…wird diesmal ein “Ossi” werden. Wahrscheinlich eine Frau. Vorschläge nehme ich gerne entgegen. Wulff war schon immer der Falsche.
Archive for the ‘korruption’ tag
Retten Blogger die Demokratie? Wollt Ihr mich verarschen?
Bei sowas hier bekomme ich reflexartige Misstrauensschübe. Warum? Weil mir ein Jens Berger vom Spiegelfechter, eine Nachdenkseite oder sonst noch einer des “Eingeschränkten Bieterkreises” nicht weismachen können, dass es ihnen nicht hauptsächlich nur um ihre eigene Kohle geht.
Ich finde es nicht verwerflich, wenn das einer von denen wegen eigener finanzieller Möglichkeiten machen muss, aber ich finde es zum kotzen unglaubwürdig, wenn eine moralische Verantwortung als Begründung vorgeschoben wird.
Nur weil sich der moralisch-virtuell-mehrheitliche Zeitgeist dort wiederfindet und er auch entsprechend bedient wird, erkenne ich noch lange keine Eigeninteressen die über Einfluß, Macht und Kohle hinausgehen.
Blogs sind ein großes Thema zur Zeit und der scheinbare Niedergang der Medien verführt den einen oder anderen dazu, anzunehmen, dass vielgelesene Blogs eine Alternative währen, die an der Gesellschaft was ändern würden.
Die Gesellschaft ändert sich auch wegen und mit den Blogs, aber nicht ursächlich weil da ein paar schlaue Heilsbringer ihre kreativen Arme ausstrecken um das arme suchende Volk ins Paradies zu führen. Da strecken ein paar schlaue Heilsbringer ihre Arme nach ganz anderen, schnöden, handfesten Dingen aus.
Dass die dann ausgerechnet eine Huffington Post als leuchtendes Beispiel vortragen, macht deren offenbare Bewunderung der Kohle, die man mit “sowas” verdienen kann noch ein wenig deutlicher. Das bei SF genannte, als neue Erfindung erscheinende “huch, wir könnten uns ja gegenseitig” Verlinken ist ein weiteres schlechtes Beispiel, wie Glaubwürdigkeit nach hinten losgehen kann: es ist ja mitunter die Natur des Blogs bzw. der Kommentatoren durch schnödes querverlinken Umleitungen auf die eigenen Seiten zu erzeugen — wohl in der Hoffnung, den eigenen Traffic zu erhöhen. Das im Internet Blogs durch Hörensagen empfohlen werden wäre mir sehr neu.
Es ist noch gar nicht so lange her, da schufen ein paar Alphas ein “Internet Manifest” und da schau her, wie schnell war die Blogosphäre aufgescheucht, dass ein paar Auserwählte sich erlaubten den fetten virtuellen Kuchen im Namen aller selbst einzustecken. Der virtuellen Aufmerksamkeit hat es nicht geschadet und (nur ein Beispiel) ein rotschopfiger Sascha Lobo mag sich bei so manchen bis zum jüngsten Tag komplett unglaubwürdig gemacht zu haben, aber er schreibt derweilen nette Büchlein auf unmodernem Papier und wird alle naslang pekuniär untermauert zum einen oder anderen Interview gebeten. Auch so etwas wie die Netzpolitik.org ist mittlerweile — ganz unzeitgemäß — “etabliert” wie man so schön sagt und während ich dort noch Glaubwürdigkeit erkenne, ganz einfach weil es eine hochspezielle Sparte ist, fallen andere Blogkollegen, die sich der “politischen” Themenfindung verschrieben haben bei gleichem Anspruch durchs Netz der Anerkennung.
Da ist mir ein ehrlicher Spendenaufruf noch allemal am liebsten.
Mein Zitat aus diesem Blogeintrag gilt heute übrigens überhaupt nicht mehr:
Lasst uns – verdammt noch mal – wenigstens jetzt – zusammenhalten. Hört auf Euch/uns gegenseitig zu schwächen und uns „für die“ lächerlich zu machen. Gebt „denen“ nicht den ernüchternden Einblick „denen geht es auch nur ums Geld“. (…)…gerade jetzt ein ganz schlechter Zeitpunkt. Und wenn Eure Motivation Dinge zu schreiben und zu offenbaren zu sehr mit dem Zwang damit Geld zu verdienen zusammenhängt, dann lasst es besser bleiben, denn dann korrumpiert Ihr die Idee und die Kraft die hinter diesem Weg in die Öffentlichkeit treten zu können steckt.
