alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘heuchlerei’ tag

Jörg Tauss…schwierig schwierig

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Ja, hat er nun, oder hat er nicht? Die Ant­wort ist für die Pira­ten­par­tei natür­lich von hohem Inter­esse. Sollte sich ein “er hat” als Fakt her­aus­stel­len, dann wars das wohl mit Herrn Tauss. Im Schrozberg-Blog steht sehr aus­führ­lich, wieso man bei der Sache aber auch noch aus ande­ren Grün­den ver­zwei­feln möchte:
– Durch­set­zung der Zen­sur­ge­setze, bzw. Aus­schal­ten eines Kri­ti­kers als tat­säch­lich Begrün­dung
– Unter­drü­ckung einer media­len Bericht­er­stat­tung über einen rechts­kräf­tig ver­ur­teil­ten CSU-Politiker
– Ver­qui­ckung einer Staats­an­walt­schaft in poli­ti­sche Hin­ter­grund­in­ter­es­sen
– media­les pro­pa­gie­ren und “Pus­hen” eigent­lich frag­wür­di­ger Orga­ni­sa­tio­nen, deren Sinn auch nur das Sicher­stel­len der poli­ti­schen Macht­ebe­nen sind

Das die Staats­an­wäl­tin offen­bar mit Ihrer Freun­din­nen­cli­que Interna bequatscht, ist ein kla­res Kick-Off-Argument. Aber das wird sicher kein Thema in den Medien für die breite Masse werden.

Das Ding geht aus wie immer (siehe Hypo-Real-Estate und Jörg Asmus­sen); ein Schau­spiel wird ver­an­stal­tet, die rich­ti­gen Fra­gen nicht gestellt, Nebel­ker­zen gezün­det und am Ende ist Tauss eben schuld, ob ers nun war oder nicht (wer­den wir sowieso nie erfahren).

Edit: Die Netz­po­li­tik sieht das Ganze etwas nüch­terner und möchte sich augen­schein­lich zu der Art und Weise der “Recher­che” miss­trau­isch zei­gen. Wie dem auch sei:gut, wenn die Alphas sich der Sache anneh­men, denn dann geht der Druck auch gegen die Medien end­lich los. Über Fefe bin ich ja erst auf die ganze Sache gestoßen.

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Mai 27th, 2010 at 11:41 am

Der Fisch stinkt immer vom Kopf her

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Laut einer Stu­die (aller­dings in den USA), sinkt das Ver­trauen der Men­schen unter­ein­an­der, wenn die Kor­rup­ti­ons­fälle in der Poli­tik ent­spre­chend ansteigen.

Das passt zum Betreff und zu den eige­nen Erfahrungen.

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März 4th, 2010 at 8:55 am

Es geht weiter

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…wenn auch spo­ra­disch und lang­sa­mer. Aber die Dis­kus­sion um Hartz IV und der FDP lässt mich mal wie­der wür­gen und die Faust in der Tasche ballen:

Hier ein Zitat aus den Nach­denk­sei­ten (eine bei­spiel­haft für sehr sehr viele Blogs in die­sen Tagen):

“Um was geht es letzt­lich bei die­ser Meinungsmache?

Sie kön­nen es bei jedem Blick in die Medien selbst beob­ach­ten: Die Finanz­krise, die Wirt­schafts­krise, eine aktive Wirt­schafts­po­li­tik zur Lin­de­rung der Arbeits­lo­sig­keit, alle diese zen­tra­len poli­ti­schen The­men kom­men nicht mehr vor. Man hat die öffent­li­che Debatte von der zuneh­men­den Armut und vor allem von der Umver­tei­lung von unten nach oben abge­lenkt und auf einen Ver­tei­lungs­kon­flikt zwi­schen Nied­rig­ver­die­nen­den und Arbeits­lo­sen gelenkt.
Es war schon immer der Trick der Herr­schen­den, den Zorn der Beherrsch­ten auf den Klas­sen­kampf im Armen­haus zu len­ken.“

Nicht zu ver­ach­ten, auch die Liste der Neben­ein­künfte von unse­rem neuen Außen­mi­nis­ter. Die FDP ist wirk­lich die Par­tei, die sich auf scham­lo­seste und rüpel­haf­teste Weise mit den Pro­ble­men der Bevöl­ke­rung auf ihre Weise abge­ben. Kor­rupte und abhän­gige Wirt­schafts­ma­rio­net­ten mit inhu­ma­nen, neo-kapitalistischen Phi­lo­so­phien, so deut­lich auf die eigene Macht und ihre ver­derbte Kor­rup­tion ver­ses­sen, dass es mich unend­lich wütend macht.

