alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘heidelberg’ tag

#Heidelberg: Stadthallenanbau abgelehnt

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Der Bür­ger­ent­scheid hat erge­ben: die Hei­del­ber­ger wol­len keine Erwei­te­rung der Stadt­halle. Mein Tipp an den OB Würz­ner: suche er sich eine Stadt, wo was geht. In HD geht gar nix…

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Juli 25th, 2010 at 7:59 pm

#Heidelberg: die Amis gehn, die Schotten kommen!

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Bwa­haha! Das hat mei­nen Sams­tag im Stau geret­tet: die­ser schot­ten­rock­tra­gende Qua­dri­der auf dem Weg in den Süden. Klasse!

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Juli 24th, 2010 at 8:57 pm

Das Problem der Bürgerentscheide

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Das Pro­blem der Bür­ger­ent­scheide hat der Feyn­sinn gut dargestellt:

Was heißt hier eigent­lich “direkte Demo­kra­tie”? Die Hür­den für sol­che Kar­ne­vals­um­fra­gen sind viel zu nied­rig, um von einem Ele­ment der “Demo­kra­tie” zu spre­chen. Jeder, der das Klein­geld für die nötige Rum­pel­pro­pa­ganda hat, kann damit Gesetze kip­pen und beein­flus­sen. Das ist nicht mehr Demo­kra­tie, das ist am Ende noch mehr Kapitalismus.

Wie sowas geht kann man gerade gut in Hei­del­berg beim Stadt­hal­len­an­bau sehen. Wer das Geld hat, kann auch die rich­ti­gen Stim­men beeinflussen.

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Juli 21st, 2010 at 4:23 pm

#Heidelberg: #Abzocke oder #Betrug im Baugebiet Bieth (ja, das ohne Telekomkabel)?

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Ui…da hab ich aber einen Kom­men­tar erhal­ten, der es in sich hat. Und weil der “Anonyme” Kom­men­ta­tor mich bat dar­über zu berich­ten um andere Inter­es­sen­ten zu war­nen (bei Erschlie­ßungs­kos­ten von 165 Euro pro Qua­drat­me­ter ohne Tele­kom­ka­bel und ohne aus­rei­chende Trans­pa­renz im Vor­feld der Ver­trags­ver­hand­lun­gen, soweit der Kom­men­ta­tor, halte ich das für ange­mes­sen). Hier also noch­mal als ein­zel­ner Bei­trag, die Her­vor­he­bun­gen sind von mir:

Betrug an jun­gen Fami­lien im Neu­bau­ge­biet „Im Bieth“ in Hei­del­berg –Kirchheim !!!

Die große Über­ra­schung nach dem Erwerb eines Grund­stü­ckes: astro­no­mi­sche Erschlie­ßungs­kos­ten und feh­lende Anschlüsse

Hallo,
ich möchte noch über ein paar inter­es­sante Details zu der Hor­ror­pla­nung im Neu­bau­ge­biet „im Bieth” in Hei­del­berg infor­mie­ren und von mei­ner tie­fen Ent­täu­schung über die Bau­po­li­tik der Stadt Hei­del­berg berichten.

Seit eini­ger Zeit schie­ben sich Tele­kom und die Stadt Hei­del­berg gegen­sei­tig die Schuld für die nicht ver­leg­ten Tele­fon­an­schlüsse zu. Ich möchte nicht dar­über urtei­len, wer hier die Schuld dafür trägt. Fakt ist aus mei­ner Sicht, dass die Stadt Hei­del­berg die Bür­ger in gro­ßem Maße betro­gen hat.

In Hei­del­berg Kirch­heim wurde 2009 das Neu­bau­ge­biet “Im Bieth” erschlos­sen. Es sollte laut Aus­sage auf der offi­zi­el­len Home­page der Stadt Hei­del­berg “Raum für Fami­lien” bie­ten. Ende letz­ten Jah­res erwarb ich dort ein Grund­stück, um mir mit mei­ner Fami­lie eine Zukunft in mei­ner Hei­mat­stadt Hei­del­berg auf­zu­bauen. Ein eige­nes Grund­stück und spä­ter ein Haus…eine ein­ma­lige Inves­ti­tion im Leben.

Wie bei fast jedem Grund­stücks­kauf eines neu erschlos­se­nen Gebie­tes, ori­en­tierte ich mich bezüg­lich der Erschlie­ßungs­kos­ten an gül­ti­gen Richt­wer­ten und den Kos­ten umlie­gen­der und zuletzt erschlos­se­ner Neu­bau­ge­biete, so bei­spiels­weise Hei­del­berg Kirch­heim „am Dorf” (ca. 80 Euro pro Qua­drat­me­ter). Auf­grund der nach­hal­ti­gen umwelt­be­wuss­ten Pla­nung und umfang­rei­cher Recher­che mei­ner­seits wurde mir von öffent­li­chen Stel­len der Stadt Hei­del­berg wie auch von eini­gen Immo­bi­li­en­mak­lern ange­ra­ten, mit einem höhe­ren Betrag von maxi­mal 110 Euro pro Qua­drat­me­ter zu rech­nen– ein Betrag, der mir eben­falls von ande­ren Betrof­fe­nen, oder sollte ich eher Opfern sagen, bestä­tigt wurde. Sie beka­men alle­samt ähnli­che Richt­werte genannt.

