alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘heuchelei’ tag

Der nächste Bundespräsident…

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wird dies­mal ein “Ossi” wer­den. Wahr­schein­lich eine Frau. Vor­schläge nehme ich gerne ent­ge­gen. Wulff war schon immer der Fal­sche.

Written by Oliver Mark

Dezember 22nd, 2011 at 4:26 pm

Schwarmintelligenz reloaded: Koch-Mehrin (und andere) unter der Lupe

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Gegen Sil­vana Koch-Mehrin sei am Mon­tag von Amts wegen ein Vor­prü­fungs­ver­fah­ren wegen Ver­dachts auf Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ein­ge­lei­tet worden.

Bild dem pott­blog “entliehen”

Über diese Dame hatte ich bereits geschrie­ben. Auch andere Blogs hat­ten sich mit Ihr beschäf­tigt. Ins­ge­samt ergibt sich kein sehr ange­neh­mes Bild.

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Alternativlos: Neuer Ministerpräsident in Baden-Württemberg: made in Japan

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Die Bür­ger Baden-Württembergs haben gewählt. Wir kön­nen froh sein, immer­hin gab es nur eine klit­ze­kleine Ran­dale am Stutt­gar­ter Bahn­hof, was da wohl los gewe­sen wäre, wenn Map­pus noch ein paar Stim­men mehr bekom­men hätte. Ich will ja gern an ein vor Japan noch ange­dach­tes Schwarz-Rot im Ländle glau­ben, aber das scheint nun alles vor­bei zu sein. Feyn­sinn hat es gut erklärt:

Mein Pus­te­fix reicht aus für eine mehr­stün­dige Rede und zwei Dut­zend Inter­views. Fra­gen Sie, was Sie wol­len, wir haben immer recht, wir haben immer Erfolg, und wenn sich der poli­ti­sche Kon­kurs so gar nicht mehr ver­schlep­pen lässt, sind die wid­ri­gen Umstände daran schuld. Wir wis­sen alle, dass die ande­ren auch nicht bes­ser sind und war­ten ein­fach ab, bis die Wäh­ler von den ande­ren so ange­ekelt sind, dass sie wie­der uns wäh­len. Bis dahin hal­ten wir obs­zön dotierte Vor­träge und sam­meln Par­tei­spen­den. In der bit­ters­ten Not schmeckt der teure alte Wein auch ohne Regie­rungs­amt oder Abgeordnetenstatus.

Zwi­schen­zeit­lich ist der Mul­ti­pli­ka­tor Gan­dolf Sto­cker zurück­ge­tre­ten, die Wahl­kampf­pro­pa­ganda der Grü­nen wird medial auf ein­mal auch the­ma­ti­siert, und der Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter bie­tet schon­mal eine ele­gante Steil­vor­lage für den neuen MP Kret­sch­mann an: zum einen dür­fen die Grü­nen jetzt Gas geben, weil sonst die ganze Kohle weg ist, zum andern dür­fen sie sich — um bei Feyn­sinns Wor­ten zu blei­ben — mit den “wid­ri­gen Umstän­den” der Vor­gän­ger her­aus­la­vie­ren. Read the rest of this entry »

Written by admin

März 28th, 2011 at 10:29 am

Libyen: historische Zusammenhänge und mögliche Strategien

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Ein Kom­men­tar von Hans Hütt bei weissgarnix.de hat mich auf eine Idee gebracht. Bei Jens Ber­ger läuft ein “open thread” zu dem Thema, und der Herr Strobl ver­linkt das auch des Öfte­ren mal, also hab ich mir erlaubt mei­nen Kom­men­tar dort hier zu einem sepa­ra­ten Arti­kel aufzubereiten:

Erläu­ternd will ich dazu erklä­ren, dass ich 1976 arbeits­be­dingt durch mei­nen Vater in Libyen gelebt habe und dort in Ben­g­hazi ein­ge­schult wurde.

