alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

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Zypries in der taz

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Nein, Fefe, keine Sorge ich schreibe nicht unüber­legt von Dir (Netzpolitik.org schreibts ja auch)  ab. Aber Du nimmst mir eben alle Worte vor­weg (und das muss ich ein­fach alles zitie­ren): http://blog.fefe.de/?ts=b457e9d5

[l] Die Zypries hat der taz ein Inter­view gege­ben, http://www.taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/die-piraten-sind-mir-zu-konservativ/

bei dem sich die Bal­ken nur so bie­gen. Ich kann da gar kei­nen beson­ders schlim­men Teil raus­grei­fen, weil das nur so ein Feu­er­werk an schlim­men Tei­len ist. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass wir nicht mehr mit ihr reden wol­len, weil sie das Zen­sur­ge­setz gemacht hat, obwohl wir ihr alle Argu­mente dage­gen in die Hand gege­ben haben. Zypries ist ein­ge­schnappt, dass die Leute die Pira­ten­par­tei der SPD vor­zie­hen, obwohl sie bei den Pira­ten keine Posi­tion zu “Arbeits­markt, Chan­cen­ge­rech­tig­keit, Wirt­schafts– und Finanz­krise” hat.

Was war noch gleich das SPD-Modell dazu? Arbeits­markt? Hat die SPD mit Ein-Euro-Jobs und Hartz IV nach­hal­tig zer­stört. Chan­cen­ge­rech­tig­keit ist ein übel­keits­er­re­gen­der Neocon-Kampfbegriff, mit des­sen Benut­zung sie sich krass demas­kiert hat, wahr­schein­lich ohne es zu mer­ken. Chan­cen­ge­rech­tig­keit sagt näm­lich, dass die Leute nicht ein Recht auf gutes Leben haben müs­sen, son­dern nur die Chance auf gutes Leben, d.h. wenn man jedem ein Lot­te­rie­los in die Hand drückt, hat man Chan­cen­ge­rech­tig­keit, und das ist ja auch genau das, was INSM und ihre Jün­ger gerne errei­chen wol­len. Die Leute sol­len alle arm gehal­ten wer­den, aber mit Taschen­spie­ler­tricks wie “Chan­cen­ge­rech­tig­keit” ver­arscht man sich hin­rei­chend, dass sie das mit sich machen las­sen. Und die Wirt­schafts­krise hat die SPD ja auch her­vor­ra­gend in den Sand gesetzt mit ihrer Ban­ken­ret­tung und der resul­tie­ren­den Mons­ter­ver­schul­dung für jeden von uns. Wenn ich mir das mal so angu­cken, dann wäre in jedem die­ser Punkte kein Pro­gramm bes­ser gewe­sen als das SPD-Programm.

Aber wei­ter im Text. Da kom­men dann so Höhe­punkte wie

Ja, selbst­ver­ständ­lich nehme ich die Sor­gen der Inter­net­ge­meinde sehr ernst. Ich habe das immer getan und auch öffent­lich deut­lich gemacht. Ich befinde mich kon­stant im Dia­log mit Ver­tre­tern der Inter­net­ge­meinde. und Aber wenn ich etwas poli­tisch für rich­tig halte, dann kann ich das nicht fal­len las­sen, weil eine bestimmte Gruppe der Inter­net­nut­zer droht, eine andere Par­tei zu wäh­len. Das hätte mit kon­se­quen­ter und gerad­li­ni­ger Poli­tik nichts zu tun. Aha, das Ein­füh­ren von Inter­net­zen­sur ist also kon­se­quent und gerad­li­nig. Mit ande­ren Wor­ten: die Lang­zeitstra­te­gie der SPD kul­mi­niert zwangs­läu­fig in der Ein­füh­rung von Zen­sur. Das ist ja mal eine starke Aus­sage. Ich gebe ihr natür­lich voll­um­fäng­lich Recht an der Stelle, bezweifle aber, dass sie ver­stan­den hat, was sie da gerade zuge­ge­ben hat.

