alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘heuchlerei’ tag

Korrupte #Fifa, und die #WM 2010

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Als ich beim Spiel Deutsch­land gegen Ser­bien etwas von einem spa­ni­schen Schied­rich­ter hörte zuckte es mir in den Bei­nen: wei­ter­schauen oder nicht? Als der Schiri seine Kar­tons zog wusste ich “bes­ser abschalten!”.

Ich habe es dann doch zu Ende ange­schaut. Irgendwo las ich von den USA und einem drit­ten Tor, das nicht gege­ben wurde.

Und nun das hier (mal wie­der und zur rech­ten Zeit); anschei­nend dür­fen die eta­blier­ten Medien, wenn sie denn mal wie­der ihrem jour­na­lis­ti­schen Sinn nach­kom­men nur andeu­ten was da aktu­ell abgeht.

“Damals erklärte der eins­tige ISL-Finanzchef Hans-Jürg Schmid: “Das ist, als wenn man Lohn bezah­len muss. Sonst wird nicht mehr gear­bei­tet. Ansons­ten wären diese Ver­träge von der ande­ren Seite nicht unter­schrie­ben wor­den.” Der frü­here ISMM-Verwaltungsratschef Chris­toph Malms sagte aus: “Diese Pra­xis war uner­läss­lich, sie war bran­chen­üb­lich, sie gehörte zum Stil des Geschäfts. Ohne das geht es nicht.””

Und jetzt über­tragt die­ses Schmie­ren­thea­ter mal auf die Euro­päi­sche Union.

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Juni 25th, 2010 at 1:48 pm

#pdn, #Netzpolitik und #Innenminister einfach Unglaublich!

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Hier mein Senf zum Thema “gemein­same Netz­po­li­tik” und Inter­net wie es der Innen­mi­nis­ter meint und wie es auch hier dis­ku­tiert wird. Mich wun­dert es, dass es die Netz­ge­meinde (?) so über­rascht und wohl­wol­lend auf­nimmt. Die­ses Schäuble-Abziehbild argu­men­tiert da unver­hoh­len über Zen­sur, Regu­la­tion, Staats­mo­no­pole, Markt­ein­schrän­kun­gen, Steu­er­hin­ter­zie­hung und Wahl­fäl­schun­gen. Mas­sen­ent­las­sun­gen nicht zu ver­ges­sen. Aber wir sind ja schon froh, wenn man sich, zumin­dest dem Ein­druck nach, mit uns beschäf­tigt. Ich kann dazu nur sagen:

Seid ihr alle besof­fen, oder glotzt ihr zuviel WM?”

Ich streich ein­fach mal die Sätze, die ich für über­flüs­si­ges Geplän­kel halte, unter­strei­che die guten und fasse dann die Sub­stanz zusammen:

14 The­sen zu den Grund­la­gen einer gemein­sa­men Netz­po­li­tik der Zukunft

These 1 – Bewusst­sein für gemein­same Werte schär­fen
Gemein­same Werte sind das Fun­da­ment unse­res Zusam­men­le­bens – je stär­ker sie
unser Bewusst­sein und Han­deln bestim­men, desto weni­ger brau­chen wir staat­li­che Ein­fluss­nahme und Regle­men­tie­rung.
Unser Men­schen­bild und unsere Werte prä­gen auch die Ein­stel­lung zum Inter­net. Wir soll­ten uns an den Wer­ten der Frei­heit, Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung, dem Gebot des gegen­sei­ti­gen Respekts und der Rück­sicht­nahme sowie der Chan­cen­gleich­heit und Soli­da­ri­tät orientieren.

Ja. Genau. Also schon­mal eine eigent­lich unnö­tige These. (Da waren es nur noch 13)

These 2 – Rechts­ord­nung mit Augen­maß wei­ter­ent­wi­ckeln
Bei der Gestal­tung und Wei­ter­ent­wick­lung der Ord­nung im Netz sind fol­gende Prin­zi­pien zu beach­ten:

Wir soll­ten – soweit als mög­lich – auf das beste­hende Recht zurück­grei­fen und
Selbst­re­gu­lie­rungs­kräfte stärken.

D..h.: wir brau­chen mehr Gesetze für das Netz.

Bei der dar­über hin­aus not­wen­di­gen Wei­ter­ent­wick­lung des Rechts ist dar­auf zu achten,dass die Rechts­ord­nung ent­wick­lungs­of­fen für Inno­va­tion und Fort­schritt bleibt, tech­nik­neu­tral aus­ge­stal­tet wird und Gesetze auf­grund von Ein­zel­fäl­len ver­mie­den wer­den. Die Ent­wick­lung von natio­na­lem, supra­na­tio­na­lem und inter­na­tio­na­lem Recht muss Hand in Hand gehen.

D.h. z.B. die inter­na­tio­nale Firma Apple darf kein Geld für die Apps des iPad ver­die­nen, denn dann ver­die­nen unsere Freunde vom Ber­tels­mann und Sprin­ger nix mehr. Google darf nicht alles dar­stel­len, son­dern nur das, was wir wol­len. Das Netz war immer tech­nik­neu­tral. Erin­nert Euch an Net­scape? Einst Qua­si­mo­no­pol, heute Geschichte. Weil das Netz selbst für Offen­heit gesorgt hat. Dazu braucht es kei­nen Staat.

These 3 – Freie Ent­fal­tung im Netz und Aus­gleich zwi­schen kol­li­die­ren­den
Frei­heits­rech­ten Pri­va­ter ermög­li­chen
Jeder hat das Recht auf freie Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit im Inter­net. Es ist auf
Wis­sens­ver­meh­rung und soziale Teil­habe gerich­tet
. Durch die freie Ent­fal­tung im
Inter­net ist das Phä­no­men „per­sön­li­cher“ Daten­macht ent­stan­den. Sie muss daher stär­ker mit den Per­sön­lich­keits­rech­ten ande­rer zum Aus­gleich gebracht wer­den. Die freie Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit im
Inter­net lässt sich jedoch nicht durch das klas­si­sche Daten­schutz­recht im Sinne eines Ver­bots mit Erlaub­nis­vor­be­halt begren­zen. Für den gebo­te­nen Aus­gleich müs­sen wir zuvör­derst soziale Regeln ent­wi­ckeln. Der Staat sollte zur Ergän­zung in ers­ter Linie sein zivil­recht­li­ches Instru­men­ta­rium zur Ver­fü­gung stellen.

