alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘korruption’ tag

Der nächste Bundespräsident…

leave a comment

wird dies­mal ein “Ossi” wer­den. Wahr­schein­lich eine Frau. Vor­schläge nehme ich gerne ent­ge­gen. Wulff war schon immer der Fal­sche.

Written by Oliver Mark

Dezember 22nd, 2011 at 4:26 pm

Retten Blogger die Demokratie? Wollt Ihr mich verarschen?

2 comments

Bei sowas hier bekomme ich reflex­ar­tige Miss­trau­ens­schübe. Warum? Weil mir ein Jens Ber­ger vom Spie­gel­fech­ter, eine Nach­denk­seite oder sonst noch einer des “Ein­ge­schränk­ten Bie­ter­krei­ses” nicht weis­ma­chen kön­nen, dass es ihnen nicht haupt­säch­lich nur um ihre eigene Kohle geht.

Ich finde es nicht ver­werf­lich, wenn das einer von denen wegen eige­ner finan­zi­el­ler Mög­lich­kei­ten machen muss, aber ich finde es zum kot­zen unglaub­wür­dig, wenn eine mora­li­sche Ver­ant­wor­tung als Begrün­dung vor­ge­scho­ben wird.

Nur weil sich der moralisch-virtuell-mehrheitliche Zeit­geist dort wie­der­fin­det und er auch ent­spre­chend bedient wird, erkenne ich noch lange keine Eigen­in­ter­es­sen die über Ein­fluß, Macht und Kohle hinausgehen.

Blogs sind ein gro­ßes Thema zur Zeit und der schein­bare Nie­der­gang der Medien ver­führt den einen oder ande­ren dazu, anzu­neh­men, dass viel­ge­le­sene Blogs eine Alter­na­tive wäh­ren, die an der Gesell­schaft was ändern würden.

Die Gesell­schaft ändert sich auch wegen und mit den Blogs, aber nicht ursäch­lich weil da ein paar schlaue Heils­brin­ger ihre krea­ti­ven Arme aus­stre­cken um das arme suchende Volk ins Para­dies zu füh­ren. Da stre­cken ein paar schlaue Heils­brin­ger ihre Arme nach ganz ande­ren, schnö­den, hand­fes­ten Din­gen aus.

Dass die dann aus­ge­rech­net eine Huf­fing­ton Post als leuch­ten­des Bei­spiel vor­tra­gen, macht deren offen­bare Bewun­de­rung der Kohle, die man mit “sowas” ver­die­nen kann noch ein wenig deut­li­cher. Das bei SF genannte, als neue Erfin­dung erschei­nende “huch, wir könn­ten uns ja gegen­sei­tig” Ver­lin­ken ist ein wei­te­res schlech­tes Bei­spiel, wie Glaub­wür­dig­keit nach hin­ten los­ge­hen kann: es ist ja mit­un­ter die Natur des Blogs bzw. der Kom­men­ta­to­ren durch schnö­des quer­ver­lin­ken Umlei­tun­gen auf die eige­nen Sei­ten zu erzeu­gen — wohl in der Hoff­nung, den eige­nen Traf­fic zu erhö­hen. Das im Inter­net Blogs durch Hören­sa­gen emp­foh­len wer­den wäre mir sehr neu.

Es ist noch gar nicht so lange her, da schu­fen ein paar Alphas ein “Inter­net Mani­fest” und da schau her, wie schnell war die Blo­go­sphäre auf­ge­scheucht, dass ein paar Aus­er­wählte sich erlaub­ten den fet­ten vir­tu­el­len Kuchen im Namen aller selbst ein­zu­ste­cken. Der vir­tu­el­len Auf­merk­sam­keit hat es nicht gescha­det und (nur ein Bei­spiel) ein rot­schop­fi­ger Sascha Lobo mag sich bei so man­chen bis zum jüngs­ten Tag kom­plett unglaub­wür­dig gemacht zu haben, aber er schreibt der­wei­len nette Büch­lein auf unmo­der­nem Papier und wird alle nas­lang peku­niär unter­mau­ert zum einen oder ande­ren Inter­view gebe­ten. Auch so etwas wie die Netzpolitik.org ist mitt­ler­weile — ganz unzeit­ge­mäß — “eta­bliert” wie man so schön sagt und wäh­rend ich dort noch Glaub­wür­dig­keit erkenne, ganz ein­fach weil es eine hoch­spe­zi­elle Sparte ist, fal­len andere Blog­kol­le­gen, die sich der “poli­ti­schen” The­men­fin­dung ver­schrie­ben haben bei glei­chem Anspruch durchs Netz der Anerkennung.

Da ist mir ein ehr­li­cher Spen­den­auf­ruf noch alle­mal am liebsten.

Mein Zitat aus die­sem Blog­ein­trag gilt heute übri­gens über­haupt nicht mehr:

Lasst uns – ver­dammt noch mal – wenigs­tens jetzt – zusam­men­hal­ten. Hört auf Euch/uns gegen­sei­tig zu schwä­chen und uns „für die“ lächer­lich zu machen. Gebt „denen“ nicht den ernüch­tern­den Ein­blick „denen geht es auch nur ums Geld“. (…)…gerade jetzt ein ganz schlech­ter Zeit­punkt. Und wenn Eure Moti­va­tion Dinge zu schrei­ben und zu offen­ba­ren zu sehr mit dem Zwang damit Geld zu ver­die­nen zusam­men­hängt, dann lasst es bes­ser blei­ben, denn dann kor­rum­piert Ihr die Idee und die Kraft die hin­ter die­sem Weg in die Öffent­lich­keit tre­ten zu kön­nen steckt.

