Es verwirrt mich (und es beruhigt mich auch), wenn ich im Artikel Peter Bühlers auf Telepolis dessen Empörung über den “wirklichen Skandal” an der “Causa Guttenberg” lese:
Ganz ungeniert sann der Minister im November 2010 nach über den Einfluss der Verknappung der Rohstoffe auf “das wirtschaftliche Wohlergehen Deutschlands”, über den Zusammenhang von regionaler Sicherheit und deutschen Wirtschaftsinteressen und über den “Bedarf der aufstrebenden Mächte an Rohstoffen” in Konkurrenz zu “unseren Bedürfnissen”. Das Ganze war ein denkbar klares militärstrategisches Bekenntnis, getätigt auf einer sogenannten “Sicherheitskonferenz”.Es folgte kein Memorandum der Verfassungsrechtsprofessoren, kein öffentlichkeitswirksamer Einspruch der christlichen Kirchenfürsten und – anders als im Fall der nicht grundgesetzkonformen Militärvoten des zurückgetretenen Bundespräsidenten – auch keine etwas längere Mediendebatte. Keiner wollte zu den “Verklemmten” gehören, von denen Guttenberg gesprochen hatte.
Herr Bühler beklagt das Ausbleiben einer medialen Debatte zur Aussage Guttenbergs im November 2010, auf der dieser eine Militärstrategie zur Sicherung des westlichen, nennen wir es einfach mal, “Friedenssystems” (also unseres Wohlstands) benannt hat. Und eigentlich hätte dies bereits der Grund für den Rücktritt Guttenbergs sein müssen.
Wenn ich in meinem alten Hirn krame, finde ich aber einen Artikel in Telepolis, ebenfalls geschrieben vom selben Peter Bühler, in dem er folgendes erklärt hat Read the rest of this entry »