D.h.: wir brau­chen mehr Gesetze zur Regu­lie­rung des Inter­nets, da sein zivil­recht­li­ches Instru­men­ta­rium ja (s.o.) nicht aus­reicht. Eine über­flüs­sige These mehr (nun sinds noch 11).

These 4 –Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung stär­ken
Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung der Nut­zer müs­sen gestärkt wer­den. Die Kon­trolle des Ein­zel­nen über sein Han­deln in der digi­ta­len Welt muss gewahrt blei­ben. Wir brau­chen hierzu mehr Auf­klä­rung über die Abläufe im Inter­net, Mög­lich­kei­ten der eigen­ver­ant­wort­li­chen Selbst­kon­trolle und die daten­schüt­zende Qua­li­tät von Diens­ten. Dies gilt etwa beim Cloud-Computing, dem Umgang mit elek­tro­ni­schen Iden­ti­tä­ten und bei der Steue­rung eige­ner IT-Systeme sowie ver­netz­ter Alltagsgegenstände.

D.h. Wir müs­sen staat­li­che tech­ni­sche Struk­tu­ren ent­wi­ckeln, die Teile des Inter­nets in unse­rem Inter­esse regu­lie­ren und ggf. zen­sie­ren kön­nen. Außer­dem haben wir das Thema Tech­nik über­haupt nicht ver­stan­den und wol­len es mal erklärt bekommen.

Mehr Wett­be­werb im Netz stärkt Selbst­be­stim­mung und Eigen­ver­ant­wor­tung der Nutzer.

das ist ein völ­lig sinn­freier Satz. Der Mann oder seine Bera­ter haben echt über­haupt keine Ahnung wovon sie da reden.

Dafür brau­chen wir mehr Ver­fü­gungs­ge­walt über unse­ren vir­tu­el­len Hausrat.

Ah! Die Erklä­rung: “wir wol­len alles/Geschichte/Fakten/Entscheidungen/Prozesse/Wahrheiten was wir im Netz haben selbst löschen kön­nen, damit ihr es spä­ter nicht dum­mer­weise wie­der fin­det und es gegen uns ver­wen­den könnt. Oder bes­ser: unsere Such­ma­schine CD-GUgle.de zeigt nur das, was Ihr sehen sollt. Wel­come back to TV.

Dies ist gegen­wär­tig in vie­len Berei­chen nicht gege­ben, etwa weil Dienste von einer bestimm­ten Platt­form abhän­gig sind oder weil es beim Umzug zwi­schen sozia­len Netz­wer­ken keine Mög­lich­keit gibt, „sei­nen Daten­be­stand mitzunehmen“.

Ich schreib auf “Wer kennt wen” nur dass rein, was ich dort rein­schrei­ben will. Ich schreib bei “Xing” nur das rein, was dort ste­hen soll und ins Blog ebenso. Wovon reden die hier zum Kuckuck eigent­lich schon wie­der. Das ist so ein Pseudo-ich weiss Bescheid-Geschreibsel was den Ein­druck von Wis­sen ver­mit­teln soll,  um dem dum­men Inter­net­aus­dru­cker die Sicher­heit vor­zu­täu­schen, die hät­ten diese böse Sache Inter­net auch wirk­lich ver­stan­den. Wäh­ler­stim­men, Quote, nix anderes.

Wir soll­ten die Aus­übung der beste­hen­den Betrof­fe­nen­rechte, wie z. B. das Recht auf Aus­kunft oder das Recht auf Wider­spruch, ins­ge­samt ver­ein­fa­chen, indem wir hier­für bes­sere Online-Möglichkeiten schaffen.

bes­sere Online-Möglichkeiten”? Was ist das denn? Ne Home­page wo man sich beschwe­ren kann, oder was?

These 5 – Anony­mi­tät und Iden­ti­fi­zier­bar­keit abwä­gen
Der freie Bür­ger zeigt sein Gesicht, nennt sei­nen Namen, hat eine Adresse.

Also zum einen ist das Netz ja nicht anonym. Zum ande­ren kann das Netz anonym sein. Der Stan­dar­du­ser ist aber nicht anonym, selbst wen er es meint. Die Frei­heit anonym zu blei­ben ist eine der her­aus­ra­gen­den Grund­ei­gen­schaf­ten des Net­zes und damit etwas was es bei­zu­be­hal­ten gilt. Das will unser Minis­ter aber nicht.

Gleich­zei­tig sind wir es gewohnt, im All­tag grund­sätz­lich unbe­ob­ach­tet zu han­deln. Bei­des muss auch im Inter­net nor­mal blei­ben. Eine schran­ken­lose Anony­mi­tät kann es jedoch im Inter­net nicht geben.
Es muss sicher­ge­stellt sein, dass die Anfor­de­run­gen an die Iden­ti­fi­zie­rung unter
Wah­rung des
Ver­hält­nis­mä­ßig­keits­grund­sat­zes danach aus­ge­stal­tet sind, wel­chem Zweck sie dient, wel­che Grund­rechte betrof­fen sind, ob der Betrof­fene sich im pri­va­ten, sozia­len oder öffent­li­chen Berei­chen des Inter­nets bewegt und ob er einen Anlass für die Iden­ti­fi­zie­rung gege­ben hat. Wich­tige Rechts­ge­schäfte brau­chen immer bekannte Gläu­bi­ger und Schuld­ner.

D.h. Böse Jungs müs­sen zur Rechen­schaft gezo­gen wer­den. Wir bestim­men, wer die bösen Jungs sind.