Ein Glück, dass ich die­sen Abschaum nicht gewählt habe. Und ein Glück scheint es zu sein, dass der Bluff schnell auf­ge­flo­gen ist.

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Februar 26th, 2010 at 12:37 pm

Die Yes Man regeln die Welt

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ges­tern Abend in Arte-TV und laut mei­ner Frau unbe­dingt emp­feh­lens­wert (ich hab gepennt). Nach Men­schen­fleisch rie­chende Ker­zen als Soylent-Green Lösung in der Zukunft und viele andere schöne Ideen. Ich werde mir die­sen Film in meine Video­thek stellen.

und der Knal­ler ist auch, dass die Aktie von DOW Che­mi­cals danach im Wert sank, weil die Aktio­näre befürch­tet haben, dass da kein Geld mehr zu ver­die­nen ist.

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September 16th, 2009 at 8:02 am

Dokumentierter Kindesmissbrauch ist also kein Film”!

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Ja, genau verdammt:

Ich finde, schon der Begriff selbst ist ein Pro­blem, weil er fal­sche Kon­no­ta­tio­nen her­vor­ruft.

Por­no­gra­fie (also die legale Vari­ante mit Erwach­se­nen, die frei­wil­lig und auf Bezah­lungs­ba­sis agie­ren) ist fik­tiv. Es ist ein nar­ra­ti­ves Film­genre, das ganz vie­len Fak­to­ren der Film­pro­duk­tion unter­wor­fen ist und das man als Film­wis­sen­schaft­ler ana­ly­sie­ren kann. Die koer­per­li­chen Rea­li­tae­ten im Por­no­film sind unge­fa­ehr so “echt” wie der Film­kuss zwi­schen Scar­lett O’Hara und Rhett But­ler, und die Kon­su­men­ten wis­sen, dass sie einem insze­nier­ten Sexu­alakt zuse­hen. Der Por­no­in­dus­trie wird seit Jahr­zehn­ten ein Millionen/Milliardengewinn unter­ge­scho­ben, ohne jemals Zah­len zu nen­nen. Es gibt schon hier­fuer keine Quel­len, und das sind alles legale Unter­neh­men.

Doku­men­tier­ter Kin­des­miss­brauch (ich wei­gere mich, das ‘Por­no­gra­fie’ zu nen­nen) ist dem dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt. Es ist authen­tisch und echt, wie Herr Vet­ter das schon beschrieb. Es ist ein Bei­pro­dukt eines rea­len Ver­bre­chens und die Kon­su­men­ten die­ser Filme sind sich des­sen bewusst. Die Filme sind nicht nar­ra­tiv, sie spie­len nicht in einer erfun­de­nen Welt. Doku­men­tier­ter Kin­des­miss­brauch ist also kein Film. Und somit auch keine Por­no­gra­fie. Es ist die Doku­men­ta­tion eines Ver­bre­chens zum Zwe­cke der Erre­gung. Nicht alles was erregt, ist Por­no­gra­fie. Dazu bedarf es der oben genann­ten Kom­po­nen­ten.

Ich per­so­en­lich finde, dass der Begriff ‘Por­no­gra­fie’ in Ver­bin­dung mit Kin­des­miss­brauch unglaub­lich zynisch ist, weil es eine frei­wil­lige Betei­li­gung der Dar­stel­ler impli­ziert. Das ist sehr grau­sam gege­nu­e­ber den Opfern von Kin­des­miss­brauch. Des­we­gen finde ich den Begriff ‘Kin­der­por­no­gra­fie’ nicht nur unzu­tref­fend, son­dern auch abwer­tend den Opfern gegenueber.”

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September 14th, 2009 at 11:10 pm

Du bist Terrorist!

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September 14th, 2009 at 12:29 pm

Rette Deine Freiheit

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Sau­gut! (Update: aus gege­be­nem Anlass bleibt die­ser Bei­trag bis zu den Wah­len ganz oben)

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September 14th, 2009 at 12:11 pm

Wenn schon Assi, dann wenigstens mit Stil

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Fast ohne Worte: aber erkenn­bar, dass es VUZ selbst­re­dend auch nur an sei­ner eige­nen Kar­riere inter­es­siert ist. Adel­ge­döns ist grad rich­tig angesagt.