Doch dann der erste Schock: Nach­dem sich die Stadt nun mona­te­lang zum Thema Erschlie­ßung­kos­ten in Schwei­gen hüllte und ich immer noch keine Rech­nung erhielt, musst ich in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 6. Mai lesen, dass die Erschlie­ßungs­kos­ten „Im Bieth” laut Bernd Sta­del sich auf 165 Euro pro Qua­drat­me­ter belau­fen. Ich war völ­lig scho­ckiert. Das ent­behrt jedem Ver­gleich. Noch nie waren mir Anschluss­preise in die­ser Grö­ßen­ord­nung bekannt und ich habe sehr lange dies­be­züg­lich recher­chiert. Für die­sen Betrag erhält man ja in umlie­gen­den Gebie­ten das Grund­stück inklu­sive der Erschließungskosten.

Dar­auf­hin rich­tete ich mich mit einem Brief an den Ober­bür­ger­meis­ter und wurde an den Bau­bür­ger­meis­ter Bernd Sta­del ver­wie­sen. Die­ser ant­wor­tete mir in einem lan­gen Brief, der unterm Strich keine kon­krete Aus­sage ent­hielt, son­der nur eine for­male Erklä­rung über die all­ge­meine Zusam­men­stel­lung von Erschlie­ßungs­kos­ten über­haupt.Von dem Betrag „165 Euro pro Qua­drat­me­ter” wisse man nichts und man ver­wieß mich an eine andere Stelle, an der ich mich bzgl. der kon­kre­ten Erschlie­ßungs­kos­ten „im Bieth” infor­mie­ren könne. Nach dem ich dort ange­ru­fen hatte, bekam ich per Email ein Aus­kunft mit 4 gro­ben Beträ­gen und der Aus­sage: “…im wei­te­ren Sinne 155 Euro”??? Na ja, das ist nicht gerade viel weni­ger. Für was denn Bit­te­schön die­ser hohe Betrag?? Für die wahn­sin­nig tolle Erschlie­ßung, bei der die Bür­ger nicht ein­mal mit einem Tele­fon­an­schluss ver­sorgt wur­den? Wie kann ein sol­cher Betrag gerecht­fer­tigt wer­den? Man könnte mei­nen, die Stra­ßen seien ver­gol­det worden.

Ich habe ein Grund­stück erwor­ben und bin nun dazu ver­pflich­tet Erschlie­ßungs­kos­ten zu zah­len, die jede Dimen­sion spren­gen. Habe ich etwa die Katze im Sack gekauft? Anschei­nend wurde hier von der Stadt Hei­del­berg wahl­los inves­tiert und das Geld jun­ger Fami­lien mit vol­len Hän­den zum Fens­ter rausgeworfen.

Genau dies war ja auch der Grund für die Tele­kom ihren Anschluss eben nicht in die wahsin­nig über­teu­er­ten Grä­ben der Stadt Hei­del­berg zu legen. Das von der Stadt Hei­del­berg beauf­tragte Gene­ral­un­ter­neh­men ver­an­schlagte laut Tele­kom einen viel zu hohen Betrag für die Kabel­ver­le­gung. Bei die­sen über­ir­di­schen Erschlie­ßungs­kos­ten wur­den wohl so einige Beträge viel zu hoch ver­an­schlagt. Die Stadt Hei­del­berg wäscht ihre Hände natür­lich in Unschuld…..das gibt es doch nicht!! Selbst die Tele­kom wun­dert sich über die Stadt, denn immer­hin ist seit zwei Jah­ren klar, dass dort keine Lei­tun­gen ver­legt sind.

Hier wur­den von jun­gen Fami­lien Grund­stü­cke erwor­ben und diese Men­schen wer­den jetzt ohne schlech­tes Gewis­sen zur Kasse gebe­ten, nur weil wahr­schein­lich kom­plett fehl­in­ves­tiert und fehl­fi­nan­ziert wurde. An ande­rer Stelle steckt die Stadt Hei­del­berg Mil­lio­nen in sinn­lose Stadt­hal­len­er­wei­te­rung und Tunnelunterführung.

Ich weiß wirk­lich nicht wie ich Erschlie­ßungs­kos­ten in galak­ti­scher Höhe, die mir nun von der Stadt Hei­del­berg auf­ge­brummt wer­den, finan­zie­ren soll, da dies mit Abstand den Rah­men jeder Erwar­tung spren­gen würde. Wie soll man in so einem Fall das Ver­trauen in die Stadt Hei­del­berg nicht ver­lie­ren? Wie sol­len sich junge Fami­lien eine Zukunft auf­bauen kön­nen, wenn sie der­ma­ßen abge­zockt wer­den? Ich fühle mich als Bür­ger von der Stadt Hei­del­berg betro­gen und über den Tisch gezogen.

Viel­leicht kön­nen sie ja dar­über berich­ten, alleine schon um andere junge Fami­lien zu war­nen, vor­sich­tig zu inves­tie­ren, denn anschei­nend kann man der Stadt Hei­del­berg nicht ver­trauen, auch wenn diese nun ver­sucht, die Schuld auf die Tele­kom zu schieben.

