alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘in eigener Sache’ Category

Wie geht es weiter?

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Wie geht es weiter?

Die Wah­len sind rum, der Urlaub ist rum. Die­ses Blog hatte mir selbst sehr gehol­fen meine Ver­zweif­lung zu kana­li­sie­ren. Des­we­gen hatte ich fast täg­lich meh­rere Ein­träge ein­ge­stellt, die sich mit unse­rem Land und der Poli­tik sowie der künf­ti­gen Poli­tik und vor allem der Ethik beschäftigten.

Nun bin ich müde. Vor mei­nem Urlaub war ich auch müde. Nun aber bin ich zu müde zum blog­gen. Lese ich die Nach­rich­ten, bzw. reflek­tie­rende Blogs wie z.B. Fefe oder andere so krib­belt es zwar in den Fin­gern aber ich spüre eine Ernüch­te­rung. Nicht unwe­sent­lich dazu beige­tra­gen hat unser Urlaub in Grie­chen­land und die Ein­stel­lung, die man zum Leben bekommt, wenn man mal ein paar Tage am Meer ver­bringt. Das Meer hat seine eigene Phi­lo­so­phie. Das Meer ist unauf­halt­bar. Das Meer ist wie das Leben.

Und des­we­gen will ich jetzt auf­hö­ren, die­sem Zwang nach­zu­kom­men, die Welt kom­men­tie­ren zu müs­sen. Meine anfäng­li­chen Hoff­nun­gen, dass man über ein Blog einen Sprung in die Öffent­lich­keit machen kann und somit in der Lage ist etwas zu ändern, sind ein Stück weit zer­stört, ganz will ich diese Über­zeu­gung aber noch nicht ablegen.

Also redu­ziere ich _das hier_ auf _mein Blog_. Und Blog­ger bin ich ja nun mal nicht. Wer sich ein Bild machen will – über unser Land – der kann dies – wohl noch zu Zeit rela­tiv unbe­hel­ligt – über das Inter­net tun, so wie man es tut, wenn man bloggt. Ich mach das auch, aber ich blogge erst­mal nicht mehr (so viel).

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Oktober 6th, 2009 at 6:38 pm

Posted in in eigener Sache

Prozess wegen Ärger beim G8 Gipfel

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Gegen meine bei­den Ent­las­tungs­zeu­gen, die zum Zeit­punkt der angeb­li­chen Tat per­ma­nent in mei­ner Nähe waren, wurde zwi­schen­zeit­lich eben­falls ein Ver­fah­ren eröff­net: Ihnen wer­den Falsch­aus­sa­gen vor Gericht vorgeworfen.”

Ich schreibe aus­drück­lich nicht jedem Auf­ruf fol­gend etwas in mein Blog. Mir geht es auch nicht darum, ob Nicole Schuld ist oder nicht. Es geht nur darum, dass der Legis­la­tive klar ist, dass es eine auf­merk­same Öffent­lich­keit gibt. Und das sicher­ge­stellt wird, dass Nicole alle rechts­staat­li­chen Mit­tel wei­ter­hin erhal­ten wird und nicht — so wie es scheint — ent­las­tende Zeu­gen durch Ein­schüch­te­rung stumm gemacht wer­den und so das Ver­fah­ren seine Rechts­staat­lich­keit verliert.

Falls Nicole das Geld aus­geht um wei­tere Pro­zesse zu füh­ren, so bin ich gerne zu einer Spende (und einem Spen­den­auf­ruf) bereit.


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September 9th, 2009 at 4:59 pm

Die Schwäche der Blogger

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Hier läuft gerade ein ziem­lich lei­di­ger Film ab. Lei­dig des­we­gen, weil “wir” es bis ins Mor­gen­ma­ga­zin, bis in die Print­me­dien, bis in neue Par­teien und somit in den Wahl­kampf, in unsere Gesell­schaft geschafft haben.