Warum? Weil der Mensch nur Brot und Spiele braucht. Und mehr wohl auch gar nicht will. Zumin­dest nicht der “rele­vante” Anteil der Bevöl­ke­rung. Aber solange “rele­vante” Blog­ger (ja noch nicht­mal in aus­rei­chen­der Tie­fen­schärfe) dröge meckern, kot­zen, kla­gen und Häme über andere ergies­sen und Sam­mel­be­cken der Ent­täusch­ten (von der Welt oder von den eige­nen Fähigkeiten) sind und das nur dazu führt, dass Google-Ads den einen oder ande­ren Euro bei besag­tem Blog­ger klin­geln lässt oder er künf­tig im ZDF als “Experte” für fri­sche Ein­schalt­quote sorgt, solange kön­nen die mich alle mal an mei­nem vir­tu­el­len Arsch lecken.

Written by admin

Februar 16th, 2011 at 6:00 pm

Internetrecherche zu Vieregg und Rösler

one comment

wie im vori­gen Post bereits beschrie­ben: das Büro VR wird über­all mit sei­nen Gut­ach­ten erwähnt. Die Suche nach Ant­wor­ten zu fol­gen­den Fra­gen ist zur Zeit nicht ein­fach. Nach ein wenig Recher­che kann man aber fol­gende Tat­sa­chen feststellen:

Das Unter­neh­men erklärt sich als Bera­tungs­firma, die bei­den Geschäfts­füh­rer sind als Psy­cho­loge und Betriebs­wirt zu zweit. Ent­spre­chen­des Fach­wis­sen kau­fen sie sich “pro­jekt­be­zo­gen” extern ein. Die Stu­dien, Gut­a­chen, etc. wer­den allent­hal­ben als “Gut­ach­ten” und expli­zit nicht als “Sach­ver­stän­di­gen­gut­ach­ten” beschrieben.

Die Medien grei­fen zwar unter­schied­li­che Kom­bi­na­tio­nen auf “Inge­nieur­büro”, “Sach­ver­stän­dige” usw., wobei diese Begriff­lich­kei­ten bei VR selbst keine Anwen­dung zu fin­den schei­nen und es auch nicht mög­lich ist, da beide keine Inge­nieure sind. Der Begriff des Sach­ver­stän­di­gen ist recht­lich geschützt und darf — im Gegen­satz zum “Gut­ach­ter” nicht von jedem ver­wen­det werden.

Aus die­sen Über­le­gun­gen erge­ben sich für mich noch wei­tere Fra­gen, die ich für die Betrach­tun­gen bzw. den Ein­be­zug der VR-Gutachten in die fach­li­che The­ma­tik S21 als erheb­lich betrachte:

1. haben VR jemals ein Pro­jekt als Teil­neh­mer wäh­rend der Rea­li­sa­tion — in einer werk­ver­trag­li­chen Bin­dung — betreut?

2. ist das IB VR als “Leis­tungs­fä­hig” ein­zu­stu­fen, darf die Bahn die Leis­tun­gen der bei­den Her­ren über­haupt beauftragen?

3. hat das IB VR hin­ter­gründ­li­che Inter­es­sen, die ihre “Unab­hän­gig­keit” in Frage stel­len könnten?

4. schrei­ben VR ihre “Gut­ach­ten” selbst? Falls nicht: wer schreibt für VR die Gutachten?

4. wel­che “sons­ti­gen” — viel­leicht auf­hel­len­den — Infor­ma­tio­nen zu VR kann man finden?

Ich möchte die­ses Post ver­wen­den um suk­zes­sive Infor­ma­tio­nen, die ich im Inter­net (vor­erst) finde, darzustellen.

Hier fin­den wir Aus­sa­gen zu VR:

Theo Wei­rich (24. Sep­tem­ber 2010, 15:53)

eine poli­ti­sche Farce

S21 ging in den letz­ten 10 Jah­ren durch 4 demo­kra­tisch gewählte Gre­mien. Am 06.04.2006 lehnte der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Württemberg 3 Kla­gen gegen das Pro­jekt ab. Es sei nicht erkenn­bar, dass das Gegen­pro­jekt K21 die bes­sere Alter­na­tive dar­stelle, auch nicht finan­zi­ell. Die SPD-Bundestagsfraktion, die 2008 den Finanz­bei­trag des Bun­des mit abseg­nete, hat längst als Tritt­brett­fah­rer die Sei­ten gewech­selt und höhnt dicht neben den Grü­nen kräf­tig mit. Letz­tere haben jüngst ein Gut­ach­ten des “renom­mier­ten Inge­nieur­büro Vieregg-Rössler” vor­ge­legt, wel­ches eine Kos­ten­ex­plo­sion pro­gnos­ti­zierte. Wer die Seite die­ses Unter­neh­mens besucht, wird fest­stel­len, dass die­ses renom­mierte Inge­nieurs­büro ledig­lich 2 fest­ang­stellte Mit­ar­bei­ter (näm­lich Herrn Vie­regg und Herrn Röss­ler) hat, von denen kei­ner sich in Deutsch­land Inge­nieur nen­nen darf.

Bei dem im Wiki­pe­dia zur Löschung bean­trag­ten Arti­kel fin­det man Folgendes:

Das Unter­neh­men wird von Mar­tin Vie­regg und Karl­heinz Röß­ler gelei­tet. Pro­jekt­be­zo­gen greift die Firma auf wei­tere freie Mit­ar­bei­ter zurück. Mar­tin Vie­regg ist stu­dier­ter Betriebs­wirt und pro­mo­vierte 1995 über das Thema „Effi­zi­enz­stei­ge­rung im Schie­nen­per­so­nen­fern­ver­kehr“. Karl­heinz Röß­ler ist Diplom–Psy­cho­loge und war Mit­ar­bei­ter bei Pro­Bahn und dem Ver­kehrs­club Deutsch­land. Das Bera­tungs­un­ter­neh­men wurde ins­be­son­dere durch seine Auf­trags­stu­dien zur zwei­ten Stamm­stre­cke der S-Bahn Mün­chen, dem Trans­ra­pid in Mün­chen und zu Stutt­gart 21 bekannt.

