alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘religion’ Category

Mubarak ist weg: willkommen Millionen

leave a comment

…Ägyp­ter? Von 40 auf 80 Mil­lio­nen in einer Gene­ra­tion gewach­sen und schon lange ent­täuscht von der eige­nen Zukunft und Gegen­wart. Die Tune­sier haben es vor­ge­macht und wan­dern nun zu hun­der­ten nach Lam­pe­dusa aus.

Ich bin gespannt auf die Finan­zie­rung die­ser Leute, die uns den Suez­ka­nal für unser Erdöl frei­hal­ten sol­len und auch nicht gegen Israel anstin­ken dür­fen. Da ist die west­li­che Poli­tik wirk­lich in der Bre­douille aber ich ver­traue auf die kapi­ta­lis­ti­sche Krea­ti­vi­tät.

Denn wenn denen nicht gelingt, die da unten bei der Stange zu hal­ten, kom­men die Radi­kal­is­la­mis­ten und ern­ten ab. Oder viel­leicht ändert sich ja grund­sätz­lich mal was.

Der Arti­kel hier klingt ein wenig nach Satire. Soll er auch.

Written by admin

Februar 16th, 2011 at 11:00 pm

Integration: so geht das!

leave a comment

Written by admin

Januar 17th, 2011 at 2:40 pm

Thilo Sarrazin: sein Werk, seine Prognosen und der eigentliche Skandal

leave a comment

So wie man hier in der FAZ nach­le­sen kann, hat der gute Herr Sar­ra­zin selbst dafür gesorgt, dass seine Pro­gno­sen wahr werden:

” Statt­des­sen hat die vor­ge­zo­gene Ein­schu­lung allem Anschein nach einen hohen Tri­but gefor­dert. Allein im Schul­jahr 2008/2009 muss­ten in Ber­lin 4300 Kin­der die zweite Klasse wie­der­ho­len, das ist fast jeder sechste Schü­ler eines Jahrgangs.”

Ich hab über Sar­ra­zin ja schon­mal was geschrie­ben und ihn in einen Topf mit unse­rer Fami­li­en­mi­nis­te­rin Schröder/Köhler gewor­fen, das mag der Dame nicht gerecht zu wer­den, aber ist ja auch wurscht.

Ich geh jetzt auch nicht auf wei­te­ren Schrott an, den die­ser Faschist in sei­nem Pam­phlet ver­fasst hat, wie z.B /Zitat aus der FAZ).:

Sar­ra­zin schwebt dabei auch eine weit­ge­hende Ver­staat­li­chung des elter­li­chen Erzie­hungs­auf­trags vor: „Letzt­lich muss jedes Kind in jedem Alter wäh­rend der nor­ma­len Arbeits­zeit an Werk­ta­gen betreut wer­den“, schreibt er. „Wenn diese Zeit für eine ver­nünf­tige Erzie­hung, Bil­dungs­an­ge­bote und kon­krete Anfor­de­run­gen an die Kin­der genützt wird, ist dies der beste Bei­trag zur Chan­cen­gleich­heit für die Kin­der aus den unte­ren Schichten.“

Über Sar­ra­zin gibt es ja die unter­schied­lichs­ten Infor­ma­tio­nen; lus­tig bei Fefe, der sich mal mit sei­ner Frau beschäf­tigt hat. Ein beson­ders guter Arti­kel bei der Zeit ver­deut­licht aber das eigent­li­che Problem:

ZEIT ONLINE: In Deutsch­land tei­len einige Ihre Hal­tung. Aller­dings hieß es über Sar­ra­zin auch: End­lich sagt das mal jemand.



Wel­zer: Dass man Applaus bekommt, wenn man eine sol­che Mei­nung arti­ku­liert, ist bedenk­lich, und man muss sich damit beschäf­ti­gen. Der Fall Sar­ra­zin aber ist kein harm­lo­ser “Tabu­bruch”. Spä­tes­tens als das jüdi­sche Gen ins Spiel kam, war das Buch für mich nicht mehr dis­ku­ta­bel.  Man kann gerne über Migra­tion oder fehl­ge­lei­tete Inte­gra­ti­ons­po­li­tik dis­ku­tie­ren, sollte man auch, aber nicht anhand die­ses Akteurs und die­ses Buches. Das ist so, als dis­ku­tiere man plötz­lich mit Holo­caust­leug­nern oder Klimaskeptikern.


