alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘heuchlerei’ tag

Guttenberg wird Europaexperte für Internetfreiheit?

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Aus­ge­rech­net Gut­ten­berg, der bis­lang nur für Vor­stöße zur Ein­schrän­kung der Netz­frei­heit zu haben war, und auch das augen­schein­lich nicht auf­grund von Sach­kom­pe­tenz, son­dern von Oppor­tu­nis­mus, soll nun qua­li­fi­ziert sein, sich für das Netz als Frei­heits­werk­zeug in Unterdrücker-Regimes ein­zu­set­zen? Kom­mis­sa­rin Kroes erklärte fast ent­schul­di­gend, sie brau­che ja “Talente, keine Heiligen”.

Bleibt die Frage: Talent wozu?

Absur­di­tät hat eine neue Dimen­sion erreicht. Nicht nur, dass man KTFVUZG damals per “Schwar­min­tel­li­genz” völ­lig demon­tiert hat, nein, er hat sich durch seine “starke Hand”-Äußerung und sein — nun auch aus­sen­wirk­sa­mes — unsym­pa­thi­sches Auf­tre­ten (damals war es nur Schmiere im Haar, heute wirkt der ganze Kerl “gefal­len”) — für mich — soweit ins rechte Lager ver­setzt, dass mir schon fast Angst und Bange wird bei all dem “Wahr­neh­mungs­wirk­sa­men” Auf­tre­ten und dem damit zusam­men­hän­gen­den öffent­li­chen Ein­druck und Erfolg.

Es sollte mitt­ler­weile ein­deu­tig sein, dass Gut­ten­berg, nach­dem er Mist als Wirt­schafts­mi­nis­ter (Externe Fach­leute bewer­ten Inhalte minis­te­ri­ums­frem­der Sach­ver­halte), als Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter (Bild-Skandal der Gorch-Fock, Bom­ben­an­griff auf Zivi­lis­ten) und vor allem aus sei­nem pri­va­ten Umfeld (geklaute Dok­tor­ar­beit), egal für was, inkom­pe­tent ist. Das Dumme ist nur, dass wäh­rend­des­sen sich die­ser Typ nun in der Bun­des­po­li­tik nicht mehr bli­cken las­sen kann, er es geschafft hat über die Euro­pa­schiene wie­der rein­zu­kom­men. Das Erschre­ckende ist: da hat er noch mehr Machteinfluß!

Begon­nen hat die ganze Sache “Cause Gut­ten­berg” damals ja mit sei­nen Anfech­tun­gen der Netz­ge­meinde gegen die Zen­sur­ge­setze (suche hier im Blog oder im oben ver­link­ten FAZ-Artikel). Da ver­höhnte er schon — wahr­neh­mungs­kon­form — den Unsinn der Zen­sur­ge­setze GEGEN Kin­der­por­no­gra­phie mit dem Vor­wurf aus­ge­rech­net diese Leute wür­den den “Sach­ver­halt Kin­der­por­no­gra­phie” VERHINDERN, bzw. GUTHEISSEN!

Das tat er wohl wis­send, dass er eine Lüge verbreitete.

Ich frage mich: was ist denn nun, wenn aus­ge­rech­net solch ein “Hunds­fott” im The­men­be­reich “Inter­net­frei­heit” schal­meien darf? Da hat man doch mut­wil­lig den Bock zum Gärt­ner gemacht! Das ist doch eine offene Kriegs­er­klä­rung an die Netz­ge­meinde! Das ist so unglaub­lich absurd!

Edit: Die Dame, die sich öffent­lich für Gut­ten­berg als “Talent” ein­setzt, hat ein Blog. Liest sich inkl. der Kom­men­tare ganz interessant.

Written by Oliver Mark

Dezember 14th, 2011 at 11:12 am

London Riots

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Not­hing more to say. Mei­ner Mei­nung nach.

 

Written by Oliver Mark

August 16th, 2011 at 9:56 am

Retten Blogger die Demokratie? Wollt Ihr mich verarschen?