Sucht man bei Google in den hin­te­ren Bei­trä­gen, so erscheint einer der Geschäfts­füh­rer als Refe­rent bei einem Buch “Macht­gleich­ge­wicht in Wirt­schaft und Gesell­schaft — das uner­reichte Ideal der Demo­kra­tie?” einer Tagung aus dem Jahre 2000. Hier ist Herr Vie­regg als Lei­ter der “KMF-Gruppe ´Jun­gen Gruppe Mün­chen´” auf­ge­führt (Gemein­schaft Katho­li­scher Män­ner und Frauen). Wer sich die Sei­ten durch­liest, bemerkt, dass es hier um katholisch-christliche Ethik im Zusam­men­hang mit Ökono­mie und Ökolo­gie geht. Kon­kret wer­den Kapi­tel “Woran krankt die Deut­sche Bahn AG?” ver­tieft. Man beachte, dass der Fach­vor­trag nicht vom — zumin­dest von Sei­ten der fach­li­chen Befä­hi­gung zur Bahn “näher” ste­hen­den Herrn Röss­ler durch­ge­führt wurde, son­dern vom ehe­ma­li­gen Pro­Bahn Mit­ar­bei­ter und Psy­cho­lo­gen Herrn Vieregg.

Liest man diese Stel­len bei Google nach, so liest man, dass die Bahn als ehe­ma­lige Behörde den Weg in ein Wirt­schafts­un­ter­neh­men noch nicht effi­zi­ent durch­lau­fen hat. Die Erwäh­nung “manch klei­ner Dienst­weg sei nun zer­schla­gen” könnte dar­auf schlies­sen, dass der Refe­rent die “alte Bahn” für effi­zi­en­ter hält. Ins­be­son­dere erwähnt der Refe­rent aber den Umgang der Bahn mit Drit­ten (also Pri­va­ten Betrei­bern). Lei­der ist das Buch nicht als Gan­zes nachlesbar.

Inves­ti­ga­tiv ist das hier natür­lich noch lange nicht. Die Nähe zu pri­va­ten Bahn­un­ter­neh­men und eine kri­ti­sche Ein­stel­lung gegen die Deut­sche Bahn AG ist aber ablesbar.

Aus mei­ner eige­nen Erfah­rung aus den Bau­trä­ger­zei­ten weiss ich, dass ein Gut­ach­ter in jedem Falle von bei­den Sei­ten als “unab­hän­gig” aner­kannt wer­den muss, sonst ist die ganze Gut­ach­te­rei für die Katz´.

Natür­lich wird der Zwei­fel an die­sem spe­zi­el­len Thema damit auf­recht erhal­ten, in dem die Geg­ner sagen: die Bahn mit ihrer Wirt­schafts­macht würde dafür sor­gen, dass es gar keine unab­hän­gi­gen Gut­ach­ter gibt. Ich will aber noch­mal auf die Rea­li­tät hin­wei­sen: in die­sem Pro­jekt arbei­ten letzt­end­lich Inge­nieur­bü­ros an den Pla­nun­gen und an der Steue­rung die alle­samt werk­ver­trag­lich einen Erfolg schul­den. Die Grund­lage der Erfolgs­de­fi­ni­tion kommt aus den Ergeb­nis­sen genau sol­cher Pla­nungs– und Prü­fungs­leis­tun­gen, d.h. hier fin­det eine völ­lig nor­male und übli­che Pla­nung eines Wer­kes statt. Die Bahn hat kein Inter­esse daran eine fal­sche Pla­nung — nur aus poli­ti­schem Wil­len — umzu­set­zen wenn sie genau weiss, dass der Wer­ker­folg nicht erbracht wer­den kann. Und falls ein Gut­ach­ter Feh­ler in der Pla­nung fest­stellt, dann wer­den diese als Män­gel besei­tigt. Übri­gens etwas, wozu der Pla­ner für sich ein Recht hat. Inso­fern stellt sich auch die Frage nicht, ob die Bahn hier aut­ark einen “Wil­len” durch­set­zen und bestim­men kann. Allein aus Revi­si­ons– und Haf­tungs­grün­den hält sich die Bahn an die gesetz­li­chen Regelungen.

Des­we­gen ist es falsch zu den­ken, die Gut­ach­ter wür­den nur “bahn­kon­forme” Ergeb­nisse, also “abhän­gige” Gut­ach­ten abliefern.

Wer noch wei­tere Hin­ter­gründe zu VR fin­det, der mag mir gerne eine Mail schreiben.

Written by admin

Oktober 9th, 2010 at 11:49 pm

Stuttgart 21: Vieregg und Rössler, Kosten und ein Ausstieg?

3 comments

Wenn man sich mit dem Pro­jekt Stutt­gart 21 beschäf­tigt, ent­deckt man allent­hal­ben ein Gut­ach­ter­büro das von Sei­ten der Geg­ner ver­wen­det wird.