Genau das ist es! Lest den Arti­kel ganz durch. Ich meine, nächs­tes Jahr kommt die nächste unbe­zahl­bare Finanz­krise und damit der Pöbel sich nicht gegen die Ban­ken und Poli­ti­ker erhebt, wer­den jetzt schon ent­spre­chende Sün­den­bö­cke für das dumme Volk aus­ge­macht. Ich ver­su­che da mit ande­ren Leu­ten zu dis­ku­tie­ren, aber das wan­dert immer in eine Migra­ti­ons­de­batte ab und “das end­lich mal jemand dar­über spricht”. Ganz ehr­lich: das Thema emp­finde ich als “bespro­chen” seit vie­len Jah­ren und Jahr­zehn­ten. Ich weiss gar nicht, warum das sonst kei­ner mit­be­kom­men hat. Das ist doch nix Neues. Und da wird mei­ner Ansicht nach auch nichts ver­heim­licht oder nicht dis­ku­tiert. War immer Thema, ist immer Thema. Scheint aber eher so zu sein, dass — ähnlich den Bashings bei der Bahn — da auf einen Zug auf­ge­sprun­gen wird, die Leute kein Ver­trauen mehr in die Poli­tik haben und ihren Zorn an “Stell­ver­tre­tern” ablassen.

Ich befürchte, dass der Mob sich bald auch gewalt­sam gegen die Mus­lime erhebt. Der Sün­den­bock ist aus­ge­macht und wird nun wei­ter­kon­stru­iert. Gabs frü­her schon. Das klappt ja schon seit Jahrhunderten.

Written by admin

September 14th, 2010 at 5:49 pm

#Alkoholverbote, Menschsein und Leistung: Neoliberalismus

one comment

…nennt man sowas. Der Metro­naut fin­det hierzu def­tige Worte, denen ich mich voll anschlie­ßen möchte, Anlaß sind die immer wei­ter fort­schrei­ten­den Ver­bote in unse­rer Gesell­schaft, als neu­este Sau wird das Alko­hol­ver­bot durchs Dorf getrieben:

Ich will in so einer Gesell­schaft nicht leben. Denn diese Ideo­lo­gie ist para­dox. Einer­seits sol­len wir für uns voll­kom­men selbst ver­ant­wort­lich sein – und auf der ande­ren Seite wer­den uns zuneh­mend Dinge ver­bo­ten. Das hat mit Selbst­be­stim­mung und Selbst­ver­ant­wor­tung wenig zu tun. Wäh­rend wir unsern eige­nen Kör­per betref­fend eine angeb­li­che Ver­ant­wor­tung gegen­über Wirt­schaft und Gesell­schaft haben sol­len, näm­lich Pro­duk­ti­vi­tät und Leis­tungs­fä­hig­keit durch Gesund­heit, sehen sich eben jene uns gegen­über gar nicht in der Pflicht. Das zeigt nicht nur der Abbau des Sozi­al­staa­tes der letz­ten Jahre, son­dern auch eine stets geför­derte Unkul­tur des Gegen­ein­an­ders und der Konkurrenz.

Schöne neue Welt: In Zukunft mache ich mich straf­bar, wenn ich inner­halb von Knei­pen rau­che und außer­halb von ihnen Alko­hol trinke.
Aber, wenn ich krank bin, dann soll ich Kom­bi­prä­pa­rate schlu­cken, die meine Krank­heit über­tün­chen und meine Arbeits­fä­hig­keit vor­rü­ber­ge­hend wie­der­her­stel­len. Kein Bier mehr also beim Son­nen­un­ter­gang im Park, aber zuge­pumpt und leis­tungs­fä­hig auf der Arbeit. Und am Wochen­ende die ver­schleppte Krank­heit auskurieren.

Mir fällt dazu nicht mehr ein als: Ver­flei­ßigte Voll­kas­ko­ge­sell­schaft. Kapi­ta­lis­ti­sche Kackscheisse.

Written by admin

August 11th, 2010 at 2:41 pm

Korrupte #Fifa, und die #WM 2010

leave a comment

Als ich beim Spiel Deutsch­land gegen Ser­bien etwas von einem spa­ni­schen Schied­rich­ter hörte zuckte es mir in den Bei­nen: wei­ter­schauen oder nicht? Als der Schiri seine Kar­tons zog wusste ich “bes­ser abschalten!”.

Ich habe es dann doch zu Ende ange­schaut. Irgendwo las ich von den USA und einem drit­ten Tor, das nicht gege­ben wurde.

Und nun das hier (mal wie­der und zur rech­ten Zeit); anschei­nend dür­fen die eta­blier­ten Medien, wenn sie denn mal wie­der ihrem jour­na­lis­ti­schen Sinn nach­kom­men nur andeu­ten was da aktu­ell abgeht.

