alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for September, 2009

SPD-affine Presse betreibt Lobbyarbeit

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Ein Bei­spiel von Pres­se­lob­by­is­mus. Dies­mal geht es um das Schwei­gen des Ber­li­ner Tages­spie­gels. Der Mut­ter des behin­der­ten Kin­des ist dabei nicht gehol­fen. Viel­leicht hilft etwas Öffent­lich­keit den Ver­ant­wort­li­chen aktiv zu wer­den.
Die Seite gedankentraeger.de ist übri­gens was die The­men Gesund­heit und Soziale Pflege angeht, sehr empfehlenswert.

Monika Scheele-Knight schreibt seit vie­len Jah­ren das Web­log «Gedan­ken­trä­ger». Ein Schwer­punkt des Blogs ist der Autis­mus ihres inzwi­schen neun­jäh­ri­gen Soh­nes John — von päd­ago­gi­schen Theo­rien bis zu prak­ti­schen Hil­fen im Alltag.

Dein Sohn ist schwer behin­dert. Du musst immer wie­der dafür kämp­fen, dass er zur Schule gehen darf. Worum geht es dies­mal? Monika Scheele-Knight: Es gibt Kin­der mit Behin­de­run­gen, die nur mit Hilfe einer Schul­as­sis­tenz ler­nen kön­nen. Zum neuen Schul­jahr wur­den für ganz Ber­lin 1177 Schul­hel­feran­träge gestellt. Es geht also um eine ver­gleich­weise kleine Gruppe von Kin­dern, für deren Beschu­lung das Land Ber­lin nun aber angeb­lich nicht mehr genü­gend Geld hat. Wir Eltern der schwerst beein­träch­tig­ten Kin­der sehen nicht ein, dass aus­ge­rech­net an den Schwächs­ten nun gespart wird. Auch unsere Kin­der haben ein Recht auf Bil­dung, wie jedes andere Kind.

Deine Bitte, für eine Anzeige in der taz zu spen­den, wurde in vie­len Blogs und auf Twit­ter ver­linkt. Kannst du ein­schät­zen, wie erfolg­reich das war? Spen­den die Ver­lin­ker auch selbst oder ist das Ver­lin­ken eher eine mora­li­sche Ersatzhandlung?

Scheele-Knight: Viele der Ver­lin­ker haben selbst gespen­det, und dann kamen auch Spen­den von Unbe­kann­ten mit dem Hin­weis, über wen sie auf uns gesto­ßen sind. Uns hat auch erstaunt, dass so viele Leute über Pay­pal gespen­det haben, eigent­lich war das nur so eine Zusat­z­idee, von der wir dach­ten, dass es ganz schick aus­sieht, aber wahr­schein­lich wenig genutzt wird. Etwa die Hälfte aller Spen­den kamen dann aber tat­säch­lich über das PayPal-Konto.

Die Anzeige ist inzwi­schen erschie­nen. Ihr ruft wei­ter zu Spen­den auf. Wofür?

Scheele-Knight: Wir wol­len eine wei­tere Anzeige im Tages­spie­gel schal­ten. Der Tages­spie­gel hat als ein­zige Ber­li­ner Zei­tung seit Schul­be­ginn noch nicht berich­tet. Wir haben ca. 600 Euro Über­schuss nach Bezah­len der taz-Anzeige. Es gibt eine große Reso­nanz auf unsere Online-Aktion, wie auch auf die dar­aus fol­gende Ver­öf­fent­li­chung der Anzeige in der taz.

Dass das alles über das Pro­gram­mie­ren einer Spenden-Website und Ver­brei­ten in Web­logs und auf Twit­ter so funk­tio­niert, das ist schon ermu­ti­gend für uns: wo uns die tra­di­tio­nel­len Medien zu gro­ßen Tei­len im Stich las­sen, haben wir unse­ren eige­nen Weg gefun­den, und jetzt sprin­gen plötz­lich doch auch mehr und mehr tra­di­tio­nelle Medien ein. Mon­tag Abend gab es z.B. einen ers­ten Fern­seh­bei­trag in der rbb-Abendschau. ”