These 6 – Ver­ant­wor­tung zwi­schen Anbie­tern und Nut­zern gerecht auf­tei­len
Neben den Nut­zern haben auch Anbie­ter eine eigene Ver­ant­wor­tung, zur Sicher­heit des Net­zes. Die jewei­lige Ver­ant­wor­tung rich­tet sich nach den jewei­li­gen Risi­ken und der Zumut­bar­keit für den Ein­zel­nen und die Anbie­ter.
Für gefahr­ge­neigte Ange­bote und Dienste sollte nicht in Bezug auf Inhalte, aber in Bezug auf die „Ver­kehrs­si­cher­heit“ eine Gefähr­dungshaf­tung mit
Exkul­pa­ti­ons­mög­lich­keit oder Beweis­last­um­kehr in Betracht gezo­gen wer­den. Bei
Berück­sich­ti­gung aner­kann­ter Sicher­heits­stan­dards oder zer­ti­fi­zier­ter Ver­fah­ren, etwa bei elek­tro­ni­schen Iden­ti­tä­ten, könnte diese Haf­tung redu­ziert werden.

Gut, gut. Also das ist mal eine These, die ganz cle­ver gemacht ist. Sie täuscht “Befrei­ung” vor und meint “Über­wa­chung”. Denn hier will der Staat sicher “nach Augen­maß exkul­pie­ren”. Außer­dem ent­schei­det der Staat über “Zumut­bar­keit” und “Ver­kehrs­si­cher­heit”, was auch nix ande­res als Zen­sur­struk­tu­ren bedeutet.

Ver­bo­tene Sei­ten sind inhalt­lich nicht “ent­haft­bar”, wohl aber deren Ver­kehrs­si­cher­heit. Bedeu­tet das kon­kret: Pro­vi­der sind nicht haft­bar für die Inhalte der User? Nutzt ein User ver­bo­tene Sei­ten, bei denen er sich iden­ti­fi­ziert hat, haf­tet der Pro­vi­der nicht? Das bedeu­tet: das Inter­net braucht einen Iden­ti­fi­zie­rungs­zu­gang (der vom Staat — natür­lich — über­wacht wird. Hm, klingt für mich nicht sehr Netzpolitisch).

These 7 – Staat­li­che Grund­ver­sor­gung sicher­stel­len
Das Inter­net ist eine Basis­in­fra­struk­tur unse­res Zusam­men­le­bens gewor­den. Der Staat hat eine Ver­ant­wor­tung dafür, dass das Inter­net flä­chen­de­ckend zur Ver­fü­gung steht und sichere Basisdienste bereit­ge­stellt wer­den. Daten­si­cher­heit ist eine zen­trale Her­aus­for­de­rung für die Zukunft. Bei der Wahl der regu­la­to­ri­schen Mit­tel und der Fest­le­gung der kon­kre­ten Anfor­de­run­gen sollte der Staat aller­dings mit Augen­maß agie­ren, um die Inno­va­tion und Ent­wick­lungs­of­fen­heit des Inter­nets nicht zu gefährden.

da fällt mir nur ein ech­tes *lol* ein: Zugang zum Inter­net ist ein “Grund­recht”. Soweit in Ord­nung. “Augen­maß” heisst immer “wir schrän­ken Frei­hei­ten ein, denn wir ent­schei­den was gut für Euch ist”. Gleich­zei­tig haben wir Schiss, dass die Mega-Kohle, die man mit dem Netz ver­die­nen kann, unse­ren Wirt­schafts­lob­by­is­ten, für die wir es jetzt gerade regu­lie­ren müs­sen, flö­ten geht. Geh wei­ter, Minister!

These 8 – Die gesamte Band­breite des Ord­nungs­rechts nut­zen
Der Staat hat das Recht und in man­chen Fäl­len auch die Pflicht, in Inter­net­dienste und Inter­net­nut­zun­gen, wie auch außer­halb des Inter­nets steu­ernd ein­zu­grei­fen. Klas­si­sche ord­nungs­recht­li­che Maß­nah­men kön­nen durch neue, „wei­che“ Steue­rungs­in­stru­mente ergänzt wer­den. Bei­spiele sind behörd­li­che War­nun­gen oder Ver­öf­fent­li­chun­gen von Ergeb­nis­sen ord­nungs­be­hörd­li­cher Kon­trol­len. Diese dür­fen jedoch nicht einem
mit­tel­al­ter­li­chen Pran­ger gleich­kom­men. Auch Trans­pa­renz unter­liegt dem Gebot der Verhältnismäßigkeit.

Was soll diese These? Staat=mehr Ein­griff ins Netz. Nix Neues zum Rest, These ent­fällt. (10). Inklu­sive die­ser These hebt der Minis­ter jetzt rich­tig ab, wahr­schein­lich hat er sich zuviel und zu lange mit lee­ren Geblö­del abge­ben müssen:

These 9 – Auf bewährte Ein­griffs­be­fug­nisse zurück­grei­fen
Die Ein­griffs­rechte des Staa­tes zur Abwehr von Gefah­ren und Bekämp­fung der
Kri­mi­na­li­tät im Inter­net bestim­men sich nach den her­kömm­li­chen Maß­stä­ben – wir dür­fen das Inter­net weder als rechts­freien noch in ers­ter Linie als „kri­mi­nel­len“ Raum betrach­ten. Der Staat muss sich dabei am mil­de­ren Mit­tel und den Ein­griffs­be­fug­nis­sen der rea­len Welt orientieren.

Der Staat zen­siert. Der Staat schaut — nur so neben­bei — auch noch Deine Fest­platte an. Du gehst in den Knast!

These 10 – Rea­lis­ti­sche Erwar­tun­gen an die Sicher­heits­be­hör­den for­mu­lie­ren und ihre IT-Kompetenz verbessern

Wo der Staat im Inter­net hoheit­lich han­deln will, muss er den damit ver­bun­de­nen Anspruch tat­säch­lich erfül­len kön­nen. Er sollte sich daher auf Maß­nah­men kon­zen­trie­ren, die in der digi­ta­len Welt wirk­lich umge­setzt wer­den kön­nen. Hierzu ist die Qua­li­fi­ka­tion und Aus­stat­tung von Ord­nungs– und Sicher­heits­be­hör­den zu über­prü­fen und zu ergän­zen.

