alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for August, 2010

#Alkoholverbote, Menschsein und Leistung: Neoliberalismus

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…nennt man sowas. Der Metro­naut fin­det hierzu def­tige Worte, denen ich mich voll anschlie­ßen möchte, Anlaß sind die immer wei­ter fort­schrei­ten­den Ver­bote in unse­rer Gesell­schaft, als neu­este Sau wird das Alko­hol­ver­bot durchs Dorf getrieben:

Ich will in so einer Gesell­schaft nicht leben. Denn diese Ideo­lo­gie ist para­dox. Einer­seits sol­len wir für uns voll­kom­men selbst ver­ant­wort­lich sein – und auf der ande­ren Seite wer­den uns zuneh­mend Dinge ver­bo­ten. Das hat mit Selbst­be­stim­mung und Selbst­ver­ant­wor­tung wenig zu tun. Wäh­rend wir unsern eige­nen Kör­per betref­fend eine angeb­li­che Ver­ant­wor­tung gegen­über Wirt­schaft und Gesell­schaft haben sol­len, näm­lich Pro­duk­ti­vi­tät und Leis­tungs­fä­hig­keit durch Gesund­heit, sehen sich eben jene uns gegen­über gar nicht in der Pflicht. Das zeigt nicht nur der Abbau des Sozi­al­staa­tes der letz­ten Jahre, son­dern auch eine stets geför­derte Unkul­tur des Gegen­ein­an­ders und der Konkurrenz.

Schöne neue Welt: In Zukunft mache ich mich straf­bar, wenn ich inner­halb von Knei­pen rau­che und außer­halb von ihnen Alko­hol trinke.
Aber, wenn ich krank bin, dann soll ich Kom­bi­prä­pa­rate schlu­cken, die meine Krank­heit über­tün­chen und meine Arbeits­fä­hig­keit vor­rü­ber­ge­hend wie­der­her­stel­len. Kein Bier mehr also beim Son­nen­un­ter­gang im Park, aber zuge­pumpt und leis­tungs­fä­hig auf der Arbeit. Und am Wochen­ende die ver­schleppte Krank­heit auskurieren.

Mir fällt dazu nicht mehr ein als: Ver­flei­ßigte Voll­kas­ko­ge­sell­schaft. Kapi­ta­lis­ti­sche Kackscheisse.

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August 11th, 2010 at 2:41 pm

#Googlebashing, #Street View: Hexenjagd und die Politik freut sich

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Oooh, jetzt regen sich wie­der alle mög­li­chen und unmög­li­chen Spackos auf. Wie in die­sem Bei­trag damals schon­mal zum Thema Goog­le­ba­shing beschrieben, ufert dies­mal die som­mer­loch­schwan­gere Medi­en­hetze gegen ein völ­lig unin­ter­es­san­tes und unver­hält­nis­mäs­si­ges Thema aus: da wer­den dann in “gut­bür­ger­li­chen” Stadt­vier­teln auch mal eben die Fah­rer der Google­wa­gen aus dem­sel­ben gezerrt und mit Alko­hol “beru­higt”, die Autos mit Mol­lies bewor­fen und angezündet:

Der PKW wurde ein­ge­kreist und ver­ein­zelt mit Stei­nen bewor­fen. Fah­rer und Kame­ra­mann wur­den her­aus­ge­zerrt und in einem nahe­ge­le­ge­nen Lokal mit Alko­ho­lika betäubt. Anschlie­ßend brannte das Auto aus. Unklar ist bis zur Stunde, warum das Fahr­zeug sich in unmit­tel­ba­rer Nähe der Pro­teste auf­ge­hal­ten hat. Der Säch­si­sche Daten­schutz­be­auf­tragte Andreas Schu­rig äußerte die Ver­mu­tung, dass das US-Unternehmen die Pro­tes­tie­ren­den hatte fil­men wol­len, um eine Störer-Datei anzu­le­gen. „Das ist schlim­mer als bei der Stasi“, sagte Schu­rig pro­vo­kant. Von der „Volks­in­itia­tive“, einer der Auf­ru­fer der Google-Proteste, wurde in einer Pres­se­er­klä­rung spe­ku­liert, dass Google „durch pro­vo­kan­tes Her­um­fah­ren Kra­walle pro­vo­zie­ren“ wolle.