Aus mei­nen sehr deut­li­chen Erin­ne­run­gen weiss ich, dass Ghad­dafi sehr wohl gefürch­tet war und sein Poli­zei­sys­tem auch ver­dammt schnell rea­gierte: mein kind­li­cher Kom­men­tar “Ghad­dafi mush quois” in einem öffent­li­chen Bus führte zu schwe­rer Schelte des ägyp­ti­schen Fah­rers, der erläu­terte dass auch Kin­der “mal eben ein­ge­buch­tet wür­den”, und foto­gra­fi­sche Aktio­nen Infra­struk­tu­rel­ler Bau­werke (in dem Fall einer Brü­cke) führ­ten unwei­ger­lich zur Abgabe des Foto­ma­te­ri­als bei den inner­halb weni­ger Minu­ten erschie­ne­nen Poli­zis­ten (am Arsch der Welt, wo man nicht ansatz­weise erken­nen konnte, ob da über­haupt jemand war). Den­noch wurde meine Ver­let­zung fach­ge­recht durch eine Ost­deut­sche Ärztin in Ben­g­hazi versorgt.

Alles in allem haben Libyer nicht son­der­lich gear­bei­tet son­dern dies durch Aus­län­der erle­di­gen las­sen, Ägyp­ter, Paläs­ti­nen­ser usw.; Neben­bei wur­den wir als blonde Euro­päer sowohl mit Stei­nen bewor­fen, als auch sehr freund­lich behan­delt. Dass Europa und das isla­mi­sche Libyen der 70er ein Kul­tur­schock waren wurde deut­lich, wenn man sah, wie Liby­sche Män­ner auf den Nach­bar­dä­chern mas­tur­bie­rend in die hin­ter Mau­ern lie­gen­den Gär­ten glotz­ten und dort die sich däm­li­cher­weise bräu­nende Euro­päe­rin­nen anschau­ten. Nach­dem man das den Frauen klar­ge­macht hatte, kamen sol­che Pein­lich­kei­ten nicht mehr vor. Immer­hin waren wir da die Gäste.

Um die Situa­tion — viel­leicht — bes­ser zu ver­ste­hen sollte man sich — nicht nur hier — immer den his­to­ri­schen Hin­ter­grund anse­hen. Auch geo­gra­phi­sche Unge­nau­ig­kei­ten kön­nen zur Ver­wir­rung füh­ren, und des­we­gen ist es auch schon ein Unter­schied, wenn man Libyen mit der Cyre­naika gleich­setzt. Die Cyre­naika ist der östli­che Teil und Ben­g­hazi knappe 1000 Kilo­me­ter von Tri­po­li­ta­ni­ens Tri­po­lis ent­fernt. Read the rest of this entry »

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März 23rd, 2011 at 12:18 pm

Der “Causa-Guttenberg” Kettenbrief

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Ges­tern bekam ich eine soge­nannte Kettenbrief-Email. Da ging es mal wie­der um die Ben­zin­kos­ten und wie man die “Ölmul­tis” dazu zwin­gen könnte die Preise run­ter­zu­fah­ren. Ich hab die Email natür­lich nicht wei­ter­ge­lei­tet, aber mir ist irgend­wie eine Par­al­le­li­tät zur aktu­el­len “Causa-Guttenberg”-Debatte — vor­nehm­lich im Inter­net und mal kurz im Bun­des­tag auf­ge­fal­len:

Jetzt hat der Spie­gel­fech­ter, Jens Ber­ger, in einem aktu­el­len Arti­kel dar­ge­stellt, dass es — mal wie­der — ein Skan­dal sei, dass das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium über BILD und Bild am Sonn­tag (aka Springer-Verlag) Wer­be­an­zei­gen für die Bun­des­wehr schal­ten wolle. Jens Ber­ger — und mitt­ler­weile die Welle der Netz­em­pö­rung — betrach­ten dies — wie vie­les andere — als erneu­ten skan­da­lö­sen Beweis für

Unred­lich­kei­ten, Kor­rup­tio­nen, Ber­lus­co­ni­sie­run­gen,

und was nicht alles. Dies­mal muss…es…doch…einfach…klappen…mit…dem…Skandal! Read the rest of this entry »

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Februar 24th, 2011 at 8:00 pm

Libyen: Schlüsselrolle im nahen Osten, Meilenstein zwischen Krieg und Frieden

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…auch wenn Libyen natür­lich in Nord­afrika liegt, aber die Nähe zu Ägyp­ten, Suez­ka­nal und Israel — um die geo­gra­phi­sche Lage zu beschrei­ben — und Liby­ens Rolle im glo­ba­len Spiel der Ver­sor­gungs­si­che­rung west­li­cher Gesell­schaf­ten in stra­te­gi­scher Hin­sicht, ver­bin­den die­ses Land unwei­ger­lich mit dem nahen Osten.