Fazit ist, dass Erschlie­ßungs­kos­ten, die ein­zig­ar­tig hoch sind, von Fami­lien getra­gen wer­den müs­sen, die nicht ein­mal mit Tele­fon­an­schlüs­sen ver­sorgt wur­den. Also nicht nur dass die Tele­fon­lei­tun­gen ver­ges­sen wur­den ist bun­des­weit wirk­lich einzigartig…auch Erschlie­ßungs­kos­ten, die plötz­lich in astroni­mi­sche Höhen schie­ßen, nach­dem die Grund­stü­cke guten Gewis­sens von Fami­lien gekauft wur­den, ist mei­ner Mei­nung nach ein­zig­ar­tig und eine boden­lose Frechheit.”

Also, das ist stark. Dem Laien hier eine Erläu­te­rung; das hier ist die Anfor­de­rung an eine “Kos­ten– und Finan­zie­rungs­über­sicht (KuF) gem. § 149 Bau­ge­setz­buch (BauGB):

(1) Die Gemeinde hat nach dem Stand der Pla­nung eine Kos­ten– und Finan­zie­rungs­über­sicht auf­zu­stel­len. Die Über­sicht ist mit den Kos­ten– und Finan­zie­rungs­vor­stel­lun­gen ande­rer Trä­ger öffent­li­cher Belange, deren Auf­ga­ben­be­reich durch die Sanie­rung berührt wird, abzu­stim­men und der höhe­ren Ver­wal­tungs­be­hörde vorzulegen.

(2) In der Kos­ten­über­sicht hat die Gemeinde die Kos­ten der Gesamt­maß­nahme dar­zu­stel­len, die ihr vor­aus­sicht­lich ent­ste­hen. Die Kos­ten ande­rer Trä­ger öffent­li­cher Belange für Maß­nah­men im Zusam­men­hang mit der Sanie­rung sol­len nach­richt­lich ange­ge­ben werden.

(3) In der Finan­zie­rungs­über­sicht hat die Gemeinde ihre Vor­stel­lun­gen über die Deckung der Kos­ten der Gesamt­maß­nahme dar­zu­le­gen. Finan­zie­rungs– und För­de­rungs­mit­tel auf ande­rer gesetz­li­cher Grund­lage sowie die Finan­zie­rungs­vor­stel­lun­gen ande­rer Trä­ger öffent­li­cher Belange sol­len nach­richt­lich ange­ge­ben werden.

(4) Die Kos­ten– und Finan­zie­rungs­über­sicht kann mit Zustim­mung der nach Lan­des­recht zustän­di­gen Behörde auf den Zeit­raum der mehr­jäh­ri­gen Finanz­pla­nung der Gemeinde beschränkt wer­den. Das Erfor­der­nis, die städ­te­bau­li­che Sanie­rungs­maß­nahme inner­halb eines abseh­ba­ren Zeit­raums durch­zu­füh­ren, bleibt unberührt.

(5) Die Gemeinde und die höhere Ver­wal­tungs­be­hörde kön­nen von ande­ren Trä­gern öffent­li­cher Belange Aus­kunft über deren eigene Absich­ten im förm­lich fest­ge­leg­ten Sanie­rungs­ge­biet und ihre Kos­ten– und Finan­zie­rungs­vor­stel­lun­gen verlangen.

(6) Die höhere Ver­wal­tungs­be­hörde kann von der Gemeinde Ergän­zun­gen oder Ände­run­gen der Kos­ten– und Finan­zie­rungs­über­sicht ver­lan­gen. Sie hat für ein wirt­schaft­lich sinn­vol­les Zusam­men­wir­ken der Gemeinde und der ande­ren Trä­ger öffent­li­cher Belange bei der Durch­füh­rung ihrer Maß­nah­men zu sor­gen und die Gemeinde bei der Beschaf­fung von För­de­rungs­mit­teln aus öffent­li­chen Haus­hal­ten zu unterstützen.

Wenn dem Kom­men­ta­tor von Sei­ten der Stadt tat­säch­lich eine “KuF” mit 4 (vier!!) pau­scha­len Ein­zel­po­si­tio­nen als Ver­trags­grund­lage für den Grund­stücks­kauf gege­ben wurde, dann hat das ein “Gschmäckle”, wie die Schwa­ben sagen. Ich erin­nere mich an unsere KuF‘s. Dort waren ca. 30–50 Ein­zel­po­si­tio­nen auf­ge­führt, auf­ge­schlüs­selt nach der Gemein­de­sat­zung, damit die Erschlie­ßungs­bei­träge an die ent­spre­chen­den Kon­ten­stel­len direkt umge­rech­net wer­den konn­ten (Abwas­ser, Stra­ßen, Beleuch­tung, Ver­sor­ger, usw. usf.). Und ein wei­te­rer Ver­gleich (ich habe die Kos­ten der Erschlie­ßung hier bereits mal haus­num­mer­mäs­sig über­schla­gen, und bin — so wie der Kom­men­ta­tor berich­tet — von einem rea­lis­ti­schen Bei­trag von 110 Euro pro Qua­drat­me­ter ausgegangen):

Mal von der feh­len­den Plau­si­bi­li­tät der in der Presse ange­ge­be­nen 17 Mio Euro auf 21,5 Hektar (das ergäbe ca. 80 Euro/qm) und den abge­rech­ne­ten 165 Euro/qm abge­se­hen, ich erin­nere mich an ein Pro­jekt in Stutt­gart, in dem die — tat­säch­lich durch die Topo­lo­gie des Ortes nicht ver­meid­bare — tech­ni­sche Umset­zung eines neuen Bau­ge­bie­tes zu etwa 120 Euro führ­ten. Die­ser Betrag war von Sei­ten der Stadt _nicht poli­tisch ver­mit­tel­bar_! Und dann erdreis­ten sich die Hei­del­ber­ger in Kirch­heim 165 Euro zu akzep­tie­ren? Kann ich über­haupt nicht ver­ste­hen! Das soll alles durch die hohen Preise eines “Gene­ral­un­ter­neh­mers” ver­ur­sacht wor­den sein?

