Über diese Dame hatte ich bereits geschrieben. Auch andere Blogs hatten sich mit Ihr beschäftigt. Insgesamt ergibt sich kein sehr angenehmes Bild.
Eine ausführliche Abhandlung des Themas Atomkraft und die Folgen findet man hier.
Ueberblicksbeitrag: Die Atomkatastrophe in Japan, was sie fuer Japan, uns und die Welt bedeutet …
verfasst von CrisisMaven, 17.03.2011, 17:37
(editiert von CrisisMaven, 17.03.2011, 17:48)
Ueberblicksbeitrag: Die Atomkatastrophe in Japan, was sie fuer Japan, uns und die Welt bedeutet, was bisher passierte, was noch kommen kann und wie Atomkraft ueberhaupt funktioniert Read the rest of this entry »
Das kann ja wohl nur ein Presseraum sein. Na egal, auf jeden Fall sieht man wenn es hektisch wird. Hier ist übrigens ein Twitter Account, der “nah dran” zu sein scheint.
Update: der Twitter Account existiert nicht mehr (24.03.2011)
Ein ganz schlechter Zeitpunkt, den sich die pazifische Tektonik da ausgesucht hat. Ausgerechnet zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und genau am Wochenende der Campact e.V. Aktion “Atomkraftwerke abschalten” haut den Japanern da ein 9er (was heisst das überhaupt) Erdbeben die Systeme umeinander und dummerweise spülts ihnen dann auch noch anschließend ne 10 Meter hohe Tsunamiwelle durchs Gebälk.
Wundert mich eigentlich, dass der ganze Krempel nicht bereits am Freitag zusammengebrochen ist, dann wäre es selbst dem erkenntnisresistentesten Bürger aufgefallen. Aber leider (Ironie, gell?) haben die Kraftwerke dort drüben selbst das Beben höherer Stärke abgekonnt.
Die Stuttgart 21-Gegnerschaft behauptet ja stets steif und fest — untermauert von sogenannten Gutachten autodidaktischer Psychologen und Betriebswirten, dass eine Sanierung des bestehenden Kopfbahnhofs, bzw. des dort liegenden Gleisvorfelds in absehbaren, modularen Schritten, “behutsam und sanft”, kostengünstig und termingerecht machbar wäre.
Wie man in diesem Artikel lesen kann plant in Berlin sowohl die Stadt, als auch die Bahn die Avus und die dort parallel liegende Bahnstrecke zu sanieren. Bisher plante die Bahn die Reduzierung der Strecke auf ein Gleis, etwas was bei der Bahn ZEB “Zeitweise eingleisiger Betrieb” genannt wird:
Die Bahn hat bereits im vergangenen Oktober einen eingleisigen Betrieb eingerichtet, um bauen zu können. Bei dieser Variante dauern die Arbeiten ebenfalls voraussichtlich bis 2015. Würde die Strecke voll gesperrt, könnten die Arbeiter dagegen nach rund einem Jahr abrücken. Bis Anfang März soll die Entscheidung gefallen sein.
Ich fasse also mal kurz zusammen: eine einjährige Bauzeit bei einer Vollsperrung und eine fünfjährige Bauzeit bei einem zeitweise einseitigem Betrieb. Read the rest of this entry »
Bei sowas hier bekomme ich reflexartige Misstrauensschübe. Warum? Weil mir ein Jens Berger vom Spiegelfechter, eine Nachdenkseite oder sonst noch einer des “Eingeschränkten Bieterkreises” nicht weismachen können, dass es ihnen nicht hauptsächlich nur um ihre eigene Kohle geht.
Ich finde es nicht verwerflich, wenn das einer von denen wegen eigener finanzieller Möglichkeiten machen muss, aber ich finde es zum kotzen unglaubwürdig, wenn eine moralische Verantwortung als Begründung vorgeschoben wird.
Nur weil sich der moralisch-virtuell-mehrheitliche Zeitgeist dort wiederfindet und er auch entsprechend bedient wird, erkenne ich noch lange keine Eigeninteressen die über Einfluß, Macht und Kohle hinausgehen.
Blogs sind ein großes Thema zur Zeit und der scheinbare Niedergang der Medien verführt den einen oder anderen dazu, anzunehmen, dass vielgelesene Blogs eine Alternative währen, die an der Gesellschaft was ändern würden.
Die Gesellschaft ändert sich auch wegen und mit den Blogs, aber nicht ursächlich weil da ein paar schlaue Heilsbringer ihre kreativen Arme ausstrecken um das arme suchende Volk ins Paradies zu führen. Da strecken ein paar schlaue Heilsbringer ihre Arme nach ganz anderen, schnöden, handfesten Dingen aus.