Die Finan­cial Times Deutsch­land haben eine Ana­lyse in die­sem Arti­kel gut begonnen:

[…] ein […] Gad­dafi dürfte sich wenig sche­ren um die Ein­wände […] im Nor­den. Zumal diese sich auch bis­lang wenig inter­es­siert haben für die Not der Bevöl­ke­rung. Libyen war vor allem als Roh­stoff­lie­fe­rant wich­tig, als Sicher­heits­ga­rant und als Boll­werk gegen Flücht­linge aus Afrika.

Will die EU glaub­wür­dig sein, darf nicht mehr allein dies ihr Han­deln bestim­men. Dann muss Demo­kra­ti­sie­rung künf­tig kla­rer Bestand­teil euro­päi­scher Inter­es­sen­po­li­tik sein — auch wenn es unge­müt­lich wird.

Der Wes­ten hat genü­gend Pro­bleme sich seine Vor­macht­stel­lung, zur Siche­rung der eige­nen hohen Lebens­qua­li­tät, auf gut deutsch: sei­ner Frie­dens­si­tua­tion (oder noch bes­ser die Abwe­sen­heit von Krieg) im glo­ba­len Kampf mit China zu sichern.

Die Demo­kra­ti­sie­rungs­welle in Nord­afrika wird in Libyen mei­ner Ansicht nach nicht zum Erfolg füh­ren. Ich meine, tat­säch­lich ist der Umbruch in Nord­afrika ein his­to­ri­scher Moment, aber wohl kei­ner, der mit der Deut­schen Wende ver­gleich­bar ist, son­dern einer, der als Mei­len­stein im Wan­del des Frie­dens­zu­stands der west­li­chen Gesell­schaf­ten in die Geschichts­bü­cher ein­ge­hen wird.

Wie so oft wün­sche ich mir ich würde mich voll­kom­men täuschen.

[Update]: tat­säch­lich kann ich es auch nicht bes­ser schrei­ben, als die­ser Kom­men­tar hier:

ver­gesst ein­fach eure heile-welt-träume. die wohl­stands­blase plus aller damit asso­zi­ier­ten lebens­ent­würfe und illu­sio­nen, in der die gene­ra­tio­nen von ca mitte der 1960er bis etwa 1980 hier­zu­lande auf­ge­wach­sen sind (und ich gehöre dazu), ist längst geplatzt und wir wer­den sehr bald und schnel­ler als gedacht immer mehr bekannt­schaft mit den rea­li­tä­ten machen, mit denen die abso­lute mehr­heit der welt­be­völ­ke­rung schon immer und stän­dig kon­fron­tiert ist. auch eine art aus­glei­chende gerechtigkeit…

[Update2] hier ein wenig über die Kin­der von Ghad­dafi und über ihn selbst.

[Update3] der Feyn­sinn hat in die­sem Bei­trag sehr gut die poten­ti­el­len Alter­na­ti­ven dargestellt.

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Februar 21st, 2011 at 10:04 am

The inconvenient truth about Doktorarbeiten

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Tja, was ist das eigent­lich? So eine Dok­tor­ar­beit? Wenn man mal den inter­es­san­ten Teil aus der Wiki anschaut:

Für Glie­de­rung, Zitate ande­rer Arbei­ten und den for­ma­len Nach­weis der Selb­stän­dig­keit sind gewisse For­men üblich oder in der Pro­mo­ti­ons­ord­nung der Fakul­tät bzw. des Fach­be­reichs vor­ge­schrie­ben. Betrug (etwa durch Hin­zu­zie­hung eines Ghost­wri­ters), ein nach­ge­wie­se­nes Pla­giat oder die aus­zugs­weise Über­nahme frem­der Texte ohne Quel­len­an­gabe kann auch noch im Nach­hin­ein zur Aber­ken­nung des Dok­tor­gra­des und ggf. zu straf­recht­li­chen Kon­se­quen­zen führen.

wird klar worum es mal grund­sätz­lich geht:

(1) Die Dis­ser­ta­tion muß eine selb­stän­dige wis­sen­schaft­li­che Leis­tung dar­stel­len und zur
Lösung wis­sen­schaft­li­cher Fra­gen bei­tra­gen. Sie soll zu neuen wis­sen­schaft­li­chen
Erkennt­nis­sen füh­ren. Die Arbeit wird in der Regel von einer prü­fungs­be­rech­tig­ten Per­son
betreut (Dok­to­ran­den– Verhältnis).”