Auf der Home­page des Büros fin­den sich Stu­dien und Gut­ach­ten. So wie ich das nach­ver­fol­gen kann, schei­nen die bei­den Betei­lig­ten dort in ers­ter Linie Gut­ach­ten zu erstel­len. Was ich lei­der nicht ent­de­cken konnte war, ob bis­her tat­säch­lich ein­mal ein Ent­wurf die­ses Büros in der Rea­li­tät umge­setzt wurde und wel­che Kos­ten­ent­wick­lung sich dort erge­ben hat. Die Inter­net Recher­che fällt zur Zeit etwas schwer aus, da VR haupt­säch­lich als Nach­weis für die etwaige Kos­ten­stei­ge­rung bei Infra­struk­tur­pro­jek­ten vor­ge­zeigt wird. Auf der Seite wer­den ent­spre­chende “andere” Inge­nieur­bü­ros von Sei­ten VR erwähnt, ebenso wie deren Vari­an­ten und der jewei­lige Kos­ten und Nut­zen­ver­gleich:

Die Inge­nieur­bü­ros Lah­meyer Mün­chen und Schüssler-Plan stell­ten am 16.11.2009 im Rah­men einer Prä­sen­ta­tion durch den baye­ri­schen Wirt­schafts– und Ver­kehrs­mi­nis­ter Zeil eine wei­tere tech­ni­sche Pla­nung für den Aus­bau des Eisenbahn-Südrings vor. Diese erreicht jedoch bei der erneut durch­ge­führ­ten Stan­dar­di­sier­ten Bewer­tung den für die finan­zi­elle För­de­rung durch Bund und Land not­wen­di­gen Nutzen-Kosten-Mindestwert von 1,0 nicht, son­dern nur einen Wert von 0,8. Das heißt, daß die Kos­ten die­ses Vor­schlags den Nut­zen über­stei­gen. Die Pla­nung der VIEREGG-RÖSSLER GmbH, die sich ins­be­son­dere hin­sicht­lich Gleis­füh­rung im Detail und Bau­ab­lauf von der Pla­nung der Büros Lah­meyer Mün­chen und Schüssler-Plan unter­schei­det, erreicht hin­ge­gen einen Nutzen-Kosten-Wert von 2,95 und schnei­det somit sogar deut­lich bes­ser ab als der geplante 2. S-Bahn-Tunnel, der mit 1,15 bewer­tet wird. Da der von der VIEREGG-RÖSSLER GmbH geplante Südring-Ausbau für die S-Bahn den­sel­ben Nut­zen bewirkt wie die Pla­nung der bei­den genann­ten Büros, ist der Unter­schied des Nutzen-Kosten-Wertes im wesent­li­chen auf die unter­schied­li­chen Bau­kos­ten zurück­zu­füh­ren, die bei dem Vor­schlag von Lah­meyer Mün­chen und Schüssler-Plan unge­fähr um Fak­tor 3 höher sind. Dies ist auch auf den geplan­ten Bau­ab­lauf des Südring-Ausbaus zurück­zu­füh­ren, der von den genann­ten bei­den Büros laut eige­nen Aus­sa­gen gar nicht opti­miert wurde.

Wie gesagt, lei­der weiss ich nun nicht, wel­ches Pro­jekt auf Basis der bei­den Her­ren jemals über­prüf­bar rea­li­siert wurde. Viel­leicht weiss das ja jemand von Euch?

Warum ich das wis­sen will?

Die ver­gli­che­nen Inge­nieur­bü­ros haben an Rea­li­sie­run­gen tat­säch­lich teil­ge­nom­men. Und es ist — so meine ich — sehr ein­fach Kos­ten­ent­wick­lun­gen vor­aus zu sagen, wenn man nicht an der Rea­li­sie­rung betei­ligt ist.

Ich kann Bau­grund­ri­si­ken (um z.B. mal den Tun­nel­bau zu neh­men) auf Basis von Infor­ma­tio­nen aus Erkun­dun­gen abschät­zen und Kos­ten und Risi­ken auf die­ser Basis mini­mie­ren. Im Zuge die­ser “Ide­al­pla­nung” erstelle ich meine Kos­ten­schät­zung. Die etwai­gen Risi­ken stelle ich auch da und hoffe zum einen, dass sie nicht auf­tre­ten und falls doch, so ver­blei­ben ggf. zuvor aus­ge­ar­bei­tete Ein­spar­po­ten­tiale die ich dann — je nach Aus­wir­kung auf den eigent­li­chen Sinn des Pro­jek­tes — anwen­den kann.

Das Pro­blem bei Infra­struk­tur­pro­jek­ten ist, dass man gewis­ser­mas­sen “den Zug nicht mehr auf­hal­ten kann”. Das kann man natür­lich immer, kos­tet aber den­noch Geld (Jeder kennt ja min­des­tens eine “Soda-Brücke”);

Im Falle von Stutt­gart 21, bei dem die Pro­jekt­be­tei­lig­ten bereits seit den 90er Jah­ren kos­ten­mäs­sig invol­viert sind, ebenso wie die über die gesamte Stre­cke bereits durch­ge­führte Raum­ord­nungs­pla­nung mit tau­sen­den Betei­lig­ten und vie­len Kom­mu­nen und Land­krei­sen, bei den durch­ge­führ­ten Ana­ly­sen und Vor­ar­bei­ten, den Schnitt­stel­len zu den Anpas­sun­gen an den Anschluss­stel­len (Gleis­vor­feld Stutt­gart, Neu-Ulm und Ulmer Bahn­hof), erge­ben sich — soweit ich weiss (aber immer­hin von einem Bah­ner und nicht von einem Inter­net­s­pa­cken) Kos­ten von bis­her ca. 1,2 Mil­li­ar­den Euro.

Die Finan­zie­rung läuft über das BSWAG, das Bun­des­schie­nen­we­ge­aus­bau­ge­setz. Soweit ich (eher unin­ter­es­siert) von der Finan­zie­rung infor­miert bin, stellt Stutt­gart 900 Mil­lio­nen Euro. Einen Teil das Land Baden-Württemberg und den Groß­teil, inkl. Über­schrei­tungs­grenze der bis­he­ri­gen Kos­ten­grenze der Bund. Inwie­weit nun die bis­he­ri­gen Kos­ten etwa antei­lig auf die Betei­lig­ten, oder block­weise aus­be­zahlt wer­den, weiss ich (noch) nicht.