Oh und noch eine schöne “belei­digte Leber­wurst” Stelle:

Und es ist ja nicht so, dass wir nicht mit den Kri­ti­kern der Inter­net­sper­ren gere­det hät­ten. Ihre Argu­mente sind berück­sich­tigt wor­den, wir haben die Rege­lung eng aus­ge­stal­tet, Rechts­schutz ein­ge­baut und das Ganze auf drei Jahre befris­tet. Zur Wahr­haf­tig­keit im poli­ti­schen Dis­kurs würde es gehö­ren, das auch anzu­er­ken­nen. HAHAHAHA, oh und wie wir das aner­kannt haben. Kei­ner von uns hat ver­ges­sen, dass Frau Zypries per­sön­lich an dem Gesetz geschrie­ben hat, dass in Deutsch­land die Inter­net­zen­sur ein­ge­führt hat. Eines der dun­kels­ten Kapi­tel der deut­schen Nach­kriegs­ge­schichte. Wie könnte das irgend­je­mand ver­ges­sen! Nein nein, Frau Zypries, keine Sorge, das ver­ges­sen wir Ihnen nicht. Naja lest mal sel­ber, ein Höhe­punkt jagt den nächs­ten. Sie gibt auch noch zu, dass die CDU mit ihrer stump­fen Proleten-Rhetorik sie zu dem Gesetz getrie­ben hat. Oh und die Pro­vi­der waren Schuld, denn wenn die sich nicht die Ver­träge hät­ten auf­zwin­gen las­sen, hätte sie kein Gesetz machen müs­sen, um das zu lega­li­sie­ren. Unfaßbar.

Oh und sie tritt für eine Selbst­re­gu­lie­rung des Inter­nets ein. Die Län­der sol­len sich ver­pflich­ten, für ein sau­be­res Inter­net zu sor­gen! Als Vor­bild nennt sie den Groß­va­ter aller voll­stän­dig ver­kack­ten Initia­ti­ven, das Kyoto-Protokoll! Harharhar.

Selbst­ver­pflich­tun­gen sind bes­ser als ihr Ruf! Bwa­ha­haha, das tra­gi­sche ist ja, dass man den Ein­druck hat, sie meint das wirk­lich alles so. Selbst­ver­pflich­tun­gen sind nicht das Papier wert, auf dem sie ste­hen. Das macht man nur aus Wahl­kampf­grün­den, damit man sagen kann, man habe etwas getan.

Oh und dann sagt sie, wieso die Pira­ten keine Chance haben:

Es reicht nicht, wenn sich die Pro­gram­ma­tik einer Par­tei darin erschöpft, einem Lebens­ge­fühl Aus­druck zu ver­lei­hen nach dem Motto: wir sind jung, wir ken­nen das Netz und ihr Alten ver­steht davon nichts. Was die Pira­ten­par­tei zudem von den Grü­nen in ihren Anfän­gen unter­schei­det: Ihr feh­len die Gali­ons­fi­gu­ren mit poli­ti­schem Pro­fil, wie bei­spiels­weise Otto Schily oder Joschka Fischer. Da hat sich ja die rich­ti­gen Knall­tü­ten raus­ge­sucht. Joschka Fischer ist so über­as­si­mi­liert, dass er mit Anzug und Schlips rum­rennt, Deutsch­land zurück in den Krieg geführt hat, und ein Pipe­line­pro­jekt für die Ener­gie­ma­fia mana­ged, und Otto Schily ist zur SPD gewech­selt, wo er dann CDU-Politik gemacht hat. ”

Written by admin

September 11th, 2009 at 4:05 pm

CDU-Wahlkampfspots im “Internetfernsehen”

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Das muss man sich mal rein­zie­hen. Hat die CDU tat­säch­lich völ­lig ver­blö­dete Wahl­kampf­film­chen (mitt­ler­weile wie­der off­line ;-) , nee, da isser ja wie­der:
)

ins Netz gestellt. Zwar gibts schon den einen oder ande­ren Remix, aber hey CDU, so gehts nicht!

Was soll ich mir unter einem unra­sier­ten Alt­volks­wa­gen fah­ren­den bei Shell Kraft­stoff tan­ken­den (und dann wohl ohne zu zah­len), weg­fah­ren­den
End­zwan­zi­ger vor­stel­len? Einem der unmo­ti­viert hohle Phra­sen in sei­nen Zot­tel­bart quas­selt, von wegen “Gehalts­er­hö­hung gut, zuwe­nig übrig schlecht” und “wenns mich erwischt gibts zum Glück ja Stütze”? Was soll ich mir bei dem ande­ren Spot den­ken, wo ein (schon wie­der ?) blon­dier­tes Maderl
spät mor­gens mit der U-Bahn anne Uni fährt und gesteht, dass sich die Schickse “Sor­gen um die Zukunft macht”…“wegen der Krise”?