Der Baron zu Gut­ten­berg ist der Held eines Bür­ger­tums, das die Erb­schafts­steuer abschaf­fen und die pri­vate Kran­ken­ver­si­che­rung ret­ten will und es für einen Skan­dal hält, wenn die Kin­der keine Emp­feh­lung fürs Gym­na­sium bekom­men. Applaus in Kron­berg für Eltern­geld und Herd­prä­mie – Sub­ven­tio­nen für den bür­ger­li­chen Lebens­stil. Eine der Bla­sen, die in der Finanz­krise geplatzt sind, ist die meri­to­kra­ti­sche Legi­ti­ma­tion der Lebens­chan­cen­ver­tei­lung. Wo bür­ger­li­che Pri­vi­le­gien kaum noch durch Ver­dienste zu recht­fer­ti­gen sind, wird der Adel zum Vor­bild, der seine natur­ge­ge­be­nen Vor­rechte in ästhe­ti­sches Kapi­tal umge­münzt hat.

Wie defi­niert Gut­ten­berg den Stil, den er nicht ver­än­dern will? Er ist „unbe­quem“. Der ein­zige Beleg dafür ist die Sage, er habe mit Rück­tritt gedroht, als Staats­geld an Opel flie­ßen sollte. Das kol­por­tierte Wort ersetzt die Tat. Auch faule Bür­ger­söhne soll­ten das Gym­na­sium besu­chen dür­fen, schön reden kön­nen sie hin­ter­her bestimmt. Hal­tung muss sich wie­der lohnen.”

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September 11th, 2009 at 4:25 pm

Zypries in der taz

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Nein, Fefe, keine Sorge ich schreibe nicht unüber­legt von Dir (Netzpolitik.org schreibts ja auch)  ab. Aber Du nimmst mir eben alle Worte vor­weg (und das muss ich ein­fach alles zitie­ren): http://blog.fefe.de/?ts=b457e9d5

[l] Die Zypries hat der taz ein Inter­view gege­ben, http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/die-piraten-sind-mir-zu-konservativ/

bei dem sich die Bal­ken nur so bie­gen. Ich kann da gar kei­nen beson­ders schlim­men Teil raus­grei­fen, weil das nur so ein Feu­er­werk an schlim­men Tei­len ist. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass wir nicht mehr mit ihr reden wol­len, weil sie das Zen­sur­ge­setz gemacht hat, obwohl wir ihr alle Argu­mente dage­gen in die Hand gege­ben haben. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass die Leute die Pira­ten­par­tei der SPD vor­zie­hen, obwohl sie bei den Pira­ten keine Posi­tion zu “Arbeits­markt, Chan­cen­ge­rech­tig­keit, Wirt­schafts– und Finanz­krise” hat.

Was war noch gleich das SPD-Modell dazu? Arbeits­markt? Hat die SPD mit Ein-Euro-Jobs und Hartz IV nach­hal­tig zer­stört. Chan­cen­ge­rech­tig­keit ist ein übel­keits­er­re­gen­der Neocon-Kampfbegriff, mit des­sen Benut­zung sie sich krass demas­kiert hat, wahr­schein­lich ohne es zu mer­ken. Chan­cen­ge­rech­tig­keit sagt näm­lich, dass die Leute nicht ein Recht auf gutes Leben haben müs­sen, son­dern nur die Chance auf gutes Leben, d.h. wenn man jedem ein Lot­te­rie­los in die Hand drückt, hat man Chan­cen­ge­rech­tig­keit, und das ist ja auch genau das, was INSM und ihre Jün­ger gerne errei­chen wol­len. Die Leute sol­len alle arm gehal­ten wer­den, aber mit Taschen­spie­ler­tricks wie “Chan­cen­ge­rech­tig­keit” ver­arscht man sich hin­rei­chend, dass sie das mit sich machen las­sen. Und die Wirt­schafts­krise hat die SPD ja auch her­vor­ra­gend in den Sand gesetzt mit ihrer Ban­ken­ret­tung und der resul­tie­ren­den Mons­ter­ver­schul­dung für jeden von uns. Wenn ich mir das mal so angu­cken, dann wäre in jedem die­ser Punkte kein Pro­gramm bes­ser gewe­sen als das SPD-Programm.