Warum? Weil der Mensch nur Brot und Spiele braucht. Und mehr wohl auch gar nicht will. Zumindest nicht der “relevante” Anteil der Bevölkerung. Aber solange “relevante” Blogger (ja noch nichtmal in ausreichender Tiefenschärfe) dröge meckern, kotzen, klagen und Häme über andere ergiessen und Sammelbecken der Enttäuschten (von der Welt oder von den eigenen Fähigkeiten) sind und das nur dazu führt, dass Google-Ads den einen oder anderen Euro bei besagtem Blogger klingeln lässt oder er künftig im ZDF als “Experte” für frische Einschaltquote sorgt, solange können die mich alle mal an meinem virtuellen Arsch lecken.
Internetrecherche zu Vieregg und Rösler
wie im vorigen Post bereits beschrieben: das Büro VR wird überall mit seinen Gutachten erwähnt. Die Suche nach Antworten zu folgenden Fragen ist zur Zeit nicht einfach. Nach ein wenig Recherche kann man aber folgende Tatsachen feststellen:
Das Unternehmen erklärt sich als Beratungsfirma, die beiden Geschäftsführer sind als Psychologe und Betriebswirt zu zweit. Entsprechendes Fachwissen kaufen sie sich “projektbezogen” extern ein. Die Studien, Gutachen, etc. werden allenthalben als “Gutachten” und explizit nicht als “Sachverständigengutachten” beschrieben.
Die Medien greifen zwar unterschiedliche Kombinationen auf “Ingenieurbüro”, “Sachverständige” usw., wobei diese Begrifflichkeiten bei VR selbst keine Anwendung zu finden scheinen und es auch nicht möglich ist, da beide keine Ingenieure sind. Der Begriff des Sachverständigen ist rechtlich geschützt und darf — im Gegensatz zum “Gutachter” nicht von jedem verwendet werden.
Aus diesen Überlegungen ergeben sich für mich noch weitere Fragen, die ich für die Betrachtungen bzw. den Einbezug der VR-Gutachten in die fachliche Thematik S21 als erheblich betrachte:
1. haben VR jemals ein Projekt als Teilnehmer während der Realisation — in einer werkvertraglichen Bindung — betreut?
2. ist das IB VR als “Leistungsfähig” einzustufen, darf die Bahn die Leistungen der beiden Herren überhaupt beauftragen?
3. hat das IB VR hintergründliche Interessen, die ihre “Unabhängigkeit” in Frage stellen könnten?
4. schreiben VR ihre “Gutachten” selbst? Falls nicht: wer schreibt für VR die Gutachten?
4. welche “sonstigen” — vielleicht aufhellenden — Informationen zu VR kann man finden?
Ich möchte dieses Post verwenden um sukzessive Informationen, die ich im Internet (vorerst) finde, darzustellen.
Hier finden wir Aussagen zu VR:
Theo Weirich (24. September 2010, 15:53)
eine politische Farce
S21 ging in den letzten 10 Jahren durch 4 demokratisch gewählte Gremien. Am 06.04.2006 lehnte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg 3 Klagen gegen das Projekt ab. Es sei nicht erkennbar, dass das Gegenprojekt K21 die bessere Alternative darstelle, auch nicht finanziell. Die SPD-Bundestagsfraktion, die 2008 den Finanzbeitrag des Bundes mit absegnete, hat längst als Trittbrettfahrer die Seiten gewechselt und höhnt dicht neben den Grünen kräftig mit. Letztere haben jüngst ein Gutachten des “renommierten Ingenieurbüro Vieregg-Rössler” vorgelegt, welches eine Kostenexplosion prognostizierte. Wer die Seite dieses Unternehmens besucht, wird feststellen, dass dieses renommierte Ingenieursbüro lediglich 2 festangstellte Mitarbeiter (nämlich Herrn Vieregg und Herrn Rössler) hat, von denen keiner sich in Deutschland Ingenieur nennen darf.
