alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

Archive for the ‘lol des Tages’ Category

#Googlebashing, #Street View: Hexenjagd und die Politik freut sich

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Oooh, jetzt regen sich wie­der alle mög­li­chen und unmög­li­chen Spackos auf. Wie in die­sem Bei­trag damals schon­mal zum Thema Goog­le­ba­shing beschrieben, ufert dies­mal die som­mer­loch­schwan­gere Medi­en­hetze gegen ein völ­lig unin­ter­es­san­tes und unver­hält­nis­mäs­si­ges Thema aus: da wer­den dann in “gut­bür­ger­li­chen” Stadt­vier­teln auch mal eben die Fah­rer der Google­wa­gen aus dem­sel­ben gezerrt und mit Alko­hol “beru­higt”, die Autos mit Mol­lies bewor­fen und angezündet:

Der PKW wurde ein­ge­kreist und ver­ein­zelt mit Stei­nen bewor­fen. Fah­rer und Kame­ra­mann wur­den her­aus­ge­zerrt und in einem nahe­ge­le­ge­nen Lokal mit Alko­ho­lika betäubt. Anschlie­ßend brannte das Auto aus. Unklar ist bis zur Stunde, warum das Fahr­zeug sich in unmit­tel­ba­rer Nähe der Pro­teste auf­ge­hal­ten hat. Der Säch­si­sche Daten­schutz­be­auf­tragte Andreas Schu­rig äußerte die Ver­mu­tung, dass das US-Unternehmen die Pro­tes­tie­ren­den hatte fil­men wol­len, um eine Störer-Datei anzu­le­gen. „Das ist schlim­mer als bei der Stasi“, sagte Schu­rig pro­vo­kant. Von der „Volks­in­itia­tive“, einer der Auf­ru­fer der Google-Proteste, wurde in einer Pres­se­er­klä­rung spe­ku­liert, dass Google „durch pro­vo­kan­tes Her­um­fah­ren Kra­walle pro­vo­zie­ren“ wolle.

Äh, wie bitte? Eine “Stö­rer Datei”? Ich könnte mich auf­re­gen. Da het­zen die Medien über ein Thema, was eigent­lich keine Sau inter­es­siert und die däm­li­chen Poli­ti­ker­büt­tel sal­ba­dern und freuen sich das Feind­bild “böses Inter­net” bis zu einer _hier wohl sehr ein­deu­tig damit vergleichbar_ Hexen­jagd zu pro­vo­zie­ren. Da wer­den wie­der dum­merte Infor­ma­tio­nen wie nutz­lose Wlan-Daten und der Begriff “Daten­krake” her­vor­ge­holt und

stän­dig,

stän­dig,

stän­dig

wie­der­holt, solange bis es auch der dümmste Voll­pfos­ten in sein tro­cke­nes Bröt­chen­hirn ver­pflanzt hat:

Google=Internet=mächtig Böse.

Zwi­schen­zeit­lich wer­den hin­ge­rich­tete schwan­gere afgha­ni­sche Frauen und arme umge­brachte afgha­ni­sche Kin­der durch die Medien gehetzt und die Som­mer­pause mit wei­te­ren Volks­ver­dum­mungs­pa­ro­len voll­ges­ab­belt, nur damit unsere Herr­scher­klasse mit ihrem Mist unver­hoh­len wei­ter­ma­chen darf und das däm­li­che Volk stürzt sich auf den zur Zeit pro­pa­gier­ten Volks­feind Google. Leute, seid ihr selbst­den­kende mün­dige Bür­ger oder was seid Ihr? Ein Glück, das die Kli­ma­an­la­gen bei der Bahn grade noch funktionieren.

Ach ja, in den Kom­men­ta­ren zum Elsäs­ser Blog hat jemand eine Begrün­dung gegen die Street­view Sache, Achtung:

Mir hat jemand gezwit­schert, dass Rating­agen­tu­ren Street­view nut­zen, um Daten­ban­ken über Wohn­ge­gen­den anzu­le­gen und diese an Dar­le­hens­ge­ber zu ver­kau­fen.
Da muss man nicht mal das Gerede über die vie­len leer ste­hen­den Grund­stü­cke in Ber­lin und woan­ders bemü­hen, oder, anders gesagt, das bekommt so neuen Auf­wind, kommt aus der Schmud­del­ecke raus.

