alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

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Bremst #Gauck unseren Niedergang?

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Nein, ich finde Chris­tian Wulff ist nicht der rich­tige Kan­di­dat als Bun­des­prä­si­dent. Aber es scheint, dass sich auch die­ses Pro­blem nun erle­digt hat. Als nächs­ter Vor­schlag steht Joa­chim Gauck in der Pipeline.

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Auch dar­über wird mehr oder weni­ger kon­tro­vers dis­ku­tiert und es gibt auch hier — sub­stan­ti­ell wert­vol­lere — Arti­kel in den Medien und im Inter­net, als zu Wulff — was nach­voll­zieh­bar ist, da Wulff als sol­cher nicht durch sein Pro­fil wahr­ge­nom­men wurde.

Wie ich im Netzpolitik.org — Blog bereits kom­men­tierte, scheint Herr Gauck für mich die bis­her beste Wahl, aller­dings wäre auch er als Prä­si­dent des Deut­schen Vol­kes nicht der Richtige:

“Wenn Gauck als Mit­glied der Atlantik-Brücke die urei­gene Reak­tion der USA auf “unkon­forme Staa­ten” (im Sinne N. Choms­kys) kennt und er Kon­takt zu den ein­fluss­rei­chen Eli­te­fa­mi­lien und Staats­len­kern dort drü­ben hat, so halte ich ihn außen­po­li­tisch für den denk­bar geeig­nets­ten Bundespräsidenten.

Seine Reak­tio­nen auf die Finanz­krise und der Kri­tik am kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tem an sich zei­gen aber einen ver­al­te­ten Ost-West-Deutschen, der sich zwar an die her­un­ter­ge­kom­me­nen Gebäude des rea­len Sozia­lis­mus der DDR und auch noch an die Gefah­ren des kal­ten Krie­ges erin­nert, dem aber für die aktu­elle Welt­lage die nötige Fle­xi­bi­li­tät fehlt.

Das ist ja genau unser Pro­blem: der Kon­flikt zwi­schen den alten Inter­net­aus­dru­cker­ge­ne­ra­tion (mit allem was dazu­ge­hört) und den jun­gen Wäh­lern (und von denen auch nur die, die nicht dem Neo­ka­pi­ta­lis­mus und der aso­zia­len Geld­geil­heit der FDP ver­fal­len sind).
Wir soll­ten uns die Frage stel­len, ob wir mit innen­po­li­ti­schen Fra­ge­stel­lun­gen das große Ganze lösen kön­nen, oder ob uns diese innen­po­li­ti­schen Que­re­len nicht von der Ursa­che der Welt­wirt­schafts­krise ablen­ken sol­len. Und: sollte sich unsere Gene­ra­tion nicht eher damit befas­sen, inter­na­tio­nal über den “Digi­ta­len Akti­vis­mus” eine brei­tere Stimme zu erhalten.”

Über den — oben erwähn­ten wert­vol­len — Arti­kel beim Spie­gel­fech­ter komme ich zu der Ein­sicht, dass die Wahl die­ses Kan­di­da­ten als Prä­si­dent innen­po­li­tisch ein ganz schlech­ter Schach­zug ist: warum?

Gauck scheint unfle­xi­bel zu erken­nen, dass das poli­ti­sche Bild in Deutsch­land nicht mehr nur über die west­deut­schen Mei­nun­gen gestal­tet wird. Er ist zu sehr Anti-DDR, als dass er in der Lage wäre ein Prä­si­dent für alle Deut­schen zu sein.

Gerade in die­sen schänd­li­chen Zei­ten, in denen der zu-Ende-degenerierte Kapi­ta­lis­mus über den Neo­li­be­ra­lis­mus ein Maxi­mum an Zynis­mus und Ver­ach­tung der Bevöl­ke­rung gegen­über ent­wi­ckelt hat, gerade jetzt, wo der Wes­ten beweist, dass er dem dama­li­gen Osten — in wirt­schaft­li­cher Hin­sicht — nur darin ent­ge­gen steht, die Armut und den gesell­schaft­li­chen Abstieg der Bevöl­ke­rung noch unge­rech­ter zu ver­tei­len (in der DDR waren ja zumin­dest alle die Leid­tra­gen­den — mal von den Par­tei­bon­zen und ein paar Stasi­ver­rä­tern abge­se­hen), gerade da möchte die west­deut­sche Regie­rungs­po­li­tik diese ent­stan­dene Schere in der Gesell­schaft durch ein Sym­bol wie Gauck zementieren.