Und jetzt das: ein — wohl gut­ge­mein­ter — Ansatz eini­ger weni­ger Blog­ger, ein Inter­net Mani­fest auf­zu­stel­len geht voll nach hin­ten los. Mich würde das nor­ma­ler­weise über­haupt nicht inter­es­sie­ren, denn Blog­ging ist weder etwas, mit dem ich Geld ver­diene, noch etwas, was ich unbe­dingt machen muss. Ich lese die Din­ger ansons­ten nicht mal inten­siv. Für mich gel­ten meine Moti­va­to­ren und die bezie­hen sich auf unsere Zukunft und dar­auf einen Ein­fluß zu haben und haben zu kön­nen. Als Fix­punkt habe ich mir vor­erst die Wah­len im Sep­tem­ber gesetzt, was danach kommt, weiss ich noch nicht. Mein Leben fin­det mehr­heit­lich deut­lich außer­halb des Inter­nets statt.

Aus­zugs­weise beziehe ich hier noch­mal zu der bescheu­er­ten Schmutz­kam­pa­gne der Blog­ger Stel­lung (in dem ich aus mei­nem Kom­men­tar bei netzpolitik.org zitiere):

Lasst uns – ver­dammt noch mal – wenigs­tens jetzt – zusam­men­hal­ten. Hört auf Euch/uns gegen­sei­tig zu schwä­chen und uns „für die“ lächer­lich zu machen. Gebt „denen“ nicht den ernüch­tern­den Ein­blick „denen geht es auch nur ums Geld“. (…)…gerade jetzt ein ganz schlech­ter Zeit­punkt. Und wenn Eure Moti­va­tion Dinge zu schrei­ben und zu offen­ba­ren zu sehr mit dem Zwang damit Geld zu ver­die­nen zusam­men­hängt, dann lasst es bes­ser blei­ben, denn dann kor­rum­piert Ihr die Idee und die Kraft die hin­ter die­sem Weg in die Öffent­lich­keit tre­ten zu kön­nen steckt.”

Ach so, die Schwä­che der Bloggerszene..ja, wel­che ist das denn.…Eitelkeit.…eine ganz mensch­li­che Ange­le­gen­heit. Und einige Kri­ti­ken des Mani­fests bezie­hen sich auf kon­kret auf die­ses Pro­blem. Voll­kom­men zurecht. Aber heute ist kein Platz für Eitel­kei­ten. Es geht um unsere Zukunft.

Eine bild­li­che Zusam­men­fas­sung (so wie ich sie sehe) habe ich hier noch­mal als Mind­map dar­ge­stellt. Es geht um Ehr­lich­keit.
The reality about internet manifests on Twitpic

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September 8th, 2009 at 4:20 pm

Retweet yourself

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Ehr­lich gesagt: ich bin bei die­ser RT-Sache auch noch nicht durch­ge­stie­gen (gut, ich halte da drü­ber ja auch keine Vor­träge ;-)

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September 2nd, 2009 at 3:58 pm

World of Warcraft: Cataclysm

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Die Drui­den der Welt ver­spü­ren kom­men­des Unheil. Krenn, der alte Taure durch­streift die Wel­ten um die mög­li­che Ursa­che zu erfor­schen. Etwas ist unru­hig gewor­den. Ein Aus­bruch steht bevor.

Die alten Kon­ti­nente wer­den ver­än­dert, Flie­gen über­all möglich…hua! Ich freu mich drauf…

Video: World of War­craft Cata­clysm — Announcement-Trailer von der Blizz­con 2009 (4:41)

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August 25th, 2009 at 4:25 pm

nicht vergessen: am 17. September zum Bürgerbüro gehen

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Des­we­genhttp://www.optoutday.de/

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August 17th, 2009 at 4:22 pm

WordPress Probleme

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lässt Ein­träge ver­schwin­den, obwohl sie noch da sind…ich arbeite dran..Aha…Datum des letz­ten Ein­trags auf 1970…das kann natür­lich nicht funktionieren…

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August 14th, 2009 at 6:35 am

Das Weisse Haus liest mit?