Was ist das für ne These? Sollte eher eine Mit­tei­lung an den Haus­halt sein: kauft uns Com­pu­ter und lie­fert uns Fach­leute die das wis­sen, was wir nicht wis­sen. (ver­blei­ben noch 9).

These 11 – Tech­no­lo­gi­sche Sou­ve­rä­ni­tät wah­ren
Für die Wah­rung der tech­no­lo­gi­schen Sou­ve­rä­ni­tät des Staa­tes ist es erfor­der­lich, dass er natio­nale Kern
kom­pe­ten­zen erhält und för­dert. Hierzu braucht unser Land For­scher und Unter­neh­mer, die stra­te­gi­sche IT– und Inter­net­kom­pe­ten­zen erhal­ten und aus­bauen.
Ohne eine starke eigene IT-Industrie gera­ten wir in Abhän­gig­kei­ten, die unsere
Frei­hei­ten und unsere Ver­fas­sungs­iden­ti­tät gefähr­den kön­nen.

Die Frei­heit wird am Hin­du­kusch aus­län­di­schen Com­pu­ter­ex­per­ten ver­tei­digt. Das Weiß­buch der Bun­des­wehr des Jah­res 2011 wird um die “Wah­rung der Han­dels­rechte auch im Inter­net” ergänzt. Bun­des­prä­si­dent Wes­ter­welle wird es in einem Anfall von Men­schen­güte einem ARD-Reporter im Jahre 2018 auf dem Weg von Sili­con Val­ley nach St. Peters­burg erwäh­nen und tritt aus Empö­rung über die Reak­tio­nen der Poli­tik und der Medien zurück. Was für Spacken!

These 12 – Online-Angebote nut­zer­ori­en­tiert und kos­ten­ge­recht aus­bauen
Staat­li­che Ange­bote und Inno­va­tio­nen im Netz müs­sen unse­rem all­ge­mei­nen
Staats­ver­ständ­nis
folgen.

Wenn wir mal das Netz regu­liert haben, kriegt ihr das was wir wollen.

Bei der Frage, ob eine staat­li­che Auf­gabe im Inter­net erfüllt wer­den soll, müs­sen wir uns am Nut­zen für Bür­ger und Wirt­schaft ori­en­tie­ren.

Gesund­heits– und Bil­dungs­sys­tem kos­tet nur unnö­tig Geld. Unsere Lobby will, dass Ihr euch selbst ver­arz­tet und sel­ber schult. Auf Eure Kosten!

Der Nut­zen kann auch in der Teil­habe an der poli­ti­schen Wil­lens­bil­dung beste­hen. Online-Konsultationen kön­nen Betei­li­gun­gen von Ver­bän­den und Inter­es­sen­grup­pen im kom­mu­na­len und staat­li­chen Rechts­set­zungs­ver­fah­ren durch eine zusätz­li­che Form der Bür­ger­be­tei­li­gung ergänzen.

Unsere Wahl­au­to­ma­ten machen für Euch das rich­tige Kreuz. Peti­tio­nen macht ihr bei uns. Ihr inter­es­siert uns immer noch nicht.

Die klas­si­schen Staats­auf­ga­ben, wie der Kul­tur– und Bil­dungs­auf­trag müs­sen beim Aus­bau der Ange­bote gebüh­rend berück­sich­tigt werden.

Bildungsauftrag…hab ich doch gesagt…Gesundheit fehlt noch…

Wir müs­sen bei allen staat­li­chen Ange­bo­ten auf eine gerechte Kos­tentei­lung ach­ten und von Fall zu Fall ent­schei­den, ob und in wel­chem Maße die Kos­ten für ein Online-Angebot vom Nut­zer oder von der All­ge­mein­heit getra­gen wer­den soll.

Also ent­we­der zahl ich, oder…moment…ich?

These 13 – Elek­tro­ni­sche Behör­den­dienste am Nut­zen aus­rich­ten
Elek­tro­ni­sche Behör­den­dienste sind aus­zu­bauen – sie die­nen einer effi­zi­en­ten,
wirt­schaft­li­chen und bür­ger­na­hen Ver­wal­tung. Bür­ger und Unter­neh­men erwar­ten von der öffent­li­chen Ver­wal­tung eine rasche, ein­fa­che und effek­tive Abwick­lung ihrer Behör­den­an­ge­le­gen­hei­ten. In Zei­ten knap­per öffent­li­cher Kas­sen muss die Ver­wal­tung noch wirt­schaft­li­cher arbei­ten. Der wei­tere
Aus­bau elek­tro­ni­scher Behör­den­dienste muss genutzt wer­den, um Ein­spar– und
Opti­mie­rungs­po­ten­ziale aus­zu­schöp­fen. Der elek­tro­ni­sche Zugang des Bür­gers zur Ver­wal­tung muss als zusätz­li­ches Ange­bot aus­ge­stal­tet wer­den.
Der her­kömm­li­che Zugang zur Ver­wal­tung muss dane­ben beste­hen blei­ben. Für Unter­neh­men kann eine Pflicht zum elek­tro­ni­schen Daten­aus­tausch mit der Ver­wal­tung begrün­det wer­den, soweit die elek­tro­ni­sche Abwick­lung sinn­voll und vor­teil­haft ist

Heisst: solange uns noch die Inter­net­aus­dru­cker­ge­ne­ra­tion — haupt­säch­lich — wählt, behal­ten wir ein paar Ange­stellte in den Bür­ger­äm­tern. Ansons­ten läuft alles über unser Netz. Unter­neh­men von denen wir Spen­den erhal­ten, oder in deren Auf­sichts­rä­ten wir sit­zen dür­fen ihre Steu­ern über unsere Spe­zi­al­ka­näle völ­lig unbe­ob­ach­tet abwickeln.

These 14 – Staat­li­che IT-Systeme attrak­tiv und sicher aus­ge­stal­ten
Staat­li­che IT-Systeme und Internet-Dienste müs­sen ange­sichts der
Abhän­gig­keit der Bür­ger und der Ver­wal­tung von ihnen sicher und unge­stört funk­tio­nie­ren, auf offe­nen Stan­dards basie­ren, von allen Men­schen platt­for­mu­n­ab­hän­gig genutzt wer­den kön­nen und größt­mög­li­che Trans­pa­renz bieten.

