So wie man hier in der FAZ nachlesen kann, hat der gute Herr Sarrazin selbst dafür gesorgt, dass seine Prognosen wahr werden:
” Stattdessen hat die vorgezogene Einschulung allem Anschein nach einen hohen Tribut gefordert. Allein im Schuljahr 2008/2009 mussten in Berlin 4300 Kinder die zweite Klasse wiederholen, das ist fast jeder sechste Schüler eines Jahrgangs.”
Ich hab über Sarrazin ja schonmal was geschrieben und ihn in einen Topf mit unserer Familienministerin Schröder/Köhler geworfen, das mag der Dame nicht gerecht zu werden, aber ist ja auch wurscht.
Ich geh jetzt auch nicht auf weiteren Schrott an, den dieser Faschist in seinem Pamphlet verfasst hat, wie z.B /Zitat aus der FAZ).:
“Sarrazin schwebt dabei auch eine weitgehende Verstaatlichung des elterlichen Erziehungsauftrags vor: „Letztlich muss jedes Kind in jedem Alter während der normalen Arbeitszeit an Werktagen betreut werden“, schreibt er. „Wenn diese Zeit für eine vernünftige Erziehung, Bildungsangebote und konkrete Anforderungen an die Kinder genützt wird, ist dies der beste Beitrag zur Chancengleichheit für die Kinder aus den unteren Schichten.“
Über Sarrazin gibt es ja die unterschiedlichsten Informationen; lustig bei Fefe, der sich mal mit seiner Frau beschäftigt hat. Ein besonders guter Artikel bei der Zeit verdeutlicht aber das eigentliche Problem:
ZEIT ONLINE: In Deutschland teilen einige Ihre Haltung. Allerdings hieß es über Sarrazin auch: Endlich sagt das mal jemand.
Welzer: Dass man Applaus bekommt, wenn man eine solche Meinung artikuliert, ist bedenklich, und man muss sich damit beschäftigen. Der Fall Sarrazin aber ist kein harmloser “Tabubruch”. Spätestens als das jüdische Gen ins Spiel kam, war das Buch für mich nicht mehr diskutabel. Man kann gerne über Migration oder fehlgeleitete Integrationspolitik diskutieren, sollte man auch, aber nicht anhand dieses Akteurs und dieses Buches. Das ist so, als diskutiere man plötzlich mit Holocaustleugnern oder Klimaskeptikern.
Genau das ist es! Lest den Artikel ganz durch. Ich meine, nächstes Jahr kommt die nächste unbezahlbare Finanzkrise und damit der Pöbel sich nicht gegen die Banken und Politiker erhebt, werden jetzt schon entsprechende Sündenböcke für das dumme Volk ausgemacht. Ich versuche da mit anderen Leuten zu diskutieren, aber das wandert immer in eine Migrationsdebatte ab und “das endlich mal jemand darüber spricht”. Ganz ehrlich: das Thema empfinde ich als “besprochen” seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Ich weiss gar nicht, warum das sonst keiner mitbekommen hat. Das ist doch nix Neues. Und da wird meiner Ansicht nach auch nichts verheimlicht oder nicht diskutiert. War immer Thema, ist immer Thema. Scheint aber eher so zu sein, dass — ähnlich den Bashings bei der Bahn — da auf einen Zug aufgesprungen wird, die Leute kein Vertrauen mehr in die Politik haben und ihren Zorn an “Stellvertretern” ablassen.
Ich befürchte, dass der Mob sich bald auch gewaltsam gegen die Muslime erhebt. Der Sündenbock ist ausgemacht und wird nun weiterkonstruiert. Gabs früher schon. Das klappt ja schon seit Jahrhunderten.