Gibt es eine Mög­lich­keit, die erklärt, dass eine staats­zer­set­zende Poli­tik im Sinne eini­ger Pro­fi­teure sein könnte?

Wer die Geschichte Euro­pas und der USA seit dem zwei­ten Welt­krieg ver­folgt hat, der wird fin­den, dass ein Bun­des­prä­si­dent der ein gutes Ver­hält­nis zu den herr­schen­den Fami­lien der USA hat, im außen­po­li­ti­schen Zusam­men­hang der rich­tige Kan­di­dat für unser Land sein dürfte.

Innen­po­li­tisch aber wird diese Regie­rung (und lei­der auch die Alter­na­ti­ven) dafür Sor­gen, dass das Land zer­bricht und insta­bil wird.

Außen­po­li­tisch glaube ich, dass es das Ziel der USA ist, uns bzw. den Euro­raum zu destabilisieren.

Warum?

Weil es um glo­bale Macht geht. Und ein star­kes unab­hän­gi­ges Europa nicht im Sinne der USA ist. Nach­dem durch den Zer­fall der UdSSR der ehe­ma­lige “Ein­fron­ten­krieg” zusam­men­ge­fal­len ist, dür­fen nicht zu viele neue “wirk­li­che” Fron­ten entstehen.

Die alten und neuen Claims der Gold­grä­ber­fa­mi­lien der USA lie­gen wei­ter­hin in den ölför­dern­den Län­dern und, da die Res­sour­cen zu Neige gehen in immer weit­ver­zweig­te­ren und mikro­kos­mi­schen Stand­or­ten. Damit die USA den allei­ni­gen Zugriff auf die Reser­ven der Welt sichern kann, darf es keine glo­ba­len star­ken Gegen­spie­ler wie eben Europa geben, die die glo­bale Macht der Ame­ri­ka­ner schwä­chen könnte. Ich sage könnte, nicht würde, denn die Geschichte hat bewie­sen, dass die USA selbst poten­ti­elle Gefähr­dun­gen als sub­stan­ti­elle sofort aus­merzt.

Wie scharf die Ame­ri­ka­ner ihre unwil­li­gen Part­ner ange­hen, kann jeder in der Kuba­krise nach­le­sen: immer­hin ris­kier­ten die Ame­ri­ka­ner einen Atom­krieg, weil die Rus­sen ver­such­ten — wie die USA bereits zuvor in der Tür­kei — einen Stand­ort für ihre Atom­ra­ke­ten auf­zu­bauen, der zumin­dest annä­hernd ein “Gleich­ge­wicht” der Kräfte her­ge­stellt hätte.

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Selbst das Russ­land den USA anbot die Rake­ten in Kuba abzu­zie­hen, saß die US-Regierung aus und der end­gül­tige Abzug der ame­ri­ka­ni­schen Rake­ten aus der Tür­kei fand nur statt, weil sie durch U-Boot-gestützte Nukle­ar­waf­fen aus­ges­tauscht wur­den. Schon damals waren es nicht die USA, die die Situa­tion dees­ka­liert hatten.

Und viel­leicht ist nun ein­fach unsere Zeit gekom­men. Wir haben lange pro­fi­tiert, nun wer­den wir entsorgt.

Und so, um wie­der zum Thema Gauck zurück­zu­kom­men, wird des­sen Prä­si­dent­schaft unse­ren Nie­der­gang außen­po­li­tisch noch eine Weile ver­schie­ben. Auf­zu­hal­ten ist die­ser Weg nicht mehr. Das weiß Mer­kel sicher nicht erst seit heute.

Doch was bedeu­tet das für uns und unsere Kinder?

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Juni 8th, 2010 at 10:34 pm

#Wulff: ein Evangelikaler als #Bundespräsident?

