Obwohl er von Stuttgart 21 keine Ahnung hat und es für “unsinnig” hält, ich find ihn trotzdem gut.
Archive for the ‘Gute Idee’ Category
Stuttgart 21: Endlich ein ehrlicher Grüner
Prof. Stefan Faiß,seit 1998 Mitglied bei Bündnis90/Die Grünen und bis vorkurzem Mitglied im Vorstand desKreisverbandes Esslingen, war dort unter anderem für Verkehrspolitik zuständig. Stefan Faiß setzt sich seit langem für Stuttgart 21 ein. Ein Gespräch mit ihm über seine Motive. Read the rest of this entry »
Stuttgart 21: Prof. Dr. Wörner steigt ein
was für eine Nachricht! Ich kenne einige der Beteiligten in diesem Projekt ja auch ein wenig aus meiner beruflichen und studentischen Welt vor meinem Eintritt in die Bahn, aber nun auch noch solch eine freudige Information: Prof. Dr. Wörner war der Präsident der Technischen Hochschule in den Neunzigern, als ich dort Bauingenieurwesen studiert hab. Er war ausschlaggebend verantwortlich dafür, dass ich meine Entscheidung das Studium aus privaten Gründen abzubrechen _nicht_ realisiert und stattdessen die letzten Schritte erfolgreich umgesetzt habe.
Dem Mann habe ich meine berufliche Karriere zu verdanken. Und als meinen ehemaligen Statik-Professor und Retter heiße ich Ihn im Projekt herzlich willkommen.
Ad hominem Argumente werden ja ungern gezogen um eine Sache an sich zu beurteilen, aber in diesem Falle mach ich das gern.
Die Bahn und die Jahreszeiten: alles wird gut
Zum Thema “Kaputtsparen der Bahn” werde ich auch noch einen Artikel schreiben. Das ist aber eine komplizierte Geschichte und die Zeit dafür habe ich gerade nicht.
Warum alle auf Grube rumhacken mag daran liegen, dass er kein politischer Mensch mit medialem Hintergrund ist, wie so manche Dampfplauderer, die sich gut verkaufen können. Ausgerechnet ihn deswegen in Frage zu stellen, halte ich für oberflächlich. Viele haben die Zeiten davor anscheinend schon wieder vergessen. Übrigens auch die Zeiten, als die Bahn noch reiner Staatsbetrieb war, gell?
Das Gute oder “grün”…auf polemische Weise
beschrieben. Auszüge aus einem Artikel im Cicero (der wohl öfter gute Artikel bringt — recht ambivalent teilweise, ich kann nicht jeden gutheissen, diesen hier aber schon):
Das Gute hat Renate Künast sozusagen gepachtet. Denn sie ist ja Grüne.
…
Heute, mit dem Auto, wenn es sich flüssig fährt und ohne Übertretung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit, in 45 Minuten. Mit dem öffentlichen Verkehr sind es bis zu 120 Minuten. Zwei Stunden: Geht doch, oder?
…
So sieht sie also aus, die konkrete Welt gemäß der abstrakten Moral von Renate Künast. So sieht das Schlechte vom Guten aus, das sie verkörpert, das die Grünen überhaupt und derzeit mit großem Erfolg verkörpern. In Berlin hat die grüne Laissez-faire-Ideologie ganze Städte für deutsche Normalbürger zum Sperrgebiet gemacht. Read the rest of this entry »
Sackbahnhof Privatisierung
keine verantwortungsvolle Regierung dieser Welt würde jemals freiwillig die Kontrolle über strategisch wichtige Teile der Infrastruktur an Private abgeben, die – getrieben und geprägt durch die globalisierten Finanzmärkte – für die Sicherheitsbedürfnisse und Identitätsmerkmale von Nationen nicht das geringste Verständnis aufbringen.
den ganzen Artikel von Moritz Leuenberger lesen im Cicero.