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Bei sowas hier bekomme ich reflex­ar­tige Miss­trau­ens­schübe. Warum? Weil mir ein Jens Ber­ger vom Spie­gel­fech­ter, eine Nach­denk­seite oder sonst noch einer des “Ein­ge­schränk­ten Bie­ter­krei­ses” nicht weis­ma­chen kön­nen, dass es ihnen nicht haupt­säch­lich nur um ihre eigene Kohle geht.

Ich finde es nicht ver­werf­lich, wenn das einer von denen wegen eige­ner finan­zi­el­ler Mög­lich­kei­ten machen muss, aber ich finde es zum kot­zen unglaub­wür­dig, wenn eine mora­li­sche Ver­ant­wor­tung als Begrün­dung vor­ge­scho­ben wird.

Nur weil sich der moralisch-virtuell-mehrheitliche Zeit­geist dort wie­der­fin­det und er auch ent­spre­chend bedient wird, erkenne ich noch lange keine Eigen­in­ter­es­sen die über Ein­fluß, Macht und Kohle hinausgehen.

Blogs sind ein gro­ßes Thema zur Zeit und der schein­bare Nie­der­gang der Medien ver­führt den einen oder ande­ren dazu, anzu­neh­men, dass viel­ge­le­sene Blogs eine Alter­na­tive wäh­ren, die an der Gesell­schaft was ändern würden.

Die Gesell­schaft ändert sich auch wegen und mit den Blogs, aber nicht ursäch­lich weil da ein paar schlaue Heils­brin­ger ihre krea­ti­ven Arme aus­stre­cken um das arme suchende Volk ins Para­dies zu füh­ren. Da stre­cken ein paar schlaue Heils­brin­ger ihre Arme nach ganz ande­ren, schnö­den, hand­fes­ten Din­gen aus.

Dass die dann aus­ge­rech­net eine Huf­fing­ton Post als leuch­ten­des Bei­spiel vor­tra­gen, macht deren offen­bare Bewun­de­rung der Kohle, die man mit “sowas” ver­die­nen kann noch ein wenig deut­li­cher. Das bei SF genannte, als neue Erfin­dung erschei­nende “huch, wir könn­ten uns ja gegen­sei­tig” Ver­lin­ken ist ein wei­te­res schlech­tes Bei­spiel, wie Glaub­wür­dig­keit nach hin­ten los­ge­hen kann: es ist ja mit­un­ter die Natur des Blogs bzw. der Kom­men­ta­to­ren durch schnö­des quer­ver­lin­ken Umlei­tun­gen auf die eige­nen Sei­ten zu erzeu­gen — wohl in der Hoff­nung, den eige­nen Traf­fic zu erhö­hen. Das im Inter­net Blogs durch Hören­sa­gen emp­foh­len wer­den wäre mir sehr neu.

Es ist noch gar nicht so lange her, da schu­fen ein paar Alphas ein “Inter­net Mani­fest” und da schau her, wie schnell war die Blo­go­sphäre auf­ge­scheucht, dass ein paar Aus­er­wählte sich erlaub­ten den fet­ten vir­tu­el­len Kuchen im Namen aller selbst ein­zu­ste­cken. Der vir­tu­el­len Auf­merk­sam­keit hat es nicht gescha­det und (nur ein Bei­spiel) ein rot­schop­fi­ger Sascha Lobo mag sich bei so man­chen bis zum jüngs­ten Tag kom­plett unglaub­wür­dig gemacht zu haben, aber er schreibt der­wei­len nette Büch­lein auf unmo­der­nem Papier und wird alle nas­lang peku­niär unter­mau­ert zum einen oder ande­ren Inter­view gebe­ten. Auch so etwas wie die Netzpolitik.org ist mitt­ler­weile — ganz unzeit­ge­mäß — “eta­bliert” wie man so schön sagt und wäh­rend ich dort noch Glaub­wür­dig­keit erkenne, ganz ein­fach weil es eine hoch­spe­zi­elle Sparte ist, fal­len andere Blog­kol­le­gen, die sich der “poli­ti­schen” The­men­fin­dung ver­schrie­ben haben bei glei­chem Anspruch durchs Netz der Anerkennung.

Da ist mir ein ehr­li­cher Spen­den­auf­ruf noch alle­mal am liebsten.

