Saugut! (Update: aus gegebenem Anlass bleibt dieser Beitrag bis zu den Wahlen ganz oben)
Archive for September, 2009
#spd #steinmeier: die Blogger sind Schuld an der zerbrechenden Demokratie
Argl…ich kann nicht aufhören: mich macht sowas rasend:
“Die Weimarer Demokratie ist nicht zuletzt am schleichenden Gift der antidemokratischen Haltung, an der publizistischen Hetze gegen die Demokraten und Parteien und am mangelnden Respekt vor den Institutionen der Demokratie zugrunde gegangen.”
Logisch, ein erstklassiger, unabhängiger (nur seinem Gewissen verpflichteter) Demokrat der Verräterpartei sieht sich in seiner Machtposition geschwächt. Schuld daran ist “nicht zuletzt” der “mangelnde Respekt vor den Institutionen der Demokratie” (also ihm, gell?)
Und hier reg´ich mich wieder so auf wie bei dem schwachsinnigen CDU-Shell-Wahlspot, den diese Kasper mittlerweile wieder zurückgezogen haben. Es ist immer dasselbe: mein lieber Herr Steinmeier: Sie sind hier derjenige mit dem fehlenden Respekt. Euch sehe ich immer nur selbstbeweihräuchernd daherquatschen. Ihr labert in der Glotze einen Scheiss von wegen, alles richtig machen obwohl ihr es besser wisst und nur weil Ihr die Macht so geil findet nicht darüber nachdenkt wie sich jemand fühlen sollte, der sich morgen nicht mehr ohne zu kotzen im Spiegel anschauen kann. Ihr habt _uns_ die Scheisse eingebrockt. Und Ihr beklagt _jetzt ernsthaft_ dass wir den Respekt (!) vor solchen Luschen wie Euch verloren haben? Ausgerechnet Ihr? “Versager seid Ihr sonst nix” (BAP).
Es ist zum _heulen_ mit Euch! Schämt Euch!
#internet-manifest #media-club de rom? Was geht ab?
Hier, der Donalphonso, noch son Blogger, der schreibt über diese seltsame Sache mit dem Manifest (Nein! Ich hör´nich´auf!)
Mir ist ja auch was seltsames aufgefallen, ein Kommentar bei Netzpolitik.org:
und dann die Artikel in der Netzeitung (der mich zu dem Kommentar bei Netzpolitik.org veranlasst hatte):
über den ich zu diesem SPDler gelinkt wurde. Dort steht:
“Einige Vordenker aus der Blogosphäre haben gestern das „Internet-Manifest“ online gestellt. Hier finden sich 17 Thesen zum Journalismus im Internet (saschalobo.com). Basierend auf Grundannahmen leiten Sie ein Konzept für den Journalismus der Zukunft ab.
Die Grundannahmen zeigen ein klares, aufgeklärtes Bild einer vernetzten Welt, in dem ich meine Idee eines zukunftsfähigen Internets wiederentdecke. Ich möchte daher aus den wichtigsten Thesen der Erstunterzeichner politische Forderungen ableiten. Diese verstehen sich als Ansatz zu einem Katalog für eine neue Netzpolitik, die ich in den Bundestag bringe.”
Zwar war mein Kommentar darin dann mal eine Weile verschwunden, aber letztendlich ist er wieder vorhanden:
Gut, mag sein, dass ich mal wieder zu langsam denke oder völlig falsch liege, mich hatte eben noch die Aufregung über die Anmaßung der Alphas geleitet, deswegen wunderte ich mich, dass der SPD‘ler ausgerechte Sascha Lobo (und der Artikel in der Netzeitung übrigens auch sehr auffällig), den zweifelhaftesten und meist kritisiertesten Blogger von allen als Quelle angab.
Aber diese Media-Club-de-Rome-Sache passt doch sehr gut mit Don Alphonso´s Annahmen zusammen. Bei diesem “Club” wird die Verquickung der Blogger mit der Politik sichtbar. Nachwuchskarriere-will-ich-jetzt-langsam-auch-mal-Politiker in der vorletzten Reihe sieht seine Chance mit — wie nennt das Don Alphonso — “nicht nur der olle Nigge mit dem leeren Bildblogbüro …, der Meyer-Lucht mit dem Möchtegern-Huffpost und dem Problem beim Urheberrecht, der Grimmejury-Sixtus mit dem Grimmepreis, oder der Fassaden-Iro mit der Kohle eines Zensurproviders, sonden halt: Robin-Sascha Bunz v. Niggeschinkstegersdahl, Vorsitzender der Internetgewerkschaft Mittelalte Adabeis Für Internet Angeberei M.A.F.I.A. e.V.”