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Huch? Da schaue ich mir meine Sta­tis­ti­ken an und sehe, dass


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Muss ich mir jetzt Sor­gen machen? Na, wenn das so ist, werde ich die Gele­gen­heit nutzen:

Dear Mr. President,

the internet-able voter­schaft is very upset and has the befürch­tung, that the momen­ta­rily herr­schende govern­ment wants to put us all back into a tota­li­ta­rian state. We need your help, please come and tell Mrs. Mer­kel and Mr. Schäu­ble, that this ist not a good idea in the free wes­tern world.

If you could help us, I will never write anything cri­ti­cal about ame­ri­can hege­mo­nics and new world order again.

I pro­mise,

sin­ce­rely, your fan,

Ollie

thank you for tra­vel­ling with dschör­man inter­net, we whish you a nice dschörnie.

Update: Schade, das scheint nen Fake zu sein. Naja, mal schauen, wes­sen IP das war…

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August 13th, 2009 at 7:00 am

CDU Plakat Remix: unfair den Parteien gegenüber?

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Da kann ich natür­lich nicht kom­men­tar­los zuschauen.

Nach­dem mich (ja, mich denn ich bin ein Wäh­ler der sich infor­miert) die ZDF-Moderatorin in die­sem Bei­trag im ZDF über netzpolitik.org einen Pira­ten nennt und den Fern­seh­zu­schau­ern sug­ge­riert, ich sei zum einen ein Chaot, kri­mi­nell und unfair den armen eta­blier­ten Par­teien gegen­über, die sich ach so bemü­hen einen Wahl­kampf im Inter­net zu betrei­ben, mel­det sich mein restre­bel­li­sches Bewusst­sein und lässt mich fol­gende Zei­len schreiben:

1. hier kann man alle Pla­kate down­loa­den: http://rapidshare.de/files/48089631/cduremix09.rar.html

2. und iWeb ermög­licht eine sehr leichte Erstel­lung sol­cher Foto­sei­ten. Des­we­gen habe ich ein­fach mal eine Über­sicht aller Bil­der aus dem obi­gen rar-File erstellt. Aller­dings war Ursula von der Leyen schnell: sie hat die Seite bereits ent­deckt ;-)

PS: Schaut Euch die Zei­tung an, die unser Innen­mi­nis­ter liest: “Roun­dup” ist eine Marke der Firma Mons­anto. Ein Teu­fel, der sich Böses dabei denkt ;-) Nein, ernst­haft: ich kann mir wahr­lich nicht vor­stel­len, das Schäu­ble mit die­sen Pla­ka­ten wirk­lich ein Pro­blem hat. Ehr­lich, glaub ich nicht.

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August 11th, 2009 at 9:42 pm

Beitrag zum Wahlkampf

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Wahl­kampf. Das bedeu­tet dem Wäh­ler in spe stän­dig die­selbe Mei­nung dar­zu­stel­len. Stän­dige Wie­der­ho­lun­gen, kon­se­quen­tes Igno­rie­ren jeg­li­cher Gegen­ar­gu­mente (oder gar der Beleg der Lüge), Aus­sit­zen medi­en­ak­ti­ver Reak­tio­nen bis zum Wahltag.

Genau sowas erle­ben wir gerade. Wer sich mit der Wahl ernst­haft aus­ein­an­der­setzt, d.h. wer sowohl die klas­si­schen Medien, Zei­tun­gen und Fern­se­hen (Wahl­pla­kate nicht zu ver­ges­sen) beob­ach­tet _und_ sich auch im Netz über die Medi­en­sei­ten und Blog­kom­men­tare infor­miert, dem fällt sehr deut­lich eine Front auf:

Diese Front, ich will sie eben so nen­nen, umfasst zum einen die aktive, andau­ernde Kom­men­tie­rung und Mei­nungs­äu­ße­rung, ja, Auf­klä­rungs­be­mü­hungen der Blog­ger­szene, bzw. der Kom­men­ta­to­ren der klas­si­schen Zei­tun­gen im Netz und zum ande­ren die igno­rant wir­kende, bor­nierte Des­in­for­ma­tion der Wäh­ler­schaft durch die Politik.