Mein Zitat aus die­sem Blog­ein­trag gilt heute übri­gens über­haupt nicht mehr:

Lasst uns – ver­dammt noch mal – wenigs­tens jetzt – zusam­men­hal­ten. Hört auf Euch/uns gegen­sei­tig zu schwä­chen und uns „für die“ lächer­lich zu machen. Gebt „denen“ nicht den ernüch­tern­den Ein­blick „denen geht es auch nur ums Geld“. (…)…gerade jetzt ein ganz schlech­ter Zeit­punkt. Und wenn Eure Moti­va­tion Dinge zu schrei­ben und zu offen­ba­ren zu sehr mit dem Zwang damit Geld zu ver­die­nen zusam­men­hängt, dann lasst es bes­ser blei­ben, denn dann kor­rum­piert Ihr die Idee und die Kraft die hin­ter die­sem Weg in die Öffent­lich­keit tre­ten zu kön­nen steckt.

Warum? Weil der Mensch nur Brot und Spiele braucht. Und mehr wohl auch gar nicht will. Zumin­dest nicht der “rele­vante” Anteil der Bevöl­ke­rung. Aber solange “rele­vante” Blog­ger (ja noch nicht­mal in aus­rei­chen­der Tie­fen­schärfe) dröge meckern, kot­zen, kla­gen und Häme über andere ergies­sen und Sam­mel­be­cken der Ent­täusch­ten (von der Welt oder von den eige­nen Fähigkeiten) sind und das nur dazu führt, dass Google-Ads den einen oder ande­ren Euro bei besag­tem Blog­ger klin­geln lässt oder er künf­tig im ZDF als “Experte” für fri­sche Ein­schalt­quote sorgt, solange kön­nen die mich alle mal an mei­nem vir­tu­el­len Arsch lecken.

Written by admin

Februar 16th, 2011 at 6:00 pm

Hartz 4 Spielchen

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Mit sol­chen Wahl­kampf­spie­le­reien sollte die Poli­tik uns nicht ärgern. Wer fällt denn noch dar­auf rein?

Würde die Oppo­si­tion diese Ver­bes­se­rung an der Schwei­ne­rei Hartz 4 akzep­tie­ren und wirk­li­che Alter­na­ti­ven auf­zei­gen, wür­den die auch Wahl­stim­men bekom­men. Die haben aber sel­ber keine, son­dern machen das, was Poli­ti­ker im All­ge­mei­nen immer tun: sich gegen­sei­tig mit Dreck bewer­fen und den schwar­zen Peter weitergeben.

Zudem soll es Zuschüsse für rund 2,5 Mil­lio­nen Kin­der aus Gering­ver­die­ner­fa­mi­lien für ein war­mes Mit­tag­es­sen, für Nach­hilfe und Ein­ta­ges­aus­flüge sowie für Ver­eine geben. Die Zustim­mung der Län­der dazu will die Koali­tion gewin­nen, indem sie die Kom­mu­nen in Mil­li­ar­den­höhe bei der Grund­si­che­rung im Alter entlastet.

Tja, eigent­lich schade, weil — trotz allem — die Betei­lig­ten jetzt erst­mal die­ses Wahl­kampf­schau­spiel abwar­ten müssen.

Ich seh das so wie Vol­ker Pis­pers, der meint mit Umver­tei­lung wäre viel getan: Gerechte Kran­ken­ver­si­che­rung, gerechte Ren­ten­ver­si­che­rung, gern noch ne Trans­ak­ti­ons­steuer und Weg­fall der Lohn­steu­er­be­mes­sungs­grenze (“breite Schul­tern tra­gen”) und schon wär vie­len geholfen.

Da muss man nicht mal Karl Marx aus­ru­fen, son­dern darf sei­nen Por­sche weiterfahren.

Written by admin

Februar 9th, 2011 at 11:30 pm

Hat die Bahn zuwenig Platz für Blogger?

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Denkt sich zumin­dest Fefe heute. Er mokiert sich über eine eigent­lich gute Nach­richt - näm­lich die Moder­ni­sie­rung der ICE 2 Züge — und meint:

Man hat doch jetzt schon kaum Platz für das Abstel­len der Geräte!