Im güns­tigs­ten Fall stellt Stutt­gart nun sei­nen Anteil pro­zen­tual (viel­leicht). Im schlech­tes­ten Fall sind die 900 Mil­lio­nen bereits abge­ru­fen, bzw. im Falle einer Rück­nahme des beste­hen­den Bau­rechts das ganze Geld der Stadt.

Der Irr­sinn wäre in dem Fall, dass die Stutt­gar­ter ihren Bud­getan­teil aus­ge­ben und dann nichts dafür bekom­men.

Nun, das glaub ich zwar nicht, aber es bleibt ein teue­rer Spass. Wenn ich nun die Pro­teste gegen den Tief­bahn­hof betrachte (immer­hin wol­len die meis­ten Demons­tran­ten die ich sehe den Kopf­bahn­hof behal­ten, d.h. eine Anbin­dung an die Schnell­fahr­stre­cke auch), dann kann — aus finan­zi­el­ler Hin­sicht — ein Stopp von S21 und ein Pro K21 nur bedeuten:

Stutt­gart behält bis auf unab­seh­bare Zeit seine jet­zi­gen Verhältnisse.

Wann jemals ein Anschluss an eine — viel­leicht auch gestoppte — Schnell­fahr­stre­cke kom­men wird, kann ich nicht sagen. Im Zuge der not­wen­di­gen recht­li­chen Ver­fah­ren aber sicher­lich noch­mals 10–20 Jahre.

Der Impuls die­ser Blo­ckade eines beste­hen­den Bau­rechts und der damit zusam­men­hän­gen­den Pla­nungs­si­cher­heit für Inves­to­ren in den Wirt­schafts­stand­ort Stutt­gart, bzw. Baden-Württemberg (wobei die Ulmer die Stre­cke wol­len) wird viel­leicht dafür sor­gen, dass in den benann­ten 20 Jah­ren Stutt­gart wie­der das ist, was es rein topo­lo­gisch bedeu­tet: ein sub­op­ti­mal gele­ge­nes Städt­chen ohne Bedeu­tung; zu teuer um ange­bun­den zu wer­den, zu pleite um Jobs anzuziehen.

Diese Über­le­gung soll­ten sich alle machen, die jetzt so empört über S21 sind.

Und die­je­ni­gen Tritt­brett­fah­rer, die hier ihre eige­nen Inter­es­sen im Nach­gang zu voll­en­de­ten Tat­sa­chen her­vor­he­ben wol­len, sol­len sich in Grund und Boden schämen.

Es muss eine Inte­gra­tion der Bevöl­ke­rung in die Pla­nung die­ser Pro­jekte geben. Das steht aus­ser Frage! Das Pro­blem ist für mich aber immer noch: jeder kann bauen und jeder ist Bun­des­trai­ner. Das wird nicht funk­tio­nie­ren!

Written by admin

Oktober 9th, 2010 at 9:41 pm

Wir dürfen keinen Strom aus Wasser bekommen…

3 comments

…weil unsere Junta die Atom­wirt­schaft bevor­zugt. Auch wenn wir aus Nor­we­gen Strom aus Was­ser­kraft erhal­ten kön­nen (und das kön­nen wir), so regelt die Netz­ver­sor­gung, dass Atom­strom bevor­zugt ein­ge­speist wird. Sollte also Atom­strom anste­hen, so wer­den alter­na­tive Ener­gie­quel­len nicht mehr eingespeist:

Theo­re­tisch könnte nor­we­gi­sche Was­ser­kraft den Strom von 60 euro­päi­schen Atom­kraft­wer­ken erset­zen. Doch dazu braucht man Lei­tun­gen durch die Nord­see. Aber schon beim ers­ten Kabel gibt es da ein Problem.

Nor­Ger fällt nicht unter die deut­sche Kraft NAV, die Kraft­werks­netz­an­schluss­ver­ord­nung. Darin ist gere­gelt, dass Kraft­werke stän­dig Strom ins Netz ein­spei­sen dür­fen. Aber eben nur Kraft­werke, nicht See­ka­bel. Und des­halb kann sich Nor­Ger nicht dar­auf ver­las­sen, immer Zugang zum Netz zu bekommen.

Ohne Rege­lung könnte der Strom aus Nor­we­gen ein­fach abge­klemmt wer­den, so wie schon heute Wind­kraft­an­la­gen abge­hängt wer­den, wenn zu viel Atom­strom das Netz blo­ckiert. Zustän­dig ist Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Rai­ner Brü­derle. Er müsste der Kraft NAV nur das Wort “See­ka­bel” hin­zu­fü­gen. Doch das Minis­te­rium schreibt an Nor­Ger, man sehe der­zeit “kein Änderungsbedarf”.

Bil­lige nor­we­gi­sche Was­ser­kraft im Über­fluss. Nur nicht für Deutsch­land. Weil der Zugang zum Netz nicht gere­gelt ist.

Erzähl doch bitte kei­ner mehr was von bil­li­gem Atom­strom und “unzu­rei­chen­den” alter­na­ti­ven Ener­gien. Das ist kri­mi­nel­ler Lob­by­is­mus pur. Kri­mi­nell des­we­gen, weil diese Mas­sen­mör­der in spe die Risi­ken genau ken­nen und für ihre Boni über Mil­lio­nen Lei­chen gehen werden.