Bei dem im Wikipedia zur Löschung beantragten Artikel findet man Folgendes:
Das Unternehmen wird von Martin Vieregg und Karlheinz Rößler geleitet. Projektbezogen greift die Firma auf weitere freie Mitarbeiter zurück. Martin Vieregg ist studierter Betriebswirt und promovierte 1995 über das Thema „Effizienzsteigerung im Schienenpersonenfernverkehr“. Karlheinz Rößler ist Diplom–Psychologe und war Mitarbeiter bei ProBahn und dem Verkehrsclub Deutschland. Das Beratungsunternehmen wurde insbesondere durch seine Auftragsstudien zur zweiten Stammstrecke der S-Bahn München, dem Transrapid in München und zu Stuttgart 21 bekannt.
Sucht man bei Google in den hinteren Beiträgen, so erscheint einer der Geschäftsführer als Referent bei einem Buch “Machtgleichgewicht in Wirtschaft und Gesellschaft — das unerreichte Ideal der Demokratie?” einer Tagung aus dem Jahre 2000. Hier ist Herr Vieregg als Leiter der “KMF-Gruppe ´Jungen Gruppe München´” aufgeführt (Gemeinschaft Katholischer Männer und Frauen). Wer sich die Seiten durchliest, bemerkt, dass es hier um katholisch-christliche Ethik im Zusammenhang mit Ökonomie und Ökologie geht. Konkret werden Kapitel “Woran krankt die Deutsche Bahn AG?” vertieft. Man beachte, dass der Fachvortrag nicht vom — zumindest von Seiten der fachlichen Befähigung zur Bahn “näher” stehenden Herrn Rössler durchgeführt wurde, sondern vom ehemaligen ProBahn Mitarbeiter und Psychologen Herrn Vieregg.
Liest man diese Stellen bei Google nach, so liest man, dass die Bahn als ehemalige Behörde den Weg in ein Wirtschaftsunternehmen noch nicht effizient durchlaufen hat. Die Erwähnung “manch kleiner Dienstweg sei nun zerschlagen” könnte darauf schliessen, dass der Referent die “alte Bahn” für effizienter hält. Insbesondere erwähnt der Referent aber den Umgang der Bahn mit Dritten (also Privaten Betreibern). Leider ist das Buch nicht als Ganzes nachlesbar.
Investigativ ist das hier natürlich noch lange nicht. Die Nähe zu privaten Bahnunternehmen und eine kritische Einstellung gegen die Deutsche Bahn AG ist aber ablesbar.
Aus meiner eigenen Erfahrung aus den Bauträgerzeiten weiss ich, dass ein Gutachter in jedem Falle von beiden Seiten als “unabhängig” anerkannt werden muss, sonst ist die ganze Gutachterei für die Katz´.
Natürlich wird der Zweifel an diesem speziellen Thema damit aufrecht erhalten, in dem die Gegner sagen: die Bahn mit ihrer Wirtschaftsmacht würde dafür sorgen, dass es gar keine unabhängigen Gutachter gibt. Ich will aber nochmal auf die Realität hinweisen: in diesem Projekt arbeiten letztendlich Ingenieurbüros an den Planungen und an der Steuerung die allesamt werkvertraglich einen Erfolg schulden. Die Grundlage der Erfolgsdefinition kommt aus den Ergebnissen genau solcher Planungs– und Prüfungsleistungen, d.h. hier findet eine völlig normale und übliche Planung eines Werkes statt. Die Bahn hat kein Interesse daran eine falsche Planung — nur aus politischem Willen — umzusetzen wenn sie genau weiss, dass der Werkerfolg nicht erbracht werden kann. Und falls ein Gutachter Fehler in der Planung feststellt, dann werden diese als Mängel beseitigt. Übrigens etwas, wozu der Planer für sich ein Recht hat. Insofern stellt sich auch die Frage nicht, ob die Bahn hier autark einen “Willen” durchsetzen und bestimmen kann. Allein aus Revisions– und Haftungsgründen hält sich die Bahn an die gesetzlichen Regelungen.
Deswegen ist es falsch zu denken, die Gutachter würden nur “bahnkonforme” Ergebnisse, also “abhängige” Gutachten abliefern.
Wer noch weitere Hintergründe zu VR findet, der mag mir gerne eine Mail schreiben.
Stuttgart 21: Vieregg und Rössler, Kosten und ein Ausstieg?
Wenn man sich mit dem Projekt Stuttgart 21 beschäftigt, entdeckt man allenthalben ein Gutachterbüro das von Seiten der Gegner verwendet wird.