Die Poli­tik als Gan­zes ver­fällt in eher aktio­nis­tisch wir­kende Ein­zel­maß­nah­men. Jeder ambi­tio­nierte Poli­ti­ker äußert seine eigene Mei­nung, wird dafür ent­we­der gerüf­felt, gegen­ar­gu­men­tiert oder erhält Zustim­mung. Deut­lich wur­den in den letz­ten Tagen meh­rere: so zum Bei­spiel Frau Zypries, die einen Job in der Wirt­schaft anstrebt, falls es nix mit der poli­ti­schen Kar­riere wird, Herr Tho­mas de Maziere, der will Innen­mi­nis­ter wer­den und Baron von und zu Gut­ten­berg emp­fiehlt sich – sehr medi­en­wirk­sam – sowohl für den Wirt­schafts­mi­nis­ter, für den Fami­li­en­mi­nis­ter als auch für den Finanz­mi­nis­ter­pos­ten. Auf der Rück­bank der Pro­vinz hatte sich ein Bre­mer Grü­ner geäu­ßert, eine Frau Sches­wig wollte Frau von der Leyen kopie­ren und die wie­derum ver­deut­licht am aller­bes­ten, wie igno­rant und ein­ge­schränkt man sein muss, um seine elitär-familiären Bestands­wah­rungs– und Ver­meh­rungs­be­stre­bun­gen auf poli­ti­scher Ebene sicher zu stellen.

Wäh­rend­des­sen heut­zu­tage Leute frist­lose Ent­las­sun­gen erhal­ten, weil sie pri­va­tes Handy am fir­men­ei­ge­nen Strom­netz auf­la­den, blei­ben oder kom­men Per­so­nen in poli­ti­sche Ämter und Funk­tio­nen, deren Vita oder Arbeits­leis­tung krass unver­hält­nis­mä­ßig zu ihrem Anspruch auf das Inne­ha­ben der Macht­po­si­tion ist.

Hier wären zum Bei­spiel die oben genann­ten Poli­ti­ker auf zu füh­ren, eine Minis­te­rin in Nordrhein-Westfalen, deren Unter­ge­be­ner Staats­an­walt „Bal­de­rich“ genannt wird, ein Finanz­mi­nis­ter, der medi­en­wirk­sam die Steu­er­oa­sen tro­cken­le­gen will, wäh­rend des­sen er Kory­phäen wie einen Jörg Asmus­sen in Schlüs­sel­po­si­tio­nen bringt, wo sol­che Leute dann jah­re­lang den Unter­gang des Ban­ken­we­sens vor­be­rei­ten kön­nen. Nicht zu ver­ges­sen, eine Kanz­le­rin, die seit eini­gen Jah­ren die Asse-Problematik kannte, nun aber die Auf­klä­rung bis nach den Wah­len ver­hin­dern will.

Für den infor­mier­ten Leser und Wäh­ler stellt sich die­ses „Thea­ter“ wie ein Ver­such eini­ger dar, um jeden Preis an den Macht­po­si­tio­nen zu bleiben.

Die Art und Weise wie in den Medien The­men auf­be­rei­tet, oder eben nicht auf­be­rei­tet wer­den, erzeu­gen den – nicht neuen – Ein­druck, dass da andere Kräfte am Werk sind.