Hierzu meine Meinung:

Ein Bau­ge­biet wird per KuF und fähi­gem Pla­ner und Erschlie­ßungs­trä­ger weit vor dem ers­ten Bag­ger­biss finan­zi­ell auf­ge­baut. Es gibt zu kei­nem Zeit­punkt der Pla­nung kos­ten­mäs­sige Unklar­hei­ten (außer man geht  in einen unbe­kann­ten Unter­grund). Mit den fest­ge­leg­ten Kos­ten­gren­zen wird dann die Maß­nahme öffent­lich aus­ge­schrie­ben (VOB/A). Der Vor­teil für eine Kom­mune eine Erschlie­ßungs­maß­nahme durch einen pri­vat­wirt­schaft­li­chen Erschlie­ßungs­trä­ger durch­füh­ren zu las­sen ist unter ande­rem, dass die­ser ein­fa­cher die Aus­schrei­bung auf­he­ben kann, wenn die Ange­bote die Kos­ten­gren­zen über­schrei­ten. Ich weiss nicht wie es Hei­del­berg gemacht hat. Bei Kos­ten von 17 Mio Euro hätte aber eine euro­pa­weite Aus­schrei­bung statt­fin­den müs­sen. Außer­dem — und mir kann nie­mand das Gegen­teil bewei­sen — ken­nen sich die Pap­pen­hei­mer. D.h. die zum Zuge kom­men­den Unter­neh­men wer­den so oder so zumin­dest infor­ma­tiv ins Boot geholt. Hat man gute Fir­men, die es nicht über­trei­ben, kommt es auch nicht zu “bösen Über­ra­schun­gen”. Hat man es sich ver­dor­ben  (d.h. die guten geben gar nicht mehr ab und übrig blei­ben nur die gewief­ten, die sich ihres Mono­pols bewusst sind), steht man am Ende da und hat nur ein Ange­bot und eine gna­den­los über­zo­gene Kos­ten­grenze. Was dann? Dann ist der Fach­mann gefragt. Ich weiss aber, dass sowas in Hei­del­berg sicher böh­mi­sche Dör­fer sind: man kann so ziem­lich alles jedem in sei­ner Kal­ku­la­tion so nach­wei­sen, dass er aus dem Ren­nen ist. Dazu gehört eben Fach­wis­sen und die ent­spre­chend geschickte Ausschreibung.

Und über­haupt: wieso lese ich immer “einen Gene­ral­un­ter­neh­mer”? Ich könnte jetzt lang und breit aus­ho­len was ich bei solch sim­plen Maß­nah­men von Gene­ral­un­ter­neh­mer­ver­ga­ben halte (die braucht es m.A.n. nur bei zu unkla­ren Leis­tungs­be­schrei­bun­gen, aber eine Erschlie­ßung? Das sind Rohre, Grä­ben, Stra­ßen­be­läge, Leuch­ten, Ver­sor­gungs­lei­tun­gen, Stra­ßen­schil­der, Buswartehäuschen…sowas kauft man Sams­tags mit nem Zet­tel bei Obi ein!).

Es kann gar nicht ange­hen, dass sol­che Erschlie­ßungen nur ein Unter­neh­mer aus­führt. Kein Wun­der, wenn die Kos­ten hoch sind. 21.5 Hektar schlüs­selt man in sinn­volle Lose und Bau­ab­schnitte auf und ver­gibt alle getrennt. Gewähr­leis­tungs­pro­ble­ma­tik? Was soll der Mist? Dafür schreibt man einen schlauen Ver­trag. Die Kos­ten hier­für sind bei wei­tem über­sicht­li­cher als bei der Sache hier…ich könnte mich aufregen!

Tja, was rate ich nun dem Kom­men­ta­tor: nehme er sich einen Anwalt der sich mit dem Bau­ge­setz­buch und der Finan­zie­rung von Erschlie­ßungs­maß­nah­men aus­kennt und gehe er gegen die Intrans­pa­renz der Maß­nahme vor. Viel­leicht hat er Erfolg. Von mei­ner Seite: ich drü­cke die Daumen!

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Juli 19th, 2010 at 9:15 pm

#Heidelberg: #Campact Aktion Atom-Alarm

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Am kom­men­den Mon­tag, 26.07.2010 ab 15.00 Uhr fin­det eine Cam­pact Aktion in Hei­del­berg statt: alle hingehen!

bis Ende Sep­tem­ber will die Bun­des­re­gie­rung über die Zukunft der Atom­kraft ent­schei­den. Doch unter den Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten von Union und FDP wächst die Sorge, dass ihnen län­gere Lauf­zei­ten daheim im Wahl­kreis ordent­lich auf die Füße fal­len. Am kom­men­den Mon­tag wol­len wir auch in Hei­del­berg den CDU-Abgeordneten für Hei­del­berg und Mann­heim, Dr. Egon Jütt­ner und Dr. Karl A. Lamers, klar machen, dass die Men­schen in ihren Wahl­krei­sen mög­lichst rasch aus der Atom­kraft aus­stei­gen wollen!

