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Bedingungsloses Grundeinkommen: Themenwoche bei 3Sat

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Zur Zeit läuft eine The­men­wo­che über das BGE in 3Sat. Ich recher­chiere immer mal wie­der die­ses Thema, aber meine Zeit ist begrenzt und man kann sich ja nicht um alles küm­mern (obwohl man viel­leicht sollte, wer weiß).

Die im Film genannte Susanne Wiest hat im Bun­des­tag im letz­ten Jahr eine Peti­tion zum Bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­men ein­ge­reicht und der Film am Frei­tag den 18.03.2011 in 3Sat hatte sich als Beginn der The­men­wo­che damit beschäftigt.

Die Doku­men­ta­tion “Bedin­gungs­los glück­lich” von Sabine Jain­ski und Ilona Kalm­bach beleuch­tet die aktu­elle Dis­kus­sion mit pro­mi­nen­ten Befür­wor­tern und Geg­nern und zeigt, wie aus einer uto­pi­schen Idee ein sehr rea­les, neues Lebens­ge­fühl heranwächst.

Bedin­gungs­los glück­lich? Frei­heit und Grund­ein­kom­men” ist der Auf­takt der The­men­wo­che “Sein oder Haben”, die danach fragt, wel­che Wirt­schafts­ord­nung wir in Zukunft brau­chen. Als nächste Bei­träge die­ser The­men­wo­che zeigt 3sat um 21.30 Uhr “makro: China — Rivale oder Part­ner?”. Um 22.25 Uhr folgt der fran­zö­si­sche Spiel­film “Aus­zeit” von Lau­rent Cantet. ”

Die wei­ter­füh­ren­den Links auf der Seite von Susanne Wiest sind sehr umfäng­lich. Das Thema wird zwar von vie­len Sei­ten schräg beäugt und belä­chelt, aber wenn sich Leute wie Götz Wer­ner damit befas­sen, meine ich — macht es Sinn sich etwas Zeit dafür zu neh­men. Der Mann sollte wis­sen wovon er spricht.

 

Written by admin

März 19th, 2011 at 7:39 pm

#Finanzkrise: die Welt ohne Zins

one comment

Ja, die The­men sind uralt. Tat­säch­lich gibt es hin­sicht­lich des Gel­des und sei­ner Bedeu­tung als Tausch­mit­tel viele viele Über­le­gun­gen. Eine davon wird heute bei Tele­po­lis genauer beleuch­tet: der Wörg­ler Schil­ling. Geld kos­tet kei­nen Zins, son­dern ver­liert an Wert, wenn es nicht gebraucht wird. Und was pas­siert dann. Lesen!

Ach, und bei all dem Für-und-Wider: hier ein Aus­zug aus der inter­es­san­ten Dis­kus­sion bei TP:

5. Juli 2010 14:08

Re: Ich hätte gerne mal eine Erläuterung:

Min­de­a­ter (mehr als 1000 Beiträge seit 29.12.00)

Hallo Subzero,

gut das du dich infor­mie­ren willst, denn mit dei­nem Wis­sen über
Freiwirtschaft kannst du nicht urteilen.

> Wie kann ich bei die­sem System, bei dem das Geld sys­te­ma­tisch
> abgewertet wird und keine Zinsen erwirtschaften darf,

Das ist schon mal falsch. Du kannst mit Frei­geld soviel Zins bekom­men
wie der Markt hergibt. Direkt nach einem Krieg - wenn Leis­tung knapp
ist - kann das auch durch­aus zwei­stel­lig posi­tiv sein. Nur kann
Frei­geld halt auch Null oder nega­tive Zin­sen ermög­li­chen - wenn der
Markt diese benötigt - also Leistung im Überfluss vorhanden ist.

> Kapi­tal
> akkumulieren, um mir etwas zuzulegen, was ich nicht aus der hoh­len
> Hand finan­zie­ren kann, weil es bspw mehr als ein Jah­res­ein­kom­men
> kos­tet?
> Brau­che ich da dann wirk­lich 20 Jahre, um ein Haus zu bauen (jeden
> Monat rücken die Bau­ar­bei­ter für einen Tag auf der Bau­stelle ein)?
> Die Idee ist ein Hand->Mund-System.

Du akku­mu­lierst genauso wie heute dein Kapi­tal in dem du sparst und
es zur Bank bringst. Und der Nor­mal­bür­ger dürfte selbst bei Null­zins
wes­end­lich bes­ser spa­ren kön­nen als heute. Wenn der Zins gegen Null
strebt, strebt auch der Zins in den Pro­dukt­prei­sen gegen Null. Wenn
du heute ein paar hun­dert Euro Zins für dein Geld auf dem Bank­konto
bekommst, zahlst du ein paar tau­send Euro Zins mit Steuern, Mieten,
Produktpreisen. Also kannst du - wenn du nicht zu den obe­ren 10.000
gehörst, einfacher sparen als heute.