Ja, spinn ich eigent­lich? Wer ist da Ziel­gruppe? Die Netz­ge­meinde? Hal­tet Ihr die immer noch für sol­che Voll­s­pa­cken? Wollt Ihr mich — nach­dem ich Euch sicher nicht mehr wäh­len werde, weil Ihr kor­rum­pierte, macht­geile Ver­hin­de­rer, Ver­zö­ge­rer und Ver­tu­scher seid — auch noch belei­di­gen? Ist nicht Euer Tag­werk Belei­di­gung genug für einen wie mich? Einen aus der Netz­ge­meinde?

Hier mein alter­na­ti­ver Wahlspot:

Nach­dem die Kamera über den Toyota Prius geschwenkt ist und sich der mit dunk­len Augen­rin­gen behaf­tete, gute 40 Lenze zäh­lende Inge­nieur in die
mor­gend­li­che 5 Uhr 30 S-Bahn gesetzt hat und einen mat­ten Gäh­ner von sich gibt, sieht man sel­bi­gen müde und des­il­lu­sio­niert aus dem Fens­ter
in das herbst­li­che Dun­kel schauen:

Ich stehe jeden Mor­gen um 5 Uhr auf und schleppe meine müden Kno­chen mit dem Zug zwei Stun­den in einen hun­dert Kilo­me­ter ent­fern­ten Ort, wo
meine neue Arbeits­stelle ist.

Dort beackere ich — mitt­ler­weile auf Sach­ar­bei­ter­ebene, denn die Unbill des Schick­sal wollte es nicht, dass ich mei­nen guten Job, den ich zuvor im Stutt­gar­ter Raum jah­re­lang voll­zie­hen konnte, auch hei­mat­nah machen durfte —  den lie­ben lan­gen Tag Infra­struk­tur­pro­jekte der eher min­der­wich­ti­gen Art und schlage mich haupt­säch­lich mit den Gege­ben­hei­ten der beste­hen­den Netz­werke und Tra­di­tio­nen rum.

Lei­der ist es mir mit mei­nen 40 Jah­ren nicht gelun­gen als Jung­spund ent­we­der von Vat­tern oder über Vat­tern in irgend­ein Protege-Netzwerk gepusht gewor­den zu sein um unter die­sen Bedin­gun­gen auf Lei­tungs– und Füh­rungs­ebene, bar­rie­re­frei von Kar­rie­re­trepp­chen zu Kar­rie­re­trepp­chen zu hüp­fen und dann mit 40 sta­bi­ler und unka­putt­ba­rer Bestand­teil des hege­mo­nis­ti­schen Sys­tems zu sein.

Wenn ich abends nach Hause komme, küm­mere ich mich zeit­nah zu aller­erst um meine Frau und mei­nen Sohn, des­sen Eltern­geld auch schon eine Weile
auf­ge­braucht ist. Das Eltern­geld beka­men wir, nein und meine Frau blieb daheim, denn zu der Zeit war Eltern­zeit für Kerle außer­halb des regu­lä­ren Urlaubs ein kla­res Kickoff-Argument bei unse­ren Geschäfts­füh­rern. Abge­se­hen davon hat es sowieso ein Diplom zum Aus­fül­len gebraucht. Aber das hatte ich ja.

Wenn ich also um zehn Uhr abends irgend­wie wie­der auf­ge­wacht bin, nachdem ich Soh­ne­mann zu Bett gebracht habe und es mich gleich mit erle­digt hat, erlebe ich tag­täg­lich, wie sich kor­rupte und ver­blö­dete Poli­ti­ker von aso­zia­len Ban­kern und Wirt­schafts­lob­bi­ies­ten auf meine Kos­ten einen net­ten Lenz machen.

Ich sehe, wie kri­mi­nelle Staats­se­kre­täre und Minis­ter pseudo-Ausschüsse ver­scheis­sern und die gekauf­ten Medien mir irgend­ei­nen Sulz als Erfolg unter­schie­ben wol­len. Ich sehe wie in Län­dern mit mei­nem Geld Krieg auf Kos­ten der Armen geführt wird und höre hohle und ver­lo­gene Ent­schul­di­gun­gen, die mit der Rea­li­tät nichts zu tun haben.