Äh, wie bitte? Eine “Stö­rer Datei”? Ich könnte mich auf­re­gen. Da het­zen die Medien über ein Thema, was eigent­lich keine Sau inter­es­siert und die däm­li­chen Poli­ti­ker­büt­tel sal­ba­dern und freuen sich das Feind­bild “böses Inter­net” bis zu einer _hier wohl sehr ein­deu­tig damit vergleichbar_ Hexen­jagd zu pro­vo­zie­ren. Da wer­den wie­der dum­merte Infor­ma­tio­nen wie nutz­lose Wlan-Daten und der Begriff “Daten­krake” her­vor­ge­holt und

stän­dig,

stän­dig,

stän­dig

wie­der­holt, solange bis es auch der dümmste Voll­pfos­ten in sein tro­cke­nes Bröt­chen­hirn ver­pflanzt hat:

Google=Internet=mächtig Böse.

Zwi­schen­zeit­lich wer­den hin­ge­rich­tete schwan­gere afgha­ni­sche Frauen und arme umge­brachte afgha­ni­sche Kin­der durch die Medien gehetzt und die Som­mer­pause mit wei­te­ren Volks­ver­dum­mungs­pa­ro­len voll­ges­ab­belt, nur damit unsere Herr­scher­klasse mit ihrem Mist unver­hoh­len wei­ter­ma­chen darf und das däm­li­che Volk stürzt sich auf den zur Zeit pro­pa­gier­ten Volks­feind Google. Leute, seid ihr selbst­den­kende mün­dige Bür­ger oder was seid Ihr? Ein Glück, das die Kli­ma­an­la­gen bei der Bahn grade noch funktionieren.

Ach ja, in den Kom­men­ta­ren zum Elsäs­ser Blog hat jemand eine Begrün­dung gegen die Street­view Sache, Achtung:

Mir hat jemand gezwit­schert, dass Rating­agen­tu­ren Street­view nut­zen, um Daten­ban­ken über Wohn­ge­gen­den anzu­le­gen und diese an Dar­le­hens­ge­ber zu ver­kau­fen.
Da muss man nicht mal das Gerede über die vie­len leer ste­hen­den Grund­stü­cke in Ber­lin und woan­ders bemü­hen, oder, anders gesagt, das bekommt so neuen Auf­wind, kommt aus der Schmud­del­ecke raus.

Ach, das ist ja mal inter­es­sant: Natür­lich, ich kann mir den­ken, dass der Tou­rist Hei­del­berg nicht mehr besucht, wenn ihm klar wird, dass 95% die­ser Stadt stink­lang­wei­lig und genauso dröge aus­se­hen, wie der Rest in unse­rem Land. Aber mal ehr­lich: Dar­le­hens­ge­ber? Hallo? Wer sich mit sol­chen The­men befasst (also Kre­dite oder Immo­bi­li­en­werte), der braucht kein Google Street­view um zu ahnen, was sein Gegen­über für “Sol­ven­zen” besitzt. Meine Fresse ist das weit her­ge­holt. Und natür­lich hat dem jemand etwas “gezwit­schert”. Klar. Unser Insi­der hier kennt sich mit Twit­ter aus, also kennt er Web 2.0, aja, das ist doch das Ding, wo sich eine Rot­haarb­lo­gnase aus Ber­lin per Kauf­ver­trag mal eine Netz­ab­fuhr geholt hat. Dann muss das ja stim­men! Wobei ich dazu sagen muss, dass Lobos Widerspruch-Widerspruch ne lus­tige Sache ist. Dem werd ich mal grund­sätz­lich voll­kom­men zustimmen.

Trotz­dem: das ist ne miese Hexen­jagd und so lang­sam wird es pein­lich. Habt Ihr nix bes­se­res zu tun, woge­gen sich zu kämp­fen lohnt? Rente mit 70? Hartz IV Wohn­flä­chen redu­zie­ren? Koran­schrif­ten ver­bren­nen? Mit­tel­stand ver­nich­ten? Freie Mei­nungs­äu­ße­rung demon­tie­ren? Grund­rechte ein­schrän­ken? Oder sich über CDU Eich­be­amte die Bröt­chen klauen, erbösen?

