alles Unsinn…ich bin müde

eigentlich war ich immer unpolitisch

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Libyen: Schlüsselrolle im nahen Osten, Meilenstein zwischen Krieg und Frieden

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…auch wenn Libyen natür­lich in Nord­afrika liegt, aber die Nähe zu Ägyp­ten, Suez­ka­nal und Israel — um die geo­gra­phi­sche Lage zu beschrei­ben — und Liby­ens Rolle im glo­ba­len Spiel der Ver­sor­gungs­si­che­rung west­li­cher Gesell­schaf­ten in stra­te­gi­scher Hin­sicht, ver­bin­den die­ses Land unwei­ger­lich mit dem nahen Osten.

Die Finan­cial Times Deutsch­land haben eine Ana­lyse in die­sem Arti­kel gut begonnen:

[…] ein […] Gad­dafi dürfte sich wenig sche­ren um die Ein­wände […] im Nor­den. Zumal diese sich auch bis­lang wenig inter­es­siert haben für die Not der Bevöl­ke­rung. Libyen war vor allem als Roh­stoff­lie­fe­rant wich­tig, als Sicher­heits­ga­rant und als Boll­werk gegen Flücht­linge aus Afrika.

Will die EU glaub­wür­dig sein, darf nicht mehr allein dies ihr Han­deln bestim­men. Dann muss Demo­kra­ti­sie­rung künf­tig kla­rer Bestand­teil euro­päi­scher Inter­es­sen­po­li­tik sein — auch wenn es unge­müt­lich wird.

Der Wes­ten hat genü­gend Pro­bleme sich seine Vor­macht­stel­lung, zur Siche­rung der eige­nen hohen Lebens­qua­li­tät, auf gut deutsch: sei­ner Frie­dens­si­tua­tion (oder noch bes­ser die Abwe­sen­heit von Krieg) im glo­ba­len Kampf mit China zu sichern.

Die Demo­kra­ti­sie­rungs­welle in Nord­afrika wird in Libyen mei­ner Ansicht nach nicht zum Erfolg füh­ren. Ich meine, tat­säch­lich ist der Umbruch in Nord­afrika ein his­to­ri­scher Moment, aber wohl kei­ner, der mit der Deut­schen Wende ver­gleich­bar ist, son­dern einer, der als Mei­len­stein im Wan­del des Frie­dens­zu­stands der west­li­chen Gesell­schaf­ten in die Geschichts­bü­cher ein­ge­hen wird.

Wie so oft wün­sche ich mir ich würde mich voll­kom­men täuschen.

[Update]: tat­säch­lich kann ich es auch nicht bes­ser schrei­ben, als die­ser Kom­men­tar hier:

ver­gesst ein­fach eure heile-welt-träume. die wohl­stands­blase plus aller damit asso­zi­ier­ten lebens­ent­würfe und illu­sio­nen, in der die gene­ra­tio­nen von ca mitte der 1960er bis etwa 1980 hier­zu­lande auf­ge­wach­sen sind (und ich gehöre dazu), ist längst geplatzt und wir wer­den sehr bald und schnel­ler als gedacht immer mehr bekannt­schaft mit den rea­li­tä­ten machen, mit denen die abso­lute mehr­heit der welt­be­völ­ke­rung schon immer und stän­dig kon­fron­tiert ist. auch eine art aus­glei­chende gerechtigkeit…

[Update2] hier ein wenig über die Kin­der von Ghad­dafi und über ihn selbst.

[Update3] der Feyn­sinn hat in die­sem Bei­trag sehr gut die poten­ti­el­len Alter­na­ti­ven dargestellt.

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Februar 21st, 2011 at 10:04 am

Verwirrte Schwarmintelligenz? Ist das ne Plagiatshoax oder was?

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End­lich ist die Dis­ser­ta­tion (zumin­dest das ver­öf­fent­lichte Werk Gut­ten­bergs im Inter­net als PDF zu fin­den. End­lich kann mal jeder für sich prü­fen, was da so dran sein könnte am Thema “Plagiat”.