Genau: Ihr müsst unsere Com­pu­ter und unser Netz ver­wen­den. Eure Abhän­gig­keit muss gewahrt wer­den. Nur wir bli­cken dann noch durch. Kein anderer!

Staatliche IT-Systeme müs­sen so aus­ge­stal­tet sein, dass die Inte­gri­tät und
Geset­zes­bin­dung der Ver­wal­tung ebenso gewahrt bleibt wie das Ver­trauen des in das staat­li­che Ange­bot. Bürgers

Wir wer­den Euch nach­dem wir das Netz regu­lie­ren wie­der so lange gequirlte Pro­pa­gan­da­scheisse in Eure Hirne quet­schen, dass Ihr uns alles glau­ben wer­det. so wie Eure Väter und Groß­vä­ter auch schon!

Die Infor­ma­ti­ons­tech­nik muss den Anfor­de­run­gen der Ver­wal­tung und der Bür­ger fol­gen und nicht umge­kehrt. Es darf z.B. nicht sein, dass bei einer Ermes­sens­ent­schei­dung ein bestimm­tes Kri­te­rium nur des­halb nicht berück­sich­tigt wird, weil das IT-System dies nicht anbietet.

Wir wer­den _alle_ Eure Bür­ger­rechte in Fet­zen reissen!

Ber­lin, den 22. Juni 1933 2010
Dr.
Tho­mas de Mai­zière
Bun­des­mi­nis­ter des Innern”

Zusam­men­fas­sung im L33tspeech:

14 The­sen:

4 The­sen: blabla

10 The­sen: Zen­sur, Regu­la­tion, Staats­mo­no­pol Internet

3 The­sen: Wir ent­las­sen die Ver­wal­tung, Schule über PC, Thea­ter kann man auch als Spiel bei uns runterladen.

Ein kata­stro­pha­les Armuts­zeug­nis unse­rer momen­ta­nen demo­kra­ti­schen Situa­tion. Der Text vom Minis­ter ist eine Kriegs­er­klä­rung an die Frei­heit aller Bür­ger, denn es geht nicht nur um die Regu­lie­rung des beste­hen­den Inter­nets, es geht auch um die Ein­schrän­kung des Bür­gers in Rich­tung Staat. Hier ver­deut­licht eine poli­ti­sche Klasse, dass sie mit dem Bür­ger nichts mehr zu tun haben will, außer des­sen Arbeits– und Finanz­kraft. Es ist un..glaub…lich!

Was ist eigentlich aus den verschärften Waffengesetzen geworden?

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Ein­hun­dert­tau­send Unter­schrif­ten für die Ver­schär­fung der Waf­fen­ge­setze, aber die Poli­ti­ker machen nix? Auch Chris­tian Wulff, ein Evan­ge­li­ka­ler und mög­li­cher nächs­ter Bun­des­prä­si­dent betei­ligte sich am Auf­wei­chen der ursprüng­li­chen Regelungen?

“Dabei ist die Gefähr­lich­keit des Waf­fen­be­sit­zes von Sport­schüt­zen leicht nach­weis­bar. Seit 1994 töte­ten Mit­glie­der von Schüt­zen­ver­ei­nen 63 Men­schen. Und wozu benö­ti­gen Sport­schüt­zen groß­ka­lib­rige und schnell feu­ernde Gewehre oder Pis­to­len? Mit ihnen wurde der Win­nen­der Amok­läu­fer Tim K. auf Treff­ge­nau­ig­keit trai­niert. Ziel­ge­nau brachte er spä­ter Schü­ler und Leh­rer ums Leben – vor­wie­gend durch Kopf­schüsse mit einer Beretta 92-Pistole. Deren Pro­jek­tile haben eine Reich­weite von zwei Kilo­me­tern und durch­schla­gen Zie­gel­wände, oder, wie man es etwa im Waf­fen­sach­kun­de­buch nach­le­sen kann, Auto­tü­ren und Felgen.

Dafür, dass Schüt­zen­ver­bände Schieß­werk­zeuge sol­chen For­mats benut­zen, gebe es kei­ner­lei ratio­nale Begrün­dung, meint Scho­ber. Um auf Ziel­schei­ben in Sicht­weite zu schie­ßen, benö­tige man schließ­lich kein kriegstaug­li­ches Gerät. Außer­dem ist der frü­here Finanz­be­ra­ter davon über­zeugt, dass viele der Schüt­zen neben ihren legal zuge­las­se­nen Waf­fen auch noch über unan­ge­mel­de­tes Schieß­ge­rät ver­fü­gen. Es wäre kein Wun­der: Der Spre­cher des Forums Waf­fen­recht, Joa­chim Streit­ber­ger, nimmt an, dass hier­zu­lande 20 bis 40 Mil­lio­nen ille­gale Waf­fen im Umlauf sind.”

Gerade bei dem Thema ist die Heuch­le­rei­quote fast unübertroffen:

“Auch viele Jugend­li­che sind unter den Besu­chern. Auf einem gro­ßen Pla­kat wirbt eine Firma mit einem jun­gen Mäd­chen, das ein Gewehr im Anschlag hält. Dar­un­ter steht: „Licht­schie­ßen – ein varia­ti­ons­rei­ches Schie­ßen für Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­sene. So macht Schie­ßen Spaß.“ Wenige Schritte wei­ter steht ein Junge von etwa 15 Jah­ren vor einem Übungs­stand und feu­ert am „Air Shoot Simu­la­tor“ auf vier Ziel­schei­ben. Drei­mal trifft er ins Schwarze. Auf ein ähnli­ches Gerät soll Tim K. im Kel­ler sei­nes Hau­ses geschos­sen haben.

Waf­fen sind genauso Schwanz­län­gen­er­satz für gehirn­am­pu­tierte Voll­honks wie Hum­mers, andere Sprit­schlu­cker oder kaputt gemachte Hunde.