“Damals erklärte der eins­tige ISL-Finanzchef Hans-Jürg Schmid: “Das ist, als wenn man Lohn bezah­len muss. Sonst wird nicht mehr gear­bei­tet. Ansons­ten wären diese Ver­träge von der ande­ren Seite nicht unter­schrie­ben wor­den.” Der frü­here ISMM-Verwaltungsratschef Chris­toph Malms sagte aus: “Diese Pra­xis war uner­läss­lich, sie war bran­chen­üb­lich, sie gehörte zum Stil des Geschäfts. Ohne das geht es nicht.””

Und jetzt über­tragt die­ses Schmie­ren­thea­ter mal auf die Euro­päi­sche Union.

Written by admin

Juni 25th, 2010 at 1:48 pm

#Kristinaköhler, Marie Antoinette und Brandstifterin?

leave a comment

Unsere blut­junge, auf dicke mäch­tige Män­ner ste­hende, Fami­li­en­mi­nis­te­rin Kris­tina Schrö­der, vor­mals Kris­tina Köhler, hat aus­ge­rech­net auf Twit­ter aller Welt kund­ge­tan, dass sie zum einen nicht rich­tig rech­nen kann, zum andern, dass sie das Medium Mini­real­ti­me­blog (aka “Twit­ter”) nicht unbe­dingt ver­stan­den hat.

So waren die Reak­tio­nen im Netz auf die nun wohl als “Marie Antoi­nette der CDU” für die Nach­welt unsterb­lich gewor­dene 32jährige Voll­blut­po­li­ti­ke­rin (!Eins11) ent­spre­chend dras­tisch. “Shits­tor­ming” heisst sowas auch auf neudeutsch.

Ich hab bei die­sen dreis­sig jäh­ri­gen Staats­se­kre­tä­ren und Abge­ord­ne­ten immer so meine Beden­ken. An sol­che Jobs kommt man in dem Alter ja nicht durch Kom­pe­tenz son­dern nur durch Vitamin-B oder eine frag­wür­dige Medi­en­taug­lich­keit, die der ent­spre­chen­den Wäh­ler­kli­en­tel eine noch frag­wür­di­gere Iden­ti­fi­ka­ti­ons­mög­lich­keit anbie­ten soll. Das auch die Frau Dr. (!Eins11) Köh­ler inner­halb ihrer Vita gewisse “Unklar­hei­ten” besitzt, über­rascht dann um so weni­ger. Auch das Frau Dok­tor Köh­ler­schrö­der Aus­sa­gen in den eta­blier­ten Medien macht, zu denen sie dann spä­ter noch öffent­li­che Stel­lung­nah­men abge­ben muss spricht für sich. Die anschlie­ßen­den - bis auf einen dann aber doch dezent auf sei­nen Irr­tum hin­ge­wie­se­nen Quoten-Kosta- schröderfreundlich-ausgewählten Kom­men­tare dort spre­chen auch eine ein­deu­tige Sprache.

Tat­säch­lich scheint die Frau Dr. den glei­chen “Pro­du­cer” wie die Zen­sur­sula zu haben, die pro­gram­ma­ti­schen Aus­sa­gen und Inhalte die wohl eher “Ziel­grup­pen­ori­en­tiert” aus­ge­rich­tet sind, spre­chen dafür. Da wird einem doch schnell klar gemacht, dass z.B. “gewalt­le­gi­ti­mie­rende Männ­lich­keits­nor­men” (aka “Machoarsch­loch”)  der “Migran­ten” (aka “Aus­län­der”) , aus­ge­rech­net und natür­lich am Bei­spiel Neu­köllns (aka “da wo nur Tür­ken woh­nen”, doch wirk­lich und ja wahr­haf­tig für eine “wach­sende Deut­schen­feind­lich­keit” sprechen.