Ich mach es mir erst­mal ganz ein­fach: ich gehe auf die Wiki­seite des Guttenplag-Projekts und kli­cke mir mal eine Seite an. In dem Fall die Seite 328, dort wird ein Text angeb­lich von A. Schwab zitiert. In G.s Ori­gi­nal ver­weist sel­ber Text gleich­zei­tig auf 3 (!) Quel­len 946, 947, 948 hin, wobei 948 den angeb­lich falsch zitier­ten Text sogar im Titel des Wer­kes auf­zeigt Read the rest of this entry »

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Februar 19th, 2011 at 4:39 pm

Iranische Kriegsschiffe passieren den Suezkanal

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Wäh­rend sich alle Welt noch über die unwich­ti­gen Dinge des Lebens auf­regt, fällt ganz neben­bei eine Mel­dung auf, die es in sich hat:

Kairo hat offen­bar der Durch­fahrt zweier ira­ni­scher Kriegs­schiffe durch den Suez­ka­nal Rich­tung Mit­tel­meer zuge­stimmt. Ein ent­spre­chen­der Antrag Irans sei geneh­migt wor­den, ver­lau­tete am Frei­tag aus Armeekreisen.

Was das bedeu­tet kann man sich den­ken:

Aus israe­li­schen Sicher­heits­krei­sen heißt es: “Israel wird wis­sen, damit umzugehen”.

Die Finanz­märkte rea­gie­ren — ganz über­ra­schend für den ver­stän­di­gen Welt­bür­ger der noch dem blau­ge­blüt­gem Adel wütend ent­ge­gen­schwelgt — bereits auf die­ses Thema: der Erd­öl­preis steigt.

Mich beun­ru­higt, dass ein agyp­ti­sches Mili­tär gegen­über Israel nach Muba­raks Rück­tritt die Chuzpe hat und tat­säch­lich dem Iran dort die Durch­fahrt gewährt. Ich kenne mich da nicht aus, aber ich kann mir vor­stel­len, dass Israel aus Sicher­heits­grün­den nicht lange fackeln wird um einen sta­bi­len Sta­tus Quo wiederherzustellen.

Das benach­barte Libyen wird nicht demo­kra­tisch wer­den. Das glaube ich nicht, weil Ghad­dafi mit Muba­rak und Libyen mit Ägyp­ten nicht zu ver­glei­chen sind.

Muba­rak war stets Dienst­leis­ter der west­li­chen Mächte, ein klas­si­scher nütz­li­cher Dik­ta­tor, wäh­rend des­sen Ghad­dafi es geschafft hat die Gunst des Bil­des vom Isla­mis­mus seit dem 11. Sep­tem­ber 2001 für sich zu nut­zen. Er hat sich nie mehr so geöff­net wie noch in den 70er Jah­ren (als ich dort zur Schule ging), aber er hat zumin­dest den Anschein erweckt, ein dem Wes­ten wenigs­tens lau­schen­des Sys­tem zu sein.

Ghad­dafi bot krea­tive Mög­lich­kei­ten für beide, ein­mal für Isla­mis­ten, ein andern mal für die Ame­ri­ka­ner und ihre Gesin­nungs­ge­nos­sen. Muba­raks Nach­teil war die stra­te­gi­sche Lage sei­nes Lan­des, der Nähe zu Israel und dem Suez­ka­nal. Ghad­da­fis Libyen bot Erd­öl­quel­len und den einen oder ande­ren Mil­li­ar­den­auf­trag für die west­li­che (ja deut­sche) Wirtschaft.