http://gedankentraeger.de/?p=1235 http://gedankentraeger.de/?p=1228

Der Tages­spie­gel schweigt sich beharr­lich aus. Ich habe das Gefühl, die Jour­na­lis­ten Lob­by­is­ten dort sind im SPD-Wahlkampf und wol­len gerade auf kei­nen Fall etwas Nega­ti­ves über die SPD schrei­ben. Das Thema in die Öffent­lich­keit zu brin­gen ist wie auch in den Vor­jah­ren eine sehr zähe Ange­le­gen­heit. Ich habe schon ein Feed­back bekom­men, in dem es hieß, das Thema sei wohl lei­der nicht von brei­tem Inter­esse. Über­all wird “über­legt”, über­all “muss das noch ent­schie­den wer­den.” Egal, wem wir von unse­ren Pro­ble­men erzäh­len, alle fra­gen uns, warum denn dar­über nicht groß­räu­mig berich­tet wird. Irgend­wie besteht eine sehr große Dis­kre­panz zwi­schem dem tat­säch­li­chen Inter­esse der Men­schen und dem Des­in­ter­esse, das die Jour­na­lob­by­is­ten unterstellen. ”

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September 11th, 2009 at 4:10 pm

Zypries in der taz

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Nein, Fefe, keine Sorge ich schreibe nicht unüber­legt von Dir (Netzpolitik.org schreibts ja auch)  ab. Aber Du nimmst mir eben alle Worte vor­weg (und das muss ich ein­fach alles zitie­ren): http://blog.fefe.de/?ts=b457e9d5

[l] Die Zypries hat der taz ein Inter­view gege­ben, http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/die-piraten-sind-mir-zu-konservativ/

bei dem sich die Bal­ken nur so bie­gen. Ich kann da gar kei­nen beson­ders schlim­men Teil raus­grei­fen, weil das nur so ein Feu­er­werk an schlim­men Tei­len ist. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass wir nicht mehr mit ihr reden wol­len, weil sie das Zen­sur­ge­setz gemacht hat, obwohl wir ihr alle Argu­mente dage­gen in die Hand gege­ben haben. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass die Leute die Pira­ten­par­tei der SPD vor­zie­hen, obwohl sie bei den Pira­ten keine Posi­tion zu “Arbeits­markt, Chan­cen­ge­rech­tig­keit, Wirt­schafts– und Finanz­krise” hat.

Was war noch gleich das SPD-Modell dazu? Arbeits­markt? Hat die SPD mit Ein-Euro-Jobs und Hartz IV nach­hal­tig zer­stört. Chan­cen­ge­rech­tig­keit ist ein übel­keits­er­re­gen­der Neocon-Kampfbegriff, mit des­sen Benut­zung sie sich krass demas­kiert hat, wahr­schein­lich ohne es zu mer­ken. Chan­cen­ge­rech­tig­keit sagt näm­lich, dass die Leute nicht ein Recht auf gutes Leben haben müs­sen, son­dern nur die Chance auf gutes Leben, d.h. wenn man jedem ein Lot­te­rie­los in die Hand drückt, hat man Chan­cen­ge­rech­tig­keit, und das ist ja auch genau das, was INSM und ihre Jün­ger gerne errei­chen wol­len. Die Leute sol­len alle arm gehal­ten wer­den, aber mit Taschen­spie­ler­tricks wie “Chan­cen­ge­rech­tig­keit” ver­arscht man sich hin­rei­chend, dass sie das mit sich machen las­sen. Und die Wirt­schafts­krise hat die SPD ja auch her­vor­ra­gend in den Sand gesetzt mit ihrer Ban­ken­ret­tung und der resul­tie­ren­den Mons­ter­ver­schul­dung für jeden von uns. Wenn ich mir das mal so angu­cken, dann wäre in jedem die­ser Punkte kein Pro­gramm bes­ser gewe­sen als das SPD-Programm.