Stuttgart 21: weitere Fakten und Widerlegung der Gegenargumente
ein Kommentator auf einer offiziellen Pro S21 Seite hat es hier schön zusammengefasst:
Prosit sagt: 26. September 2010 um 13:55In den Kommentaren zu folgendem Artikel in der Stuttgarter Zeitung
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/2642012/sz_article_kommentare?nocache=&order=asc(Kein Gespräch ohne klärendes Zeichen) findet sich der folgende, zwar recht lange aber, wie ich finde, lesenswerte Beitrag und auch der Ansatz einer Diskussion darüber.
Bitte den Beitrag weiter kommunizieren und auch in andere Foren einstellen:
Argument 1
Bäume/Park
S21
Es werden 282 Bäume mit einem Stammumfang größer 80 cm gefällt (nach Stuttgarter Baumsatzung, siehe Planfeststellungsunterlagen/Beschluss PFA 1.1). Und zwar im Park, vor dem Nordflügel und auf der Nord-Westseite des Gleisvorfeldes in Richtung Nordbahnhof. Darunter einige sehr große und zum Teil sehr alte Bäume. Ein Stammumfang von 80 cm entspricht übrigens einem Durchmesser von 25 cm, es werden also auch jede Menge „kleinere“ Bäume gefällt.
Diese werden bis 2020 durch 293 neue, bis zu 12 m hohe Bäume ersetzt, also nicht gerade Setzlinge. Der Park wird um 20 ha (=200.000m²) erweitert, das entspricht ca. 30% der heutigen Parkfläche. Ab 2020 kommen hier noch weitere, mindestens 1.000 bis maximal 5.000 Bäume dazu. Read the rest of this entry »
Stuttgart 21: Sobeks Stellungnahme
Das Projekt Stuttgart 21 hat in seiner aktuellen “Dialog” Ausgabe Prof. Sobek, einen Planungsbeteiligten Tragwerksplaner zu den Äußerungen Frei Ottos und einigen Ängsten und Mutmaßungen der Gegner an sich zu Wort kommen lassen. Tatsächlich werden in anderen Blogs Teile seiner Äußerungen — wieder mal aus dem Zusammenhang gerissen (wobei dieses Beispiel auf einen Artikel in der Stuttgarter Zeitung verweist) — und grundsätzlich mit anderen “Fakten” (wie z.B. BP-Bohrinseln) verglichen.
Ich finde es an sich erschreckend, dass die uninformierte Bevölkerung offensichtlich keine Probleme hat, den Bankern für ihre “Produkte” Abermilliarden in den Rachen zu schmeissen, aber die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften in Zweifel zieht. Sobek hat vollkommen Recht, wenn er in seinem Interview erklärt:
“…das scharenweise Auftreten von selbsternannten Fachleuten und Gutachtern, die im Schnellverfahren zu großen Aussagen gelangen oder die auch schon einmal in ihnen bis dato völlig fremden Fachbereichen wandern und dort flotte laute Urteile abgeben. Der Beifall ist allemal sicher, aber um welchen furchtbaren berufsethischen Preis!”
#Milliardäre können auch anders
Ach, sowas kann einem doch auch mal den Tag versüßen: Gates und Buffet haben einige Milliardäre zusammengetrommelt, damit jeder mindestens 50% seines Reichtums für eine gute Sache abgibt. Ich hab mir ja auch schon lange überlegt, was ich mit meiner ganzen Kohle machen soll. Werd Bill mal anrufen.
Eine Regel hat der exklusive Club: Es müssen schon mindestens 50 Prozent sein, die die Milliardäre abgeben. Für welchen Zweck, bleibt dem Spender überlassen. Dabei gehen die beiden Initiatoren allerdings davon aus, dass man nicht hintenrum wieder in die eigene Tasche oder mit unlauteren Hintergedanken spendet. Die Gentleman zeigen aber Vertrauen: „Es ist kein juristischer Vertrag, es ist ein moralisches Versprechen“, sagte Buffett. Wie viel denn nun genau zusammenkommen soll, weiß Buffett selbst nicht, „es wird ja auch ständig mehr“.