Die andau­ernde Panik­ma­che der Bevöl­ke­rung für die Imp­fun­gen der Schwei­ne­grippe sind so ein Bei­spiel. Als Bür­ger fühlt man sich mani­pu­liert und belo­gen. Ob das frü­her schon so war, mag sein, ist für die­sen Kom­men­tar aber unin­ter­es­sant, denn „akti­viert“ wurde ich – zu mei­ner eige­nen Schande — erst durch die Dis­kre­pan­zen in der Poli­tik in den letz­ten Monaten.

Nach­dem ich seit Mona­ten mit einem schlech­ten Gewis­sen und ungu­ten Gedan­ken über unsere Zukunft, und vor allem die Zukunft mei­nes klei­nen Soh­nes beschäf­tigt war, nicht wusste ob ich einer Par­tei, einer ökolo­gi­schen Grup­pie­rung oder einem gemein­nüt­zi­gen Ver­ein bei­tre­ten sollte, hatte ich mein Schlüs­sel­er­leb­nis auf der Heim­fahrt im Zug.

Mir gegen­über saß ein offen­sicht­lich für Attac täti­ger jun­ger Mann, der sich Mate­rial für eine anste­hende Ver­an­stal­tung durch­las. Eine spä­tere Recher­che im Inter­net belegte meine Ein­schät­zung. Gerne hätte ich mit die­sem Mann ein Gespräch ange­fan­gen, hätte jeman­den zum dis­ku­tie­ren, nein bes­ser, zum „tei­len“ gehabt.

Die Nato-Problematik mit Geor­gien, der Ein­fluss des Wes­tens in den Iran, die Ter­ror­an­griffe der Ame­ri­ka­ner auf den Irak, der Frei­brief der Ban­ken, die Ein­flüsse der Wirt­schaft in die Poli­tik (Imp­f­emp­feh­lun­gen bei der Schwei­ne­grippe, Patente auf das Leben durch Mons­anto, Ver­schleie­run­gen der Lebens­mit­tel­in­dus­trie, usw.), der wach­sende Ein­fluss der Zen­sur auf eigen­stän­dig zu nut­zende Infor­ma­tio­nen wie das Inter­net, das stete Ver­schwei­gen der Kos­ten für Pen­sio­nen der Beam­ten, Angst­ma­che­rei auf Ter­ro­ris­mus und die Ach­sen den Bösen, das Zer­bre­chen des Gesund­heits­sys­tems, Ver­schul­dung künf­ti­ger Gene­ra­tio­nen, Hexen­jag­den wie Schwei­ne­grip­pe­vi­ren und Stopp­schil­der, all diese Dinge – und das sind nur ein Teil – erzeu­gen in mir den Ein­druck der Wehrlosigkeit.

Poli­ti­schen Ein­fluss kann man nur neh­men, wenn man durch Netz­werke (also durch Lob­by­is­mus, fami­liäre Her­kunft oder Pro­tek­tio­nis­mus) an die ent­spre­chen­den Stel­len „gehievt“ wurde.

Das kleine Kreuz inter­es­siert auch nie­man­den, außer man wählt Außen­sei­ter­par­teien. Von denen gibt es – immer­hin – die Pira­ten­par­tei als Alter­na­tive zu den eta­blier­ten Parteien.

Die Linke steckt vol­ler alter SED-Machenschaftler und die Regie­rungs­par­teien haben bewie­sen, dass das alte Stasi­den­ken in das Gesell­schafts­sys­tem naht­los und vor allem – laut­los – auf­ge­nom­men wer­den konnte. Den­noch war die Rede Oskar Lafon­tai­nes für mich aus­schlag­ge­bend über ein Kreuz bei denen nach­zu­den­ken. Ich werde aber wohl aus­schließ­lich die Pira­ten wäh­len. Das ist das ein­zige Zei­chen, was ich machen kann.

Und noch die­ses Blog hier erstellen.