Wie auch immer man dazu steht: sol­che “Argu­mente” und The­men­schwer­punkte auf­zu­grei­fen und öffent­lich zur “Dis­kus­sion zu brin­gen” haben immer einen poli­ti­schen Erfolg hin­sicht­lich der ent­spre­chen­den Wäh­ler­stim­men. Mit so einer Ausländer-raus-Scheisse kriegt man immer Wäh­ler­stim­men, das ist ja das per­fide. Der Frau Dr. geht es — und da ist sie “Voll­blut­po­li­ti­ke­rin”- aus­schließ­lich um Wäh­ler­stim­men. Ich will ja nicht sagen, dass so etwas für einen Poli­ti­ker nicht legi­tim ist, aber hin­sicht­lich der sozia­len Ent­wick­lung in unse­rem Lande (in dem immer noch sehr viele der Mei­nung sind, daran seien aus­schließ­lich Aus­län­der schuld) und dem aktu­el­len “Abschuss” des Pre­ka­ri­ats ist das genau so ein Brand­stif­ter wie Sar­ra­zin oder die neo­li­be­ra­len Kapi­tal­fa­schis­ten wie Wes­ter­welle. Und wäh­rend sich mir der Ein­druck auf­drängt, dass wir lang­sam ein Sek­ten­pro­blem in den Macht­ebe­nen bekom­men, gehört das Dok­tor­fräu­lein auch einer Frei­kir­che an. Wulff ist Pro­Christ, Köh­ler­schrö­der ist eine “Sel­ke­rin”.

Written by admin

Juni 20th, 2010 at 6:32 pm

#Wulff: ein Evangelikaler als #Bundespräsident?

2 comments

Also gut, nach­dem Zen­sur­sula nun zum Glück unse­rer Frei­heit und unse­rer Demo­kra­tie nicht zum Bun­des­prä­si­den­ten vor­ge­se­hen wurde, haben sich diese Leute einen Neuen aus­er­ko­ren: Chris­tian Wulff.

wulff.jpg

Weiss ich nicht viel drü­ber, außer das in die­sem Arti­kel der Nach­denk­sei­ten mei­ner Ansicht nach sehr gut der Zusam­men­hang sei­ner Wahl dar­ge­stellt wird.

Eine plau­si­ble Erklä­rung warum es — zum Glück — nicht Ursula von der Leyen wurde, zitiere ich hier aus dem genann­ten Artikel:

“Zwei Frauen an der Spitze des Staa­tes waren der Män­ner­riege aus Süd­deutsch­land zu viel. Und schließ­lich muss­ten auch die Katho­li­ken in der Union end­lich wie­der bedient wer­den. Mit Wulff hat Mer­kel so ziem­lich den letz­ten ernst zu neh­men­den inner­par­tei­li­chen Riva­len ele­gant ins Schloss Bel­le­vue abge­scho­ben. (Es könnte aller­dings sein, dass ihr mit der ziem­lich mies bei­seite gescho­be­nen Ursula von der Leyen eine zähe Geg­ne­rin erwächst.)”

Lei­der lässt sich der Arti­kel nicht sehr über die auch im Netz kur­sie­ren­den Infor­ma­tio­nen zum Hin­ter­grund Chris­tian Wullfs aus. Das Netz offen­bart uns eini­ges, z.B.:

“Chris­tian Wulff gehört zum Kura­to­rium von “Pro Christ”, einer evan­ge­li­ka­len Mis­sio­nie­rungs­be­we­gung. Somit darf man eigent­lich ver­mu­ten, dass er das Amt des Bun­des­prä­si­den­ten zur bibel­treuen Mis­sion nut­zen könnte.

Es liegt zumin­dest auf der Hand, dass Evan­ge­li­kale in Deutsch­land auf dem Vor­marsch sind und es von ihnen schon lange als Anlie­gen und Ziel betrach­tet wird in den poli­ti­schen Rei­hen ganz oben mit­zu­mi­schen. Kräf­tige Unter­stüt­zung, auch finan­zi­ell, erhal­ten sie dazu von bibel­treuen Orga­ni­sa­tio­nen der USA.”

Mal ganz ehr­lich: ich meine ja bekann­ter­ma­ßen, dass es gute Zei­ten für die Kir­chen wären, den Unmut der Bevöl­ke­rung zu kana­li­sie­ren und dar­aus “Gewinn” zu schla­gen. Und wenn ich mir mal z.B. diese Seite einer Europäisch-Amerikanischen Chris­ten­ver­ei­ni­gung ansehe und was die von “Pro Christ” hal­ten, dann sind Wulff und seine Jungs ja noch “Waisenknaben”.

Ob das so ist und ob das so bleibt sei mal dahin­ge­stellt. Eins ist auf jeden Fall klar: es sind keine guten Zei­ten für die Poli­tik wei­ter­hin mit Nebel­ker­zen wie Aus­län­der– und Min­der­hei­ten­haß, Panik­ma­che und Wahl­pro­pa­gan­dalü­gen zu arbeiten.

Die kom­mende Gene­ra­tion der Wäh­ler lässt sich nicht mehr so ein­fach verscheissern.

Written by admin

Juni 5th, 2010 at 11:50 pm