Nun, viel­leicht hat er ja zuwe­nig Platz, nicht wahr?

Written by admin

Februar 9th, 2011 at 8:00 pm

Ist Wikileaks ein Demokratie-Irrtum?

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Wiki­leaks ist ja grade ein rie­sen Thema. Ich bin zwar der Mei­nung, dass jeg­li­cher Ver­such ein eta­blier­tes Macht­mo­dell durch “offen gelegte Infor­ma­tio­nen” zu schwä­chen ganz gewal­tig nach hin­ten los­geht, aber das ist hier noch nicht ein­mal von Belang. Zwar wird das dem “Nor­mal­bür­ger” sug­ge­riert, doch was steckt denn schon inhalt­lich in den Wikileaks-Informationen drin, bzw. was ist daran denn nun wirk­lich geheim (im Sinne von staatsgefährend)?

Eher nix.

Des­we­gen halte ich den Wiki­leaks Hype für eben einen sol­chen. Der sich für bes­ser infor­miert hal­tende Netz­bür­ger freut sich hämisch über die angeb­lich wesent­li­chen Pat­zer und Pein­lich­kei­ten, doch die Geheim­dienste inter­es­sie­ren sich wei­ter­hin für die wirk­lich wich­ti­gen Dinge und die blei­ben dann auch geheim. In den Wikileaks-Depeschen liest man nichts von Abspra­chen zwi­schen Nord– und Süd­ko­rea, Kun­ge­leien zwi­schen Russ­land, Geor­gien und der ver­trag­lich heik­len Zusam­men­hänge des Natop­akts. Auch von angeb­li­chen “Bil­der­ber­gern” und NWO-Verschwörungstheoriefakten lässt sich nichts erken­nen (wohl weil es keine gibt). Und ob Osama bin Laden nun an der Dia­lyse in Lon­don, tot in einer Höhle in Pakis­tan oder am son­nend am Strand in Tel Aviv liegt, auch diese Fra­gen wer­den uns dort nicht beantwortet.

Alles in allem also ein Sturm im Was­ser­glas. Aber — um wie­der auf die “sich für bes­ser infor­mier­ten Netz­bür­ger” zurück zu kom­men — all die Lin­ken, Mar­xis­ten, Sonstwie-Alle-Gewalt-Geht-vom-Volke-aus-Träumer, die sich auf sol­che Pseu­do­wich­tig­kei­ten stür­zen in der längst gestor­be­nen Hoff­nung, end­lich gäbe es einen Wan­del soll­ten sich mal über den eige­nen “Mora­lis­mus” Gedan­ken machen und über­le­gen mit_was_ sie es eigent­lich zu tun haben.

Das hat der Tages­spie­gel hier ganz gut zusam­men­ge­fasst:

Rich­tig, es gibt Machen­schaf­ten, die unse­rem mora­li­schen Emp­fin­den wider­stre­ben, von denen ohne Wiki­leaks nie­mand erführe. Doch in der Hoff­nung, dass sie durch ihre Ver­öf­fent­li­chung aus der Welt ver­schwän­den, ste­cken gleich drei Irr­tü­mer. Ers­tens: dass sich jeder Sach­ver­halt ein­deu­tig beschrei­ben lässt. Zwei­tens: dass jede Beschrei­bung zu einer ein­deu­ti­gen mora­li­schen Beur­tei­lung führt. Drit­tens: dass sich durch Ein­sicht ins mora­li­sche Urteil jeder zur ange­mes­se­nen Hand­lung ver­lei­ten lässt.

Genau so ist es. Und es bleibt dabei: auch wenn das “Volk” eine direk­tere Ent­schei­dungs­ge­walt hätte: die Mehr­heit bekommt immer die geschick­ter geführte (oder die bes­ser bezahlte) Kam­pa­gne. Und wie sehr man die Bevöl­ke­rung mit dau­er­haf­ter Ver­schwö­rungs­du­de­lei grenz­psy­cho­ti­sie­ren kann ist ja gut in den ein­schlä­gi­gen Blog­ger­krei­sen nach­zu­le­sen. Wer es dabei nicht schafft einen gesun­den Abstand zum Infor­ma­ti­ons­ge­halt und des­sen emo­tio­na­len Ein­fluß zu bewah­ren, der könnte wohl jeg­li­ches Ver­trauen in irgend­was  verlieren.