Ich hab kein Pro­blem mit Jägern und Leu­ten die Waf­fen aus “pro­fes­sio­nel­len Grün­den” benut­zen müs­sen. Aber es ist nun­mal Fakt, dass die Com­pu­ter­spiele­in­dus­trie noch keine Lobby wie die Waf­fen­in­dus­trie auf­ge­baut hat. In der Waf­fen­in­dus­trie ste­cken keine Arbeits­plätze drin, das ist ganz ein­fach ein Busi­ness, dass immer gute Nach­frage hat.

Das die Com­pu­ter­in­dus­trie noch keine Lobby hat finde ich eigent­lich auch gut so. Denn ich habe auch kei­nen Bock drauf in Zukunft kei­nen Ein­fluß mehr auf die Soft­ware­aus­wahl für mein Kind zu haben, wenn die Bliz­zard Bon­zen mal kapiert haben, die Schmier­geld­köf­fer­chen bei den Poli­ti­kern abzu­ge­ben und Scheisse wie “Ame­ri­cas Army” zu pro­du­zie­ren und zu pus­hen, einem kos­ten­lo­sen Ego­shoo­ter der US Regie­rung, wo der däm­li­che Prekariats-US-Bürger per Video­spiel auf die Army geil gemacht wer­den und dann für die Kohle der Eli­ten sei­nen dum­men Arsch hin­hal­ten soll.

Written by admin

Juni 20th, 2010 at 9:19 pm

#Wulff: ein Evangelikaler als #Bundespräsident?

2 comments

Also gut, nach­dem Zen­sur­sula nun zum Glück unse­rer Frei­heit und unse­rer Demo­kra­tie nicht zum Bun­des­prä­si­den­ten vor­ge­se­hen wurde, haben sich diese Leute einen Neuen aus­er­ko­ren: Chris­tian Wulff.

wulff.jpg

Weiss ich nicht viel drü­ber, außer das in die­sem Arti­kel der Nach­denk­sei­ten mei­ner Ansicht nach sehr gut der Zusam­men­hang sei­ner Wahl dar­ge­stellt wird.

Eine plau­si­ble Erklä­rung warum es — zum Glück — nicht Ursula von der Leyen wurde, zitiere ich hier aus dem genann­ten Artikel:

“Zwei Frauen an der Spitze des Staa­tes waren der Män­ner­riege aus Süd­deutsch­land zu viel. Und schließ­lich muss­ten auch die Katho­li­ken in der Union end­lich wie­der bedient wer­den. Mit Wulff hat Mer­kel so ziem­lich den letz­ten ernst zu neh­men­den inner­par­tei­li­chen Riva­len ele­gant ins Schloss Bel­le­vue abge­scho­ben. (Es könnte aller­dings sein, dass ihr mit der ziem­lich mies bei­seite gescho­be­nen Ursula von der Leyen eine zähe Geg­ne­rin erwächst.)”

Lei­der lässt sich der Arti­kel nicht sehr über die auch im Netz kur­sie­ren­den Infor­ma­tio­nen zum Hin­ter­grund Chris­tian Wullfs aus. Das Netz offen­bart uns eini­ges, z.B.:

“Chris­tian Wulff gehört zum Kura­to­rium von “Pro Christ”, einer evan­ge­li­ka­len Mis­sio­nie­rungs­be­we­gung. Somit darf man eigent­lich ver­mu­ten, dass er das Amt des Bun­des­prä­si­den­ten zur bibel­treuen Mis­sion nut­zen könnte.

Es liegt zumin­dest auf der Hand, dass Evan­ge­li­kale in Deutsch­land auf dem Vor­marsch sind und es von ihnen schon lange als Anlie­gen und Ziel betrach­tet wird in den poli­ti­schen Rei­hen ganz oben mit­zu­mi­schen. Kräf­tige Unter­stüt­zung, auch finan­zi­ell, erhal­ten sie dazu von bibel­treuen Orga­ni­sa­tio­nen der USA.”

Mal ganz ehr­lich: ich meine ja bekann­ter­ma­ßen, dass es gute Zei­ten für die Kir­chen wären, den Unmut der Bevöl­ke­rung zu kana­li­sie­ren und dar­aus “Gewinn” zu schla­gen. Und wenn ich mir mal z.B. diese Seite einer Europäisch-Amerikanischen Chris­ten­ver­ei­ni­gung ansehe und was die von “Pro Christ” hal­ten, dann sind Wulff und seine Jungs ja noch “Waisenknaben”.

Ob das so ist und ob das so bleibt sei mal dahin­ge­stellt. Eins ist auf jeden Fall klar: es sind keine guten Zei­ten für die Poli­tik wei­ter­hin mit Nebel­ker­zen wie Aus­län­der– und Min­der­hei­ten­haß, Panik­ma­che und Wahl­pro­pa­gan­dalü­gen zu arbeiten.

Die kom­mende Gene­ra­tion der Wäh­ler lässt sich nicht mehr so ein­fach verscheissern.

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Juni 5th, 2010 at 11:50 pm

#Zensursula 4 #Berlusconi+#Lissaboner Vertrag=adieu Demokratie

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Bes­ser als bei Tele­po­lis kann man es nicht erklä­ren: Herr­scher hütet Euch!

Bank­rott­er­klä­rung

Wenn Ursula von der Leyen wirk­lich Kan­di­da­tin für das höchste Amt des Lan­des wer­den sollte, wäre dies die ulti­ma­tive Bank­rott­er­klä­rung der poli­ti­schen Klasse. Sie wäre nicht nur eine Not­lö­sung, son­dern eine glatte Fehlbesetzung.

Nie­mand käme auf die Idee, die aparte Blon­dine auch nur in die Nähe einer wie auch immer gear­te­ten intel­lek­tu­el­len Prä­dis­po­si­tion zu rücken. Ursula von der Leyen wäre eine Socken­puppe der Kanz­le­rin in Schloss Bel­le­vue. Das hat das Land nicht ver­dient, das hat das Volk nicht ver­dient, das hat aber auch das ehren­werte Amt des Prä­si­den­ten nicht verdient.