Written by admin

September 23rd, 2010 at 10:28 am

Peer Steinbrück: bitte nicht vergessen, wer hier versagt hat

leave a comment

Die Nach­denk­sei­ten hal­ten ihre Infor­ma­ti­ons­pflicht bei uns auf­recht. Auch wenn Stern und Kon­sor­ten ihren poli­ti­schen Netz­werk­ver­pflich­tun­gen zur Volks­ver­dum­mung und Geschichts­fäl­schung nach­kom­men: der Herr Stein­brück hat uns maß­geb­lich die Scheisse mit den Ban­ken eingebrockt:

  1. Stein­brück ist zusam­men mit der Bun­des­kanz­le­rin ver­ant­wort­lich dafür, dass wir mit Hun­der­ten von Mil­li­ar­den belas­tet wer­den, mit denen die Wett­schul­den der Spie­ler im Finanz­ka­sino begli­chen werden.

    Als Stein­brück für die För­de­rung des Finanz­plat­zes Deutsch­land, für eine lasche Kon­trolle und für „Pro­dukt­in­no­va­tio­nen“ warb, war schon bekannt, dass deut­sche Ban­ken in Schwie­rig­kei­ten sind. Im Februar 2003 tra­fen sich Bun­des­kanz­ler, Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter und Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter mit den Spit­zen der Ban­ken und Ver­si­che­run­gen zu einem Kri­sen­ge­spräch mit dem Ziel der Grün­dung einer Bad Bank. Das kam nicht zu Stande, weil das Tref­fen vom Han­dels­blatt bekannt gemacht wurde. Aber die Aus­la­ge­rung fau­ler For­de­run­gen in Zweck­ge­sell­schaf­ten und ähnli­che Bad Banks fand statt. So bei der Indus­trie­kre­dit­bank IKB, so bei der Ende Sep­tem­ber 2003 gegrün­de­ten HRE. (In der Anlage zu die­sem Bei­trag ist der Arti­kel im Han­dels­blatt vom 24.2.2003 wie­der­ge­ge­ben. Immer noch lesens­wert – vor allem für Men­schen, die immer noch glau­ben, die Finanz­krise habe mit dem Zusam­men­bruch von Leh­man Bro­thers begonnen)

    Das alles wusste Peer Stein­brück. Und den­noch hat er behaup­tet, die Finanz­krise sei aus den USA über uns gekom­men und sie habe ihn wie ein Spring­ins­feld­teu­fel ange­sprun­gen. (Siehe hier und aus­führ­lich in unse­ren Jahr­bü­chern)

    Peer Stein­brück ist neben Angela Mer­kel ver­ant­wort­lich dafür, dass wir mit Hin­weis auf die angeb­li­che Sys­tem­re­le­vanz aller Ban­ken sowohl die Indus­trie­kre­dit­bank (IKB) als auch die HRE geret­tet haben. Der hohe Ein­satz von min­des­tens 8 Mil­li­ar­den bei der IKB und 142 Mil­li­ar­den Garan­tien und dar­un­ter Zig-milliarden fäl­lig wer­den­der Zah­lun­gen für die HRE ist aus mei­ner Sicht nicht nötig gewe­sen. Der Zusam­men­bruch von Leh­man Bro­thers hat keine Kata­stro­phe aus­ge­löst. Ähnlich wäre es mit den bei­den ande­ren Insti­tu­ten gewe­sen. Bei uns aber wurde die Mög­lich­keit einer geplan­ten Insol­venz die­ser Insti­tute gar nicht geprüft. Dafür ist Peer Stein­brück haupt­ver­ant­wort­lich. Er und seine Arbeit kos­ten uns und unsere Kin­der Milliarden.

Written by admin

September 20th, 2010 at 4:48 pm

#Alkoholverbote, Menschsein und Leistung: Neoliberalismus

one comment

…nennt man sowas. Der Metro­naut fin­det hierzu def­tige Worte, denen ich mich voll anschlie­ßen möchte, Anlaß sind die immer wei­ter fort­schrei­ten­den Ver­bote in unse­rer Gesell­schaft, als neu­este Sau wird das Alko­hol­ver­bot durchs Dorf getrieben:

Ich will in so einer Gesell­schaft nicht leben. Denn diese Ideo­lo­gie ist para­dox. Einer­seits sol­len wir für uns voll­kom­men selbst ver­ant­wort­lich sein – und auf der ande­ren Seite wer­den uns zuneh­mend Dinge ver­bo­ten. Das hat mit Selbst­be­stim­mung und Selbst­ver­ant­wor­tung wenig zu tun. Wäh­rend wir unsern eige­nen Kör­per betref­fend eine angeb­li­che Ver­ant­wor­tung gegen­über Wirt­schaft und Gesell­schaft haben sol­len, näm­lich Pro­duk­ti­vi­tät und Leis­tungs­fä­hig­keit durch Gesund­heit, sehen sich eben jene uns gegen­über gar nicht in der Pflicht. Das zeigt nicht nur der Abbau des Sozi­al­staa­tes der letz­ten Jahre, son­dern auch eine stets geför­derte Unkul­tur des Gegen­ein­an­ders und der Konkurrenz.

Schöne neue Welt: In Zukunft mache ich mich straf­bar, wenn ich inner­halb von Knei­pen rau­che und außer­halb von ihnen Alko­hol trinke.
Aber, wenn ich krank bin, dann soll ich Kom­bi­prä­pa­rate schlu­cken, die meine Krank­heit über­tün­chen und meine Arbeits­fä­hig­keit vor­rü­ber­ge­hend wie­der­her­stel­len. Kein Bier mehr also beim Son­nen­un­ter­gang im Park, aber zuge­pumpt und leis­tungs­fä­hig auf der Arbeit. Und am Wochen­ende die ver­schleppte Krank­heit auskurieren.

Mir fällt dazu nicht mehr ein als: Ver­flei­ßigte Voll­kas­ko­ge­sell­schaft. Kapi­ta­lis­ti­sche Kackscheisse.