Und nicht zu vergessen: die SPD ist ein Medienkonzern und mischt kräftig an der Korrumpierung der Internet-Kanäle mit. Tja…und ich wette auch, dass sich diese Tatsache _nicht_ verbreiten wird…denn liest man sich das hier durch:
“Der Gruppe gehörten die Politiker Philipp Missfelder (Bundesvorsitzender der Jungen Union) und Björn Böhning (Planungschef in der Senatskanzlei Berlin), der Medienwissenschaftler Prof. Dr. Groebel (Direktor Deutsches Digital Institut), Dr. Hans Hege (Direktor Medienanstalt Berlin-Brandenburg), Petra Müller (Geschäftsführerin medienboard Berlin-Brandenburg GmbH), der Internetunternehmer Marcus Riecke, zuletzt StudiVZ-Chef, der Medienmanager und frühere Bertelsmann-TV-Chef Bernd Schiphorst und der Medienrechtler Dr. Christoph Wagner (Hogan & Hartson LLP) an”
erkennt man, dass die Schlüsselpositionen der Regierung jeden Scheiss zu erzählen bereits durch so unabhängige Experten wie z.B. Schiphorst (Bertelsmann *facepalm*) “besetzt” werden.
Da ist klar, dass es nur ums Geld geht, die “frischen Jungs aus dem Netz” gezogen und korrumpiert werden und die Bloggingkiste ganz schnell den Weg des Konsums geht.
Wo ist denn jetzt die Lösung gegen dieses Problem? Die haben uns an den Eiern!
#fsa09 Die Demo, das Ergebnis und ein gutes Statement.
So, Demo ist rum, Weltartikel sagt eigentlich auch schon alles aus:
“Anstatt Informations– und Meinungsfreiheit einzuschränken, müsse die Strafverfolgung professioneller werden.”
und bei Netzpolitik.org heisst es:
“Die 19:00 Uhr Pressemitteilung des “Freiheit statt Angst”-Demobündnis:
* Insgesamt 25.000 Bürger protestierten gegen den Überwachungswahn
* “Freiheit statt Angst” Demonstration ein voller Erfolg”
Leider konnte ich nicht dabei sein. Zwar hatte dieser hier mal die Frage nach der Anzahl der Demonstranten gestellt, aber meine Antwort an ihn, halte ich für extrem plausibel. Und außerdem ein weiteres Beispiel dafür, warum #Zensursula das Elterngeld eingeführt hat:
könnte man meinen und war tatsächlich auch mein Grund nicht nach Berlin zu fahren.
Anhand der Berichterstattung und vor allem der Tweets über #fsa09 konnte ich gut dabei sein und habe meine following-Liste etwas ergänzen können. Der Live-Ticker der taz war dann der ausschlaggebende Link zu der Aussage von Johnny Haeusler:
Auch wenn Johnny der Betreiber des Spreeblick ist und somit einer der Mitunterzeichner des “Internet Manifests” (ja, ich kanns nicht sein lassen und muss Trolle füttern), so sind seine Worte wohl auch für die “alten Leut” mal verständlich. Vielleicht nutzt es ja was.
Ich bin mir aber sicher, dass die “geringe” Anzahl der Teilnehmer noch von den etablierten Parteien und vor allem von den Concrete-Heads Schäuble und von der Leyen als “unter ferner liefen”, bzw. “lächerlich” abgewunken werden.
Leider machen mir die Jungs von der Piratenpartei in ihren Interviews nicht gerade die kompetentesten Eindrücke. Gut, die müssen das Politisieren und Quatschen noch lernen, aber wenn ich mir z.B. Interviews von Beckedahl oder den Leuten des CCC ansehe, so meine ich, merkt man denen die Routine mit den Medien schon mehr an.
Na, ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Aber 150.000 Teilnehmer wären besser gewesen. Wie gesagt: wenn alle _wir Eltern_ die durch #Zensursula zur Elternschaft in den letzten 2 Jahren “verführt”
worden sind, dabei gewesen wären, hätten sich wohl die 150.000 Leute zusammengefunden.
@Philcomputing das liegt daran…
@Philcomputing das liegt daran, dass uns #Zensursula zu Eltern gemacht hat, die dafür erstmal keine Zeit mehr haben.
