alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘Vorbilder’ Category

Stuttgart 21: Eskaliert die neue Regierung den Streit um den Bahnhof?

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Ein unab­hän­gi­ger Minis­ter äußert seine Zuge­hö­rig­keit zur S-21 Geg­ner­schaft direkt per retu­schier­tem But­ton auf der offi­zi­el­len Minis­te­ri­ums­home­page:

Offi­zi­el­les Bild

Ich zitiere hierzu einen tref­fen­den Kom­men­tar aus einem Artikel:

Es ist eigenartig

Die Grün­rote Lan­des­re­gie­rung, die ange­tre­ten ist, gegen die Spal­tung der Bevöl­ke­rung in Stutt­gart in Geg­ner und Befür­wor­ter vor­zu­ge­hen und als Inte­gra­tor zu wir­ken, erreicht inner­halb einer Woche im Amt das genaue Gegen­teil. Der neue Ver­kehrs­mi­nis­ter pola­ri­siert mit sei­nen Äuße­run­gen wie kein ande­rer vor ihm, man kann schon anneh­men, er ist ange­tre­ten um dem Bay­ern Söder Kon­kur­renz zu machen. Kret­sch­man — und selbst Küh­nast pfei­fen ihn zurück, mit dem Erfolg, dass er dem weg­ge­mobb­ten Pro­jekt­lei­ter Azer auch noch hin­ter­her­wirft “hätte er sich eben nicht für das Pro­jekt enga­giert”. Her­mann hat inner­halb von ein paar Tagen klar gemacht, dass er als Inte­gra­ti­ons­fi­gur, und damit als Minis­ter in der aktu­el­len Situa­tion in Stutt­gart unge­eig­net ist. Will man den Kon­flikt befrie­den, muss ein Inte­gra­tor her, und Her­mann weg. Read the rest of this entry »

Written by Oliver Mark

Mai 18th, 2011 at 12:00 pm

Stuttgart 21: Hany Azer geht. Eine Analyse und eine Empörung

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Berühmt, berüch­tigt ist er, der Hany Azer (61), so ziem­lich der bekann­teste Pro­jekt­lei­ter bei der Bahn.

Hany Azer Die Financial Times Deutschland feierte in Diekmanns Austernbar im...

Viele Stim­men gibt und gab es, die einen vor einem direk­ten Umgang mit Azer gewarnt haben. Hohe Fluk­tua­tio­nen, schlechte Stim­mung, per­so­nelle Pro­bleme, usw. usf.

Als ich im letz­ten Jahr eher zufäl­lig auf die Idee kam, mich frei­wil­lig bei die­sem Pro­jekt zu bewer­ben, klan­gen mir diese gan­zen Sprü­che und Flos­keln in den Ohren. Ich ging trotzdem.

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Schwarmintelligenz reloaded: Koch-Mehrin (und andere) unter der Lupe

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Gegen Sil­vana Koch-Mehrin sei am Mon­tag von Amts wegen ein Vor­prü­fungs­ver­fah­ren wegen Ver­dachts auf Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen ein­ge­lei­tet worden.

Bild dem pott­blog “entliehen”

Über diese Dame hatte ich bereits geschrie­ben. Auch andere Blogs hat­ten sich mit Ihr beschäf­tigt. Ins­ge­samt ergibt sich kein sehr ange­neh­mes Bild.

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Alternativlos: Neuer Ministerpräsident in Baden-Württemberg: made in Japan

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Die Bür­ger Baden-Württembergs haben gewählt. Wir kön­nen froh sein, immer­hin gab es nur eine klit­ze­kleine Ran­dale am Stutt­gar­ter Bahn­hof, was da wohl los gewe­sen wäre, wenn Map­pus noch ein paar Stim­men mehr bekom­men hätte. Ich will ja gern an ein vor Japan noch ange­dach­tes Schwarz-Rot im Ländle glau­ben, aber das scheint nun alles vor­bei zu sein. Feyn­sinn hat es gut erklärt:

Mein Pus­te­fix reicht aus für eine mehr­stün­dige Rede und zwei Dut­zend Inter­views. Fra­gen Sie, was Sie wol­len, wir haben immer recht, wir haben immer Erfolg, und wenn sich der poli­ti­sche Kon­kurs so gar nicht mehr ver­schlep­pen lässt, sind die wid­ri­gen Umstände daran schuld. Wir wis­sen alle, dass die ande­ren auch nicht bes­ser sind und war­ten ein­fach ab, bis die Wäh­ler von den ande­ren so ange­ekelt sind, dass sie wie­der uns wäh­len. Bis dahin hal­ten wir obs­zön dotierte Vor­träge und sam­meln Par­tei­spen­den. In der bit­ters­ten Not schmeckt der teure alte Wein auch ohne Regie­rungs­amt oder Abgeordnetenstatus.

Zwi­schen­zeit­lich ist der Mul­ti­pli­ka­tor Gan­dolf Sto­cker zurück­ge­tre­ten, die Wahl­kampf­pro­pa­ganda der Grü­nen wird medial auf ein­mal auch the­ma­ti­siert, und der Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter bie­tet schon­mal eine ele­gante Steil­vor­lage für den neuen MP Kret­sch­mann an: zum einen dür­fen die Grü­nen jetzt Gas geben, weil sonst die ganze Kohle weg ist, zum andern dür­fen sie sich — um bei Feyn­sinns Wor­ten zu blei­ben — mit den “wid­ri­gen Umstän­den” der Vor­gän­ger her­aus­la­vie­ren. Read the rest of this entry »

Written by admin

März 28th, 2011 at 10:29 am

Ganze Sätze, halbe Sätze

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Manch­mal fin­den sich Sätze im Netz die einem im ers­ten Moment gar nicht auf­fäl­lig erschei­nen. So ein Satz wie:

Ich denke sehr struk­tu­riert und handle nie

Was könnte die­ser Satz bedeu­ten? Read the rest of this entry »

Written by admin

März 24th, 2011 at 8:00 pm

Bedingungsloses Grundeinkommen: Themenwoche bei 3Sat

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Zur Zeit läuft eine The­men­wo­che über das BGE in 3Sat. Ich recher­chiere immer mal wie­der die­ses Thema, aber meine Zeit ist begrenzt und man kann sich ja nicht um alles küm­mern (obwohl man viel­leicht sollte, wer weiß).

Die im Film genannte Susanne Wiest hat im Bun­des­tag im letz­ten Jahr eine Peti­tion zum Bedin­gungs­lo­sen Grund­ein­kom­men ein­ge­reicht und der Film am Frei­tag den 18.03.2011 in 3Sat hatte sich als Beginn der The­men­wo­che damit beschäftigt.

Die Doku­men­ta­tion “Bedin­gungs­los glück­lich” von Sabine Jain­ski und Ilona Kalm­bach beleuch­tet die aktu­elle Dis­kus­sion mit pro­mi­nen­ten Befür­wor­tern und Geg­nern und zeigt, wie aus einer uto­pi­schen Idee ein sehr rea­les, neues Lebens­ge­fühl heranwächst.

Bedin­gungs­los glück­lich? Frei­heit und Grund­ein­kom­men” ist der Auf­takt der The­men­wo­che “Sein oder Haben”, die danach fragt, wel­che Wirt­schafts­ord­nung wir in Zukunft brau­chen. Als nächste Bei­träge die­ser The­men­wo­che zeigt 3sat um 21.30 Uhr “makro: China — Rivale oder Part­ner?”. Um 22.25 Uhr folgt der fran­zö­si­sche Spiel­film “Aus­zeit” von Lau­rent Cantet. ”

Die wei­ter­füh­ren­den Links auf der Seite von Susanne Wiest sind sehr umfäng­lich. Das Thema wird zwar von vie­len Sei­ten schräg beäugt und belä­chelt, aber wenn sich Leute wie Götz Wer­ner damit befas­sen, meine ich — macht es Sinn sich etwas Zeit dafür zu neh­men. Der Mann sollte wis­sen wovon er spricht.