Auf der Homepage des Büros finden sich Studien und Gutachten. So wie ich das nachverfolgen kann, scheinen die beiden Beteiligten dort in erster Linie Gutachten zu erstellen. Was ich leider nicht entdecken konnte war, ob bisher tatsächlich einmal ein Entwurf dieses Büros in der Realität umgesetzt wurde und welche Kostenentwicklung sich dort ergeben hat. Die Internet Recherche fällt zur Zeit etwas schwer aus, da VR hauptsächlich als Nachweis für die etwaige Kostensteigerung bei Infrastrukturprojekten vorgezeigt wird. Auf der Seite werden entsprechende “andere” Ingenieurbüros von Seiten VR erwähnt, ebenso wie deren Varianten und der jeweilige Kosten und Nutzenvergleich:
Die Ingenieurbüros Lahmeyer München und Schüssler-Plan stellten am 16.11.2009 im Rahmen einer Präsentation durch den bayerischen Wirtschafts– und Verkehrsminister Zeil eine weitere technische Planung für den Ausbau des Eisenbahn-Südrings vor. Diese erreicht jedoch bei der erneut durchgeführten Standardisierten Bewertung den für die finanzielle Förderung durch Bund und Land notwendigen Nutzen-Kosten-Mindestwert von 1,0 nicht, sondern nur einen Wert von 0,8. Das heißt, daß die Kosten dieses Vorschlags den Nutzen übersteigen. Die Planung der VIEREGG-RÖSSLER GmbH, die sich insbesondere hinsichtlich Gleisführung im Detail und Bauablauf von der Planung der Büros Lahmeyer München und Schüssler-Plan unterscheidet, erreicht hingegen einen Nutzen-Kosten-Wert von 2,95 und schneidet somit sogar deutlich besser ab als der geplante 2. S-Bahn-Tunnel, der mit 1,15 bewertet wird. Da der von der VIEREGG-RÖSSLER GmbH geplante Südring-Ausbau für die S-Bahn denselben Nutzen bewirkt wie die Planung der beiden genannten Büros, ist der Unterschied des Nutzen-Kosten-Wertes im wesentlichen auf die unterschiedlichen Baukosten zurückzuführen, die bei dem Vorschlag von Lahmeyer München und Schüssler-Plan ungefähr um Faktor 3 höher sind. Dies ist auch auf den geplanten Bauablauf des Südring-Ausbaus zurückzuführen, der von den genannten beiden Büros laut eigenen Aussagen gar nicht optimiert wurde.
Wie gesagt, leider weiss ich nun nicht, welches Projekt auf Basis der beiden Herren jemals überprüfbar realisiert wurde. Vielleicht weiss das ja jemand von Euch?
Warum ich das wissen will?
Die verglichenen Ingenieurbüros haben an Realisierungen tatsächlich teilgenommen. Und es ist — so meine ich — sehr einfach Kostenentwicklungen voraus zu sagen, wenn man nicht an der Realisierung beteiligt ist.
Ich kann Baugrundrisiken (um z.B. mal den Tunnelbau zu nehmen) auf Basis von Informationen aus Erkundungen abschätzen und Kosten und Risiken auf dieser Basis minimieren. Im Zuge dieser “Idealplanung” erstelle ich meine Kostenschätzung. Die etwaigen Risiken stelle ich auch da und hoffe zum einen, dass sie nicht auftreten und falls doch, so verbleiben ggf. zuvor ausgearbeitete Einsparpotentiale die ich dann — je nach Auswirkung auf den eigentlichen Sinn des Projektes — anwenden kann.
Das Problem bei Infrastrukturprojekten ist, dass man gewissermassen “den Zug nicht mehr aufhalten kann”. Das kann man natürlich immer, kostet aber dennoch Geld (Jeder kennt ja mindestens eine “Soda-Brücke”);
Im Falle von Stuttgart 21, bei dem die Projektbeteiligten bereits seit den 90er Jahren kostenmässig involviert sind, ebenso wie die über die gesamte Strecke bereits durchgeführte Raumordnungsplanung mit tausenden Beteiligten und vielen Kommunen und Landkreisen, bei den durchgeführten Analysen und Vorarbeiten, den Schnittstellen zu den Anpassungen an den Anschlussstellen (Gleisvorfeld Stuttgart, Neu-Ulm und Ulmer Bahnhof), ergeben sich — soweit ich weiss (aber immerhin von einem Bahner und nicht von einem Internetspacken) Kosten von bisher ca. 1,2 Milliarden Euro.