Was ich zu Anfang mei­ner Blog­ger­zeit noch im Zuge der Inter­net­zen­sur­ge­setze und den damit ver­bun­de­nen Gefah­ren als völ­lig legi­tim und demo­kra­tie­un­ter­stüt­zend ver­stan­den habe (und bei Ursel von der Leyen hat sich bei mir auch nix geän­dert), dass sehe ich jetzt durch den Wahl­kampf und die poli­ti­schen Irre­füh­run­gen der Oppo­si­ti­ons­par­teien am Bei­spiel des Pro­jek­tes S21 ein wenig dif­fe­ren­zier­ter. Auch wenn Map­pus bei den Räu­mun­gen der Demons­tra­tio­nen blöde Feh­ler gemacht hat, so sehe ich die Gefahr im Ego­is­mus der Oppo­si­tion, diese Feh­ler für sich gewinn­brin­gend (nicht für die Bevöl­ke­rung gewinn­brin­gend) aus­zu­schlach­ten. Die Grü­nen ändern nichts — das sieht man wenn sie an der Regie­rung sind — doch sie schei­nen bereit zu sein das Volk sich selbst soweit ansta­cheln zu las­sen bis Blut fliesst.

Da stelle ich mir die Frage — eta­blier­ter Lob­by­is­mus hin oder her — wer dem Volk weni­ger schadet.

Written by admin

Dezember 20th, 2010 at 6:02 pm

Grüne enthalten sich bei Abstimmung zur Volksabstimmung

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Wie geil ist das denn: Die Grü­nen haben sich bei der Abstim­mung um einen Volks­ent­scheid _enthalten_: mit fol­gen­der Begründung:

Am Ende stand die SPD alleine da. CDU und FDP lehn­ten den Antrag ab. Die Grü­nen ent­hiel­ten sich bei der Abstim­mung. Sie konn­ten sich nicht mit der For­mu­lie­rung anfreun­den, mit der Volks­ab­stim­mung solle die Akzep­tanz der Bür­ger für das Pro­jekt S 21 zurück­ge­won­nen wer­den. Volks­ab­stim­mung ja, aber ergeb­nis­of­fen, erläu­terte The­re­sia Bauer, die Frak­ti­ons­vize der Grü­nen das Abstimmungsverhalten.

WTF? Eins ist mal klar: medi­en­kom­pe­tent sind sie, die demons­tra­ti­ons­ge­prüf­ten APO-Alt-68er…

Ach ja, The­re­sia Bauer klingt bekannt: das ist diese Dame hier. Ja wirk­lich: “das renom­mierte Inge­nieur­büro Vie­regg und Rös­ler”, man liest es rich­tig. Lus­ti­ger­weise ein Thread in dem ich schon­mal kom­men­tiert habe. Damals hatte ich mich über den Psy­cho­lo­gen und den Betriebs­wirt Vie­regg und Rös­ler, die sich nicht mal Sach­ver­stän­dige nen­nen kön­nen, geschweige denn Inge­nieure sind, noch nicht tie­fer­ge­hend informiert.

Das diese “Gut­ach­ter” (kein geschütz­ter Begriff) tat­säch­lich für die Grü­nen Gefäl­lig­keits­gut­ach­ten erstel­len ist mir mitt­ler­weile klar.

Das die Grü­nen eigent­lich nichts gegen das Pro­jekt tun wer­den, wenn sie end­lich an der Macht sind (Annahme), kann man dar­aus inter­pre­tie­ren und anhand ihrem Ver­hal­ten in Gor­le­ben (als sie regier­ten) als wahr­schein­lich annehmen.