Ich sehe wie­viel ich jeden Monat pri­vat zurück­le­gen muss, damit ich viel­leicht auch noch eine Rente habe und ich erlebe, wie besagte Poli­tik es den Zocker­ban­kern ermög­licht meine müh­sam ange­schaffte Kohle so zu ver­zo­cken, dass ich am Ende leer ausgehe.

Ich sehe, wie mei­nem Sohn Schul­den in finan­zi­el­ler Hin­sicht, Schuld in huma­nis­ti­scher Hin­sicht und Schuld in ökolo­gi­scher Hin­sicht auf­ge­brummt wird. Dinge für die er nichts kann, für ja ich nicht mal was kann.

Ich sehe wie die Gesund­heit mei­nes Kin­des von den Poli­ti­kern aufs Spiel gesetzt wird, wie Atom­müll mani­pu­liert gela­gert wird, wie Gen­tech­nik ins Essen gelangt, wie Umwelt­gifte und Schad­stoffe ver­deckt und ver­steckt wer­den, auf dass er die auch ja gefres­sen hat.

Und wenn er älter ist, darf er sicher für diese Poli­ti­ker ein Bür­ger­op­fer sein, in einem ara­bi­schen Land Krieg füh­ren, früh an Krebs oder irgend­wel­chen Seu­chen erkran­ken und früh ster­ben, damit er keine Rente bekom­men muss.”

Man sieht den frus­trier­ten Nicht-CDU-Netzbürger am Ziel­ort aus dem Zug stei­gen. Am Arbeits­platz ange­kom­men schal­tet er sei­nen Büro-PC an. Aus dem Schirm erscheint im Hin­ter­grund das Logo der Piratenpartei.

Und ich wun­dere mich, dass ich nur ein Blog schreibe. (Update: die CDU hat den Spot mitt­ler­weile ganz zurückgezogen)

Written by admin

September 10th, 2009 at 4:32 pm

Demo in Berlin am 12 September

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Hier bei Netz­po­li­tik wird noch­mal auf kom­men­den Sams­tag auf­merk­sam gemacht:

Unter­stüt­zer: Es haben mitt­ler­weile 163 Unter­stüt­zer­or­ga­ni­sa­tio­nen, –ver­bände, –bands, Fir­men und Initia­ti­ven den Demo-Aufruf unter­zeich­net. Das ist das brei­teste Bünd­nis für Bür­ger­rechte und ein freies Inter­net und gegen Über­wa­chung, das Deutsch­land je gese­hen hat. Nach vor­sich­ti­gen Schät­zun­gen reprä­sen­tie­ren diese Unter­stüt­zer mehr als drei Mil­lio­nen Mit­glie­der (Dop­pel­mit­glied­schaf­ten schon sta­tis­tisch raus­ge­rech­net), das ist mehr als die Summe aller Par­tei­mit­glie­der der Gro­ßen Koali­tion und aller Mit­tel– und Klein­par­teien zusammen. ”

Die Schwäche der Blogger

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Hier läuft gerade ein ziem­lich lei­di­ger Film ab. Lei­dig des­we­gen, weil “wir” es bis ins Mor­gen­ma­ga­zin, bis in die Print­me­dien, bis in neue Par­teien und somit in den Wahl­kampf, in unsere Gesell­schaft geschafft haben.

Und jetzt das: ein — wohl gut­ge­mein­ter — Ansatz eini­ger weni­ger Blog­ger, ein Inter­net Mani­fest auf­zu­stel­len geht voll nach hin­ten los. Mich würde das nor­ma­ler­weise über­haupt nicht inter­es­sie­ren, denn Blog­ging ist weder etwas, mit dem ich Geld ver­diene, noch etwas, was ich unbe­dingt machen muss. Ich lese die Din­ger ansons­ten nicht mal inten­siv. Für mich gel­ten meine Moti­va­to­ren und die bezie­hen sich auf unsere Zukunft und dar­auf einen Ein­fluß zu haben und haben zu kön­nen. Als Fix­punkt habe ich mir vor­erst die Wah­len im Sep­tem­ber gesetzt, was danach kommt, weiss ich noch nicht. Mein Leben fin­det mehr­heit­lich deut­lich außer­halb des Inter­nets statt.