Aber wei­ter im Text. Da kom­men dann so Höhe­punkte wie

Ja, selbst­ver­ständ­lich nehme ich die Sor­gen der Inter­net­ge­meinde sehr ernst. Ich habe das immer getan und auch öffent­lich deut­lich gemacht. Ich befinde mich kon­stant im Dia­log mit Ver­tre­tern der Inter­net­ge­meinde. und Aber wenn ich etwas poli­tisch für rich­tig halte, dann kann ich das nicht fal­len las­sen, weil eine bestimmte Gruppe der Inter­net­nut­zer droht, eine andere Par­tei zu wäh­len. Das hätte mit kon­se­quen­ter und gerad­li­ni­ger Poli­tik nichts zu tun. Aha, das Ein­füh­ren von Inter­net­zen­sur ist also kon­se­quent und gerad­li­nig. Mit ande­ren Wor­ten: die Lang­zeitstra­te­gie der SPD kul­mi­niert zwangs­läu­fig in der Ein­füh­rung von Zen­sur. Das ist ja mal eine starke Aus­sage. Ich gebe ihr natür­lich voll­um­fäng­lich Recht an der Stelle, bezweifle aber, dass sie ver­stan­den hat, was sie da gerade zuge­ge­ben hat.

Oh und noch eine schöne “belei­digte Leber­wurst” Stelle:

Und es ist ja nicht so, dass wir nicht mit den Kri­ti­kern der Inter­net­sper­ren gere­det hät­ten. Ihre Argu­mente sind berück­sich­tigt wor­den, wir haben die Rege­lung eng aus­ge­stal­tet, Rechts­schutz ein­ge­baut und das Ganze auf drei Jahre befris­tet. Zur Wahr­haf­tig­keit im poli­ti­schen Dis­kurs würde es gehö­ren, das auch anzu­er­ken­nen. HAHAHAHA, oh und wie wir das aner­kannt haben. Kei­ner von uns hat ver­ges­sen, dass Frau Zypries per­sön­lich an dem Gesetz geschrie­ben hat, dass in Deutsch­land die Inter­net­zen­sur ein­ge­führt hat. Eines der dun­kels­ten Kapi­tel der deut­schen Nach­kriegs­ge­schichte. Wie könnte das irgend­je­mand ver­ges­sen! Nein nein, Frau Zypries, keine Sorge, das ver­ges­sen wir Ihnen nicht. Naja lest mal sel­ber, ein Höhe­punkt jagt den nächs­ten. Sie gibt auch noch zu, dass die CDU mit ihrer stump­fen Proleten-Rhetorik sie zu dem Gesetz getrie­ben hat. Oh und die Pro­vi­der waren Schuld, denn wenn die sich nicht die Ver­träge hät­ten auf­zwin­gen las­sen, hätte sie kein Gesetz machen müs­sen, um das zu lega­li­sie­ren. Unfaßbar.

Oh und sie tritt für eine Selbst­re­gu­lie­rung des Inter­nets ein. Die Län­der sol­len sich ver­pflich­ten, für ein sau­be­res Inter­net zu sor­gen! Als Vor­bild nennt sie den Groß­va­ter aller voll­stän­dig ver­kack­ten Initia­ti­ven, das Kyoto-Protokoll! Harharhar.

Selbst­ver­pflich­tun­gen sind bes­ser als ihr Ruf! Bwa­ha­haha, das tra­gi­sche ist ja, dass man den Ein­druck hat, sie meint das wirk­lich alles so. Selbst­ver­pflich­tun­gen sind nicht das Papier wert, auf dem sie ste­hen. Das macht man nur aus Wahl­kampf­grün­den, damit man sagen kann, man habe etwas getan.

Oh und dann sagt sie, wieso die Pira­ten keine Chance haben:

Es reicht nicht, wenn sich die Pro­gram­ma­tik einer Par­tei darin erschöpft, einem Lebens­ge­fühl Aus­druck zu ver­lei­hen nach dem Motto: wir sind jung, wir ken­nen das Netz und ihr Alten ver­steht davon nichts. Was die Pira­ten­par­tei zudem von den Grü­nen in ihren Anfän­gen unter­schei­det: Ihr feh­len die Gali­ons­fi­gu­ren mit poli­ti­schem Pro­fil, wie bei­spiels­weise Otto Schily oder Joschka Fischer. Da hat sich ja die rich­ti­gen Knall­tü­ten raus­ge­sucht. Joschka Fischer ist so über­as­si­mi­liert, dass er mit Anzug und Schlips rum­rennt, Deutsch­land zurück in den Krieg geführt hat, und ein Pipe­line­pro­jekt für die Ener­gie­ma­fia mana­ged, und Otto Schily ist zur SPD gewech­selt, wo er dann CDU-Politik gemacht hat. ”

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September 11th, 2009 at 4:05 pm

Meinungsfreiheit, Buchmesse und Zensurgesetze

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http://www.netzeitung.de/kultur/1459019.html

Irgend­ein “Experte” hat aus­ge­rech­net China zum Gast­land der Buch­messe gemacht. Das sowas Ärger berei­tet könnte, sollte wohl auch einem Leyen klar sein. Und den Ärger gibt es jetzt: damit die Sache nicht kom­plett den Bach run­ter­geht, wur­den tat­säch­lich ein paar “uner­wünschte” Auto­ren von denen ausgeladen.