Es stel­len sich nun zwei wich­tige Fragen:

  1. die erste lau­tet, wird Ägyp­ten sei­ner glo­ba­len stra­te­gi­schen Posi­tion gerecht und sichert es wei­ter­hin das Über­le­ben des Wes­tens zu? Die Anzei­chen dafür ste­hen schlecht, und inso­fern sich hier­zu­lande alle über diese “Demo­kra­tie” freuen, wün­sche ich mir, dass daran vor­bei nicht die Rea­li­tät des Lebens über­se­hen wird. Wer uns gefähr­det egal ob er Demo­krat sein will oder nicht, wird — ohne Dis­kus­sion — unschäd­lich gemacht. Was das für furcht­bare Kon­se­quen­zen für diese Men­schen da unten bedeu­tet sollte klar sein.
  2. die zweite, kann sich Ghad­dafi seine Posi­tion durch die kurz­fris­tige Insta­bi­li­tät in Ägyp­ten als Dienst­leis­ter des Wes­tens und damit zu sei­nen und zu unse­ren Guns­ten sichern? Ich meine ja: Ghad­dafi ist ein geschick­ter Stra­tege, gear­bei­tet haben in Libyen sowieso noch nie die Libyer, son­dern immer die Ägyp­ter und andere “Aus­län­der”, “Libyen hat eines der höchs­ten Pro-Kopf-Einkommen des afri­ka­ni­schen Kon­ti­nents. Die Sozi­al­ver­si­che­rung der Ein­woh­ner umfasst die kos­ten­lose medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung, sowie Witwen-, Wai­sen– und Alters­ren­ten. All­ge­meine Schul­pflicht bei kos­ten­lo­sem Unter­richt besteht für Sechs– bis Fünfzehnjährige.”

Den Men­schen in Libyen “geht es gut”, um es mal “vor­sich­tig” und völ­lig poli­tisch unkor­rekt aus­zu­drü­cken. Warum sollte das Volk in sei­ner Mehr­zahl dar­auf beste­hen sich in der Reihe der armen arbeits­lo­sen aus­ge­beu­te­ten Nach­barn  anzu­stel­len und in abseh­ba­rer Zeit auf Lam­pe­dusa anzukommen?

Hof­fent­lich gibt es einen schnel­len Frie­den. Solange wir von dort noch Res­sour­cen benö­ti­gen, wird die­ser Stand­ort immer durch den Wes­ten kon­trol­liert werden.

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Februar 18th, 2011 at 10:24 pm

The inconvenient truth about Doktorarbeiten

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Tja, was ist das eigent­lich? So eine Dok­tor­ar­beit? Wenn man mal den inter­es­san­ten Teil aus der Wiki anschaut:

Für Glie­de­rung, Zitate ande­rer Arbei­ten und den for­ma­len Nach­weis der Selb­stän­dig­keit sind gewisse For­men üblich oder in der Pro­mo­ti­ons­ord­nung der Fakul­tät bzw. des Fach­be­reichs vor­ge­schrie­ben. Betrug (etwa durch Hin­zu­zie­hung eines Ghost­wri­ters), ein nach­ge­wie­se­nes Pla­giat oder die aus­zugs­weise Über­nahme frem­der Texte ohne Quel­len­an­gabe kann auch noch im Nach­hin­ein zur Aber­ken­nung des Dok­tor­gra­des und ggf. zu straf­recht­li­chen Kon­se­quen­zen führen.

wird klar worum es mal grund­sätz­lich geht:

(1) Die Dis­ser­ta­tion muß eine selb­stän­dige wis­sen­schaft­li­che Leis­tung dar­stel­len und zur
Lösung wis­sen­schaft­li­cher Fra­gen bei­tra­gen. Sie soll zu neuen wis­sen­schaft­li­chen
Erkennt­nis­sen füh­ren. Die Arbeit wird in der Regel von einer prü­fungs­be­rech­tig­ten Per­son
betreut (Dok­to­ran­den– Verhältnis).”

Die benutzte Lite­ra­tur und sons­tige Hilfs­quel­len sind voll­stän­dig anzu­ge­ben; wört­lich oder nahezu wört­lich dem Schrift­tum ent­nom­mene Stel­len sind kennt­lich zu machen.”