Aus­zugs­weise beziehe ich hier noch­mal zu der bescheu­er­ten Schmutz­kam­pa­gne der Blog­ger Stel­lung (in dem ich aus mei­nem Kom­men­tar bei netzpolitik.org zitiere):

Lasst uns – ver­dammt noch mal – wenigs­tens jetzt – zusam­men­hal­ten. Hört auf Euch/uns gegen­sei­tig zu schwä­chen und uns „für die“ lächer­lich zu machen. Gebt „denen“ nicht den ernüch­tern­den Ein­blick „denen geht es auch nur ums Geld“. (…)…gerade jetzt ein ganz schlech­ter Zeit­punkt. Und wenn Eure Moti­va­tion Dinge zu schrei­ben und zu offen­ba­ren zu sehr mit dem Zwang damit Geld zu ver­die­nen zusam­men­hängt, dann lasst es bes­ser blei­ben, denn dann kor­rum­piert Ihr die Idee und die Kraft die hin­ter die­sem Weg in die Öffent­lich­keit tre­ten zu kön­nen steckt.”

Ach so, die Schwä­che der Bloggerszene..ja, wel­che ist das denn.…Eitelkeit.…eine ganz mensch­li­che Ange­le­gen­heit. Und einige Kri­ti­ken des Mani­fests bezie­hen sich auf kon­kret auf die­ses Pro­blem. Voll­kom­men zurecht. Aber heute ist kein Platz für Eitel­kei­ten. Es geht um unsere Zukunft.

Eine bild­li­che Zusam­men­fas­sung (so wie ich sie sehe) habe ich hier noch­mal als Mind­map dar­ge­stellt. Es geht um Ehr­lich­keit.
The reality about internet manifests on Twitpic

Written by admin

September 8th, 2009 at 4:20 pm

Der Hebelarm der Blogger

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Das ist der Erfolg des Blog­gens und die Gefahr für die Poli­tik: wir haben eine Stimme, die sich bis in die Öffent­li­che Mei­nung ver­viel­fäl­ti­gen kann.

Written by admin

September 1st, 2009 at 4:48 pm

Nun nehmen die Medien auch den Prozess wahr

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Sehr guter Arti­kel über die Motive der “Gene­ra­tion C64”, wie sie sich sel­ber nennt.

Sei­pen­busch zählt sich selbst zur »Gene­ra­tion C64«. Der 41-Jährige ist vor dem Com­pu­ter Com­mo­dore 64 groß gewor­den, spielt Video­spiele und pro­gram­miert, seit er den­ken kann. Die Welt im Inter­net emp­fand er von Beginn an als einen fried­li­chen Ort, an dem sich ver­nünf­tige Men­schen aus­tau­schen. Dann kamen die gro­ßen Kon­zerne ins Netz, spä­ter folgte die Poli­tik. Und jetzt, sagt er, tue die Bun­des­re­gie­rung so, als könne man das Inter­net genauso regu­lie­ren wie die reale Welt. Sie tue so, als herr­sche in einem Teil des Net­zes Anar­chie. »Wir han­deln aus einer Ver­tei­di­gungs­hal­tung her­aus«, sagt Sei­pen­busch. Hät­ten sie ihn ein­fach in Ruhe gelas­sen, die Poli­ti­ker, er hätte wohl fried­lich in sei­nem Com­pu­ter­raum wei­ter­ge­wer­kelt. Aber weil die Poli­ti­ker keine Ruhe woll­ten, müs­sen die Pira­ten jetzt zurück­schla­gen, fin­det Sei­pen­busch. Der stille Sei­pen­busch ist aus der Deckung gekom­men, tags­über küm­mert er sich um Server-Updates, abends um die Bundestagswahlkampagne.