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Also gut, nach­dem Zen­sur­sula nun zum Glück unse­rer Frei­heit und unse­rer Demo­kra­tie nicht zum Bun­des­prä­si­den­ten vor­ge­se­hen wurde, haben sich diese Leute einen Neuen aus­er­ko­ren: Chris­tian Wulff.

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Weiss ich nicht viel drü­ber, außer das in die­sem Arti­kel der Nach­denk­sei­ten mei­ner Ansicht nach sehr gut der Zusam­men­hang sei­ner Wahl dar­ge­stellt wird.

Eine plau­si­ble Erklä­rung warum es — zum Glück — nicht Ursula von der Leyen wurde, zitiere ich hier aus dem genann­ten Artikel:

“Zwei Frauen an der Spitze des Staa­tes waren der Män­ner­riege aus Süd­deutsch­land zu viel. Und schließ­lich muss­ten auch die Katho­li­ken in der Union end­lich wie­der bedient wer­den. Mit Wulff hat Mer­kel so ziem­lich den letz­ten ernst zu neh­men­den inner­par­tei­li­chen Riva­len ele­gant ins Schloss Bel­le­vue abge­scho­ben. (Es könnte aller­dings sein, dass ihr mit der ziem­lich mies bei­seite gescho­be­nen Ursula von der Leyen eine zähe Geg­ne­rin erwächst.)”

Lei­der lässt sich der Arti­kel nicht sehr über die auch im Netz kur­sie­ren­den Infor­ma­tio­nen zum Hin­ter­grund Chris­tian Wullfs aus. Das Netz offen­bart uns eini­ges, z.B.:

“Chris­tian Wulff gehört zum Kura­to­rium von “Pro Christ”, einer evan­ge­li­ka­len Mis­sio­nie­rungs­be­we­gung. Somit darf man eigent­lich ver­mu­ten, dass er das Amt des Bun­des­prä­si­den­ten zur bibel­treuen Mis­sion nut­zen könnte.

Es liegt zumin­dest auf der Hand, dass Evan­ge­li­kale in Deutsch­land auf dem Vor­marsch sind und es von ihnen schon lange als Anlie­gen und Ziel betrach­tet wird in den poli­ti­schen Rei­hen ganz oben mit­zu­mi­schen. Kräf­tige Unter­stüt­zung, auch finan­zi­ell, erhal­ten sie dazu von bibel­treuen Orga­ni­sa­tio­nen der USA.”

Mal ganz ehr­lich: ich meine ja bekann­ter­ma­ßen, dass es gute Zei­ten für die Kir­chen wären, den Unmut der Bevöl­ke­rung zu kana­li­sie­ren und dar­aus “Gewinn” zu schla­gen. Und wenn ich mir mal z.B. diese Seite einer Europäisch-Amerikanischen Chris­ten­ver­ei­ni­gung ansehe und was die von “Pro Christ” hal­ten, dann sind Wulff und seine Jungs ja noch “Waisenknaben”.

Ob das so ist und ob das so bleibt sei mal dahin­ge­stellt. Eins ist auf jeden Fall klar: es sind keine guten Zei­ten für die Poli­tik wei­ter­hin mit Nebel­ker­zen wie Aus­län­der– und Min­der­hei­ten­haß, Panik­ma­che und Wahl­pro­pa­gan­dalü­gen zu arbeiten.

Die kom­mende Gene­ra­tion der Wäh­ler lässt sich nicht mehr so ein­fach verscheissern.

Written by admin

Juni 5th, 2010 at 11:50 pm

#Zensursula 4 #Berlusconi+#Lissaboner Vertrag=adieu Demokratie

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Bes­ser als bei Tele­po­lis kann man es nicht erklä­ren: Herr­scher hütet Euch!

Bank­rott­er­klä­rung

Wenn Ursula von der Leyen wirk­lich Kan­di­da­tin für das höchste Amt des Lan­des wer­den sollte, wäre dies die ulti­ma­tive Bank­rott­er­klä­rung der poli­ti­schen Klasse. Sie wäre nicht nur eine Not­lö­sung, son­dern eine glatte Fehlbesetzung.