Die Finanzierung läuft über das BSWAG, das Bundesschienenwegeausbaugesetz. Soweit ich (eher uninteressiert) von der Finanzierung informiert bin, stellt Stuttgart 900 Millionen Euro. Einen Teil das Land Baden-Württemberg und den Großteil, inkl. Überschreitungsgrenze der bisherigen Kostengrenze der Bund. Inwieweit nun die bisherigen Kosten etwa anteilig auf die Beteiligten, oder blockweise ausbezahlt werden, weiss ich (noch) nicht.
Im günstigsten Fall stellt Stuttgart nun seinen Anteil prozentual (vielleicht). Im schlechtesten Fall sind die 900 Millionen bereits abgerufen, bzw. im Falle einer Rücknahme des bestehenden Baurechts das ganze Geld der Stadt.
Der Irrsinn wäre in dem Fall, dass die Stuttgarter ihren Budgetanteil ausgeben und dann nichts dafür bekommen.
Nun, das glaub ich zwar nicht, aber es bleibt ein teuerer Spass. Wenn ich nun die Proteste gegen den Tiefbahnhof betrachte (immerhin wollen die meisten Demonstranten die ich sehe den Kopfbahnhof behalten, d.h. eine Anbindung an die Schnellfahrstrecke auch), dann kann — aus finanzieller Hinsicht — ein Stopp von S21 und ein Pro K21 nur bedeuten:
Stuttgart behält bis auf unabsehbare Zeit seine jetzigen Verhältnisse.
Wann jemals ein Anschluss an eine — vielleicht auch gestoppte — Schnellfahrstrecke kommen wird, kann ich nicht sagen. Im Zuge der notwendigen rechtlichen Verfahren aber sicherlich nochmals 10–20 Jahre.
Der Impuls dieser Blockade eines bestehenden Baurechts und der damit zusammenhängenden Planungssicherheit für Investoren in den Wirtschaftsstandort Stuttgart, bzw. Baden-Württemberg (wobei die Ulmer die Strecke wollen) wird vielleicht dafür sorgen, dass in den benannten 20 Jahren Stuttgart wieder das ist, was es rein topologisch bedeutet: ein suboptimal gelegenes Städtchen ohne Bedeutung; zu teuer um angebunden zu werden, zu pleite um Jobs anzuziehen.
Diese Überlegung sollten sich alle machen, die jetzt so empört über S21 sind.
Und diejenigen Trittbrettfahrer, die hier ihre eigenen Interessen im Nachgang zu vollendeten Tatsachen hervorheben wollen, sollen sich in Grund und Boden schämen.
Es muss eine Integration der Bevölkerung in die Planung dieser Projekte geben. Das steht ausser Frage! Das Problem ist für mich aber immer noch: jeder kann bauen und jeder ist Bundestrainer. Das wird nicht funktionieren!
Wir dürfen keinen Strom aus Wasser bekommen…
…weil unsere Junta die Atomwirtschaft bevorzugt. Auch wenn wir aus Norwegen Strom aus Wasserkraft erhalten können (und das können wir), so regelt die Netzversorgung, dass Atomstrom bevorzugt eingespeist wird. Sollte also Atomstrom anstehen, so werden alternative Energiequellen nicht mehr eingespeist:
Theoretisch könnte norwegische Wasserkraft den Strom von 60 europäischen Atomkraftwerken ersetzen. Doch dazu braucht man Leitungen durch die Nordsee. Aber schon beim ersten Kabel gibt es da ein Problem.
NorGer fällt nicht unter die deutsche Kraft NAV, die Kraftwerksnetzanschlussverordnung. Darin ist geregelt, dass Kraftwerke ständig Strom ins Netz einspeisen dürfen. Aber eben nur Kraftwerke, nicht Seekabel. Und deshalb kann sich NorGer nicht darauf verlassen, immer Zugang zum Netz zu bekommen.
Ohne Regelung könnte der Strom aus Norwegen einfach abgeklemmt werden, so wie schon heute Windkraftanlagen abgehängt werden, wenn zu viel Atomstrom das Netz blockiert. Zuständig ist Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Er müsste der Kraft NAV nur das Wort “Seekabel” hinzufügen. Doch das Ministerium schreibt an NorGer, man sehe derzeit “kein Änderungsbedarf”.