Der Skan­dal um die Aus­la­dung zweier chi­ne­si­scher Auto­ren im Vor­feld der Frank­fur­ter Buch­messe mit China als Gast­land hat nun auch eine innen­po­li­ti­sche Debatte ausgelöst.

Der Vor­sit­zende des Bun­des­tags­kul­tur­aus­schus­ses, Hans-Joachim Otto (FDP), sprach am Don­ners­tag von einem «Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen der Messe». Schon am Vor­tag hatte Gün­ter Nooke, Men­schen­rechts­be­auf­trag­ter der Bun­des­re­gie­rung, eine klare Hal­tung von der Buch­messe angemahnt.”

Nee, bei uns ist grad Wahl­kampf. Da pol­tert die Oppo­si­tion schön laut über “wir las­sen uns doch nicht zen­sie­ren!” Bin gespannt, ob einer von den Regie­rungs­par­teien dazu was sagt. Dürf­ten die eigent­lich nicht, denn China ist da ja gro­ßes Vorbild.

Aber so bigott und heuch­le­risch wie die alle sind, wer­den die sicher auch — vor den Wah­len — ins glei­che Horn bla­sen. Wenn man sich den Satz von Otto mal genau anschaut, könnte er ja auch mei­nen: “Armuts­zeug­nis für die Ver­ant­wort­li­chen der Messe, warum habt Ihr Dep­pen aus­ge­rech­net China aus­ge­wählt?” und Nooke meint wohl eher “eine klare Hal­tung von der Buch­messe hin­sicht­lich wahl­kampf­kri­ti­scher The­men vor den Wah­len. Jetzt zwingt uns die Buch­messe dazu, die Wäh­ler vor den Wah­len noch­mals belü­gen zu müssen.”

Mei­nungs­frei­heit an ers­ter Stelle: Er wies Vor­würfe zurück, die Buch­messe unter­werfe sich beim Sym­po­sium der chi­ne­si­schen Zen­sur. Die Mei­nungs­frei­heit stehe für die Buch­messe an ers­ter Stelle. Auf der Messe im Okto­ber könn­ten alle Auto­ren zu Wort kom­men. «Die Frank­fur­ter Buch­messe ist inhalt­lich nicht kon­trol­lier­bar», sagte Boos. ”

Stimmt: die Buch­messe ist inhalt­lich nicht kon­trol­lier­bar und außer­dem ein rechts­freier Raum. Stellt die Stopp­schil­der auf!

Die Ein­la­dung an Chi­nas als Gast­land war nach Ansicht von Pen-Genersekretär Wies­ner «viel­leicht etwas vor­ei­lig». «Mög­li­cher­weise ist China als Ehren­gast der Buch­messe noch nicht reif für die Welt­öf­fent­lich­keit», sagte er der dpa. Wich­tig sei es, sich von China nicht «erpres­sen» zu lassen.”

Nun, wenn die Ent­wick­lung auf unse­rer Welt so wei­ter­geht, wer­den wir in 20 Jah­ren sowieso Chi­ne­sisch als Haupt­spra­che ler­nen und alle in blauen Over­alls rum­lau­fen. Die Kul­tur haben uns die Ossis in der Regie­rung ja stück­chen­weise drauf­ge­schafft. Viel fehlt ja dazu nicht mehr. Ihr par­la­men­ta­ri­schen Demo­kra­ten: was denkt Ihr eigent­lich: wenn 70% der Welt­öf­fent­lich­keit China ist, wer ist dann die Weltöffentlichkeit?