Bis­her noch ohne Nach­weis, aber inter­es­sant fol­gen­der Hin­weis in die­sem Forum:

Da er offen­bar alle Texte im Lite­ra­tur­ver­zeich­nis ange­ge­ben hat, wird das ver­mut­lich als Unge­nau­ig­keit durchgehen,

Aktu­ell wird unser Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter hämisch gebasht weil er wohl eine ganze Menge Text von ande­ren Ver­fas­sern ver­wen­det haben soll, ohne diese als sol­che zu zitieren.

Wäh­rend des­sen die heu­lende Horde sich noch echauf­fiert, dass er “abge­schrie­ben” hat, haben zumin­dest einige soviel Rest­ver­stand, dass sie auf den klei­nen Umstand “ohne zu zitie­ren” noch ein wenig hinweisen.

Man sollte also erst mal ein wenig heiße Luft aus der Hys­te­rie her­aus­neh­men und ein­fach mal ver­ste­hen, dass in Dok­tor– und Diplom­ar­bei­ten selbst­ver­ständ­lich abge­schrie­ben wird und das nicht mal allzu knapp. Bei man­chen Dok­tor­vä­tern steht und fällt die Note näm­lich auch mit der Anzahl der Quel­len die zitiert wer­den. Je weni­ger Quell­ma­te­rial der Dok­to­rand ver­wen­det, je weni­ger umfang­reich war sein “Weg durch die wis­sen­schaft­li­che Lite­ra­tur”. Read the rest of this entry »

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Februar 17th, 2011 at 11:50 pm

Mubarak ist weg: willkommen Millionen

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…Ägyp­ter? Von 40 auf 80 Mil­lio­nen in einer Gene­ra­tion gewach­sen und schon lange ent­täuscht von der eige­nen Zukunft und Gegen­wart. Die Tune­sier haben es vor­ge­macht und wan­dern nun zu hun­der­ten nach Lam­pe­dusa aus.

Ich bin gespannt auf die Finan­zie­rung die­ser Leute, die uns den Suez­ka­nal für unser Erdöl frei­hal­ten sol­len und auch nicht gegen Israel anstin­ken dür­fen. Da ist die west­li­che Poli­tik wirk­lich in der Bre­douille aber ich ver­traue auf die kapi­ta­lis­ti­sche Krea­ti­vi­tät.

Denn wenn denen nicht gelingt, die da unten bei der Stange zu hal­ten, kom­men die Radi­kal­is­la­mis­ten und ern­ten ab. Oder viel­leicht ändert sich ja grund­sätz­lich mal was.

Der Arti­kel hier klingt ein wenig nach Satire. Soll er auch.

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Februar 16th, 2011 at 11:00 pm

Retten Blogger die Demokratie? Wollt Ihr mich verarschen?

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Bei sowas hier bekomme ich reflex­ar­tige Miss­trau­ens­schübe. Warum? Weil mir ein Jens Ber­ger vom Spie­gel­fech­ter, eine Nach­denk­seite oder sonst noch einer des “Ein­ge­schränk­ten Bie­ter­krei­ses” nicht weis­ma­chen kön­nen, dass es ihnen nicht haupt­säch­lich nur um ihre eigene Kohle geht.

Ich finde es nicht ver­werf­lich, wenn das einer von denen wegen eige­ner finan­zi­el­ler Mög­lich­kei­ten machen muss, aber ich finde es zum kot­zen unglaub­wür­dig, wenn eine mora­li­sche Ver­ant­wor­tung als Begrün­dung vor­ge­scho­ben wird.

Nur weil sich der moralisch-virtuell-mehrheitliche Zeit­geist dort wie­der­fin­det und er auch ent­spre­chend bedient wird, erkenne ich noch lange keine Eigen­in­ter­es­sen die über Ein­fluß, Macht und Kohle hinausgehen.