Billige norwegische Wasserkraft im Überfluss. Nur nicht für Deutschland. Weil der Zugang zum Netz nicht geregelt ist.
Erzähl doch bitte keiner mehr was von billigem Atomstrom und “unzureichenden” alternativen Energien. Das ist krimineller Lobbyismus pur. Kriminell deswegen, weil diese Massenmörder in spe die Risiken genau kennen und für ihre Boni über Millionen Leichen gehen werden.
Peer Steinbrück: bitte nicht vergessen, wer hier versagt hat
Die Nachdenkseiten halten ihre Informationspflicht bei uns aufrecht. Auch wenn Stern und Konsorten ihren politischen Netzwerkverpflichtungen zur Volksverdummung und Geschichtsfälschung nachkommen: der Herr Steinbrück hat uns maßgeblich die Scheisse mit den Banken eingebrockt:
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Steinbrück ist zusammen mit der Bundeskanzlerin verantwortlich dafür, dass wir mit Hunderten von Milliarden belastet werden, mit denen die Wettschulden der Spieler im Finanzkasino beglichen werden.
Als Steinbrück für die Förderung des Finanzplatzes Deutschland, für eine lasche Kontrolle und für „Produktinnovationen“ warb, war schon bekannt, dass deutsche Banken in Schwierigkeiten sind. Im Februar 2003 trafen sich Bundeskanzler, Bundesfinanzminister und Bundeswirtschaftsminister mit den Spitzen der Banken und Versicherungen zu einem Krisengespräch mit dem Ziel der Gründung einer Bad Bank. Das kam nicht zu Stande, weil das Treffen vom Handelsblatt bekannt gemacht wurde. Aber die Auslagerung fauler Forderungen in Zweckgesellschaften und ähnliche Bad Banks fand statt. So bei der Industriekreditbank IKB, so bei der Ende September 2003 gegründeten HRE. (In der Anlage zu diesem Beitrag ist der Artikel im Handelsblatt vom 24.2.2003 wiedergegeben. Immer noch lesenswert – vor allem für Menschen, die immer noch glauben, die Finanzkrise habe mit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers begonnen)
Das alles wusste Peer Steinbrück. Und dennoch hat er behauptet, die Finanzkrise sei aus den USA über uns gekommen und sie habe ihn wie ein Springinsfeldteufel angesprungen. (Siehe hier und ausführlich in unseren Jahrbüchern)
Peer Steinbrück ist neben Angela Merkel verantwortlich dafür, dass wir mit Hinweis auf die angebliche Systemrelevanz aller Banken sowohl die Industriekreditbank (IKB) als auch die HRE gerettet haben. Der hohe Einsatz von mindestens 8 Milliarden bei der IKB und 142 Milliarden Garantien und darunter Zig-milliarden fällig werdender Zahlungen für die HRE ist aus meiner Sicht nicht nötig gewesen. Der Zusammenbruch von Lehman Brothers hat keine Katastrophe ausgelöst. Ähnlich wäre es mit den beiden anderen Instituten gewesen. Bei uns aber wurde die Möglichkeit einer geplanten Insolvenz dieser Institute gar nicht geprüft. Dafür ist Peer Steinbrück hauptverantwortlich. Er und seine Arbeit kosten uns und unsere Kinder Milliarden.
#Alkoholverbote, Menschsein und Leistung: Neoliberalismus
…nennt man sowas. Der Metronaut findet hierzu deftige Worte, denen ich mich voll anschließen möchte, Anlaß sind die immer weiter fortschreitenden Verbote in unserer Gesellschaft, als neueste Sau wird das Alkoholverbot durchs Dorf getrieben:
Ich will in so einer Gesellschaft nicht leben. Denn diese Ideologie ist paradox. Einerseits sollen wir für uns vollkommen selbst verantwortlich sein – und auf der anderen Seite werden uns zunehmend Dinge verboten. Das hat mit Selbstbestimmung und Selbstverantwortung wenig zu tun. Während wir unsern eigenen Körper betreffend eine angebliche Verantwortung gegenüber Wirtschaft und Gesellschaft haben sollen, nämlich Produktivität und Leistungsfähigkeit durch Gesundheit, sehen sich eben jene uns gegenüber gar nicht in der Pflicht. Das zeigt nicht nur der Abbau des Sozialstaates der letzten Jahre, sondern auch eine stets geförderte Unkultur des Gegeneinanders und der Konkurrenz.