Written by admin

August 11th, 2010 at 2:41 pm

#Googlebashing, #Street View: Hexenjagd und die Politik freut sich

2 comments

Oooh, jetzt regen sich wie­der alle mög­li­chen und unmög­li­chen Spackos auf. Wie in die­sem Bei­trag damals schon­mal zum Thema Goog­le­ba­shing beschrieben, ufert dies­mal die som­mer­loch­schwan­gere Medi­en­hetze gegen ein völ­lig unin­ter­es­san­tes und unver­hält­nis­mäs­si­ges Thema aus: da wer­den dann in “gut­bür­ger­li­chen” Stadt­vier­teln auch mal eben die Fah­rer der Google­wa­gen aus dem­sel­ben gezerrt und mit Alko­hol “beru­higt”, die Autos mit Mol­lies bewor­fen und angezündet:

Der PKW wurde ein­ge­kreist und ver­ein­zelt mit Stei­nen bewor­fen. Fah­rer und Kame­ra­mann wur­den her­aus­ge­zerrt und in einem nahe­ge­le­ge­nen Lokal mit Alko­ho­lika betäubt. Anschlie­ßend brannte das Auto aus. Unklar ist bis zur Stunde, warum das Fahr­zeug sich in unmit­tel­ba­rer Nähe der Pro­teste auf­ge­hal­ten hat. Der Säch­si­sche Daten­schutz­be­auf­tragte Andreas Schu­rig äußerte die Ver­mu­tung, dass das US-Unternehmen die Pro­tes­tie­ren­den hatte fil­men wol­len, um eine Störer-Datei anzu­le­gen. „Das ist schlim­mer als bei der Stasi“, sagte Schu­rig pro­vo­kant. Von der „Volks­in­itia­tive“, einer der Auf­ru­fer der Google-Proteste, wurde in einer Pres­se­er­klä­rung spe­ku­liert, dass Google „durch pro­vo­kan­tes Her­um­fah­ren Kra­walle pro­vo­zie­ren“ wolle.

Äh, wie bitte? Eine “Stö­rer Datei”? Ich könnte mich auf­re­gen. Da het­zen die Medien über ein Thema, was eigent­lich keine Sau inter­es­siert und die däm­li­chen Poli­ti­ker­büt­tel sal­ba­dern und freuen sich das Feind­bild “böses Inter­net” bis zu einer _hier wohl sehr ein­deu­tig damit vergleichbar_ Hexen­jagd zu pro­vo­zie­ren. Da wer­den wie­der dum­merte Infor­ma­tio­nen wie nutz­lose Wlan-Daten und der Begriff “Daten­krake” her­vor­ge­holt und

stän­dig,

stän­dig,

stän­dig

wie­der­holt, solange bis es auch der dümmste Voll­pfos­ten in sein tro­cke­nes Bröt­chen­hirn ver­pflanzt hat:

Google=Internet=mächtig Böse.

Zwi­schen­zeit­lich wer­den hin­ge­rich­tete schwan­gere afgha­ni­sche Frauen und arme umge­brachte afgha­ni­sche Kin­der durch die Medien gehetzt und die Som­mer­pause mit wei­te­ren Volks­ver­dum­mungs­pa­ro­len voll­ges­ab­belt, nur damit unsere Herr­scher­klasse mit ihrem Mist unver­hoh­len wei­ter­ma­chen darf und das däm­li­che Volk stürzt sich auf den zur Zeit pro­pa­gier­ten Volks­feind Google. Leute, seid ihr selbst­den­kende mün­dige Bür­ger oder was seid Ihr? Ein Glück, das die Kli­ma­an­la­gen bei der Bahn grade noch funktionieren.

Ach ja, in den Kom­men­ta­ren zum Elsäs­ser Blog hat jemand eine Begrün­dung gegen die Street­view Sache, Achtung:

Mir hat jemand gezwit­schert, dass Rating­agen­tu­ren Street­view nut­zen, um Daten­ban­ken über Wohn­ge­gen­den anzu­le­gen und diese an Dar­le­hens­ge­ber zu ver­kau­fen.
Da muss man nicht mal das Gerede über die vie­len leer ste­hen­den Grund­stü­cke in Ber­lin und woan­ders bemü­hen, oder, anders gesagt, das bekommt so neuen Auf­wind, kommt aus der Schmud­del­ecke raus.

Ach, das ist ja mal inter­es­sant: Natür­lich, ich kann mir den­ken, dass der Tou­rist Hei­del­berg nicht mehr besucht, wenn ihm klar wird, dass 95% die­ser Stadt stink­lang­wei­lig und genauso dröge aus­se­hen, wie der Rest in unse­rem Land. Aber mal ehr­lich: Dar­le­hens­ge­ber? Hallo? Wer sich mit sol­chen The­men befasst (also Kre­dite oder Immo­bi­li­en­werte), der braucht kein Google Street­view um zu ahnen, was sein Gegen­über für “Sol­ven­zen” besitzt. Meine Fresse ist das weit her­ge­holt. Und natür­lich hat dem jemand etwas “gezwit­schert”. Klar. Unser Insi­der hier kennt sich mit Twit­ter aus, also kennt er Web 2.0, aja, das ist doch das Ding, wo sich eine Rot­haarb­lo­gnase aus Ber­lin per Kauf­ver­trag mal eine Netz­ab­fuhr geholt hat. Dann muss das ja stim­men! Wobei ich dazu sagen muss, dass Lobos Widerspruch-Widerspruch ne lus­tige Sache ist. Dem werd ich mal grund­sätz­lich voll­kom­men zustimmen.