Blogs sind ein gro­ßes Thema zur Zeit und der schein­bare Nie­der­gang der Medien ver­führt den einen oder ande­ren dazu, anzu­neh­men, dass viel­ge­le­sene Blogs eine Alter­na­tive wäh­ren, die an der Gesell­schaft was ändern würden.

Die Gesell­schaft ändert sich auch wegen und mit den Blogs, aber nicht ursäch­lich weil da ein paar schlaue Heils­brin­ger ihre krea­ti­ven Arme aus­stre­cken um das arme suchende Volk ins Para­dies zu füh­ren. Da stre­cken ein paar schlaue Heils­brin­ger ihre Arme nach ganz ande­ren, schnö­den, hand­fes­ten Din­gen aus.

Dass die dann aus­ge­rech­net eine Huf­fing­ton Post als leuch­ten­des Bei­spiel vor­tra­gen, macht deren offen­bare Bewun­de­rung der Kohle, die man mit “sowas” ver­die­nen kann noch ein wenig deut­li­cher. Das bei SF genannte, als neue Erfin­dung erschei­nende “huch, wir könn­ten uns ja gegen­sei­tig” Ver­lin­ken ist ein wei­te­res schlech­tes Bei­spiel, wie Glaub­wür­dig­keit nach hin­ten los­ge­hen kann: es ist ja mit­un­ter die Natur des Blogs bzw. der Kom­men­ta­to­ren durch schnö­des quer­ver­lin­ken Umlei­tun­gen auf die eige­nen Sei­ten zu erzeu­gen — wohl in der Hoff­nung, den eige­nen Traf­fic zu erhö­hen. Das im Inter­net Blogs durch Hören­sa­gen emp­foh­len wer­den wäre mir sehr neu.

Es ist noch gar nicht so lange her, da schu­fen ein paar Alphas ein “Inter­net Mani­fest” und da schau her, wie schnell war die Blo­go­sphäre auf­ge­scheucht, dass ein paar Aus­er­wählte sich erlaub­ten den fet­ten vir­tu­el­len Kuchen im Namen aller selbst ein­zu­ste­cken. Der vir­tu­el­len Auf­merk­sam­keit hat es nicht gescha­det und (nur ein Bei­spiel) ein rot­schop­fi­ger Sascha Lobo mag sich bei so man­chen bis zum jüngs­ten Tag kom­plett unglaub­wür­dig gemacht zu haben, aber er schreibt der­wei­len nette Büch­lein auf unmo­der­nem Papier und wird alle nas­lang peku­niär unter­mau­ert zum einen oder ande­ren Inter­view gebe­ten. Auch so etwas wie die Netzpolitik.org ist mitt­ler­weile — ganz unzeit­ge­mäß — “eta­bliert” wie man so schön sagt und wäh­rend ich dort noch Glaub­wür­dig­keit erkenne, ganz ein­fach weil es eine hoch­spe­zi­elle Sparte ist, fal­len andere Blog­kol­le­gen, die sich der “poli­ti­schen” The­men­fin­dung ver­schrie­ben haben bei glei­chem Anspruch durchs Netz der Anerkennung.

Da ist mir ein ehr­li­cher Spen­den­auf­ruf noch alle­mal am liebsten.

Mein Zitat aus die­sem Blog­ein­trag gilt heute übri­gens über­haupt nicht mehr:

Lasst uns – ver­dammt noch mal – wenigs­tens jetzt – zusam­men­hal­ten. Hört auf Euch/uns gegen­sei­tig zu schwä­chen und uns „für die“ lächer­lich zu machen. Gebt „denen“ nicht den ernüch­tern­den Ein­blick „denen geht es auch nur ums Geld“. (…)…gerade jetzt ein ganz schlech­ter Zeit­punkt. Und wenn Eure Moti­va­tion Dinge zu schrei­ben und zu offen­ba­ren zu sehr mit dem Zwang damit Geld zu ver­die­nen zusam­men­hängt, dann lasst es bes­ser blei­ben, denn dann kor­rum­piert Ihr die Idee und die Kraft die hin­ter die­sem Weg in die Öffent­lich­keit tre­ten zu kön­nen steckt.