Hier gibts dar­über auch noch was zu lesen: http://www.netzeitung.de/kultur/1457259.html

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September 11th, 2009 at 4:00 pm

Atomkraft Tour Campact in Mainz

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Am Frei­tag, den 11. Sep­tem­ber wer­den wir durch die Main­zer Innen­stadt zie­hen. Mit einem gro­ßen „Castor-Transport“ sind wir zwi­schen dem Bahn­hof­platz und der Alten Uni­ver­si­tät auf End­la­ger­su­che — mit mög­lichst vie­len Men­schen in Strah­len­schutz­an­zü­gen und mit Gei­ger­zäh­lern. Die Aktion gip­felt in einer Pro­be­boh­rung vor der Alten Uni­ver­si­tät. Fin­den wir kein geeig­ne­tes End­la­ger, bleibt nur eins: Atom­kraft abschalten!

Im Anschluss an die Aktion haben Sie die Gele­gen­heit mit Main­zer Kan­di­da­tIn­nen für den neuen Bun­des­tag zu diskutieren.

KOMMEN SIE MIT AUF ENDLAGERSUCHE!

  • Beginn: 14:00 Uhr, Bahnhofplatz
  • Abschluss­kund­ge­bung: 16.00 Uhr, Alte Universität
  • Dis­kus­si­ons­runde: 17.00 Uhr, Alte Universität

Wir wür­den uns freuen, wenn Sie sich zur Aktion als Strah­len­schutz–
exper­tIn ver­klei­den. Wir haben hun­derte Male­r­an­züge und Staub­mas­ken dabei; gerne kön­nen Sie sich auch indi­vi­du­ell ver­klei­den. Genauso gut kön­nen Sie sich aber auch unver­klei­det an der Aktion beteiligen.

Infor­mie­ren Sie ihre Freunde und Bekannte über die Aktion — am ein­fachs­ten mit unse­rer Mail-Vorlage.

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September 11th, 2009 at 12:01 am

Scalper…Zockereien mit dem Computer

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Hier mal wie­der ein Bei­spiel, warum die Ban­ker unser Unter­gang sein werden:

So funk­tio­niert das Spiel: Wenn insti­tu­tio­nelle Anle­ger wie Invest­ment­fonds oder Pen­si­ons­kas­sen einen grö­ße­ren Kauf­auf­trag pla­nen, tei­len sie ihn in der Regel in klei­nere Pakete auf. Erteil­ten sie den Auf­trag auf einen Schlag, würde die geballte Nach­frage den Kurs nach oben trei­ben – und dadurch wür­den sie mehr für ihre Aktien zah­len müs­sen. Um das zu ver­mei­den und ihre Absicht zu ver­schlei­ern, tei­len die Fonds in der Regel die Order in klei­nere Pakete und über eine gewisse Kursspanne.Die HFT-Händler wie­derum ver­su­chen, mit­hilfe ihrer Pro­gram­men diese Pakete zu orten und die wahre Grö­ßen­ord­nung des Auf­trags her­aus­zu­fin­den. Unter ande­rem errei­chen sie das, indem sie für kurze Zeit einen eige­nen Ver­kaufs­auf­trag aus­ge­ben, nur um ihn Sekun­den spä­ter wie­der zu löschen. In der Regel hat der Groß­an­le­ger inzwi­schen schon ange­bis­sen, die Spe­ku­lan­ten wis­sen, das Inter­esse besteht. Das so erwor­bene Wis­sen um den bevor­ste­hen­den Auf­trag nut­zen sie aus: In Höchst­ge­schwin­dig­keit decken sie sich mit der Aktie ein, trei­ben so den Kurs in die Höhe und ver­kau­fen zum höhe­ren Kurs an den Invest­men­fonds oder die Pen­si­ons­kasse zu ver­kau­fen. Die Dif­fe­renz ist ihr Gewinn. An der Wall Street wer­den sie auch scalper genannt. ”

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September 10th, 2009 at 7:41 pm

CDU-Wahlkampfspots im “Internetfernsehen”

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Das muss man sich mal rein­zie­hen. Hat die CDU tat­säch­lich völ­lig ver­blö­dete Wahl­kampf­film­chen (mitt­ler­weile wie­der off­line ;-) , nee, da isser ja wie­der:
)

ins Netz gestellt. Zwar gibts schon den einen oder ande­ren Remix, aber hey CDU, so gehts nicht!