Nie­mand käme auf die Idee, die aparte Blon­dine auch nur in die Nähe einer wie auch immer gear­te­ten intel­lek­tu­el­len Prä­dis­po­si­tion zu rücken. Ursula von der Leyen wäre eine Socken­puppe der Kanz­le­rin in Schloss Bel­le­vue. Das hat das Land nicht ver­dient, das hat das Volk nicht ver­dient, das hat aber auch das ehren­werte Amt des Prä­si­den­ten nicht verdient.

Wie will die Poli­tik gegen Politik(er)verdrossenheit vor­ge­hen, wenn sie alles in ihrer Macht ste­hende tut, sie zu för­dern? Horst Köh­ler ist zurück­ge­tre­ten, weil er sein Amt durch fre­che Schmäh­kri­tik der Medien ver­letzt sah. Eine Prä­si­den­tin von der Leyen wäre fre­che Schmäh­kri­tik für das Amt des Prä­si­den­ten. Kann man eigent­lich auch als Staats­bür­ger zurück­tre­ten, wenn man sich ver­schau­kelt fühlt?

Wie gut, dass die Regie­rung die Lis­sa­bo­ner Ver­träge akti­viert hat! Der Unmut auf den Stra­ßen darf dann regu­lär mit Waf­fen­ge­walt nie­der­ge­schla­gen werden.

Written by admin

Juni 2nd, 2010 at 3:04 pm

#Zensursula 4 #Berlusconi: die meinen es ernst!

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Nein, nein, nein, nein! Das könnt Ihr wirk­lich nicht ernst mei­nen?!

Wer sich erin­nert: das Töch­ter­lein des Albrecht‘schen Eli­te­prä­si­den­ten hat einen schnel­len vor­be­stimm­ten, schmut­zi­gen Auf­stieg hin­ter sich. Und die­ser Mensch als Reprä­sen­tant des Vol­kes, oh my fuckin‘ god!?! Die hält gar nix von uns! Für die sind wir Abschaum! Der Dreck­rand der Bade­wanne! Gezücht! Geschmeiss! Sol­len wir doch Kuchen essen! Wir sind dumm, unrein, ekelerregend!

Obwohl: Bru­der dreht Por­nos in Schwe­den und hat ein Medi­en­un­ter­neh­men? Sie macht Gesetze für sich und ihres­glei­chen? Dann hät­ten wir ja unse­ren eige­nen Berlusconi?

Zen­sur­sula is not my President

© by the Netzpolitik.org–Thread

Update:

Tele­po­lis beschreibt, warum Rös­chen für den Pos­ten für Angela Mer­kel ideal wäre:

“Ursula von der Leyen ist eine gebo­rene Reprä­sen­tan­tin. Sie ist bei der Yel­low Press, die sich ins­ge­heim immer noch den Kai­ser zurück­wünscht, außer­or­dent­lich beliebt. Wer die Namen der schwe­di­schen Königs­kin­der aus­wen­dig kennt, liebt auch die edle Über­mut­ter mit dem char­man­ten Lächeln und dem Adelsprädikat.

Mehr will Angela Mer­kel auch gar nicht, denn Ursula von der Leyen hat eine wei­tere Eigen­schaft, die sie zur Wunsch­kan­di­da­tin macht — sie ist bedin­gungs­los loyal. Zum Wider­stand fehlt ihr nicht nur das eigene Netz­werk, son­dern auch der fach­li­che Hin­ter­grund. Wie soll eine Poli­ti­ker­dar­stel­le­rin auch Poli­ti­kern die Levi­ten lesen? Wie soll eine Nutz­nie­ße­rin unde­mo­kra­ti­scher “Old-Boys-Networks” etwas Sub­stan­zi­el­les zur Restau­ra­tion der Demo­kra­tie bei­tra­gen? Sie kann es nicht — und das ist es, was Mer­kel an ihr schätzt.”

Written by admin

Juni 2nd, 2010 at 9:36 am

Das System #Roland #Koch

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Uff! Was die Hes­sen CDU mit der Ypsilanti-Aktion/Wortbruchkampagne, Kern­kraft­wer­ken, Ener­gie­ver­sor­gern, Schwarz­geld­kon­ten, kri­mi­nel­len Ban­ken, übereif­ri­gen Finanz­be­am­ten, Freund­schaf­ten und Ami­go­schmu­se­reien bis hin zu gekauf­ten psy­cho­lo­gi­schen Gut­ach­tern, gekauf­ten Betriebs­rä­ten der Fra­port AG so alles getrie­ben hat, lässt sich hier wun­der­bar nach­le­sen.