Das die Grü­nen Emo­tio­na­li­sie­rung (ich nenne es nun ein­fach mal Rat­ten­fän­ge­rei) je nach Wahl­pro­gnose anwen­den, zeigt sich hier:

Und wenn man mit ihrer baden-württembergischen Lan­des­vor­sit­zen­den Silke Krebs spricht, gewinnt man sogar den Ein­druck, dass die Grü­nen in eska­lie­ren­den Mas­sen­pro­tes­ten eine Gefahr für ein gutes Ergeb­nis bei der Land­tags­wahl am 27. März 2011 sehen.

Wäh­rend also die Grü­nen in Stutt­gart die dor­ti­gen Pro­teste zu mäßi­gen ver­su­chen, wol­len die Bun­des­grü­nen den Gorleben-Widerstand mit aller Kraft befeu­ern. Die­sen Wider­spruch wer­den die Grü­nen wohl auf­lö­sen müs­sen. Sonst könn­ten sie als eine Par­tei gel­ten, die Mas­sen­pro­teste erst anheizt und dann, wenn die Eska­la­tion den Wahl­er­folg gefähr­det, sich besorgt gibt.

Gor­le­ben? Ganz klare Saue­rei. Aber: wenn die Grü­nen regie­ren tun sie _nichts_ dage­gen. Des­we­gen sind das Brand­stif­ter und Rat­ten­fän­ger. Schade…

Written by admin

Oktober 28th, 2010 at 7:29 pm

Thilo Sarrazin: sein Werk, seine Prognosen und der eigentliche Skandal

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So wie man hier in der FAZ nach­le­sen kann, hat der gute Herr Sar­ra­zin selbst dafür gesorgt, dass seine Pro­gno­sen wahr werden:

” Statt­des­sen hat die vor­ge­zo­gene Ein­schu­lung allem Anschein nach einen hohen Tri­but gefor­dert. Allein im Schul­jahr 2008/2009 muss­ten in Ber­lin 4300 Kin­der die zweite Klasse wie­der­ho­len, das ist fast jeder sechste Schü­ler eines Jahrgangs.”

Ich hab über Sar­ra­zin ja schon­mal was geschrie­ben und ihn in einen Topf mit unse­rer Fami­li­en­mi­nis­te­rin Schröder/Köhler gewor­fen, das mag der Dame nicht gerecht zu wer­den, aber ist ja auch wurscht.

Ich geh jetzt auch nicht auf wei­te­ren Schrott an, den die­ser Faschist in sei­nem Pam­phlet ver­fasst hat, wie z.B /Zitat aus der FAZ).:

Sar­ra­zin schwebt dabei auch eine weit­ge­hende Ver­staat­li­chung des elter­li­chen Erzie­hungs­auf­trags vor: „Letzt­lich muss jedes Kind in jedem Alter wäh­rend der nor­ma­len Arbeits­zeit an Werk­ta­gen betreut wer­den“, schreibt er. „Wenn diese Zeit für eine ver­nünf­tige Erzie­hung, Bil­dungs­an­ge­bote und kon­krete Anfor­de­run­gen an die Kin­der genützt wird, ist dies der beste Bei­trag zur Chan­cen­gleich­heit für die Kin­der aus den unte­ren Schichten.“

Über Sar­ra­zin gibt es ja die unter­schied­lichs­ten Infor­ma­tio­nen; lus­tig bei Fefe, der sich mal mit sei­ner Frau beschäf­tigt hat. Ein beson­ders guter Arti­kel bei der Zeit ver­deut­licht aber das eigent­li­che Problem:

ZEIT ONLINE: In Deutsch­land tei­len einige Ihre Hal­tung. Aller­dings hieß es über Sar­ra­zin auch: End­lich sagt das mal jemand.



Wel­zer: Dass man Applaus bekommt, wenn man eine sol­che Mei­nung arti­ku­liert, ist bedenk­lich, und man muss sich damit beschäf­ti­gen. Der Fall Sar­ra­zin aber ist kein harm­lo­ser “Tabu­bruch”. Spä­tes­tens als das jüdi­sche Gen ins Spiel kam, war das Buch für mich nicht mehr dis­ku­ta­bel.  Man kann gerne über Migra­tion oder fehl­ge­lei­tete Inte­gra­ti­ons­po­li­tik dis­ku­tie­ren, sollte man auch, aber nicht anhand die­ses Akteurs und die­ses Buches. Das ist so, als dis­ku­tiere man plötz­lich mit Holo­caust­leug­nern oder Klimaskeptikern.