Trotz­dem: das ist ne miese Hexen­jagd und so lang­sam wird es pein­lich. Habt Ihr nix bes­se­res zu tun, woge­gen sich zu kämp­fen lohnt? Rente mit 70? Hartz IV Wohn­flä­chen redu­zie­ren? Koran­schrif­ten ver­bren­nen? Mit­tel­stand ver­nich­ten? Freie Mei­nungs­äu­ße­rung demon­tie­ren? Grund­rechte ein­schrän­ken? Oder sich über CDU Eich­be­amte die Bröt­chen klauen, erbösen?

Written by admin

August 11th, 2010 at 2:12 pm

#Schweinegrippe: WHO erklärt die Pandemie für beendet

leave a comment

Es ist ein arger Krampf: über den Kampf der Phar­ma­lobby inner­halb der kor­rup­ten WHO habe nicht nur ich ja letz­tes Jahr aus­führ­lich berich­tet, nun erklä­ren diese Leute die Schwei­ne­grippe als Pan­de­mie für been­det. In den Nach­rich­ten wur­den wie­der inter­pre­ta­tive Des­in­for­ma­tio­nen wie 18 Tau­send Tote usw. usf. an den kon­su­mie­ren­den Wunsch­bür­ger wei­ter­ge­ge­ben. Und so sieht es aus, wenn die Poli­tik meint sich auf ihre alt­ge­wohn­ten Pro­pa­gan­da­me­dien ver­las­sen zu kön­nen: das Impf­zeugs müs­sen nun die Län­der bezah­len und nicht die Kran­ken­kas­sen:

Doch was pas­siert jetzt mit den über­schüs­si­gen Impf­stoff­do­sen, die in den Lagern der deut­schen Bun­des­län­der auf ihren Ein­satz war­ten? Weil sich nur ein Bruch­teil der Bevöl­ke­rung imp­fen ließ (siehe Tabelle unten) dürf­ten noch rund 30 Mil­lio­nen Dosen übrig sein — auch wenn genaue Zah­len der­zeit schwer zu beschaf­fen sind.

Die Bun­des­län­der haben den Impf­stoff gekauft und befürch­ten, auf den Mil­lio­nen­kos­ten sit­zen zu blei­ben — weil die Kran­ken­kas­sen nur für tat­säch­lich geleis­tete Imp­fun­gen zahlen.
Na, ich sehe schon: künf­tig wer­den die Kran­ken­kas­sen eben ver­pflich­tet, auch für nicht ver­wen­dete Pharm­a­pro­dukte zu löh­nen. Das Gesund­heits­sys­tem ist sowieso kom­plett kaputt, was macht es da noch aus? War­ten wirs mal ab. Das würde aber pas­sen wie Arsch auf Eimer.

Written by admin

August 11th, 2010 at 1:01 pm

#Loveparade: Protokoll des Wahnsinns

leave a comment

An einem Punkt könnte sich das Mega-Event zum Tanz auf dem Draht­seil ent­wi­ckeln: In Duis­burg wer­den deut­lich mehr Raver erwar­tet, als auf das Güter­bahn­hofs­ge­lände pas­sen. Wäh­rend Sicher­heits­de­zer­nent Wolf­gang Rabe auf DerWesten-Anfrage von „eini­gen hun­dert­tau­send Men­schen“ spricht, die auf dem Gelände Platz haben, wird Kers­ten Satt­ler vom Ver­an­stal­ter Lopa­vent etwas kon­kre­ter: „400.000 bis 500.000 Men­schen“ könn­ten sich zeit­gleich auf der abge­sperr­ten Party-Fläche mit 230.000 Qua­drat­me­tern auf­hal­ten. Die kon­krete Zahl aus der Geneh­mi­gung der Stadt für die Love­pa­rade wollte Rabe aus ein­satz­tak­ti­schen Grün­den nicht nennen.

was hier bei die­sem Arti­kel zu Anfang eines lan­gen “Pro­to­kolls” beginnt, bei Kom­men­ta­ren wie diesen

Das schlimme an die­ser Geschichte ist doch, daß man anschlie­ßend diese orga­ni­sa­to­ri­schen Voll­idio­ten noch nicht­mals zur Ver­ant­wor­tung wird zie­hen kön­nen.
Was die da machen, ist höchst­gra­dig kri­mi­nell. Was ist denn, wenn zu dem Chaos noch Panik kommt, was ist dann? Panik heißt Flucht, und Flucht heißt Aus­deh­nung. Wohin soll sich diese Masse an Men­schen aus­deh­nen, wenn was schief geht, und Panik aus­bricht?
Gruß

#7 von volt­ago , am 20.07.2010 um 19:36
bereits vier (!) Tage vor dem Unglück deut­lich wird, endet dann, nach 91 Kom­men­ta­ren hiermit:

10 men­schen tot schon ojeeee ojeee

#91 von HIFI , am 24.07.2010 um 18:04
Lest Euch den Arti­kel mit allen Kom­men­ta­ren gut durch. Wer danach meint, es gäbe nur einen Schul­di­gen, näm­lich den Ver­an­stal­ter, dem ist auch nicht mehr zu hel­fen. Und mein Bauch sagt mir, dass der oben bereits zitierte Satz des Sicher­heits­ver­ant­wort­li­chen Rabe:
Die kon­krete Zahl aus der Geneh­mi­gung der Stadt für die Love­pa­rade wollte Rabe aus ein­satz­tak­ti­schen Grün­den nicht nennen.
nur ver­tu­schen soll, dass die erst kurz vor dem Event aus­ge­stellte Geneh­mi­gung von maxi­mal 250 Tau­send Besu­chern aus­ging! Selbst­ver­ständ­lich liegt die Ver­ant­wor­tung auch bei den Stadt.



Written by admin

Juli 29th, 2010 at 11:28 am