Die benutzte Lite­ra­tur und sons­tige Hilfs­quel­len sind voll­stän­dig anzu­ge­ben; wört­lich oder nahezu wört­lich dem Schrift­tum ent­nom­mene Stel­len sind kennt­lich zu machen.”

Bis­her noch ohne Nach­weis, aber inter­es­sant fol­gen­der Hin­weis in die­sem Forum:

Da er offen­bar alle Texte im Lite­ra­tur­ver­zeich­nis ange­ge­ben hat, wird das ver­mut­lich als Unge­nau­ig­keit durchgehen,

Aktu­ell wird unser Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter hämisch gebasht weil er wohl eine ganze Menge Text von ande­ren Ver­fas­sern ver­wen­det haben soll, ohne diese als sol­che zu zitieren.

Wäh­rend des­sen die heu­lende Horde sich noch echauf­fiert, dass er “abge­schrie­ben” hat, haben zumin­dest einige soviel Rest­ver­stand, dass sie auf den klei­nen Umstand “ohne zu zitie­ren” noch ein wenig hinweisen.

Man sollte also erst mal ein wenig heiße Luft aus der Hys­te­rie her­aus­neh­men und ein­fach mal ver­ste­hen, dass in Dok­tor– und Diplom­ar­bei­ten selbst­ver­ständ­lich abge­schrie­ben wird und das nicht mal allzu knapp. Bei man­chen Dok­tor­vä­tern steht und fällt die Note näm­lich auch mit der Anzahl der Quel­len die zitiert wer­den. Je weni­ger Quell­ma­te­rial der Dok­to­rand ver­wen­det, je weni­ger umfang­reich war sein “Weg durch die wis­sen­schaft­li­che Lite­ra­tur”. Read the rest of this entry »

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Februar 17th, 2011 at 11:50 pm

Schweinegrippe, die nächste Runde

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Und es geht wie­der los: dies­mal ist der mediale Druck deut­lich höher, der panik­ak­ti­vie­rende Anteil größer.

In der ers­ten Janu­ar­wo­che gab es 39 Infek­tio­nen mit dem H1N1-Virus — der höchste Wert seit Oktober.

Also hat­ten wir keine höhe­ren Zah­len in den Win­ter­mo­na­ten dazwi­schen. Klingt für mich erst­mal beruhigend.

Ins­ge­samt seien in der lau­fen­den Grip­pe­sai­son 204 Infek­tio­nen mit dem H1N1-Virus gemel­det worden

Hei­der­nei, und jetzt kommt das “aber unsere Kinder!”-Argument:

Die­sen Ver­dacht bestä­tigte auch Lothar Mau­rer vom Lan­des­ver­band der Kin­der– und Jugend­ärzte (Fran­ken­thal). Nach Anga­ben der Gesund­heits­äm­ter gibt es bis­her 13 Grip­pe­fälle bei Kin­dern und Jugend­li­chen unter 20 Jah­ren. Mau­rer hat seit der ver­gan­ge­nen Woche bereits 20 Grip­pe­fälle gemel­det, von denen sich 80 Pro­zent als H1N1– Infek­tio­nen bestä­tigt haben.

Es sind nur etwa zehn Pro­zent, die es rich­tig schwer erwischt“, sagt Mau­rer. „Das ist nur die Spitze des Eis­bergs“. Viele Kin­der zeig­ten ledig­lich leichte Sym­ptome wie Schnup­fen und wür­den von ihren Eltern in die Schule oder den Kin­der­gar­ten geschickt. Des­we­gen ver­breite sich die Schwei­ne­grippe auch so schnell. 

Die­ses Jahr krie­gen die uns! Ich bleib trotz­dem bei mei­ner Mei­nung: Panik­ma­che! Diese Argu­mente hier gel­ten weiterhin.