Aber wei­ter im Text. Da kom­men dann so Höhe­punkte wie

Ja, selbst­ver­ständ­lich nehme ich die Sor­gen der Inter­net­ge­meinde sehr ernst. Ich habe das immer getan und auch öffent­lich deut­lich gemacht. Ich befinde mich kon­stant im Dia­log mit Ver­tre­tern der Inter­net­ge­meinde. und Aber wenn ich etwas poli­tisch für rich­tig halte, dann kann ich das nicht fal­len las­sen, weil eine bestimmte Gruppe der Inter­net­nut­zer droht, eine andere Par­tei zu wäh­len. Das hätte mit kon­se­quen­ter und gerad­li­ni­ger Poli­tik nichts zu tun. Aha, das Ein­füh­ren von Inter­net­zen­sur ist also kon­se­quent und gerad­li­nig. Mit ande­ren Wor­ten: die Lang­zeitstra­te­gie der SPD kul­mi­niert zwangs­läu­fig in der Ein­füh­rung von Zen­sur. Das ist ja mal eine starke Aus­sage. Ich gebe ihr natür­lich voll­um­fäng­lich Recht an der Stelle, bezweifle aber, dass sie ver­stan­den hat, was sie da gerade zuge­ge­ben hat.

Oh und noch eine schöne “belei­digte Leber­wurst” Stelle:

Und es ist ja nicht so, dass wir nicht mit den Kri­ti­kern der Inter­net­sper­ren gere­det hät­ten. Ihre Argu­mente sind berück­sich­tigt wor­den, wir haben die Rege­lung eng aus­ge­stal­tet, Rechts­schutz ein­ge­baut und das Ganze auf drei Jahre befris­tet. Zur Wahr­haf­tig­keit im poli­ti­schen Dis­kurs würde es gehö­ren, das auch anzu­er­ken­nen. HAHAHAHA, oh und wie wir das aner­kannt haben. Kei­ner von uns hat ver­ges­sen, dass Frau Zypries per­sön­lich an dem Gesetz geschrie­ben hat, dass in Deutsch­land die Inter­net­zen­sur ein­ge­führt hat. Eines der dun­kels­ten Kapi­tel der deut­schen Nach­kriegs­ge­schichte. Wie könnte das irgend­je­mand ver­ges­sen! Nein nein, Frau Zypries, keine Sorge, das ver­ges­sen wir Ihnen nicht. Naja lest mal sel­ber, ein Höhe­punkt jagt den nächs­ten. Sie gibt auch noch zu, dass die CDU mit ihrer stump­fen Proleten-Rhetorik sie zu dem Gesetz getrie­ben hat. Oh und die Pro­vi­der waren Schuld, denn wenn die sich nicht die Ver­träge hät­ten auf­zwin­gen las­sen, hätte sie kein Gesetz machen müs­sen, um das zu lega­li­sie­ren. Unfaßbar.

Oh und sie tritt für eine Selbst­re­gu­lie­rung des Inter­nets ein. Die Län­der sol­len sich ver­pflich­ten, für ein sau­be­res Inter­net zu sor­gen! Als Vor­bild nennt sie den Groß­va­ter aller voll­stän­dig ver­kack­ten Initia­ti­ven, das Kyoto-Protokoll! Harharhar.

Selbst­ver­pflich­tun­gen sind bes­ser als ihr Ruf! Bwa­ha­haha, das tra­gi­sche ist ja, dass man den Ein­druck hat, sie meint das wirk­lich alles so. Selbst­ver­pflich­tun­gen sind nicht das Papier wert, auf dem sie ste­hen. Das macht man nur aus Wahl­kampf­grün­den, damit man sagen kann, man habe etwas getan.

Oh und dann sagt sie, wieso die Pira­ten keine Chance haben:

Es reicht nicht, wenn sich die Pro­gram­ma­tik einer Par­tei darin erschöpft, einem Lebens­ge­fühl Aus­druck zu ver­lei­hen nach dem Motto: wir sind jung, wir ken­nen das Netz und ihr Alten ver­steht davon nichts. Was die Pira­ten­par­tei zudem von den Grü­nen in ihren Anfän­gen unter­schei­det: Ihr feh­len die Gali­ons­fi­gu­ren mit poli­ti­schem Pro­fil, wie bei­spiels­weise Otto Schily oder Joschka Fischer. Da hat sich ja die rich­ti­gen Knall­tü­ten raus­ge­sucht. Joschka Fischer ist so über­as­si­mi­liert, dass er mit Anzug und Schlips rum­rennt, Deutsch­land zurück in den Krieg geführt hat, und ein Pipe­line­pro­jekt für die Ener­gie­ma­fia mana­ged, und Otto Schily ist zur SPD gewech­selt, wo er dann CDU-Politik gemacht hat. ”