Schöne neue Welt: In Zukunft mache ich mich strafbar, wenn ich innerhalb von Kneipen rauche und außerhalb von ihnen Alkohol trinke.
Aber, wenn ich krank bin, dann soll ich Kombipräparate schlucken, die meine Krankheit übertünchen und meine Arbeitsfähigkeit vorrübergehend wiederherstellen. Kein Bier mehr also beim Sonnenuntergang im Park, aber zugepumpt und leistungsfähig auf der Arbeit. Und am Wochenende die verschleppte Krankheit auskurieren.Mir fällt dazu nicht mehr ein als: Verfleißigte Vollkaskogesellschaft. Kapitalistische Kackscheisse.
#Googlebashing, #Street View: Hexenjagd und die Politik freut sich
Oooh, jetzt regen sich wieder alle möglichen und unmöglichen Spackos auf. Wie in diesem Beitrag damals schonmal zum Thema Googlebashing beschrieben, ufert diesmal die sommerlochschwangere Medienhetze gegen ein völlig uninteressantes und unverhältnismässiges Thema aus: da werden dann in “gutbürgerlichen” Stadtvierteln auch mal eben die Fahrer der Googlewagen aus demselben gezerrt und mit Alkohol “beruhigt”, die Autos mit Mollies beworfen und angezündet:
Der PKW wurde eingekreist und vereinzelt mit Steinen beworfen. Fahrer und Kameramann wurden herausgezerrt und in einem nahegelegenen Lokal mit Alkoholika betäubt. Anschließend brannte das Auto aus. Unklar ist bis zur Stunde, warum das Fahrzeug sich in unmittelbarer Nähe der Proteste aufgehalten hat. Der Sächsische Datenschutzbeauftragte Andreas Schurig äußerte die Vermutung, dass das US-Unternehmen die Protestierenden hatte filmen wollen, um eine Störer-Datei anzulegen. „Das ist schlimmer als bei der Stasi“, sagte Schurig provokant. Von der „Volksinitiative“, einer der Aufrufer der Google-Proteste, wurde in einer Presseerklärung spekuliert, dass Google „durch provokantes Herumfahren Krawalle provozieren“ wolle.
Äh, wie bitte? Eine “Störer Datei”? Ich könnte mich aufregen. Da hetzen die Medien über ein Thema, was eigentlich keine Sau interessiert und die dämlichen Politikerbüttel salbadern und freuen sich das Feindbild “böses Internet” bis zu einer _hier wohl sehr eindeutig damit vergleichbar_ Hexenjagd zu provozieren. Da werden wieder dummerte Informationen wie nutzlose Wlan-Daten und der Begriff “Datenkrake” hervorgeholt und
ständig,
ständig,
ständig
wiederholt, solange bis es auch der dümmste Vollpfosten in sein trockenes Brötchenhirn verpflanzt hat:
Google=Internet=mächtig Böse.
Zwischenzeitlich werden hingerichtete schwangere afghanische Frauen und arme umgebrachte afghanische Kinder durch die Medien gehetzt und die Sommerpause mit weiteren Volksverdummungsparolen vollgesabbelt, nur damit unsere Herrscherklasse mit ihrem Mist unverhohlen weitermachen darf und das dämliche Volk stürzt sich auf den zur Zeit propagierten Volksfeind Google. Leute, seid ihr selbstdenkende mündige Bürger oder was seid Ihr? Ein Glück, das die Klimaanlagen bei der Bahn grade noch funktionieren.
Ach ja, in den Kommentaren zum Elsässer Blog hat jemand eine Begründung gegen die Streetview Sache, Achtung:
Mir hat jemand gezwitschert, dass Ratingagenturen Streetview nutzen, um Datenbanken über Wohngegenden anzulegen und diese an Darlehensgeber zu verkaufen.
Da muss man nicht mal das Gerede über die vielen leer stehenden Grundstücke in Berlin und woanders bemühen, oder, anders gesagt, das bekommt so neuen Aufwind, kommt aus der Schmuddelecke raus.