In einer Hin­sicht ist der Pira­ten­chef bei­spiel­haft für viele sei­ner Mit­strei­ter: Die neue Apo kämpft nicht für eine bes­sere Welt, sie hatte schon früh ihre eigene. Die Akti­vis­ten der neuen Apo kom­mu­ni­zie­ren welt­weit, hal­ten Kon­takt zu Freun­den über Face­book und twit­tern ein­an­der zu: »Wo bist du gerade? Was tust du?« Sie fin­den im Inter­net Ant­wor­ten auf alle Fra­gen. Es ist, als hät­ten sie einen wich­ti­gen Teil ihrer Per­sön­lich­keit von dort hoch­ge­la­den. Des­halb fühlt sich die neue Apo emp­find­lich ver­letzt, wenn Poli­ti­ker die Hand­lungs­frei­heit im Inter­net ein­schrän­ken wol­len. Poli­ti­ker wer­den als Ein­dring­linge emp­fun­den in eine Welt, die nicht ihnen gehört. In der sie sich nicht aus­ken­nen. Über die sie keine Macht aus­üben dür­fen. Die jun­gen Pira­ten sagen über sich, sie ver­tei­dig­ten die Bür­ger­rechte. Wahr­schein­lich ver­tei­di­gen sie aber vor allem sich selbst.”

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September 1st, 2009 at 4:23 pm

CDU Spindoctors, Zensursula und der CCC

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Fefe hier erläu­tert noch­mal was hin­ter der Lüge der von der Leyen steckt, dass der CCC erst­mal ein paar Vor­schläge gegen die Sperr­sei­ten­idee machen sollte:

Daher haben wir im Februar 2009 eine Email an Zen­sur­su­las Minis­te­rium geschickt, wo wir ihnen Hilfe bei der Straf­ver­fol­gung von Kin­der­por­no­gra­phie ange­bo­ten haben. Die haben den Ein­gang bestä­tigt und das zu den Akten genom­men und sich nie wie­der gemel­det. Die Email war vom 12.2. Das selbe Ange­bot gab es am Vor­tag im per­sön­li­chen Gespräch mit Frau von der Leyen höchst­selbst. Ihr seht also: auf jeder Ebene ist das ein trans­pa­ren­tes Lügen­ge­bilde, auf das hof­fent­lich nie­mand her­ein­fal­len wird, der sich auch nur ober­fläch­lich Gedan­ken zur The­ma­tik gemacht hat.”

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August 29th, 2009 at 10:00 am

Gründungsmitglied der Grünen wechselt zu den Piraten

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http://www.ad-hoc-news.de/rusche-dgap-news-gruendungsmitglied-der-gruenen-tritt-%20der–/de/Unternehmensnachrichten/20466839

Und wie­der ein Schritt der Pira­ten rein in den Bun­des­tag. Pira­ten wählen!

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August 28th, 2009 at 4:02 pm

CDU liest mit…

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ich fühle mich geehrt:

Hi, Oli­ver Mark.

CDU Online-Redaktion (cdu_news) is now fol­lo­wing your tweets on Twitter.

A little infor­ma­tion about CDU Online-Redaktion:

3496 fol­lo­wers
269 tweets
fol­lo­wing 791 people

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August 27th, 2009 at 5:05 pm

Drôle de Guerre” 2009

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Guter Arti­kel im ehe­ma­li­gen Nachrichtenmagazin:

Fuß­bal­ler­re­gel Num­mer 1: Wenn Du mit 3:0 vorne liegst, müs­sen die ande­ren kom­men. Und zwar in dei­nen Strafraum.

Tak­tisch macht Angela Mer­kel da bis­lang (fast) alles rich­tig, und Stein­mei­ers Unfä­hig­keit, über die Flü­gel anzu­grei­fen, ist ihr größ­ter Trumpf. Warum soll sie sich mehr bewe­gen als nötig, wenn die geg­ne­ri­sche Mann­schaft, das “Team Stein­meier”, sich die Bälle am Mit­tel­kreis plan­los zukickt — ohne jeden Raumgewinn. ”

So offen­bart die­ser bis­lang ziem­lich drol­lige (Nicht-)Wahlkampf 2009 sein Janus­ge­sicht: Einer­seits die Abge­klärt­heit demo­kra­ti­scher Nor­ma­li­tät, die sich allen Auf­re­gun­gen und Miss­stän­den zum Trotz selbst­be­wusst behaup­tet, ande­rer­seits die Gefahr, dass die poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung voll­ends zur Sache einer klei­nen infor­mier­ten Min­der­heit wird.

Durch hys­te­ri­sches Schaum­schla­gen und Skan­da­li­sie­ren — jüngs­tes Bei­spiel: die angeb­li­che “Geburts­tags­sause” für Deutsche-Bank-Chef Acker­mann im Kanz­ler­amt — ändert sich daran jeden­falls gar nichts.”

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August 26th, 2009 at 4:30 pm