Dass die dann ausgerechnet eine Huffington Post als leuchtendes Beispiel vortragen, macht deren offenbare Bewunderung der Kohle, die man mit “sowas” verdienen kann noch ein wenig deutlicher. Das bei SF genannte, als neue Erfindung erscheinende “huch, wir könnten uns ja gegenseitig” Verlinken ist ein weiteres schlechtes Beispiel, wie Glaubwürdigkeit nach hinten losgehen kann: es ist ja mitunter die Natur des Blogs bzw. der Kommentatoren durch schnödes querverlinken Umleitungen auf die eigenen Seiten zu erzeugen — wohl in der Hoffnung, den eigenen Traffic zu erhöhen. Das im Internet Blogs durch Hörensagen empfohlen werden wäre mir sehr neu.
Es ist noch gar nicht so lange her, da schufen ein paar Alphas ein “Internet Manifest” und da schau her, wie schnell war die Blogosphäre aufgescheucht, dass ein paar Auserwählte sich erlaubten den fetten virtuellen Kuchen im Namen aller selbst einzustecken. Der virtuellen Aufmerksamkeit hat es nicht geschadet und (nur ein Beispiel) ein rotschopfiger Sascha Lobo mag sich bei so manchen bis zum jüngsten Tag komplett unglaubwürdig gemacht zu haben, aber er schreibt derweilen nette Büchlein auf unmodernem Papier und wird alle naslang pekuniär untermauert zum einen oder anderen Interview gebeten. Auch so etwas wie die Netzpolitik.org ist mittlerweile — ganz unzeitgemäß — “etabliert” wie man so schön sagt und während ich dort noch Glaubwürdigkeit erkenne, ganz einfach weil es eine hochspezielle Sparte ist, fallen andere Blogkollegen, die sich der “politischen” Themenfindung verschrieben haben bei gleichem Anspruch durchs Netz der Anerkennung.
Lasst uns – verdammt noch mal – wenigstens jetzt – zusammenhalten. Hört auf Euch/uns gegenseitig zu schwächen und uns „für die“ lächerlich zu machen. Gebt „denen“ nicht den ernüchternden Einblick „denen geht es auch nur ums Geld“. (…)…gerade jetzt ein ganz schlechter Zeitpunkt. Und wenn Eure Motivation Dinge zu schreiben und zu offenbaren zu sehr mit dem Zwang damit Geld zu verdienen zusammenhängt, dann lasst es besser bleiben, denn dann korrumpiert Ihr die Idee und die Kraft die hinter diesem Weg in die Öffentlichkeit treten zu können steckt.
Warum? Weil der Mensch nur Brot und Spiele braucht. Und mehr wohl auch gar nicht will. Zumindest nicht der “relevante” Anteil der Bevölkerung. Aber solange “relevante” Blogger (ja noch nichtmal in ausreichender Tiefenschärfe) dröge meckern, kotzen, klagen und Häme über andere ergiessen und Sammelbecken der Enttäuschten (von der Welt oder von den eigenen Fähigkeiten) sind und das nur dazu führt, dass Google-Ads den einen oder anderen Euro bei besagtem Blogger klingeln lässt oder er künftig im ZDF als “Experte” für frische Einschaltquote sorgt, solange können die mich alle mal an meinem virtuellen Arsch lecken.
Im Stern (ausgerechnet) gibt ein ehemaliger Mitstreiter von Julian Assange ein vernichtendes Interview zu Wikileaks.
Als großen Bluff schildert Domscheit-Berg frühere Erfolge von Wikileaks: “Hätte die gegnerische Seite gewusst, dass wir nur zwei extrem großmäulige junge Männer mit einer einzigen Uralt-Maschine waren, hätte sie eine Chance gehabt, den Aufstieg zu stoppen.” Durch den Weggang des “Architekten” sei die Enthüllungs-Plattform wieder auf den alten technischen Stand zurückgesetzt. Domscheit-Berg bezeichnet sie als ein “Chaos”, “stümperhaft zusammengebasteltes Zeug”, mit “wild wuchernden Programmeilen” und “viel zu angreifbar”.
Nun, ich hab von dem Thema dieser Strukturen hinter Wikileaks keine Ahnung, aber ich habe ja schon ein paarmal was zu Wikileaks geschrieben. Nun glaube ich dem Stern schonmal gar nichts, immerhin wurde dort genügend Blödsinn zu Stuttgart 21 verzapft. Warum sollte also nun dieses Käseblatt nicht als Plattform für einen persönlichen Rachefeldzug eines enttäuschten Narzissen verwendet werden?