Das Pro­blem der Wahl wird lei­der sein, dass – nach­dem sich die SPD, zu Recht mitt­ler­weile aus dem Ren­nen geschos­sen hat – die CDU mit Sicher­heit Regie­rung sein wird. Dann wer­den Per­so­nen, die in „mei­ner Welt“ sofort keine Macht­po­si­tio­nen mehr inne haben dürf­ten, wie von der Leyen, Schäu­ble, de Maziere, Mer­kel und Kon­sor­ten, Ihre Ideen zu Geset­zen machen, wer­den die Grund­rechte ein­schrän­ken und die Ver­fas­sung schän­den. Und wir wer­den zuschauen müs­sen. Der Weg in die Hölle ist vol­ler guter Vorsätze.

Das Inter­net ist kein rechts­freier Raum. Das Inter­net ist das ein­zige ver­blie­bene freie Infor­ma­ti­ons­me­dium für den selbst­stän­dig den­ken­den Bürger.

Das Inter­net ist aber nicht ein­fach nur zu kon­su­mie­ren. Man muss sich mit den The­men aus­ein­an­der­set­zen, die man recher­chiert. Man darf nicht alles glau­ben. Man lernt zu denken.

Das Inter­net ist eine Gefahr für die beste­hen­den Macht­struk­tu­ren. Die Wirt­schaft beein­flusst die Poli­tik, die Poli­tik und die Wirt­schaft beein­flus­sen die Medien. Immer mehr Men­schen infor­mie­ren sich selbst, wer­den miss­trau­isch, glau­ben nicht mehr alles, was ihnen dar­ge­stellt wird. Immer mehr Men­schen sind mit­ein­an­der ver­bun­den, kön­nen recher­chierte Infor­ma­tio­nen zusam­men­brin­gen, machen sel­ber Mei­nun­gen und beein­flus­sen damit auch die Medien.

Immer mehr Men­schen infor­mie­ren auch die ande­ren Men­schen, die bis­her nur das Zuse­hen und das Kon­su­mie­ren gewohnt sind. Die Macht der Mei­nungs­bil­dung rinnt der Poli­tik aus den Hän­den. Die Horde lässt sich nicht mehr führen.

Irgendwo las ich mal: man braucht nur etwa 7% der Bevöl­ke­rung zu akti­vie­ren, um den Rest, die große Masse, mit zu bewe­gen. Diese 7% sind die „kri­ti­sche Masse“.

Mit­un­ter wurde meine Gene­ra­tion (die C64er?) als „poli­tik­ver­dros­sen“  dar­ge­stellt. Dem kann ich – vor allem seit den letz­ten Wochen – nur entgegenwerfen:

„Ihr wer­det euch noch wün­schen wir wären politikverdrossen.“

PS: Der Leser glaubt nicht, dass er Masse, Menge sein kann? Dann emp­fehle ich ihm ein Buch zu lesen, dass der Vater von Ursula von der Leyen geschrie­ben hat: „Der Staat — Idee und Wirk­lich­keit, Grund­züge einer Staatsphilosophie“.

“Die Volks­herr­schaft, vor allem die unmit­tel­bare, ist wesens­mä­ßig so gear­tet, dass die Ent­schei­dung nicht durch die Ein­sicht der Ein­sich­ti­gen, son­dern durch das durch­schnitt­li­che Maß an Ein­sicht bestimmt wird, das der Mehr­heit eig­net.” Sowieso sei “der Mas­sen­mensch ohne rechte Seins­mitte”, meinte der spä­tere Minis­ter­prä­si­dent erkannt zu haben. “Er erscheint des­halb blass, farb­los, ja im geis­ti­gen Sinne gestaltlos.”

Sel­ten habe ich die Ein­stel­lung der „Elite“ zur allei­ni­gen Befä­hi­gung der rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen und somit der allei­ni­gen Kom­pe­tenz zur Inne­ha­bung der Macht­po­si­tio­nen („Hege­mo­nie“) so klar belegt bekommen.

Macht das Kreuz bei den Piraten.

Written by admin

August 11th, 2009 at 4:00 pm