Vor dem gemein­sa­men Wahl­kreis­büro schla­gen wir unüber­hör­bar Alarm — mit Trom­meln, Töp­fen, Ras­seln und Pfei­fen. Außer­dem wol­len wir Dr. Egon Jütt­ner und Dr. Karl A. Lamers eine Erklä­rung gegen Atom­kraft über­rei­chen, die bereits über 150.000 Men­schen unter­zeich­net haben. Zeit­gleich fin­den bun­des­weit vor rund 50 Wahl­kreis­bü­ros wei­tere Alarm-Aktionen statt.

Kom­men Sie vor­bei und unter­stüt­zen Sie die Aktion!

> Ort: CDU Regio­nal­ge­schäfts­stelle, Adler­straße 1/5, 69123 Hei­del­berg
> Zeit: Mon­tag, 26. Juli, 15.00 bis 15.30 Uhr
> Wei­tere Infos: http://www.campact.de/atom2/sommer/heidelberg-mannheim

Der Atom-Alarm ist der Auf­takt zu einer gan­zen Reihe von Aktio­nen in den Wahl­krei­sen der Par­la­men­ta­rier. Unser Ziel: Dass am Ende eines “hei­ßen Som­mers” mög­lichst viele Abge­ord­nete nach Ber­lin zurück­keh­ren und Kanz­le­rin Mer­kel mit­tei­len: “Län­gere Lauf­zei­ten? Die flie­gen mir daheim im Wahl­kreis gehö­rig um die Ohren — das kann ich nicht mittragen!”

Kön­nen Sie mit dabei sein? Brin­gen Sie doch mög­lichst etwas mit, mit dem Sie laut­stark Alarm schla­gen kön­nen, gerne auch bunt gestal­tet. Lei­ten Sie diese Mail auch gerne an Freun­din­nen und Freunde, Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen weiter.

Wir freuen uns auch, wenn Sie unsere Aktio­nen in den Wahl­krei­sen der Abge­ord­ne­ten mit einer Spende unter­stüt­zen: https://www.campact.de/atom2/spenden/donate4

Mit herz­li­chen Grü­ßen
Susanne Jacoby”

Wun­dert mich schon, dass da sowe­nig in die­ser Hin­sicht los ist. Sind doch sonst so auf Natur­schutz bedacht die Heidelberger.

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Juli 19th, 2010 at 10:05 am

#Heidelberg: Telekom, die Stadt und der Hammer der Woche im ZDF

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Die dumme Sache mit den feh­len­den Tele­fon­lei­tun­gen in Hei­del­berg hat es jetzt bis ins ZDF, den Län­der­spie­gel geschafft. Es war tat­säch­lich der Ham­mer der Woche. Nach Stutt­gart auch. Bwaha! Mit einem Grin­sen, Hei­del­berg, mit einem Grinsen.

Update: ach so ja, wenn man bei Google “Hei­del­berg Tele­kom Bau­ge­biet” ein­gibt, kommt fol­gen­des raus (zumin­dest heute *g*):

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Juli 17th, 2010 at 5:39 pm

#Heidelberg: Architektur, die akademisierte Sicht der Dinge

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aber lei­der am Thema vor­bei. Auf einer (sub­jek­tiv bemerkt) gut gemach­ten Web­site zur Stadt Hei­del­berg fin­det sich ein intel­lek­tu­el­ler Erguss eines Archi­tekten über das Thema Archi­tek­tur in Hei­del­berg. Anhand des dort gezeig­ten Bil­des der Stadt­halle, gehe ich davon aus, dass der Autor auch diese als Moti­va­tion für seine Ana­lyse ver­wen­det hat. Obwohl die­ser Begriff nicht passt, denn es ist ja keine Ana­lyse son­dern ein Kla­gen eines Archi­tek­ten aus Hei­del­berg, der sich dar­über beschwert, dass es eine öffent­li­che Dis­kus­sion über Archi­tek­tur gibt, also von Leu­ten die sich mit dem Thema, sei­ner objek­ti­ven Mei­nung nach wohl nicht aus­ken­nen und bes­ser schwei­gen sollte. Naja…ich meine, schriebe die­ser Archi­tekt diese sub­jek­tive Mei­nung in sei­nem pri­va­ten Blog, so hätte ich geschwie­gen, aber bei der Web­site, die doch eher den Ein­druck eines “Sprach­or­gans” der Stadt Hei­del­berg macht, da kann ich nicht meine Klappe hal­ten, hier also mein (noch nicht frei­ge­ge­be­ner Leser­brief):

“Objek­ti­ver Geschmack setzt daher auf Wis­sen, auf Kennt­nisse, also auf Unter­schei­dungs­merk­male. Erst wenn ich mich infor­miert habe, kann ich objek­ti­ven Geschmack aus­bil­den und bin urteilsfähig.”

Es gibt mei­nes sub­jek­ti­ven Wis­sens nach kei­nen “objek­ti­ven Geschmack” (s. z.B. Wiki); außer­dem ist die­ser Satz ein Tot­schlä­ger­ar­gu­ment, denn wer ent­schei­det, wer  urteils­fä­hig ist und wer nicht? Und kön­nen Sie behaup­ten wider­le­gen (Anm. das konnte ich lei­der nicht mehr ändern *g*), dass die “Aus­bil­dung” in einem gestal­te­ri­schen Fach­ge­biet (wie Kunst­kri­tik oder Archi­tek­tur) tat­säch­lich der gestal­te­ri­schen Fle­xi­bi­li­tät und Krea­ti­vi­tät eher kon­tra­pro­duk­tiv gegen­über­ste­hen? Manch­mal sieht man ja den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht mehr.