Da bleibt mir nur noch die­sen Absatz zu zitieren:

“Im Gegen­satz zu einer Dik­ta­tur oder einem tota­li­tä­ren Regime zeich­net sich ein Rechts­staat durch Gewal­ten­tei­lung und insti­tu­tio­nelle Kon­trol­len aus: Das fängt beim Beschwer­de­recht in Ver­wal­tun­gen an, reicht von der Dienst­auf­sicht über­ge­ord­ne­ter Dienst­stel­len (Oberfinanzverwaltung/Finanzministerium), von staats­an­walt­schaft­li­chen Ermitt­lun­gen, Mög­lich­kei­ten der par­la­men­ta­ri­schen Oppo­si­tion, einen Unter­su­chungs­aus­schuss ein­zu­rich­ten, bis hin zur ›vier­ten Gewalt‹, der Presse, Vor­würfe von Rechts­beu­gung und Amts­miss­brauch öffent­lich zu machen bzw. Opfern von Macht­miss­brauch Gehör zu verschaffen…”

Und _das Allerschlimmste_ aus einem Zitat in den Kom­men­ta­ren zum glei­chen Arti­kel beim Spiegelfechter:

Cosmo am 26. Mai 2010 um 13:22 – –

Kopf­schmer­zen berei­tet mir jetzt, dass man all das offen­bar wis­sen kann …

und wir zumin­dest über so viel “vierte Gewalt” ver­fü­gen, dass ihr (Wolf und Jens) das hier publi­zie­ren könnt, und trotz­dem nichts dar­aus folgt.”

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Mai 31st, 2010 at 2:27 pm

Dokumentierter Kindesmissbrauch ist also kein Film”!

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Ja, genau verdammt:

Ich finde, schon der Begriff selbst ist ein Pro­blem, weil er fal­sche Kon­no­ta­tio­nen her­vor­ruft.

Por­no­gra­fie (also die legale Vari­ante mit Erwach­se­nen, die frei­wil­lig und auf Bezah­lungs­ba­sis agie­ren) ist fik­tiv. Es ist ein nar­ra­ti­ves Film­genre, das ganz vie­len Fak­to­ren der Film­pro­duk­tion unter­wor­fen ist und das man als Film­wis­sen­schaft­ler ana­ly­sie­ren kann. Die koer­per­li­chen Rea­li­tae­ten im Por­no­film sind unge­fa­ehr so “echt” wie der Film­kuss zwi­schen Scar­lett O’Hara und Rhett But­ler, und die Kon­su­men­ten wis­sen, dass sie einem insze­nier­ten Sexu­alakt zuse­hen. Der Por­no­in­dus­trie wird seit Jahr­zehn­ten ein Millionen/Milliardengewinn unter­ge­scho­ben, ohne jemals Zah­len zu nen­nen. Es gibt schon hier­fuer keine Quel­len, und das sind alles legale Unter­neh­men.

Doku­men­tier­ter Kin­des­miss­brauch (ich wei­gere mich, das ‘Por­no­gra­fie’ zu nen­nen) ist dem dia­me­tral ent­ge­gen­ge­setzt. Es ist authen­tisch und echt, wie Herr Vet­ter das schon beschrieb. Es ist ein Bei­pro­dukt eines rea­len Ver­bre­chens und die Kon­su­men­ten die­ser Filme sind sich des­sen bewusst. Die Filme sind nicht nar­ra­tiv, sie spie­len nicht in einer erfun­de­nen Welt. Doku­men­tier­ter Kin­des­miss­brauch ist also kein Film. Und somit auch keine Por­no­gra­fie. Es ist die Doku­men­ta­tion eines Ver­bre­chens zum Zwe­cke der Erre­gung. Nicht alles was erregt, ist Por­no­gra­fie. Dazu bedarf es der oben genann­ten Kom­po­nen­ten.