Warum? Weil der Mensch nur Brot und Spiele braucht. Und mehr wohl auch gar nicht will. Zumin­dest nicht der “rele­vante” Anteil der Bevöl­ke­rung. Aber solange “rele­vante” Blog­ger (ja noch nicht­mal in aus­rei­chen­der Tie­fen­schärfe) dröge meckern, kot­zen, kla­gen und Häme über andere ergies­sen und Sam­mel­be­cken der Ent­täusch­ten (von der Welt oder von den eige­nen Fähigkeiten) sind und das nur dazu führt, dass Google-Ads den einen oder ande­ren Euro bei besag­tem Blog­ger klin­geln lässt oder er künf­tig im ZDF als “Experte” für fri­sche Ein­schalt­quote sorgt, solange kön­nen die mich alle mal an mei­nem vir­tu­el­len Arsch lecken.

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Februar 16th, 2011 at 6:00 pm

Volker Pispers 4 President

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Obwohl er von Stutt­gart 21 keine Ahnung hat und es für “unsin­nig” hält, ich find ihn trotz­dem gut.

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Februar 11th, 2011 at 5:20 pm

das kann eine SSD Festplatte nicht

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Written by admin

Februar 11th, 2011 at 5:07 pm

Hartz 4 Spielchen

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Mit sol­chen Wahl­kampf­spie­le­reien sollte die Poli­tik uns nicht ärgern. Wer fällt denn noch dar­auf rein?

Würde die Oppo­si­tion diese Ver­bes­se­rung an der Schwei­ne­rei Hartz 4 akzep­tie­ren und wirk­li­che Alter­na­ti­ven auf­zei­gen, wür­den die auch Wahl­stim­men bekom­men. Die haben aber sel­ber keine, son­dern machen das, was Poli­ti­ker im All­ge­mei­nen immer tun: sich gegen­sei­tig mit Dreck bewer­fen und den schwar­zen Peter weitergeben.

Zudem soll es Zuschüsse für rund 2,5 Mil­lio­nen Kin­der aus Gering­ver­die­ner­fa­mi­lien für ein war­mes Mit­tag­es­sen, für Nach­hilfe und Ein­ta­ges­aus­flüge sowie für Ver­eine geben. Die Zustim­mung der Län­der dazu will die Koali­tion gewin­nen, indem sie die Kom­mu­nen in Mil­li­ar­den­höhe bei der Grund­si­che­rung im Alter entlastet.

Tja, eigent­lich schade, weil — trotz allem — die Betei­lig­ten jetzt erst­mal die­ses Wahl­kampf­schau­spiel abwar­ten müssen.

Ich seh das so wie Vol­ker Pis­pers, der meint mit Umver­tei­lung wäre viel getan: Gerechte Kran­ken­ver­si­che­rung, gerechte Ren­ten­ver­si­che­rung, gern noch ne Trans­ak­ti­ons­steuer und Weg­fall der Lohn­steu­er­be­mes­sungs­grenze (“breite Schul­tern tra­gen”) und schon wär vie­len geholfen.

Da muss man nicht mal Karl Marx aus­ru­fen, son­dern darf sei­nen Por­sche weiterfahren.

Written by admin

Februar 9th, 2011 at 11:30 pm

Hat die Bahn zuwenig Platz für Blogger?

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Denkt sich zumin­dest Fefe heute. Er mokiert sich über eine eigent­lich gute Nach­richt - näm­lich die Moder­ni­sie­rung der ICE 2 Züge — und meint:

Man hat doch jetzt schon kaum Platz für das Abstel­len der Geräte!

Nun, viel­leicht hat er ja zuwe­nig Platz, nicht wahr?

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Februar 9th, 2011 at 8:00 pm