> Es wird versucht, den Geld­um­lauf
> zu beschleunigen,

Es wird nicht ver­sucht den Geld­um­lauf zu beschleunigen, sondern den
Geld­um­lauf zu stabilisieren, damit das Geld nicht regel­mä­ßig vom
Markt verschwindet und dann wieder auf dem Markt flutet.

> um dar­aus ein Wachstum zu beziehen.

Es dreht sich nicht darum Wachs­tum zu generieren, sondern eine
Wirt­schaft zu haben die auch ohne Wachs­tum oder sogar mit nega­ti­ven
Wachs­tum gut klar kommt. Unser heu­ti­ges Sys­tem braucht Wachs­tum auf
Teufel komm raus.

> Was ein
> stän­di­ges Wirt­schafts­wachs­tum für Fol­gen für die Resour­cen (aka
> Umwelt) hat…Schwamm drüber.

Um so gerin­ger der Zins ist um so mehr lohnt es sich die Umwelt zu
schützen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Wert_eines_Goldesels

> Wenn es keine Zin­sen gibt, gibt es keine Kre­dite (Zin­sen sind
> Risikoprämie und nicht jeder Kredit wird auch zurückgezahlt).

Wie gesagt. Es gibt wei­ter­hin Zinsen. Nur sind die halt deut­lich
positiv, null oder deut­lich negativ. So wie der Markt das braucht.
Die Risi­ko­prä­mie gibt es weiter, nur wird die abhän­gig vom
Markt­zu­stand manch­mal auch vom Kre­dit­ge­ber bezahlt. Kredite gibt es
weiterhin, weil du lie­ber dein Geld zur Bank bringst, als es dir von
der Umlaufgebühr wegfressen zu lassen.

Ach ja, die wah­ren Kre­dit­ge­ber sind übri­gens die (poten­ti­el­len)
Leis­tungs­er­brin­ger die in einer arbeits­tei­li­gen Gesell­schaft für
jeman­den Arbei­ten ohne eine Gegen­leis­tung zu bekommen. Das Geld ist
nicht der Kredit, sondern die Doku­men­ta­tion des Kredites. Unser
heu­ti­ges Sys­tem hat das Pro­blem das die Zin­sen ab einer gewis­sen
Markt­sät­ti­gung nicht mehr Markt­ge­recht sein können, und damit wer­den
die poten­ti­el­len Kre­dit­ge­ber in die Arbeits­lo­sig­keit gezwun­gen und
damit gezwun­gen 100% ihrer Leis­tung auf den Müll zu schmeißen. Dann
doch lieber ein Zins der auch Null und negativ werden kann.

> Übri­gens sind de Johdn an unse­rem Wohl­stand schuld, sie waren die
> einzigen, die damals Geld gegen Zins ver­lei­hen durf­ten und somit erst
> Groß­in­ves­ti­tio­nen ermöglichten. Deswegen hat­ten die
> Juden­ver­trei­bun­gen im Mit­tel­al­ter auch schwere wirt­schaft­li­che
> Rückschläge zur Folge.

Ja, zinsloses Geld ist Schwachsinn. Und ja, es ver­lieh damals kei­ner
Geld ohne Zins. Wieso sollte ich meine Mil­lion auch verleihen, wenn
ich nur ne Mil­lion wie­der bekomme? Mit Frei­geld gibts dar­auf ne
Antwort. Weil die Umlauf­ge­bühr dir teu­rer kommt als die Mil­lion zu
verleihen. Heute heißt die Ant­wort dar­auf Wirt­schafts­krise und
Wachstumszwang. Sobald die Wirt­schaft zu sehr gesät­tigt ist und
des­halb zu wenig Wachs­tum vor­han­den ist, rentieren sich die
Inves­ti­tio­nen nicht mehr (Mil­lion zu verleihen/investieren bringt zu
wenig) und du hast deine Wirtschaftskrise. ”

Written by admin

Juli 5th, 2010 at 2:17 pm

#Grundeinkommen, eine mögliche Lösung?

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Eigent­lich ist die Krise ein Pro­blem der Kon­zen­tra­tion des Gel­des an fal­scher Stelle. Eine Lösung hier­für könnte die Ein­füh­rung eines bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­mens sein. Ich habe dar­über bis­her nicht viel Schlüs­si­ges gefun­den, hier nun aber eine Seite, die für mich sehr plau­si­bel klingt.

Written by admin

Juni 22nd, 2010 at 2:38 pm