Genau das ist es! Lest den Arti­kel ganz durch. Ich meine, nächs­tes Jahr kommt die nächste unbe­zahl­bare Finanz­krise und damit der Pöbel sich nicht gegen die Ban­ken und Poli­ti­ker erhebt, wer­den jetzt schon ent­spre­chende Sün­den­bö­cke für das dumme Volk aus­ge­macht. Ich ver­su­che da mit ande­ren Leu­ten zu dis­ku­tie­ren, aber das wan­dert immer in eine Migra­ti­ons­de­batte ab und “das end­lich mal jemand dar­über spricht”. Ganz ehr­lich: das Thema emp­finde ich als “bespro­chen” seit vie­len Jah­ren und Jahr­zehn­ten. Ich weiss gar nicht, warum das sonst kei­ner mit­be­kom­men hat. Das ist doch nix Neues. Und da wird mei­ner Ansicht nach auch nichts ver­heim­licht oder nicht dis­ku­tiert. War immer Thema, ist immer Thema. Scheint aber eher so zu sein, dass — ähnlich den Bashings bei der Bahn — da auf einen Zug auf­ge­sprun­gen wird, die Leute kein Ver­trauen mehr in die Poli­tik haben und ihren Zorn an “Stell­ver­tre­tern” ablassen.

Ich befürchte, dass der Mob sich bald auch gewalt­sam gegen die Mus­lime erhebt. Der Sün­den­bock ist aus­ge­macht und wird nun wei­ter­kon­stru­iert. Gabs frü­her schon. Das klappt ja schon seit Jahrhunderten.

Written by admin

September 14th, 2010 at 5:49 pm

zum Thema #Deutschlandfeindliche Ausländer, #CDU-Blogs und #Kristinaköhler, #Lol-des-Tages

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Manch­mal lohnt es sich doch, rechts­ge­rich­tete Blogs im Auge zu behal­ten. Bei einem Arti­kel der Mor­gen­post ist fol­gen­des zu lesen:

“für Bas­sal und Moham­med ist die ableh­nende Reak­tion voll­kom­men unver­ständ­lich. Fast belus­tigt stel­len sie fest, dass die ara­bisch­stäm­mi­gen Neu­köll­ner aus der Son­nen­al­lee die Deutsch­land­fahne gegen die Deutsch­stäm­mi­gen ver­tei­di­gen. Ver­drehte Welt, fin­den sie. Nach dem Ghan­a­spiel am ver­gan­ge­nen Mitt­woch harrte Yus­sef Bas­sal sogar bis vier Uhr am Mor­gen vor sei­nem Laden aus, um einen nächt­li­chen Überg­riff auf die Fahne zu verhindern.”

Noch vor eini­gen Tagen bloggte ich über unsere neue Fami­li­en­mi­nis­te­rin und deren Öffent­lich­keits­ar­beit über eine “wach­sende Deut­schen­feind­lich­keit” (natür­lich nahm sie dafür Berlin-Neukölln). Lus­ti­ger­weise bezieht sich der Arti­kel der Mor­gen­post auf den sel­ben Stadtteil.

Und daran erkennt man, wie sehr die Medien Mei­nun­gen machen kön­nen. Umso ver­werf­li­cher sind Brand­stif­ter wie Fami­li­en­mi­nis­te­rin Köhler/Schröder, die  dafür quo­ten­träch­tige Het­ze­rei betreiben.

Aber der Lol-des-Tages ist dabei für mich: ein CDU-seitiges Blog ver­wen­det einen Arti­kel, in dem Ara­ber die Deutsch­land­fahne gegen Deut­sche Linke ver­tei­di­gen als War­nung gegen die böse Linke, obwohl ihre Minis­te­rin die sel­ben Ara­ber als Machoarsch­lö­cher und des­in­te­grierte Gefahr bezeichnet.

Sehr cle­ver.

#BP, das Öl, oder “U guys R f*cked!”

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1,7 Mio Visits hat der Film schon. So gut!

Written by admin

Juni 25th, 2010 at 7:07 pm