Ich per­so­en­lich finde, dass der Begriff ‘Por­no­gra­fie’ in Ver­bin­dung mit Kin­des­miss­brauch unglaub­lich zynisch ist, weil es eine frei­wil­lige Betei­li­gung der Dar­stel­ler impli­ziert. Das ist sehr grau­sam gege­nu­e­ber den Opfern von Kin­des­miss­brauch. Des­we­gen finde ich den Begriff ‘Kin­der­por­no­gra­fie’ nicht nur unzu­tref­fend, son­dern auch abwer­tend den Opfern gegenueber.”

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September 14th, 2009 at 11:10 pm

Du bist Terrorist!

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September 14th, 2009 at 12:29 pm

Rette Deine Freiheit

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Sau­gut! (Update: aus gege­be­nem Anlass bleibt die­ser Bei­trag bis zu den Wah­len ganz oben)

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September 14th, 2009 at 12:11 pm

Afghanistan…

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September 12th, 2009 at 10:57 pm

CDU-Wahlkampfspots im “Internetfernsehen”

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Das muss man sich mal rein­zie­hen. Hat die CDU tat­säch­lich völ­lig ver­blö­dete Wahl­kampf­film­chen (mitt­ler­weile wie­der off­line ;-) , nee, da isser ja wie­der:
)

ins Netz gestellt. Zwar gibts schon den einen oder ande­ren Remix, aber hey CDU, so gehts nicht!

Was soll ich mir unter einem unra­sier­ten Alt­volks­wa­gen fah­ren­den bei Shell Kraft­stoff tan­ken­den (und dann wohl ohne zu zah­len), weg­fah­ren­den
End­zwan­zi­ger vor­stel­len? Einem der unmo­ti­viert hohle Phra­sen in sei­nen Zot­tel­bart quas­selt, von wegen “Gehalts­er­hö­hung gut, zuwe­nig übrig schlecht” und “wenns mich erwischt gibts zum Glück ja Stütze”? Was soll ich mir bei dem ande­ren Spot den­ken, wo ein (schon wie­der ?) blon­dier­tes Maderl
spät mor­gens mit der U-Bahn anne Uni fährt und gesteht, dass sich die Schickse “Sor­gen um die Zukunft macht”…“wegen der Krise”?

Ja, spinn ich eigent­lich? Wer ist da Ziel­gruppe? Die Netz­ge­meinde? Hal­tet Ihr die immer noch für sol­che Voll­s­pa­cken? Wollt Ihr mich — nach­dem ich Euch sicher nicht mehr wäh­len werde, weil Ihr kor­rum­pierte, macht­geile Ver­hin­de­rer, Ver­zö­ge­rer und Ver­tu­scher seid — auch noch belei­di­gen? Ist nicht Euer Tag­werk Belei­di­gung genug für einen wie mich? Einen aus der Netz­ge­meinde?

Hier mein alter­na­ti­ver Wahlspot:

Nach­dem die Kamera über den Toyota Prius geschwenkt ist und sich der mit dunk­len Augen­rin­gen behaf­tete, gute 40 Lenze zäh­lende Inge­nieur in die
mor­gend­li­che 5 Uhr 30 S-Bahn gesetzt hat und einen mat­ten Gäh­ner von sich gibt, sieht man sel­bi­gen müde und des­il­lu­sio­niert aus dem Fens­ter
in das herbst­li­che Dun­kel schauen:

Ich stehe jeden Mor­gen um 5 Uhr auf und schleppe meine müden Kno­chen mit dem Zug zwei Stun­den in einen hun­dert Kilo­me­ter ent­fern­ten Ort, wo
meine neue Arbeits­stelle ist.

Dort beackere ich — mitt­ler­weile auf Sach­ar­bei­ter­ebene, denn die Unbill des Schick­sal wollte es nicht, dass ich mei­nen guten Job, den ich zuvor im Stutt­gar­ter Raum jah­re­lang voll­zie­hen konnte, auch hei­mat­nah machen durfte —  den lie­ben lan­gen Tag Infra­struk­tur­pro­jekte der eher min­der­wich­ti­gen Art und schlage mich haupt­säch­lich mit den Gege­ben­hei­ten der beste­hen­den Netz­werke und Tra­di­tio­nen rum.