Nur, was soll uns jetzt die­ser sub­jek­tiv hoch­ge­sto­chen, ver­kopfte und aka­de­mi­sierte Text nun mit­tei­len? “Ängst­li­che, an ihrem klein­bür­ger­li­chen Geschmack hän­gende Intel­lek­tu­elle” “mit einer” schlech­ten “All­ge­mein– und Geschmacks­bil­dung” sind in Hei­del­berg die ein­fluß­reichste Bevöl­ke­rungs­gruppe. Wol­len Sie das damit sagen und
bemän­geln? Nun, da muss ich Ihnen abso­lut und sub­jek­tiv Recht geben.

Aller­dings sollte man die The­ma­tik Archi­tek­tur ins­be­son­dere in Hei­del­berg nicht am “Geschmack”, also am Ent­wurf fest­ma­chen. Inso­fern man die Dis­kus­sion ver­folgt schei­nen dazu ent­ge­gen gerich­tete Argu­mente wie Wirt­schaft­lich­keit,  Alter­na­tiv­stand­orte und den Umgang der Kom­mune mit den har­ten Fak­ten das Haupt­pro­blem der Ent­schei­dungs­fin­dung zu sein.

Übri­gens: “Trä­ger öffent­li­cher Belange” gibt es seit Revi­sion des BauGB seit ein paar Jähr­chen auch nicht mehr. Die heis­sen jetzt “Behör­den”, inso­fern ich mich noch auf meine “his­to­ri­schen Kennt­nisse” ver­las­sen kann.” (Anm. ok, das war nur ne plumpe Klug­scheis­se­rei, aber wenn schon, denn schon)

Nein! Obwohl ich als Bau­in­ge­nieur der ver­meint­lich öffent­li­chen Mei­nungs­ma­che nach der klas­si­sche kate­go­ri­sche Feind des Archi­tek­ten bin, muss ich hier ganz ein­deu­tig klar­stel­len, dass das bei mir nicht der Fall ist!

Das gilt ins­be­son­dere für den Autor die­ses Arti­kels, den ich ja auch gar nicht kenne. Nur die Art und Weise des Tex­tes ver­an­lasst mich dazu. Ich habe sehr gute Archi­tek­ten ken­nen­ge­lernt und mit sehr guten Archi­tek­ten wirt­schaft­li­che und gestal­te­risch anspruchs­volle (ach so…dazu habe ich ja keine Ausbildung..also gut, ich halte mich raus) Bau­werke erstellt. Teil­weise mit­ten in gro­ßen und grö­ße­ren (zumeist schwä­bi­schen) “Metro­po­len”. Lei­der musste ich auch Podi­ums­dis­kus­sio­nen von “Archi­tek­ten” bzw. Künst­lern, und Leute die sich dafür hal­ten, akus­tisch und kogni­tiv mit­ver­ar­bei­ten: wie ange­deu­tet, eine schmerz­hafte Angelegenheit.

Womit ich ein grund­sätz­li­ches Pro­blem habe ist diese schräge Art der “Eli­te­grup­pen­bil­dung” bei “Kunst­be­wan­der­ten” wie u.a. auch vie­len Architekten.

Da wird bei fast jedem zwei­ten Gebäude, sei es nun ein ödes Ver­wal­tungs­ge­bäude in depri­mie­ren­den Stadt­ge­bie­ten, oder die Gewer­be­im­mo­bi­lie eines IT-Mittelständlers auf der ehe­ma­li­gen freien Wiese vom “Genius Loci” und ähnli­chem Gehirn­bull­s­hit gespro­chen, da wer­den his­to­ri­sche Zitate von Adorno und Kon­sor­ten bemüht, die den zum Dazugehören-Wollen-tendierenden Leser ein befrie­den­des Lächeln auf die — viel­leicht schon gelif­te­ten und gebo­tox­ten– Lip­pen zau­bern. Der schwarze Roll­kra­gen­pulli und die Jogi-Löw Big Jeff-Frisur (sel­ten grau) gehö­ren bei “den Gefähr­de­ten” zum Schubladen-Klischee-Standard-Repertoire und über die ganz kras­sen Typen mit Schlapp­hut, Zwir­bel­bart und 100 Kilo Über­ge­wicht (Schal nicht zu ver­ges­sen) sag ich jetzt mal nichts mehr.

Ich hab mit (Tei­len von) denen ein Pro­blem, weil ich — “aus mei­ner his­to­ri­schen Erfah­rung” und somit zur intel­lek­tu­el­len Erkennt­nis (frei nach dem Schwulst des Hei­del­ber­ger Archi­tek­ten) frei­ge­ge­ben — so oft kaputte Pro­jekte repa­rie­ren  und ver­zwei­felte Bau­her­ren auf­päp­peln musste, weil diese char­man­ten Welt­of­fe­nen es nicht für nötig hiel­ten, irgend­wann mal zu berech­nen, was der ganze Spass kos­ten soll. Oder warum Regel­de­tails geplant wur­den, die nicht den aner­kann­ten Regeln der Tech­nik ent­spra­chen (und das der Bau­herr auch nicht erfah­ren sollte). Oder das es eben nicht reicht, die Kos­ten aus unge­nauen Tabel­len­wer­ten her­zu­lei­ten, ohne die Beson­der­hei­ten des Gebäu­des und des Stand­orts zu beach­ten. Oder das es unklar war, wel­che Leis­tun­gen über­haupt von wem und wann und wie beschrie­ben, beplant und beauf­tragt wer­den soll­ten. Oder…oder…oder…

Nein, ich hab nix gegen Architekten…es gibt ja auch …ein paar…Gute. Nein und über Gebäu­de­tech­nik­pla­ner will ich heute nichts schrei­ben.