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August 11th, 2010 at 2:12 pm

#Schweinegrippe: WHO erklärt die Pandemie für beendet

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Es ist ein arger Krampf: über den Kampf der Phar­ma­lobby inner­halb der kor­rup­ten WHO habe nicht nur ich ja letz­tes Jahr aus­führ­lich berich­tet, nun erklä­ren diese Leute die Schwei­ne­grippe als Pan­de­mie für been­det. In den Nach­rich­ten wur­den wie­der inter­pre­ta­tive Des­in­for­ma­tio­nen wie 18 Tau­send Tote usw. usf. an den kon­su­mie­ren­den Wunsch­bür­ger wei­ter­ge­ge­ben. Und so sieht es aus, wenn die Poli­tik meint sich auf ihre alt­ge­wohn­ten Pro­pa­gan­da­me­dien ver­las­sen zu kön­nen: das Impf­zeugs müs­sen nun die Län­der bezah­len und nicht die Kran­ken­kas­sen:

Doch was pas­siert jetzt mit den über­schüs­si­gen Impf­stoff­do­sen, die in den Lagern der deut­schen Bun­des­län­der auf ihren Ein­satz war­ten? Weil sich nur ein Bruch­teil der Bevöl­ke­rung imp­fen ließ (siehe Tabelle unten) dürf­ten noch rund 30 Mil­lio­nen Dosen übrig sein — auch wenn genaue Zah­len der­zeit schwer zu beschaf­fen sind.

Die Bun­des­län­der haben den Impf­stoff gekauft und befürch­ten, auf den Mil­lio­nen­kos­ten sit­zen zu blei­ben — weil die Kran­ken­kas­sen nur für tat­säch­lich geleis­tete Imp­fun­gen zahlen.
Na, ich sehe schon: künf­tig wer­den die Kran­ken­kas­sen eben ver­pflich­tet, auch für nicht ver­wen­dete Pharm­a­pro­dukte zu löh­nen. Das Gesund­heits­sys­tem ist sowieso kom­plett kaputt, was macht es da noch aus? War­ten wirs mal ab. Das würde aber pas­sen wie Arsch auf Eimer.

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August 11th, 2010 at 1:01 pm

Flugbegleiter hat die Schnauze voll: #Slaterization

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Muha, bei den Amis ist ein Ste­ward aus­ge­ras­tet, wie man hier aus ers­ter Hand nach­lesen kann:

F— you! F— all of you! I’m f—— through with this! I’VE HAD IT! I’ve been doing this for 28 f—— years and I can’t take it any­more. And for the f—– a—–who told me to f— off: f— you! That’s it! I’m done! F— you all!”

At that point the older Catho­lic lady looked back at me and cros­sed her­self, and I told her, “No, that is not normal.”

Neben­bei schei­nen dadurch die Amis mal zu dis­ku­tie­ren, dass sie eigent­lich gar keine Men­schen mehr sind. Mir gefällt das neue Wort: to sla­te­rize. “Jeman­dem ins Gesicht sagen, dass er ein A…loch ist, egal mit was für Konsequenzen.

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August 11th, 2010 at 12:52 pm

#Milliardäre können auch anders

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Ach, sowas kann einem doch auch mal den Tag ver­sü­ßen: Gates und Buf­fet haben einige Mil­li­ar­däre zusam­men­ge­trom­melt, damit jeder min­des­tens 50% sei­nes Reich­tums für eine gute Sache abgibt. Ich hab mir ja auch schon lange über­legt, was ich mit mei­ner gan­zen Kohle machen soll. Werd Bill mal anrufen.

Eine Regel hat der exklu­sive Club: Es müs­sen schon min­des­tens 50 Pro­zent sein, die die Mil­li­ar­däre abge­ben. Für wel­chen Zweck, bleibt dem Spen­der über­las­sen. Dabei gehen die bei­den Initia­to­ren aller­dings davon aus, dass man nicht hin­ten­rum wie­der in die eigene Tasche oder mit unlau­te­ren Hin­ter­ge­dan­ken spen­det. Die Gent­le­man zei­gen aber Ver­trauen: „Es ist kein juris­ti­scher Ver­trag, es ist ein mora­li­sches Ver­spre­chen“, sagte Buf­fett. Wie viel denn nun genau zusam­men­kom­men soll, weiß Buf­fett selbst nicht, „es wird ja auch stän­dig mehr“.

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August 5th, 2010 at 10:59 am

#Zensursula, die #CDU und die #Freikirchen

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auf Tele­po­lis ist ein guter Arti­kel über die Ver­net­zung der Poli­tik mit der wach­sen­den Macht der Evan­ge­li­ka­len. Ein sehr ame­ri­ka­ni­scher Trend und mehr als bedenk­lich. Natür­lich sind diese Leute keine Ver­fas­sungs­feinde. Naja…

Written by admin

August 3rd, 2010 at 9:38 am