Lei­der ist es mir mit mei­nen 40 Jah­ren nicht gelun­gen als Jung­spund ent­we­der von Vat­tern oder über Vat­tern in irgend­ein Protege-Netzwerk gepusht gewor­den zu sein um unter die­sen Bedin­gun­gen auf Lei­tungs– und Füh­rungs­ebene, bar­rie­re­frei von Kar­rie­re­trepp­chen zu Kar­rie­re­trepp­chen zu hüp­fen und dann mit 40 sta­bi­ler und unka­putt­ba­rer Bestand­teil des hege­mo­nis­ti­schen Sys­tems zu sein.

Wenn ich abends nach Hause komme, küm­mere ich mich zeit­nah zu aller­erst um meine Frau und mei­nen Sohn, des­sen Eltern­geld auch schon eine Weile
auf­ge­braucht ist. Das Eltern­geld beka­men wir, nein und meine Frau blieb daheim, denn zu der Zeit war Eltern­zeit für Kerle außer­halb des regu­lä­ren Urlaubs ein kla­res Kickoff-Argument bei unse­ren Geschäfts­füh­rern. Abge­se­hen davon hat es sowieso ein Diplom zum Aus­fül­len gebraucht. Aber das hatte ich ja.

Wenn ich also um zehn Uhr abends irgend­wie wie­der auf­ge­wacht bin, nachdem ich Soh­ne­mann zu Bett gebracht habe und es mich gleich mit erle­digt hat, erlebe ich tag­täg­lich, wie sich kor­rupte und ver­blö­dete Poli­ti­ker von aso­zia­len Ban­kern und Wirt­schafts­lob­bi­ies­ten auf meine Kos­ten einen net­ten Lenz machen.

Ich sehe, wie kri­mi­nelle Staats­se­kre­täre und Minis­ter pseudo-Ausschüsse ver­scheis­sern und die gekauf­ten Medien mir irgend­ei­nen Sulz als Erfolg unter­schie­ben wol­len. Ich sehe wie in Län­dern mit mei­nem Geld Krieg auf Kos­ten der Armen geführt wird und höre hohle und ver­lo­gene Ent­schul­di­gun­gen, die mit der Rea­li­tät nichts zu tun haben.

Ich sehe wie­viel ich jeden Monat pri­vat zurück­le­gen muss, damit ich viel­leicht auch noch eine Rente habe und ich erlebe, wie besagte Poli­tik es den Zocker­ban­kern ermög­licht meine müh­sam ange­schaffte Kohle so zu ver­zo­cken, dass ich am Ende leer ausgehe.

Ich sehe, wie mei­nem Sohn Schul­den in finan­zi­el­ler Hin­sicht, Schuld in huma­nis­ti­scher Hin­sicht und Schuld in ökolo­gi­scher Hin­sicht auf­ge­brummt wird. Dinge für die er nichts kann, für ja ich nicht mal was kann.

Ich sehe wie die Gesund­heit mei­nes Kin­des von den Poli­ti­kern aufs Spiel gesetzt wird, wie Atom­müll mani­pu­liert gela­gert wird, wie Gen­tech­nik ins Essen gelangt, wie Umwelt­gifte und Schad­stoffe ver­deckt und ver­steckt wer­den, auf dass er die auch ja gefres­sen hat.

Und wenn er älter ist, darf er sicher für diese Poli­ti­ker ein Bür­ger­op­fer sein, in einem ara­bi­schen Land Krieg füh­ren, früh an Krebs oder irgend­wel­chen Seu­chen erkran­ken und früh ster­ben, damit er keine Rente bekom­men muss.”

Man sieht den frus­trier­ten Nicht-CDU-Netzbürger am Ziel­ort aus dem Zug stei­gen. Am Arbeits­platz ange­kom­men schal­tet er sei­nen Büro-PC an. Aus dem Schirm erscheint im Hin­ter­grund das Logo der Piratenpartei.

Und ich wun­dere mich, dass ich nur ein Blog schreibe. (Update: die CDU hat den Spot mitt­ler­weile ganz zurückgezogen)

Written by admin

September 10th, 2009 at 4:32 pm