 

Written by admin

März 19th, 2011 at 7:39 pm

Ausstieg aus dem Ausstieg: nächster Schachzug der SPD: CDU muss Farbe bekennen

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Reu­ters mel­det, die SPD böte der Regie­rung ein Abschalt­ge­setz an. Grund­lage ist die aktu­elle Dis­kus­sion ob die umwer­fend schnelle Reak­tion der Regie­rung auf die Vor­komm­nisse in Japan — so kurz vor den Wah­len — eigent­lich recht­lich durch­zu­set­zen sei. Bis­her kam die Abschal­tung der sie­ben Mei­ler wohl nur auf­grund wirt­schaft­li­cher Über­le­gun­gen der Ener­gie­un­ter­neh­men zustande.

Das Gesetz könne bereits in der kom­men­den Woche von Bun­des­tag und Bun­des­rat ver­ab­schie­det wer­den, sagte der Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­rer der Bun­des­tags­frak­tion, Tho­mas Opper­mann, am Mitt­woch in Ber­lin: “Die Still­le­gung über ein Abschalt­ge­setz kann unver­züg­lich ohne Über­tra­gung der Rest­lauf­zei­ten auf andere Kern­kraft­werke erfol­gen.” Die von der Bun­des­re­gie­rung am Diens­tag ver­fügte vor­läu­fige Abschal­tung habe indes im Atom­ge­setz keine Grund­lage. Bun­des­kanz­le­rin Angela Mer­kel sei daher dar­auf ange­wie­sen, dass die Ener­gie­ver­sor­ger die AKW als Geste des guten Wil­lens frei­wil­lig vom Netz näh­men. (Reuters)

Nun ist die Regie­rung in einer Zwick­mühle und — ver­dammt noch­mal ich spiele gerne Schach — aber dass sich die poli­ti­sche Ebene in Ent­schei­dun­gen und tak­ti­schen Manö­vern so schnell zu bewe­gen ver­mag, hätte ich kurz vor Gut­ten­berg noch nicht für mög­lich gehalten.

Zwar bekla­gen sich unte­rer ande­rem der Tages­spie­gel über Mer­kels “feh­len­des Takt­ge­fühl”, doch ich gehe immer noch nicht mit der Mei­nung auch Hans Hütt´s überein, dass dies zu einem Regie­rungs­wech­sel in Baden-Württemberg füh­ren könnte.

Wie Frau Mer­kel das Ange­bot der SPD für ein Abschalt­ge­setz aller­dings gewinn­brin­gend “umbie­gen” möge, dass würde mich nun doch interessieren.

Harald Schmidt über den Süden der Republik in der FAZ

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Ich habe mich kaputt­ge­lacht. Ein­fach wun­der­bar! Nach­zu­le­sen hier, ich hoffe die FAZ nimmt es mir nicht übel. Harald Schmidt äußert sich in einem Inter­view mit der FAZ auf seine unach­ahm­li­che Art und Weise über den Süden, bzw. Baden-Württemberg, dem Wesen Stutt­garts und der Schwa­ben. Nie­mals ver­liert er den Blick auf die harte Rea­li­tät und dem Umgang der Men­schen damit. Seien es nun Kuchen mit Sahne essende Wut­bür­ger vor oder nach der Demons­tra­tion, oder der Abgleich eines glück­li­chen Gün­ter Oet­tin­ger mit einem tra­gi­schen Ste­fan Mappus.

Demut vor den Rea­li­tä­ten und trotz­dem oder gerade des­we­gen Spass und Humor kul­ti­vie­ren. Von dem Mann kön­nen sich viele bär­beis­sige Spaß­brem­sen mal eine dicke Scheibe abschneiden.

Wenn ich mir in Stutt­gart die sozia­len Brenn­punkte anschaue — das ist in Köln obe­rer Mittelstand. 

[…]

Wenn uns da der Ruhr­pott­ar­bei­ter geschil­dert wurde, in der Schule, im Dritt­welt­un­ter­richt oder so, da wusste man gar nicht, was damit gemeint ist. Denn man fuhr ja Benz, man hatte zwei Häu­ser, man hatte Grund­stü­cke. Man musste auch am Wochen­ende 400 Kirsch­bäume abern­ten, sinn­los, aber die hatte man halt. Übri­gens häu­fige Todes­ur­sa­che in der Ecke: vom Kirsch­baum gfalla.