Wie will die Poli­tik gegen Politik(er)verdrossenheit vor­ge­hen, wenn sie alles in ihrer Macht ste­hende tut, sie zu för­dern? Horst Köh­ler ist zurück­ge­tre­ten, weil er sein Amt durch fre­che Schmäh­kri­tik der Medien ver­letzt sah. Eine Prä­si­den­tin von der Leyen wäre fre­che Schmäh­kri­tik für das Amt des Prä­si­den­ten. Kann man eigent­lich auch als Staats­bür­ger zurück­tre­ten, wenn man sich ver­schau­kelt fühlt?

Wie gut, dass die Regie­rung die Lis­sa­bo­ner Ver­träge akti­viert hat! Der Unmut auf den Stra­ßen darf dann regu­lär mit Waf­fen­ge­walt nie­der­ge­schla­gen werden.

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Juni 2nd, 2010 at 3:04 pm

#Zensursula wird #Köhler Nachfolger!1!

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Das ist wie­der so typisch Medien und selbst die Blogs che­cken es größ­ten­teils nicht ab:

Köh­ler gab nur wie­der, was selbst­ver­ständ­lich Hin­ter­grund der gan­zen Aktio­nen in Afgha­nis­tan  ist. Das kann man in die­sem Thread auch noch­mal nachvollziehen.

Ich fand es ges­tern mehr als offen­sicht­lich, als im ZDF (zum Bei­spiel) sämt­li­che (auch die Lin­ken!) ange­frag­ten “Par­la­men­ta­rier” die Worte “völ­lig absurd”, “völ­lig abwe­gig”, usw. in die Kamera schwa­fel­ten, als die Frage gestellt wurde, ob die Bun­des­wehr auch mili­tä­risch Han­dels­wege sicher­stel­len würde.

Und (noch­mal) ich bin mir sicher, dass Köh­ler nur etwas erklärt hat, was für ihn zu dem Zeit­punkt als offen­sicht­lich bekannt und außer Frage stand.

Das sich dann alle “Par­la­men­ta­rier” echauf­fie­ren, obwohl sie es selbst bes­ser wis­sen, sie den Bun­des­prä­si­den­ten mal eben “vor­füh­ren” und ihm dann auch noch einen Maul­korb per Pres­se­spre­che­rin ver­pas­sen wol­len, hat ihn sicher extrem ange­pisst. Immer­hin stel­len ihn die eta­blier­ten Medien jetzt schön als “Mer­kels und Wes­ter­wel­les Prä­si­dent” dar, also als von sich aus schon macht­lose Witz­fi­gur. Schön auch die lang­sam ver­öf­fent­lich­ten (wah­ren oder unwah­ren) Äuße­run­gen über die “Stim­mung sei­ner Ange­stell­ten”, usw.

Der sollte ja gar keine eigene Mei­nung haben. Für mich steht erst­mal fest, dass Köh­ler zu denen gehört, die der Falsch­heit der Poli­tik ein­fach nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­hen woll­ten. Und die Taz beschreibt es hier ganz gut: “Es wirkt wie die offi­zi­elle Beglau­bi­gung eines Schei­terns durch das Staatsoberhaupt.”

Auch der Prä­si­dent ist sich klar dar­über, dass mit die­ser Regie­rung kein Staat zu machen ist. Über­haupt ist die­ser Arti­kel in der Taz sehr deut­lich: “Mit sei­ner Ein­las­sung zu Mili­tär­ein­sät­zen und wirt­schaft­li­chen Inter­es­sen Deutsch­lands ver­trat Köh­ler eine Linie, die im vom Par­la­ment beschlos­se­nen Weiß­buch zur Sicher­heits­po­li­tik steht. Man kann sie mit Recht für ver­werf­lich hal­ten. Köh­ler aber beging auf dem ver­min­ten Feld von Krieg und Aus­lands­ein­sät­zen ledig­lich den Feh­ler, aus­zu­spre­chen, was poli­ti­scher Kon­sens ist — was sich aber nie­mand zu sagen traut.”

Lus­tig ist die­ser Arti­kel hier beim Focus, bzw. die Umfrage, wer denn Nach­fol­ger wer­den soll: da wird tat­säch­lich Ursula von der Leyen auf­ge­führt !!1!

Umfrage Focus zum Köhlernachfolger

zu die­sem Zeit­punkt führt (!!1!) die Lady sogar! Kann ich gut ver­ste­hen! Dann wäre sie end­lich unge­fähr­lich! Aller­dings ist mir dann der Schäu­ble noch viel lie­ber! Schäu­ble 4 President!

Update: OMG: es scheint sich tat­säch­lich zu bewahr­hei­ten: Ursel aus dem Ei soll ernst­haft als Präsi vor­ge­se­hen wer­den! WTF?!?

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Juni 1st, 2010 at 2:20 pm

Das System #Roland #Koch

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Uff! Was die Hes­sen CDU mit der Ypsilanti-Aktion/Wortbruchkampagne, Kern­kraft­wer­ken, Ener­gie­ver­sor­gern, Schwarz­geld­kon­ten, kri­mi­nel­len Ban­ken, übereif­ri­gen Finanz­be­am­ten, Freund­schaf­ten und Ami­go­schmu­se­reien bis hin zu gekauf­ten psy­cho­lo­gi­schen Gut­ach­tern, gekauf­ten Betriebs­rä­ten der Fra­port AG so alles getrie­ben hat, lässt sich hier wun­der­bar nach­le­sen.

