desas­ter von Kun­dus dürfte Jung ver­mut­lich nicht den poli­ti­schen Kopf kos­ten. Drei Wochen vor der Bun­des­tags­wahl ist in Mer­kels Kabi­nett Scha­dens­be­gren­zung ange­sagt, nicht Radi­kal­kur. Und dies, obwohl das Kri­sen­ma­nage­ment des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums nach die­sem bis­her fol­gen­schwers­ten Vor­fall im deut­schen Ver­ant­wor­tungs­be­reich in Nord-Afghanistan kata­stro­phal war und ist.“

Hof­fen wir mal, dass die Sache nicht dafür ein­ge­fä­delt wurde, um hier in Deutsch­land fin­gierte Ter­ror­an­schläge als echte zu moti­vie­ren. Dann würde das – unzwei­fel­haft stark über­trie­ben klin­gende – Gerücht eines mög­li­chen Anschlags in Deutsch­land vor der Wahl zur Absi­che­rung der Regie­rung durch Kriegs­ge­setze immer plau­si­bler klingen.

Gut, dass wir bald in Urlaub sind…

Mich inter­es­siert, wann ein Poli­ti­ker mal end­lich den wah­ren Grund für unsere Betei­li­gung an dem Krieg da unten benennt. Sind es Pipe­lines, soll es eine dauerhaft-chaotisch desta­bi­li­sierte Zone blei­ben, damit z.B. der Russe dort nicht Fuß fas­sen kann, ist es der Dro­gen­an­bau, ist es die Waf­fen­lobby, oder wirk­lich die – unglaub­wür­dige – Begrün­dung einer „Entwicklungshilfe“?

Written by admin

September 7th, 2009 at 4:35 pm

Ein Beispiel unserer funktionierenden Demokratie

leave a comment

FDP lehnt neuen BND-Ausschuss ab. Obwohl das Gericht erklärt hat, dass es offene Fra­gen und Wider­sprü­che gibt, will die Poli­tik keine Auf­klä­rung.  http://blog.fefe.de/?ts=b473b545

Written by admin

August 21st, 2009 at 4:09 pm

Terminator rising

leave a comment

Robo­ter sol­len künf­tig selbst ent­schei­den kön­nen, wer wann wo getö­tet wird”

in klei­nen Schritten…

Written by admin

August 4th, 2009 at 8:41 pm

Posted in Blöde Idee

Tagged with , , , ,

Erst der Krieg erwies sich als Stimulus.“

leave a comment

„Roo­se­velt hin­ge­gen ent­fachte ein Aus­maß staat­li­cher Ein­griffe ins All­tags­le­ben, für das es, von Mus­so­lini abge­se­hen, kein Vor­bild gab. An den Kenn­zei­chen der vor­ge­fun­de­nen Krise, etwa der Arbeits­lo­sig­keit, änderte das aber nichts. Erst der Krieg erwies sich als Stimulus.“

Komi­scher­weise kam der glei­che Bei­trag ges­tern bei Spie­gel TV in RTL. Dort hatte aber die „Repor­tage“ damit geen­det, dass Roo­se­velt, die Wirt­schaft durch diese Maß­nah­men wie­der in Schwung gebracht hat. Der Hin­weis, dass eigent­lich erst der zweite Welt­krieg für den „Auf­schwung“ sorgte, wurde nicht gebracht.

Written by admin

August 3rd, 2009 at 4:23 pm