Der “Causa-Guttenberg” Kettenbrief

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Ges­tern bekam ich eine soge­nannte Kettenbrief-Email. Da ging es mal wie­der um die Ben­zin­kos­ten und wie man die “Ölmul­tis” dazu zwin­gen könnte die Preise run­ter­zu­fah­ren. Ich hab die Email natür­lich nicht wei­ter­ge­lei­tet, aber mir ist irgend­wie eine Par­al­le­li­tät zur aktu­el­len “Causa-Guttenberg”-Debatte — vor­nehm­lich im Inter­net und mal kurz im Bun­des­tag auf­ge­fal­len:

Jetzt hat der Spie­gel­fech­ter, Jens Ber­ger, in einem aktu­el­len Arti­kel dar­ge­stellt, dass es — mal wie­der — ein Skan­dal sei, dass das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium über BILD und Bild am Sonn­tag (aka Springer-Verlag) Wer­be­an­zei­gen für die Bun­des­wehr schal­ten wolle. Jens Ber­ger — und mitt­ler­weile die Welle der Netz­em­pö­rung — betrach­ten dies — wie vie­les andere — als erneu­ten skan­da­lö­sen Beweis für

Unred­lich­kei­ten, Kor­rup­tio­nen, Ber­lus­co­ni­sie­run­gen,

und was nicht alles. Dies­mal muss…es…doch…einfach…klappen…mit…dem…Skandal! Read the rest of this entry »

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Februar 24th, 2011 at 8:00 pm

Causa Guttenberg”, Unterwanderung der Verfassung und Wege in den Krieg

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Es ver­wirrt mich (und es beru­higt mich auch), wenn ich im Arti­kel Peter Büh­lers auf Tele­po­lis des­sen Empö­rung über den “wirk­li­chen Skan­dal” an der “Causa Gut­ten­berg” lese:

Ganz unge­niert sann der Minis­ter im Novem­ber 2010 nach über den Ein­fluss der Ver­knap­pung der Roh­stoffe auf “das wirt­schaft­li­che Wohl­er­ge­hen Deutsch­lands”, über den Zusam­men­hang von regio­na­ler Sicher­heit und deut­schen Wirt­schafts­in­ter­es­sen und über den “Bedarf der auf­stre­ben­den Mächte an Roh­stof­fen” in Kon­kur­renz zu “unse­ren Bedürf­nis­sen”. Das Ganze war ein denk­bar kla­res mili­tär­stra­te­gi­sches Bekennt­nis, getä­tigt auf einer soge­nann­ten “Sicherheitskonferenz”.Es folgte kein Memo­ran­dum der Ver­fas­sungs­rechts­pro­fes­so­ren, kein öffent­lich­keits­wirk­sa­mer Ein­spruch der christ­li­chen Kir­chen­fürs­ten und – anders als im Fall der nicht grund­ge­setz­kon­for­men Mili­tär­vo­ten des zurück­ge­tre­te­nen Bun­des­prä­si­den­ten – auch keine etwas län­gere Medi­en­de­batte. Kei­ner wollte zu den “Ver­klemm­ten” gehö­ren, von denen Gut­ten­berg gespro­chen hatte.

Herr Büh­ler beklagt das Aus­blei­ben einer  media­len Debatte zur Aus­sage Gut­ten­bergs im Novem­ber 2010, auf der die­ser eine Mili­tär­stra­te­gie zur Siche­rung des west­li­chen, nen­nen wir es ein­fach mal, “Frie­dens­sys­tems” (also unse­res Wohl­stands) benannt hat. Und eigent­lich hätte dies bereits der Grund für den Rück­tritt Gut­ten­bergs sein müssen.

Wenn ich in mei­nem alten Hirn krame, finde ich aber einen Arti­kel in Tele­po­lis, eben­falls geschrie­ben vom sel­ben Peter Büh­ler, in dem er fol­gen­des erklärt hat Read the rest of this entry »

Written by admin

Februar 22nd, 2011 at 7:00 pm