Ach, das ist ja mal inter­es­sant: Natür­lich, ich kann mir den­ken, dass der Tou­rist Hei­del­berg nicht mehr besucht, wenn ihm klar wird, dass 95% die­ser Stadt stink­lang­wei­lig und genauso dröge aus­se­hen, wie der Rest in unse­rem Land. Aber mal ehr­lich: Dar­le­hens­ge­ber? Hallo? Wer sich mit sol­chen The­men befasst (also Kre­dite oder Immo­bi­li­en­werte), der braucht kein Google Street­view um zu ahnen, was sein Gegen­über für “Sol­ven­zen” besitzt. Meine Fresse ist das weit her­ge­holt. Und natür­lich hat dem jemand etwas “gezwit­schert”. Klar. Unser Insi­der hier kennt sich mit Twit­ter aus, also kennt er Web 2.0, aja, das ist doch das Ding, wo sich eine Rot­haarb­lo­gnase aus Ber­lin per Kauf­ver­trag mal eine Netz­ab­fuhr geholt hat. Dann muss das ja stim­men! Wobei ich dazu sagen muss, dass Lobos Widerspruch-Widerspruch ne lus­tige Sache ist. Dem werd ich mal grund­sätz­lich voll­kom­men zustimmen.

Trotz­dem: das ist ne miese Hexen­jagd und so lang­sam wird es pein­lich. Habt Ihr nix bes­se­res zu tun, woge­gen sich zu kämp­fen lohnt? Rente mit 70? Hartz IV Wohn­flä­chen redu­zie­ren? Koran­schrif­ten ver­bren­nen? Mit­tel­stand ver­nich­ten? Freie Mei­nungs­äu­ße­rung demon­tie­ren? Grund­rechte ein­schrän­ken? Oder sich über CDU Eich­be­amte die Bröt­chen klauen, erbösen?

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August 11th, 2010 at 2:12 pm

Flugbegleiter hat die Schnauze voll: #Slaterization

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Muha, bei den Amis ist ein Ste­ward aus­ge­ras­tet, wie man hier aus ers­ter Hand nach­lesen kann:

F— you! F— all of you! I’m f—— through with this! I’VE HAD IT! I’ve been doing this for 28 f—— years and I can’t take it any­more. And for the f—– a—–who told me to f— off: f— you! That’s it! I’m done! F— you all!”

At that point the older Catho­lic lady looked back at me and cros­sed her­self, and I told her, “No, that is not normal.”

Neben­bei schei­nen dadurch die Amis mal zu dis­ku­tie­ren, dass sie eigent­lich gar keine Men­schen mehr sind. Mir gefällt das neue Wort: to sla­te­rize. “Jeman­dem ins Gesicht sagen, dass er ein A…loch ist, egal mit was für Konsequenzen.

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August 11th, 2010 at 12:52 pm

#Heidelberg: die Amis gehn, die Schotten kommen!

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Bwa­haha! Das hat mei­nen Sams­tag im Stau geret­tet: die­ser schot­ten­rock­tra­gende Qua­dri­der auf dem Weg in den Süden. Klasse!

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Juli 24th, 2010 at 8:57 pm

#CDU Hoffnungsträger: Umfrage der SZ

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Die Süd­deut­sche macht eine Umfrage. Die Ergeb­nisse sind selbst­er­klä­rend. Der bekann­teste von den “nicht ganz so schlecht bewer­te­ten” ist aus­ge­rech­net Tho­mas de Maziere. Und Rött­gen mit den meis­ten Stim­men am schlech­tes­ten. *g*

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Juli 21st, 2010 at 3:21 pm

#Heidelberg: Telekom, die Stadt und der Hammer der Woche im ZDF

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Die dumme Sache mit den feh­len­den Tele­fon­lei­tun­gen in Hei­del­berg hat es jetzt bis ins ZDF, den Län­der­spie­gel geschafft. Es war tat­säch­lich der Ham­mer der Woche. Nach Stutt­gart auch. Bwaha! Mit einem Grin­sen, Hei­del­berg, mit einem Grinsen.

Update: ach so ja, wenn man bei Google “Hei­del­berg Tele­kom Bau­ge­biet” ein­gibt, kommt fol­gen­des raus (zumin­dest heute *g*):

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Juli 17th, 2010 at 5:39 pm

#Bahnbashing Bullshit

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Ok, ok, ich weiss ja wie beschis­sen es sein kann, wenn man in einem ICE sitzt bei dem die Hei­zung im Som­mer läuft oder eben die Kli­ma­an­lage aus­fällt. Ja und ich finde auch, dass man Leute, die behaup­ten, das hätte alles was mit der Kli­ma­er­wär­mung zu tun, ganz schnell in die Poli­tik hoch­lo­ben sollte oder so. Es ist also eine Menge Berech­ti­gung am gan­zen Ärger den man als Kunde mit der Bahn in die­sem Fall haben kann. Es scheint mir aber so, als gäbe es zur Zeit auch ein regel­rech­tes Bahn­ba­shing, jeder Depp motzt und meckert und sal­ba­dert seine eigene Mei­nung — egal wie doof und däm­lich — in alle Welt hin­aus. So zum Bei­spiel, erschüt­tern­der­weise auch hier bei Tele­po­lis:

“Außer­dem, so der Vize-Pressechef, seien im Hoch­ge­schwin­dig­keits­ver­kehr aus­schließ­lich Fahr­zeuge zuge­las­sen, deren Fens­ter sich nicht öffnen las­sen. Wolle man in ICE-Zügen Fens­tern zum Öffnen, müss­ten diese “anders kon­stru­iert” sein als die bis­he­ri­gen. Das wirft frei­lich die Frage auf, ob man aus Kos­ten­grün­den Fens­ter ver­baut hat, die sich nicht öffnen lassen.”

Ahem…WTF, das ist ja soo doof…da fällt mir nix zu ein, außer einer Emp­feh­lung an den Autor, das nächste Mal, wenn er mit sei­ner AMG S-Klasse kli­ma­ti­siert und mit geschlos­se­nen Fens­tern auf der A5 bei Bruch­sal mit 300 Stun­den­ki­lo­me­tern unter­wegs ist, ein­fach mal das Fens­ter zu öffnen. Den Tipp, vor­her alles rum­lie­gende weg­zu­pa­cken, seine Kra­watte fest weg­zu­ste­cken und direkt danach einen Fri­seur­ter­min ver­ein­bart zu haben, bekommt er von mir gra­tis dazu.

Ach so…was ich zur Kli­ma­tech­nik zu sagen habe: Man dimen­sio­niert Kli­ma­an­la­gen (zumin­dest bei Gebäu­den, wie ich es kenne) anhand von sta­tis­ti­schen Tem­pe­ra­tur­an­ga­ben und Nor­men. Danach lässt man, inner­halb der Kos­ten­vor­ga­ben, vom “Bestel­ler” ent­schei­den, wo er seine Schwer­punkte setzt. Kli­ma­tech­nik so zu ver­bauen, dass sie auf 35 Grad aus­ge­legt war, halte ich gar nicht mal für so unver­ständ­lich. Was ich nicht ver­stehe, ist, warum die Kli­ma­an­la­gen bei zu hohen Außen­tem­pe­ra­tu­ren ihre Maxi­mal­leis­tung nicht über eine Redun­danz wenigs­tens mit einem gerin­ge­ren Delta sicher­stel­len kön­nen. Das die Bahn jetzt Kli­ma­an­la­gen auf 45 Grad dimen­sio­niert ist zwar gut, aber wahr­schein­lich ist damit das eigent­li­che tech­ni­sche Pro­blem — das zu lösen viel­leicht güns­ti­ger wäre — nicht aus der Welt geräumt.

Update: ah, ich erfahre aus “gut infor­mier­ten Krei­sen soeben mehr”: die ICE 2 wur­den, nach­dem die Mil­li­arde Kilo­me­ter und somit die ehe­mals vor­ge­se­hene End­lauf­zeit erreicht wurde, als noch aus­rei­chend ange­nom­men und zum erneu­ten Ein­satz neu eingerichtet/modernisiert. Warum dabei die Kli­ma­ti­sie­rung nicht beach­tet wurde…keine Ahnung.

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Juli 16th, 2010 at 8:56 am

Vollbeschäftigung? Was ist denn mit der #Zeit los?

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Also so lang­sam zweifle ich am Geis­tes­zu­stand der bei der Zeit arbei­ten­den “Jour­na­lis­ten”, immer­hin ver­öf­fent­li­chen die so offen­sicht­lich fal­sche und geschönte Sta­tis­ti­ken unverhohlen:

“Die deut­sche Arbeits­lo­sen­quote könnte in den kom­men­den Jah­ren auf Werte fal­len, wie sie frü­her in West­deutsch­land üblich waren. Das geht aus Pro­gno­sen des For­schungs­in­sti­tuts Kiel Eco­no­mics her­vor, die der Wochen­zei­tung DIE ZEIT vorliegen.”

Wer sind den Kiel Eco­no­mics?

“Kiel Eco­no­mics gehört zum Kreis der For­schungs­ein­rich­tun­gen, die für die Regie­rung die Gemein­schafts­dia­gnose erstellen.”