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Juli 16th, 2010 at 3:00 pm

#Heidelberg, again, die Bahnstadt und der Klimaschutz

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Und noch einer aus Hei­del­berg: Irgend­eine Umwelt­mi­nis­te­rin (die wech­seln ja auch öfter und sich aus­tausch­bar) hat eine ganz super­dolle Rede gehal­ten. Tenor war, dass die­ses Pro­jekt eine ener­ge­tisch sinn­volle Stadt­ent­wick­lungs­maß­nahme wäre.

Ist es sicher, da bin ich ganz Ihrer Mei­nung. Wenn man die Wirt­schaft­lich­keit außer Acht lässt.

Ich sage vor­aus, dass es ein wirt­schaft­li­ches Desas­ter wer­den wird. Mal sehen, wie viele Grund­stü­cke ver­zwei­felt per Erb­pacht (oder feh­len­den Tele­kom­lei­tun­gen *lol*) an den zuviel zah­len­den Mann gebracht wer­den sollen.

Viel­leicht sollte es Hei­del­berg end­lich mal gelin­gen wirk­lich bezahl­ba­res Eigen­tum zu ent­wi­ckeln, oder ihr Pseudo-Ziel des bezahl­ba­ren Wohn­raums für einkommens“schwache” Bür­ger­schich­ten (die Hei­del­berg doch gar nicht haben will) fal­len lassen.

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Juli 13th, 2010 at 10:38 am

#Heidelberg: Wohnen ohne Telefon, die Fortsetzung

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Ges­tern schrieb ich über die lus­tige Epicfail-Maßnahme in einem Hei­del­ber­ger Bau­ge­biet, das bei 103 (!) Bau­grund­stü­cken und 23 Gewer­be­grund­stü­cken (!!) ohne Tele­kom­lei­tun­gen fer­tig­ge­stellt wurde.

Heute steht eine Fort­set­zung in der Zei­tung, die nur neben­bei äußert, dass die Tele­kom sich über die Stadt wun­dert, denn immer­hin sei seit zwei Jah­ren klar, dass dort keine Lei­tun­gen ver­legt wären.

Es scheint, meine Worst-Case-Annahme stimmt: das hat die Stadt ver­geigt. Ich frage mich: wie konn­ten das die Ver­ant­wort­li­chen ent­schei­den und dabei die poli­ti­schen Kon­se­quen­zen über­se­hen. Ist das noch eine Lei­che im Kel­ler des ehe­ma­li­gen Baubürgermeisters?

Update: Ach, ich sollte mir ange­wöh­nen auch den Mann­hei­mer Mor­gen zu recher­chie­ren, die sind wie immer deut­lich aus­sa­ge­fä­hi­ger als die RNZ Leute:

…“Die Tele­kom wollte das Neu­bau­ge­biet ‚Im Bieth’ wie üblich mit Tele­fon­an­schlüs­sen ver­sor­gen”, sagt Pres­se­spre­che­rin Cor­de­lia Hil­ler. “Jedoch konn­ten wir uns lei­der mit dem Erschlie­ßungs­un­ter­neh­men nicht eini­gen.” Würz­ner ver­mu­tet dage­gen als Grund, dass die Tele­kom die Kos­ten scheut, die das Kabel zie­hen ver­ur­sa­chen würde: “Man zögert die Inves­ti­tion so lange wie mög­lich hin­aus.” Denn jeder Anwoh­ner, der neu hin­zu­kommt, und bei der Tele­kom einen Ver­trag unter­schreibt, macht den Anschluss für den Kon­zern profitabler.”

Ent­schul­di­gung, aber das glaube ich nicht! Die Kos­ten für die Tele­kom­lei­tun­gen sind sicher Bestand­teil der Erschlie­ßungs­maß­nahme, die von allen Grund­stücks­ei­gen­tü­mern, die die Maß­nahme letzt­end­lich bis auf jeden Pfen­nig bezah­len, per Ver­trag akzep­tiert wer­den muss. Des­we­gen ist es auch schnurz ob da spä­ter tat­säch­lich jemand einen Anschluß bekom­men will. Die Kabel wer­den gelegt und bezahlt. Punkt!