Was soll ich mir unter einem unra­sier­ten Alt­volks­wa­gen fah­ren­den bei Shell Kraft­stoff tan­ken­den (und dann wohl ohne zu zah­len), weg­fah­ren­den
End­zwan­zi­ger vor­stel­len? Einem der unmo­ti­viert hohle Phra­sen in sei­nen Zot­tel­bart quas­selt, von wegen “Gehalts­er­hö­hung gut, zuwe­nig übrig schlecht” und “wenns mich erwischt gibts zum Glück ja Stütze”? Was soll ich mir bei dem ande­ren Spot den­ken, wo ein (schon wie­der ?) blon­dier­tes Maderl
spät mor­gens mit der U-Bahn anne Uni fährt und gesteht, dass sich die Schickse “Sor­gen um die Zukunft macht”…“wegen der Krise”?

Ja, spinn ich eigent­lich? Wer ist da Ziel­gruppe? Die Netz­ge­meinde? Hal­tet Ihr die immer noch für sol­che Voll­s­pa­cken? Wollt Ihr mich — nach­dem ich Euch sicher nicht mehr wäh­len werde, weil Ihr kor­rum­pierte, macht­geile Ver­hin­de­rer, Ver­zö­ge­rer und Ver­tu­scher seid — auch noch belei­di­gen? Ist nicht Euer Tag­werk Belei­di­gung genug für einen wie mich? Einen aus der Netz­ge­meinde?

Hier mein alter­na­ti­ver Wahlspot:

Nach­dem die Kamera über den Toyota Prius geschwenkt ist und sich der mit dunk­len Augen­rin­gen behaf­tete, gute 40 Lenze zäh­lende Inge­nieur in die
mor­gend­li­che 5 Uhr 30 S-Bahn gesetzt hat und einen mat­ten Gäh­ner von sich gibt, sieht man sel­bi­gen müde und des­il­lu­sio­niert aus dem Fens­ter
in das herbst­li­che Dun­kel schauen:

Ich stehe jeden Mor­gen um 5 Uhr auf und schleppe meine müden Kno­chen mit dem Zug zwei Stun­den in einen hun­dert Kilo­me­ter ent­fern­ten Ort, wo
meine neue Arbeits­stelle ist.

Dort beackere ich — mitt­ler­weile auf Sach­ar­bei­ter­ebene, denn die Unbill des Schick­sal wollte es nicht, dass ich mei­nen guten Job, den ich zuvor im Stutt­gar­ter Raum jah­re­lang voll­zie­hen konnte, auch hei­mat­nah machen durfte —  den lie­ben lan­gen Tag Infra­struk­tur­pro­jekte der eher min­der­wich­ti­gen Art und schlage mich haupt­säch­lich mit den Gege­ben­hei­ten der beste­hen­den Netz­werke und Tra­di­tio­nen rum.

Lei­der ist es mir mit mei­nen 40 Jah­ren nicht gelun­gen als Jung­spund ent­we­der von Vat­tern oder über Vat­tern in irgend­ein Protege-Netzwerk gepusht gewor­den zu sein um unter die­sen Bedin­gun­gen auf Lei­tungs– und Füh­rungs­ebene, bar­rie­re­frei von Kar­rie­re­trepp­chen zu Kar­rie­re­trepp­chen zu hüp­fen und dann mit 40 sta­bi­ler und unka­putt­ba­rer Bestand­teil des hege­mo­nis­ti­schen Sys­tems zu sein.

Wenn ich abends nach Hause komme, küm­mere ich mich zeit­nah zu aller­erst um meine Frau und mei­nen Sohn, des­sen Eltern­geld auch schon eine Weile
auf­ge­braucht ist. Das Eltern­geld beka­men wir, nein und meine Frau blieb daheim, denn zu der Zeit war Eltern­zeit für Kerle außer­halb des regu­lä­ren Urlaubs ein kla­res Kickoff-Argument bei unse­ren Geschäfts­füh­rern. Abge­se­hen davon hat es sowieso ein Diplom zum Aus­fül­len gebraucht. Aber das hatte ich ja.

Wenn ich also um zehn Uhr abends irgend­wie wie­der auf­ge­wacht bin, nachdem ich Soh­ne­mann zu Bett gebracht habe und es mich gleich mit erle­digt hat, erlebe ich tag­täg­lich, wie sich kor­rupte und ver­blö­dete Poli­ti­ker von aso­zia­len Ban­kern und Wirt­schafts­lob­bi­ies­ten auf meine Kos­ten einen net­ten Lenz machen.