Ach, das ist ja mal interessant: Natürlich, ich kann mir denken, dass der Tourist Heidelberg nicht mehr besucht, wenn ihm klar wird, dass 95% dieser Stadt stinklangweilig und genauso dröge aussehen, wie der Rest in unserem Land. Aber mal ehrlich: Darlehensgeber? Hallo? Wer sich mit solchen Themen befasst (also Kredite oder Immobilienwerte), der braucht kein Google Streetview um zu ahnen, was sein Gegenüber für “Solvenzen” besitzt. Meine Fresse ist das weit hergeholt. Und natürlich hat dem jemand etwas “gezwitschert”. Klar. Unser Insider hier kennt sich mit Twitter aus, also kennt er Web 2.0, aja, das ist doch das Ding, wo sich eine Rothaarblognase aus Berlin per Kaufvertrag mal eine Netzabfuhr geholt hat. Dann muss das ja stimmen! Wobei ich dazu sagen muss, dass Lobos Widerspruch-Widerspruch ne lustige Sache ist. Dem werd ich mal grundsätzlich vollkommen zustimmen.
Trotzdem: das ist ne miese Hexenjagd und so langsam wird es peinlich. Habt Ihr nix besseres zu tun, wogegen sich zu kämpfen lohnt? Rente mit 70? Hartz IV Wohnflächen reduzieren? Koranschriften verbrennen? Mittelstand vernichten? Freie Meinungsäußerung demontieren? Grundrechte einschränken? Oder sich über CDU Eichbeamte die Brötchen klauen, erbösen?
#Schweinegrippe: WHO erklärt die Pandemie für beendet
Es ist ein arger Krampf: über den Kampf der Pharmalobby innerhalb der korrupten WHO habe nicht nur ich ja letztes Jahr ausführlich berichtet, nun erklären diese Leute die Schweinegrippe als Pandemie für beendet. In den Nachrichten wurden wieder interpretative Desinformationen wie 18 Tausend Tote usw. usf. an den konsumierenden Wunschbürger weitergegeben. Und so sieht es aus, wenn die Politik meint sich auf ihre altgewohnten Propagandamedien verlassen zu können: das Impfzeugs müssen nun die Länder bezahlen und nicht die Krankenkassen:
Doch was passiert jetzt mit den überschüssigen Impfstoffdosen, die in den Lagern der deutschen Bundesländer auf ihren Einsatz warten? Weil sich nur ein Bruchteil der Bevölkerung impfen ließ (siehe Tabelle unten) dürften noch rund 30 Millionen Dosen übrig sein — auch wenn genaue Zahlen derzeit schwer zu beschaffen sind.
#Loveparade: Protokoll des Wahnsinns
An einem Punkt könnte sich das Mega-Event zum Tanz auf dem Drahtseil entwickeln: In Duisburg werden deutlich mehr Raver erwartet, als auf das Güterbahnhofsgelände passen. Während Sicherheitsdezernent Wolfgang Rabe auf DerWesten-Anfrage von „einigen hunderttausend Menschen“ spricht, die auf dem Gelände Platz haben, wird Kersten Sattler vom Veranstalter Lopavent etwas konkreter: „400.000 bis 500.000 Menschen“ könnten sich zeitgleich auf der abgesperrten Party-Fläche mit 230.000 Quadratmetern aufhalten. Die konkrete Zahl aus der Genehmigung der Stadt für die Loveparade wollte Rabe aus einsatztaktischen Gründen nicht nennen.
was hier bei diesem Artikel zu Anfang eines langen “Protokolls” beginnt, bei Kommentaren wie diesen
Das schlimme an dieser Geschichte ist doch, daß man anschließend diese organisatorischen Vollidioten noch nichtmals zur Verantwortung wird ziehen können.
Was die da machen, ist höchstgradig kriminell. Was ist denn, wenn zu dem Chaos noch Panik kommt, was ist dann? Panik heißt Flucht, und Flucht heißt Ausdehnung. Wohin soll sich diese Masse an Menschen ausdehnen, wenn was schief geht, und Panik ausbricht?
Gruß
10 menschen tot schon ojeeee ojeee
#91 von HIFI , am 24.07.2010 um 18:04
Die konkrete Zahl aus der Genehmigung der Stadt für die Loveparade wollte Rabe aus einsatztaktischen Gründen nicht nennen.