“Ein Einschreiten des Finanzministeriums gegenüber der Bankenaufsicht vor der HRE-Rettung Ende September 2008 sei erkennbar nicht geboten gewesen. Die laufenden Berichte der Aufsicht habe er zwar nicht vorgelegt bekommen. Ihre Kenntnis sei aber auch nicht notwendig gewesen, wie sich im Nachhinein gezeigt habe, sagte Asmussen. “Es bestand kein Anlass, mich zu informieren.”
Genau das ist deren Denke: das Risiko bemisst sich am Bekannten. Nicht das man in solchen Positionen vorausschauend handeln sollte, nein! Nach den herrschenden Regularien hat Asmussen alles richtig gemacht (meint er). Aber Asmussen und Steinbrück haben die Verantwortung agierend tätig zu sein, und nicht nur reagierend. Das ist auch ein Problem für viele — schlechte — Geschäftsführer. Sich möglichst immer im Rahmen des Erlaubten und Nicht-haftbaren bewegen. Wenn dann was schiefgeht: das hat man nicht sehen können.
Aber: die Knowledge und die Fähigkeiten Entwicklungen abzusehen, dafür Risikoabschätzungen zu machen und Notfallpläne auszuarbeiten, das — liebe “führende” Angestellte, oder Bosse — ist Eure Aufgabe. Und da hat Asmussen und Steinbrück total versagt. Umso mehr, als diese beiden erst Methoden zum totalen Untergang in den Kreislauf gebracht haben.
Beide sind schuld. Beide müssen weg.
Aber: die Medien drehen den Schwerpunkt schon deutlich:
Die Opposition wirft insbesondere Ausmussen die Verletzung seiner Sorgfaltspflicht vor und fordert seine Entlassung. Der Grünen-Obmann Gerhard Schick sagte, die Vertreter der Bundesregierung seien schlecht vorbereitet und unstrukturiert in die Verhandlungen mit der Finanzwirtschaft über die Lastenverteilung der HRE-Rettung gegangen. “Deshalb verwundert es nicht, dass das Ergebnis so schlecht war.”
Es geht also schon gar nicht mehr um die Mitschuld der Politik an der Bankenkrise, es geht nur noch um den Deal, den die Banker mit den Politikern am Schluss ausgehandelt haben. Hallo? Hab´ ich was nicht mitbekommen?