Wahr­schein­lich sind die Kos­ten der Erschlie­ßung aber zu hoch und somit poli­tisch bei den Betrof­fe­nen nicht rea­li­sier­bar gewe­sen. Betrach­tet man mal die Zah­len (21,5 Hektar) so sind, inso­fern die Anga­ben aus dem mor­gen­web stim­men, von der Stadt ca. 80 Euro pro Qua­drat­me­ter inves­tiert wor­den (falls der ganze Grund der Stadt gehört haben sollte, was ich nicht weiß). Ich glaube nicht, dass sol­che Kos­ten in Hei­del­berg rea­li­sier­bar sind. Ich schätze eher mal min­des­tens 100–115 Euro pro Qua­drat­me­ter (das wären zumin­dest schwä­bi­sche Zah­len des Jah­res 2008). Hier ist also schon­mal eine wahr­schein­lich poli­tisch oder tat­säch­lich amts­in­tern moti­vierte — Unter­kal­ku­la­tion inter­pre­tier­bar. Und wenn in der Kos­ten– und Finan­zie­rungs­ver­ein­ba­rung des Erschlie­ßungs­trä­gers mit den Eigen­tü­mern zu wenig, oder keine Kos­ten für Tele­kom­lei­tun­gen auf­ge­nom­men wur­den, dann ist das ein Feh­ler der Leute, die diese Zah­len durch­ge­wun­ken haben. Erst recht, wenn die damals “ange­nom­men haben”, die Tele­kom lie­fere die Lei­tun­gen — aus wel­chem juris­ti­schen Umstand auch immer — umsonst und “jemand” hat ver­säumt hierzu etwas in den Erschlie­ßungs­trä­ger­ver­trag zu schreiben.

Und falls die Tele­kom­the­ma­tik tat­säch­lich im Erschlie­ßungs­ver­trag bedacht, mit den Betei­lig­ten koor­di­niert und fest­ge­legt wurde und die Tele­kom und der Erschlie­ßungs­trä­ger den Sta­tus Quo (“Keine Kabel zum Bau­ende”) durch Frei­gabe der Schluß­ab­rech­nung der Maß­nahme (durch den Erschlie­ßungs­trä­ger und das Tief­bau­amt) fest­ge­legt haben, ist es den­noch die Schuld des Bau­her­ren (der Stadt)! Und dann soll­ten die jetzt nicht empört tun, son­dern offen sagen “Ja! Wir haben das Ding fer­tig­ge­stellt und die Tele­kom wollte nicht! Und wir wuss­ten das, als wir Euch die Grund­stü­cke ver­kauft haben!“

Written by admin

Juli 13th, 2010 at 10:28 am

kein Anschluß unter dieser Nummer in #Heidelberg

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Oh meine Güte! Ich hab bei sowas immer rich­tige Schmer­zen, wirk­lich! Nach­dem ich hier ja wenig Gutes auf die Welt­elite in Hei­del­berg gelas­sen habe, machen die es einem aber auch wirk­lich nicht gerade einfach.

Jetzt haben sie ver­ges­sen in einem Neu­bau­ge­biet die Tele­fon­lei­tun­gen zu legen!

Ich hab ja sel­ber mal Erschlie­ßungs­ge­biete durch­ge­führt und kann mir viele Erklä­run­gen den­ken, es ist ja nicht immer leicht ins­be­son­dere Ver­sor­ger jeder Art, also Tele­kom, Was­ser­ver­sor­ger, usw. recht­zei­tig zu bewe­gen. Aber sicher wird es eine Firma gege­ben haben, die dort die Maß­nahme bau­lich umge­setzt hat. Und die hat­ten einen Ver­trag. Und eine Leis­tungs­be­schrei­bung. Und in der stan­den Tele­fon­lei­tun­gen oder nicht, oder eben eine Schnitt­stel­len­be­schrei­bung zu Leis­tun­gen zur Telefonleitung.

Und die Eigen­tü­mer, die die Erschlie­ßungs­maß­nahme am Ende bezah­len, hat­ten sicher­lich schon vor vie­len Jah­ren ein Kos­ten­blatt erhal­ten, in dem unter ande­rem auch Kos­ten für die Ver­sor­gungs­lei­tun­gen der Tele­kom­mu­ni­ka­tion auf­ge­führt waren. Würde mich wun­dern, wenns anders wäre. Kei­ner kauft ja ne Katze im Sack. Auch nicht in Hei­del­berg, oder?

Nun…und dann stellt sich die Frage, was wurde am Schluß abge­rech­net, als alles fer­tig war? Ent­we­der lie­fert der Erschlie­ßungs­trä­ger ein Schrift­stück, aus dem her­vor­geht, was ent­schie­den wurde, oder er hat ein­fach ein Problem.

Ich hatte das auch schon­mal. Aber da haben wir ent­schie­den die Grä­ben zum Tag X zuzu­ma­chen, egal ob der Ver­sor­ger da ist oder nicht. Die waren da…alles kein Pro­blem. Kein Ver­sor­ger will auf seine Kos­ten neue Stra­ßen und Rand­wege auf­reis­sen um noch ein fin­ger­di­ckes Käbel­chen rein­zup­uh­len. Und falls doch…

Mal sehen was wir noch so erfah­ren wer­den. Übri­gens: der Bebau­ungs­plan bzw. der Gemein­de­rats­be­schluß ist teil­weise von 2000! Wie kann sowas auch noch soo lange dau­ern? Oh Mann, oh Mann! *facepalm*

Und noch ein Übri­gens: ich kann mir den­ken, wie das gekom­men ist: die Gemeinde Hei­del­berg will ja (siehe auch Bebau­ungs­plan) soge­nann­ten “güns­ti­gen Wohn­raum” *TM lol* auf den Markt brin­gen. Woan­ders schaf­fen die das auch nicht und ver­pach­ten dann eben per Erb­pacht (WTF?).

Written by admin

Juli 12th, 2010 at 2:29 pm