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Januar 13th, 2011 at 9:42 am

Das Gute oder “grün”…auf polemische Weise

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beschrie­ben. Aus­züge aus einem Arti­kel im Cicero (der wohl öfter gute Arti­kel bringt — recht ambi­va­lent teil­weise, ich kann nicht jeden gut­heis­sen, die­sen hier aber schon):

Das Gute hat Renate Künast sozu­sa­gen gepach­tet. Denn sie ist ja Grüne.

Heute, mit dem Auto, wenn es sich flüs­sig fährt und ohne Über­tre­tung der vor­ge­schrie­be­nen Geschwin­dig­keit, in 45 Minu­ten. Mit dem öffent­li­chen Ver­kehr sind es bis zu 120 Minu­ten. Zwei Stun­den: Geht doch, oder?

So sieht sie also aus, die kon­krete Welt gemäß der abs­trak­ten Moral von Renate Künast. So sieht das Schlechte vom Guten aus, das sie ver­kör­pert, das die Grü­nen über­haupt und der­zeit mit gro­ßem Erfolg ver­kör­pern. In Ber­lin hat die grüne Laissez-faire-Ideologie ganze Städte für deut­sche Nor­mal­bür­ger zum Sperr­ge­biet gemacht. Read the rest of this entry »

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Januar 4th, 2011 at 4:50 pm

Stuttgart 21: den Alphablogs gehen die Argumente aus

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Wenn NDS und Fefe ein pro­vin­zi­el­les Lokal­b­lög­chen ver­lin­ken um auch den letz­ten zusam­men­kon­stru­ier­ten Gedan­ken­furz gegen Stutt­gart 21 zu prä­sen­tie­ren, weiss ich, dass denen die Argu­mente aus­ge­hen. Hin­ter­grund ist eine Aus­sage des CDU-Landtagsfraktionsvorsitzenden, der bei einem Rent­ner­treff in Hirsch­berg an der Berg­strasse ein paar alten Leut­chen den übli­chen Ziel­grup­pen­blöd­sinn ver­zapft hat.

Dumm, wenn da ein Blog­ger drin­sitzt, der sich jetzt über Äuße­run­gen wie “ob Stutt­gart 21 10 oder 15 Mil­li­ar­den kos­ten kann Baden-Württemberg wurscht sein” freuen kann. Immer­hin hat er nun sicher den höchs­ten Traf­fic aller Zeiten.

Merk­satz: jeder Satz und alles was mög­lich ist wird in S21-Shitstormargumente umge­münzt. Weder lie­fern die Geg­ner Alter­na­ti­ven noch inter­es­siert sie irgend­ein belast­ba­res Argu­ment. Das ist ein übergro­ßes Fuß­ball­spiel, wo jeder der beste Schieds­rich­ter sein möchte. Und über­haupt ist sein Ver­ein ja immer der Beste. Und die Bahn ist eben “Esta­blish­ment”. Ja, so ist das eben.

Ach so: ich zitiere in die­sem Zusam­men­hang mal Fefe und strei­che etwas raus:

Es gibt da ja die­ses span­nende psy­cho­lo­gi­sche Phä­no­men namens Kogni­tive Dis­so­nanz. Wenn man ein Welt­bild hat, und dann die Rea­li­tät nicht mit dem Welt­bild überein­stimmt, dann fängt das Gehirn an, sich immer absur­dere Theo­rien zurecht­zu­le­gen, um das in Ein­klang zu brin­gen. Des­halb ist es in Situa­tio­nen wie jetzt mit S21 immer sehr unter­halt­sam, sich typi­sche CDU-Politiker Pro­jekt­geg­ner anzu­hö­ren. Man muss da gar nichts sagen, man muss die ein­fach reden las­sen, denn die haben näm­lich gerade die­sen Effekt live und in Farbe und haben einen Mit­tei­lungs­drang mit ihren abstru­sen Theo­rien, weil sie ja nicht nur den ande­ren son­dern vor allem sich selbst ein­re­den wol­len, dass ihr Welt­bild so völ­lig abwe­gig ist, wie es gerade für alle Beob­ach­ten offen­sicht­lich gewor­den ist.

Das passt komi­scher­weise genau. Ich les Fefe gern und auch die NDS sind mir lieb und wich­tig. Aber was da grade an Rat­ten­fän­ge­rei abgeht macht mir kei­nen Spass mehr. Aber wie gesagt: viel fällt denen wohl auch nicht mehr ein.

Written by admin

Oktober 28th, 2010 at 6:22 pm