Naja, andere Blogs unter­su­chen das Pro­blem ja schon:

“Kiel Eco­no­mics zählt wie Blog­le­ser wis­sen inzwi­schen zu dem von Minis­ter Brü­derle aus­er­ko­re­nen eli­tä­ren Club­mit­glie­dern wel­che die Frühjahres-/Herbstgutachten für die Bun­des­re­gie­rung erstel­len. Man darf also vor­sich­tig for­mu­liert nichts son­der­lich pro­gres­si­ves von dort erwarten.”

Ja, so sieht unab­hän­gige Mei­nungs­ma­che aus.

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Juli 15th, 2010 at 11:19 am

Die neue BahnCard 50 Sommerspezial

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Juli 14th, 2010 at 3:25 pm

#Heidelberg: Wohnen ohne Telefon, die Fortsetzung

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Ges­tern schrieb ich über die lus­tige Epicfail-Maßnahme in einem Hei­del­ber­ger Bau­ge­biet, das bei 103 (!) Bau­grund­stü­cken und 23 Gewer­be­grund­stü­cken (!!) ohne Tele­kom­lei­tun­gen fer­tig­ge­stellt wurde.

Heute steht eine Fort­set­zung in der Zei­tung, die nur neben­bei äußert, dass die Tele­kom sich über die Stadt wun­dert, denn immer­hin sei seit zwei Jah­ren klar, dass dort keine Lei­tun­gen ver­legt wären.

Es scheint, meine Worst-Case-Annahme stimmt: das hat die Stadt ver­geigt. Ich frage mich: wie konn­ten das die Ver­ant­wort­li­chen ent­schei­den und dabei die poli­ti­schen Kon­se­quen­zen über­se­hen. Ist das noch eine Lei­che im Kel­ler des ehe­ma­li­gen Baubürgermeisters?

Update: Ach, ich sollte mir ange­wöh­nen auch den Mann­hei­mer Mor­gen zu recher­chie­ren, die sind wie immer deut­lich aus­sa­ge­fä­hi­ger als die RNZ Leute:

…“Die Tele­kom wollte das Neu­bau­ge­biet ‚Im Bieth’ wie üblich mit Tele­fon­an­schlüs­sen ver­sor­gen”, sagt Pres­se­spre­che­rin Cor­de­lia Hil­ler. “Jedoch konn­ten wir uns lei­der mit dem Erschlie­ßungs­un­ter­neh­men nicht eini­gen.” Würz­ner ver­mu­tet dage­gen als Grund, dass die Tele­kom die Kos­ten scheut, die das Kabel zie­hen ver­ur­sa­chen würde: “Man zögert die Inves­ti­tion so lange wie mög­lich hin­aus.” Denn jeder Anwoh­ner, der neu hin­zu­kommt, und bei der Tele­kom einen Ver­trag unter­schreibt, macht den Anschluss für den Kon­zern profitabler.”

Ent­schul­di­gung, aber das glaube ich nicht! Die Kos­ten für die Tele­kom­lei­tun­gen sind sicher Bestand­teil der Erschlie­ßungs­maß­nahme, die von allen Grund­stücks­ei­gen­tü­mern, die die Maß­nahme letzt­end­lich bis auf jeden Pfen­nig bezah­len, per Ver­trag akzep­tiert wer­den muss. Des­we­gen ist es auch schnurz ob da spä­ter tat­säch­lich jemand einen Anschluß bekom­men will. Die Kabel wer­den gelegt und bezahlt. Punkt!

Wahr­schein­lich sind die Kos­ten der Erschlie­ßung aber zu hoch und somit poli­tisch bei den Betrof­fe­nen nicht rea­li­sier­bar gewe­sen. Betrach­tet man mal die Zah­len (21,5 Hektar) so sind, inso­fern die Anga­ben aus dem mor­gen­web stim­men, von der Stadt ca. 80 Euro pro Qua­drat­me­ter inves­tiert wor­den (falls der ganze Grund der Stadt gehört haben sollte, was ich nicht weiß). Ich glaube nicht, dass sol­che Kos­ten in Hei­del­berg rea­li­sier­bar sind. Ich schätze eher mal min­des­tens 100–115 Euro pro Qua­drat­me­ter (das wären zumin­dest schwä­bi­sche Zah­len des Jah­res 2008). Hier ist also schon­mal eine wahr­schein­lich poli­tisch oder tat­säch­lich amts­in­tern moti­vierte — Unter­kal­ku­la­tion inter­pre­tier­bar. Und wenn in der Kos­ten– und Finan­zie­rungs­ver­ein­ba­rung des Erschlie­ßungs­trä­gers mit den Eigen­tü­mern zu wenig, oder keine Kos­ten für Tele­kom­lei­tun­gen auf­ge­nom­men wur­den, dann ist das ein Feh­ler der Leute, die diese Zah­len durch­ge­wun­ken haben. Erst recht, wenn die damals “ange­nom­men haben”, die Tele­kom lie­fere die Lei­tun­gen — aus wel­chem juris­ti­schen Umstand auch immer — umsonst und “jemand” hat ver­säumt hierzu etwas in den Erschlie­ßungs­trä­ger­ver­trag zu schreiben.