Ich sehe, wie kri­mi­nelle Staats­se­kre­täre und Minis­ter pseudo-Ausschüsse ver­scheis­sern und die gekauf­ten Medien mir irgend­ei­nen Sulz als Erfolg unter­schie­ben wol­len. Ich sehe wie in Län­dern mit mei­nem Geld Krieg auf Kos­ten der Armen geführt wird und höre hohle und ver­lo­gene Ent­schul­di­gun­gen, die mit der Rea­li­tät nichts zu tun haben.

Ich sehe wie­viel ich jeden Monat pri­vat zurück­le­gen muss, damit ich viel­leicht auch noch eine Rente habe und ich erlebe, wie besagte Poli­tik es den Zocker­ban­kern ermög­licht meine müh­sam ange­schaffte Kohle so zu ver­zo­cken, dass ich am Ende leer ausgehe.

Ich sehe, wie mei­nem Sohn Schul­den in finan­zi­el­ler Hin­sicht, Schuld in huma­nis­ti­scher Hin­sicht und Schuld in ökolo­gi­scher Hin­sicht auf­ge­brummt wird. Dinge für die er nichts kann, für ja ich nicht mal was kann.

Ich sehe wie die Gesund­heit mei­nes Kin­des von den Poli­ti­kern aufs Spiel gesetzt wird, wie Atom­müll mani­pu­liert gela­gert wird, wie Gen­tech­nik ins Essen gelangt, wie Umwelt­gifte und Schad­stoffe ver­deckt und ver­steckt wer­den, auf dass er die auch ja gefres­sen hat.

Und wenn er älter ist, darf er sicher für diese Poli­ti­ker ein Bür­ger­op­fer sein, in einem ara­bi­schen Land Krieg füh­ren, früh an Krebs oder irgend­wel­chen Seu­chen erkran­ken und früh ster­ben, damit er keine Rente bekom­men muss.”

Man sieht den frus­trier­ten Nicht-CDU-Netzbürger am Ziel­ort aus dem Zug stei­gen. Am Arbeits­platz ange­kom­men schal­tet er sei­nen Büro-PC an. Aus dem Schirm erscheint im Hin­ter­grund das Logo der Piratenpartei.

Und ich wun­dere mich, dass ich nur ein Blog schreibe. (Update: die CDU hat den Spot mitt­ler­weile ganz zurückgezogen)

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September 10th, 2009 at 4:32 pm

Demo in Berlin am 12 September

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Hier bei Netz­po­li­tik wird noch­mal auf kom­men­den Sams­tag auf­merk­sam gemacht:

Unter­stüt­zer: Es haben mitt­ler­weile 163 Unter­stüt­zer­or­ga­ni­sa­tio­nen, –ver­bände, –bands, Fir­men und Initia­ti­ven den Demo-Aufruf unter­zeich­net. Das ist das brei­teste Bünd­nis für Bür­ger­rechte und ein freies Inter­net und gegen Über­wa­chung, das Deutsch­land je gese­hen hat. Nach vor­sich­ti­gen Schät­zun­gen reprä­sen­tie­ren diese Unter­stüt­zer mehr als drei Mil­lio­nen Mit­glie­der (Dop­pel­mit­glied­schaf­ten schon sta­tis­tisch raus­ge­rech­net), das ist mehr als die Summe aller Par­tei­mit­glie­der der Gro­ßen Koali­tion und aller Mit­tel– und Klein­par­teien zusammen. ”

Warum Afghanistan?

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http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31112/1.html

9/11 hatte seine Wur­zeln also mit­hin in den USA sowie in Deutsch­land. Moham­med Hay­dar Zam­mar, der Rekru­tie­rer von drei der spä­te­ren Pilo­ten (Moham­med Atta, Mar­wan Al-Shehhi, Ziad Jar­rah) lebte in Ham­burg und wurde auch vom deut­schen Geheim­dienst obser­viert; es gab sogar einen Anwer­be­ver­such. Wei­ter­hin ope­rierte die CIA im Umfeld der Ham­bur­ger Terroristen.”

Der Vor­sit­zende des Bun­des­wehr­ver­bands, Oberst­leut­nant Ulrich Kirsch sagt jetzt: “Wir müs­sen mit der Schön­fär­be­rei auf­hö­ren. Eins ist klar: Im Raum Kun­duz haben wir Krieg. Wir haben die Situa­tion, dass unsere Sol­da­tin­nen und Sol­da­ten Tod und Ver­wun­dung täg­lich erle­ben, dass sie sel­ber töten müs­sen, dass dort Kampf stattfindet.”