Atomkraft Tour Campact in Frankfurt
Am Samstag, den 12. September werden wir durch die Frankfurter Innenstadt ziehen. Mit einem großen „Castor-Transport“ sind wir zwischen dem Weckmarkt und der Hauptwache auf Endlagersuche — mit möglichst vielen Menschen in Strahlenschutzanzügen und mit Geigerzählern. Die Aktion gipfelt in einer Probebohrung auf der Hauptwache. Finden wir kein geeignetes Endlager, bleibt nur eins: Atomkraft abschalten!
Im Anschluss an die Aktion haben Sie die Gelegenheit mit Frankfurter KandidatInnen für den neuen Bundestag zu diskutieren.
KOMMEN SIE MIT AUF ENDLAGERSUCHE!
- Beginn: 14:00 Uhr, Weckmarkt
- Abschlusskundgebung: 16.00 Uhr, Hauptwache
- Diskussionsrunde: 17.00 Uhr, Hauptwache
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zur Aktion als Strahlenschutz–
expertIn verkleiden. Wir haben hunderte Maleranzüge und Staubmasken dabei; gerne können Sie sich auch individuell verkleiden. Genauso gut können Sie sich aber auch unverkleidet an der Aktion beteiligen.
Informieren Sie ihre Freunde und Bekannte über die Aktion — am einfachsten mit unserer Mail-Vorlage.
Freiheit statt Angst
http://netzpolitik.org/2009/freiheit-statt-angst-die-groesste-buergerrechts-demo-aller-zeiten-steht-bevor/ http://www.ccc.de/updates/2009/demo-berlin?language=en
“Auf die Straße: Für Freiheit, Demokratie und gegen Zensur!
September 05, 2009 (frankro) Der Überwachungs– und neuerdings auch Zensurwahn hat im Superwahljahr 2009 nicht nachgelassen. Der Chaos Computer Club (CCC) ruft daher gemeinsam mit dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung zur Teilnahme an der Großdemonstration “Freiheit statt Angst” am 12. September 2009 in Berlin auf. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Potsdamer Platz.
Wir denken: Es reicht nicht, darauf zu warten, dass das Bundesverfassungsgericht die hysterischen “Sicherheitspolitiker” vielleicht mal wieder zur Ordnung ruft. Es ist vielmehr Zeit, den in kollektiver Terrorpsychose verfangenen Politdarstellern zu zeigen, was wir von ihrer Seifenoper halten. Die Gelegenheit ist günstig, denn wir haben bald wieder die Wahl und müssen klarmachen, was unsere Prioritäten sind. Informationsfreiheit und digitale Bürgerrechte sind keine Selbstverständlichkeit mehr und brauchen daher eine starke Stimme auf der Straße, nicht nur im Netz.
Wir wissen: Demonstrieren macht sexy, verbessert die Muskulatur und schafft Möglichkeiten zur persönlichen unbelauschten Fraternisierung mit Gleichgesinnten. Deshalb: Bringt Eure tollen T-Shirts, Plakate, Oma, alle Euch bekannten Mobiltelefonbesitzer, freiheitsverliebte Nachbarinnen und Luftballons mit und kommt auf die Straße. Wir schreiben es den Internetausdruckern ins Stammbuch: Weniger Freiheit bringt uns nicht mehr Sicherheit, Stoppschilder retten kein Kind. ”
Ich wär je gern hin…geht Ihr wenigstens hin.
Wenn schon Assi, dann wenigstens mit Stil
Fast ohne Worte: aber erkennbar, dass es VUZ selbstredend auch nur an seiner eigenen Karriere interessiert ist. Adelgedöns ist grad richtig angesagt.
“Der Baron zu Guttenberg ist der Held eines Bürgertums, das die Erbschaftssteuer abschaffen und die private Krankenversicherung retten will und es für einen Skandal hält, wenn die Kinder keine Empfehlung fürs Gymnasium bekommen. Applaus in Kronberg für Elterngeld und Herdprämie – Subventionen für den bürgerlichen Lebensstil. Eine der Blasen, die in der Finanzkrise geplatzt sind, ist die meritokratische Legitimation der Lebenschancenverteilung. Wo bürgerliche Privilegien kaum noch durch Verdienste zu rechtfertigen sind, wird der Adel zum Vorbild, der seine naturgegebenen Vorrechte in ästhetisches Kapital umgemünzt hat.
Wie definiert Guttenberg den Stil, den er nicht verändern will? Er ist „unbequem“. Der einzige Beleg dafür ist die Sage, er habe mit Rücktritt gedroht, als Staatsgeld an Opel fließen sollte. Das kolportierte Wort ersetzt die Tat. Auch faule Bürgersöhne sollten das Gymnasium besuchen dürfen, schön reden können sie hinterher bestimmt. Haltung muss sich wieder lohnen.”