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September 11th, 2009 at 4:05 pm

Meinungsfreiheit, Buchmesse und Zensurgesetze

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http://www.netzeitung.de/kultur/1459019.html

Irgend­ein “Experte” hat aus­ge­rech­net China zum Gast­land der Buch­messe gemacht. Das sowas Ärger berei­tet könnte, sollte wohl auch einem Leyen klar sein. Und den Ärger gibt es jetzt: damit die Sache nicht kom­plett den Bach run­ter­geht, wur­den tat­säch­lich ein paar “uner­wünschte” Auto­ren von denen ausgeladen.

Der Skan­dal um die Aus­la­dung zweier chi­ne­si­scher Auto­ren im Vor­feld der Frank­fur­ter Buch­messe mit China als Gast­land hat nun auch eine innen­po­li­ti­sche Debatte ausgelöst.

Der Vor­sit­zende des Bun­des­tags­kul­tur­aus­schus­ses, Hans-Joachim Otto (FDP), sprach am Don­ners­tag von einem «Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen der Messe». Schon am Vor­tag hatte Gün­ter Nooke, Men­schen­rechts­be­auf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung, eine klare Hal­tung von der Buch­messe angemahnt.”

Nee, bei uns ist grad Wahl­kampf. Da pol­tert die Oppo­si­tion schön laut über “wir las­sen uns doch nicht zen­sie­ren!” Bin gespannt, ob einer von den Regie­rungs­par­teien dazu was sagt. Dürf­ten die eigent­lich nicht, denn China ist da ja gro­ßes Vorbild.

Aber so bigott und heuch­le­risch wie die alle sind, wer­den die sicher auch — vor den Wah­len — ins glei­che Horn bla­sen. Wenn man sich den Satz von Otto mal genau anschaut, könnte er ja auch mei­nen: “Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen der Messe, warum habt Ihr Dep­pen aus­ge­rech­net China aus­ge­wählt?” und Nooke meint wohl eher “eine klare Hal­tung von der Buch­messe hin­sicht­lich wahl­kampf­kri­ti­scher The­men vor den Wah­len. Jetzt zwingt uns die Buch­messe dazu, die Wäh­ler vor den Wah­len noch­mals belü­gen zu müssen.”

Mei­nungs­frei­heit an ers­ter Stelle: Er wies Vor­würfe zurück, die Buch­messe unter­werfe sich beim Sym­po­sium der chi­ne­si­schen Zen­sur. Die Mei­nungs­frei­heit stehe für die Buch­messe an ers­ter Stelle. Auf der Messe im Okto­ber könn­ten alle Auto­ren zu Wort kom­men. «Die Frank­fur­ter Buch­messe ist inhalt­lich nicht kon­trol­lier­bar», sagte Boos. ”

Stimmt: die Buch­messe ist inhalt­lich nicht kon­trol­lier­bar und außer­dem ein rechts­freier Raum. Stellt die Stopp­schil­der auf!

Die Ein­la­dung an Chi­nas als Gast­land war nach Ansicht von Pen-Genersekretär Wies­ner «viel­leicht etwas vor­ei­lig». «Mög­li­cher­weise ist China als Ehren­gast der Buch­messe noch nicht reif für die Welt­öf­fent­lich­keit», sagte er der dpa. Wich­tig sei es, sich von China nicht «erpres­sen» zu lassen.”

Nun, wenn die Ent­wick­lung auf unse­rer Welt so wei­ter­geht, wer­den wir in 20 Jah­ren sowieso Chi­ne­sisch als Haupt­spra­che ler­nen und alle in blauen Over­alls rum­lau­fen. Die Kul­tur haben uns die Ossis in der Regie­rung ja stück­chen­weise drauf­ge­schafft. Viel fehlt ja dazu nicht mehr. Ihr par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­ten: was denkt Ihr eigent­lich: wenn 70% der Welt­öf­fent­lich­keit China ist, wer ist dann die Weltöffentlichkeit?

Hier gibts dar­über auch noch was zu lesen: http://www.netzeitung.de/kultur/1457259.html

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September 11th, 2009 at 4:00 pm