Da bleibt mir nur noch die­sen Absatz zu zitieren:

“Im Gegen­satz zu einer Dik­ta­tur oder einem tota­li­tä­ren Regime zeich­net sich ein Rechts­staat durch Gewal­ten­tei­lung und insti­tu­tio­nelle Kon­trol­len aus: Das fängt beim Beschwer­de­recht in Ver­wal­tun­gen an, reicht von der Dienst­auf­sicht über­ge­ord­ne­ter Dienst­stel­len (Oberfinanzverwaltung/Finanzministerium), von staats­an­walt­schaft­li­chen Ermitt­lun­gen, Mög­lich­kei­ten der par­la­men­ta­ri­schen Oppo­si­tion, einen Unter­su­chungs­aus­schuss ein­zu­rich­ten, bis hin zur ›vier­ten Gewalt‹, der Presse, Vor­würfe von Rechts­beu­gung und Amts­miss­brauch öffent­lich zu machen bzw. Opfern von Macht­miss­brauch Gehör zu verschaffen…”

Und _das Allerschlimmste_ aus einem Zitat in den Kom­men­ta­ren zum glei­chen Arti­kel beim Spiegelfechter:

Cosmo am 26. Mai 2010 um 13:22 – –

Kopf­schmer­zen berei­tet mir jetzt, dass man all das offen­bar wis­sen kann …

und wir zumin­dest über so viel “vierte Gewalt” ver­fü­gen, dass ihr (Wolf und Jens) das hier publi­zie­ren könnt, und trotz­dem nichts dar­aus folgt.”

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Mai 31st, 2010 at 2:27 pm

Lol des Tages — Zitat von Dagobert (Flick)

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Bwaha! Das hat mei­nen Tag geret­tet (bitte bis zum Kom­men­tar von Wolf­ram Hein­rich blättern):

“Poli­ti­ker wird man nicht, Poli­ti­ker hält man sich!”

Dago­bert (Flick)

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Mai 28th, 2010 at 1:30 pm

15 Monate im ersten Verfahren gegen @Tauss

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So, hier kann man ganz aus­führ­lich lesen wie es abge­gan­gen ist. Mal ehr­lich: Herr Tauss war ein “Experte” im Bun­des­tag für die­ses Thema. Von “Risi­ko­be­wer­tung” hat er wohl wenig Ahnung gehabt. Ich kann nicht ver­ste­hen, wie blau­äu­gig ein Poli­ti­ker sein muss um sich seine mona­te­lan­gen “Recher­chen” nicht irgendwo geneh­mi­gen oder frei­ge­ben zu las­sen. Ins­be­son­dere weil er “Poli­ti­ker” ist. Da sollte Miss­trauen doch zur Tages­ord­nung gehören.

Alter­na­tiv könnte er sich auch für “unan­tast­bar” gehal­ten haben und damit eben wie­der “blau­äu­gig”, da er als Kri­ti­ker der blon­den Ursel ganz oben auf der Abschuss­liste stand.

Ist Herr Tauss jetzt nur naiv gewe­sen? Hatte er “an das Gute in der Poli­tik” geglaubt (er war “vor­her” ja Versicherungskaufmann…wie passt das zusammen?)

War er gran­dios wie es Men­schen gerne wer­den wenn sie im Macht­spek­trum agieren?

Ach so: “Experte” im Bun­des­tag für ein Thema zu sein, ist ja auch nicht grade ein Qua­li­täts­zeug­nis an sich.

Ich schmeiss jetzt mal wie­der meine Ver­schwö­rungs­ma­schine an und mache fol­gende Über­le­gun­gen auf:

1. Das Inter­net muss kon­trol­lier­bar wer­den um die Macht­struk­tu­ren zu erhalten.

2. Alle Poli­ti­ker sind Mario­net­ten der hege­mo­nis­ti­schen Machteliten

3. Alle Poli­ti­ker sind nur zu ein­ge­schränk­ten intel­lek­tu­el­len Leis­tun­gen fähig, damit sie nicht auf “eigene Ideen” kommen.

4. tanzt mal einer aus der Reihe, sorgt das “Sys­tem” dafür dass für die Macht­struk­tu­ren keine Gefahr droht.

5. die Medien sind Mario­net­ten der Macht­eli­ten.

Herr Tauss, egal ob Sie es waren, oder nicht: sein Sie froh, dass heut­zu­tage unbe­queme Men­schen an den emp­find­li­chen Stel­len nicht mehr “bei­seite” geschafft wer­den, son­dern nur medial vernichtet.

PS: wenn ich die Liste oben lese…mir fällt auch nix Neues mehr ein…

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Mai 28th, 2010 at 1:20 pm

Finanzzockerei verständlich erklärt

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“Eigen­ka­pi­tal min­dert den Pro­fit. Pro­fi­ta­bel aber ist — wenn man die Risi­ken nicht bezah­len muss — das Spiel mit frem­dem Geld.
So kom­men die berüch­tig­ten cds — (credit default swaps), also die Spe­ku­la­tion auf aus­fal­lende Kre­dite völ­lig ohne Eigen­ka­pi­tal aus.
Invest­ment­ban­king, Hedge­fonds und  das eben­falls hoch­ris­kante Pri­vat Equity konn­ten eben­falls unbe­hel­ligt von Eigen­ka­pi­tal­for­de­run­gen ihre Geschäfte machen.
Das Instru­ment des “Kre­dit­he­bels” (die Arbeit der Groß­ban­ken mit hohen Sum­men von gelie­he­nem Fremd­ka­pi­tal, um damit die Ren­di­ten auf ihr Eigen­ka­pi­tal zu ver­viel­fa­chen) haben ver­hee­rende Fol­gen. Eigent­lich sind sie auch gar nicht erlaubt, jedoch Kon­trol­len gibt es zu wenig. Gleich­zei­tig ver­viel­facht diese “Kredithebel-Praxis” auch die Ver­luste, die dem Steu­er­zah­ler auf­ge­bür­det werden.”

Eigent­lich ist die Sache ganz deut­lich. Warum las­sen wir uns immer noch an der Nase rum­füh­ren? Warum weh­ren wir uns nicht end­lich, wo doch der Abgrund abseh­bar ist? Bald fällt Spa­nien…mor­gen stei­gen die Preise für Immo­bi­lien. Nächs­ten Monat für Grund­nah­rungs­mit­tel und nächs­tes Jahr tau­schen wir unsere Lap­tops und IPho­nes (die ohne Strom nicht funk­tio­nie­ren) gegen Hüh­ner­eier ein.

Written by admin

Mai 28th, 2010 at 1:15 pm