Written by admin

September 10th, 2009 at 4:05 pm

über Statistiken und Aussagen

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kann man hier: http://www.nachdenkseiten.de/?p=4174 über die Linke-Programm und den The­men Min­dest­löhne, Rente mit 67, usw. etwas lernen

Diese ökono­mi­sche Lehre, weist letzt­lich den Weg zurück in die Stein­zeit. Sie unter­stellt näm­lich die sog. Sub­sti­tu­ti­ons­these. Will sagen: je bil­li­ger der Fak­tor Arbeit im Ver­hält­nis zum ein­ge­setz­ten Fak­tor Kapi­tel (Inves­ti­tio­nen) wird, desto mehr Arbeit wird ein­ge­setzt und desto weni­ger Anreiz besteht für den Unter­neh­mer Kapi­tal zu inves­tie­ren, will hei­ßen, kapi­tal­in­ten­si­ver zu pro­du­zie­ren. Denkt man die­sen Weg zu Ende, dann gelangt man ins vor­in­dus­tri­elle Zeit­al­ter, denn bil­lige Arbeit lohnt die Inves­ti­tio­nen in Maschi­nen ja nicht mehr. D.h. es besteht kein Anreiz mehr zu Stei­ge­rung der Produktivität.

Dem­ent­spre­chend lau­tet ja auch das neo­klas­si­sche Rezept zur Bekämp­fung der Arbeits­lo­sig­keit, die Real­lohn­stei­ge­run­gen mög­lichst gering zu hal­ten. Nach dem Motto, wenn die Pro­duk­ti­vi­tät lang­sa­mer zunimmt, wer­den auch weni­ger Arbeits­plätze weg­ra­tio­na­li­siert. Wett­be­werb fin­det nicht über inno­va­tive Pro­dukte und über die Stei­ge­rung der Pro­duk­ti­vi­tät statt, son­dern vor allem über die Anglei­chung der Löhne an die Wett­be­wer­ber in Asien.”

und

Die Rhei­ni­sche Post schreibt nun: „Nach Berech­nun­gen der Bun­des­re­gie­rung würde eine Bei­be­hal­tung der Rente mit 65 und eine Abschaf­fung aller Dämp­fungs­fak­to­ren im Jahr 2030 Mehr­kos­ten von über 60 Mil­li­ar­den Euro ver­ur­sa­chen. Das ent­spricht sechs bis sie­ben Beitragspunkten…Zahlen müs­sen die Arbeitnehmer.“

Sol­che Ren­ten­be­rech­nun­gen bis ins Jahr 2030 sind kom­plet­ter Unsinn. Die Bun­des­re­gie­rung weiß noch nicht ein­mal, wie viel Arbeits­lose und wie viel Wachs­tum wir im nächs­ten Jahr haben wer­den, geschweige denn wie hoch die Werte in zwan­zig Jah­ren sein werden.”

Fazit: trauer kei­ner Sta­tis­tik, die Du zur Begrün­dung Dei­ner Ideen her­an­ziehst, die Du nicht selbst erstellt hast. Ins­be­son­dere wenn die Rhei­ni­sche Post sich drauf bezieht.

Written by admin

September 10th, 2009 at 4:00 pm

Im Westen nichts Neues

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Über die Dis­kus­sion hier wurde ich auf den hier auf­merk­sam gemacht. Wie man hier sieht, gibt es eine Menge Infor­ma­tio­nen dar­über. Hier, hier, hier, hier und hier kann mal lesen, wer sein größ­ter Fan ist. Mich erin­nert der an den aus der Geschichte hier.

PS: für alle Wolf­gang S´s hier im Ländle: Ich meine den Leh­rer Kan­to­rek. Sicher­lich wird Depen­heuer, da genauso hege­mo­nis­ti­scher **** wie der Rest vom poli­ti­schen Elitep*ck nur so lange mun­ter und tap­fer seine faschis­ti­schen Reden schwin­gen, so lange er nicht sel­ber dran glau­ben muss.

Groß­mäu­lige Feig­linge allesamt.

Written by admin

September 9th, 2009 at 7:23 pm