Und falls die Tele­kom­the­ma­tik tat­säch­lich im Erschlie­ßungs­ver­trag bedacht, mit den Betei­lig­ten koor­di­niert und fest­ge­legt wurde und die Tele­kom und der Erschlie­ßungs­trä­ger den Sta­tus Quo (“Keine Kabel zum Bau­ende”) durch Frei­gabe der Schluß­ab­rech­nung der Maß­nahme (durch den Erschlie­ßungs­trä­ger und das Tief­bau­amt) fest­ge­legt haben, ist es den­noch die Schuld des Bau­her­ren (der Stadt)! Und dann soll­ten die jetzt nicht empört tun, son­dern offen sagen “Ja! Wir haben das Ding fer­tig­ge­stellt und die Tele­kom wollte nicht! Und wir wuss­ten das, als wir Euch die Grund­stü­cke ver­kauft haben!“

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Juli 13th, 2010 at 10:28 am

kein Anschluß unter dieser Nummer in #Heidelberg

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Oh meine Güte! Ich hab bei sowas immer rich­tige Schmer­zen, wirk­lich! Nach­dem ich hier ja wenig Gutes auf die Welt­elite in Hei­del­berg gelas­sen habe, machen die es einem aber auch wirk­lich nicht gerade einfach.

Jetzt haben sie ver­ges­sen in einem Neu­bau­ge­biet die Tele­fon­lei­tun­gen zu legen!

Ich hab ja sel­ber mal Erschlie­ßungs­ge­biete durch­ge­führt und kann mir viele Erklä­run­gen den­ken, es ist ja nicht immer leicht ins­be­son­dere Ver­sor­ger jeder Art, also Tele­kom, Was­ser­ver­sor­ger, usw. recht­zei­tig zu bewe­gen. Aber sicher wird es eine Firma gege­ben haben, die dort die Maß­nahme bau­lich umge­setzt hat. Und die hat­ten einen Ver­trag. Und eine Leis­tungs­be­schrei­bung. Und in der stan­den Tele­fon­lei­tun­gen oder nicht, oder eben eine Schnitt­stel­len­be­schrei­bung zu Leis­tun­gen zur Telefonleitung.

Und die Eigen­tü­mer, die die Erschlie­ßungs­maß­nahme am Ende bezah­len, hat­ten sicher­lich schon vor vie­len Jah­ren ein Kos­ten­blatt erhal­ten, in dem unter ande­rem auch Kos­ten für die Ver­sor­gungs­lei­tun­gen der Tele­kom­mu­ni­ka­tion auf­ge­führt waren. Würde mich wun­dern, wenns anders wäre. Kei­ner kauft ja ne Katze im Sack. Auch nicht in Hei­del­berg, oder?

Nun…und dann stellt sich die Frage, was wurde am Schluß abge­rech­net, als alles fer­tig war? Ent­we­der lie­fert der Erschlie­ßungs­trä­ger ein Schrift­stück, aus dem her­vor­geht, was ent­schie­den wurde, oder er hat ein­fach ein Problem.

Ich hatte das auch schon­mal. Aber da haben wir ent­schie­den die Grä­ben zum Tag X zuzu­ma­chen, egal ob der Ver­sor­ger da ist oder nicht. Die waren da…alles kein Pro­blem. Kein Ver­sor­ger will auf seine Kos­ten neue Stra­ßen und Rand­wege auf­reis­sen um noch ein fin­ger­di­ckes Käbel­chen rein­zup­uh­len. Und falls doch…

Mal sehen was wir noch so erfah­ren wer­den. Übri­gens: der Bebau­ungs­plan bzw. der Gemein­de­rats­be­schluß ist teil­weise von 2000! Wie kann sowas auch noch soo lange dau­ern? Oh Mann, oh Mann! *facepalm*

Und noch ein Übri­gens: ich kann mir den­ken, wie das gekom­men ist: die Gemeinde Hei­del­berg will ja (siehe auch Bebau­ungs­plan) soge­nann­ten “güns­ti­gen Wohn­raum” *TM lol* auf den Markt brin­gen. Woan­ders schaf­fen die das auch nicht und ver­pach­ten dann eben per Erb­pacht (WTF?).

Written by admin

Juli 12th, 2010 at 2:29 pm