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Stuttgart 21: Eskaliert die neue Regierung den Streit um den Bahnhof?

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Ein unab­hän­gi­ger Minis­ter äußert seine Zuge­hö­rig­keit zur S-21 Geg­ner­schaft direkt per retu­schier­tem But­ton auf der offi­zi­el­len Minis­te­ri­ums­home­page:

Offi­zi­el­les Bild

Ich zitiere hierzu einen tref­fen­den Kom­men­tar aus einem Artikel:

Es ist eigenartig

Die Grün­rote Lan­des­re­gie­rung, die ange­tre­ten ist, gegen die Spal­tung der Bevöl­ke­rung in Stutt­gart in Geg­ner und Befür­wor­ter vor­zu­ge­hen und als Inte­gra­tor zu wir­ken, erreicht inner­halb einer Woche im Amt das genaue Gegen­teil. Der neue Ver­kehrs­mi­nis­ter pola­ri­siert mit sei­nen Äuße­run­gen wie kein ande­rer vor ihm, man kann schon anneh­men, er ist ange­tre­ten um dem Bay­ern Söder Kon­kur­renz zu machen. Kret­sch­man — und selbst Küh­nast pfei­fen ihn zurück, mit dem Erfolg, dass er dem weg­ge­mobb­ten Pro­jekt­lei­ter Azer auch noch hin­ter­her­wirft “hätte er sich eben nicht für das Pro­jekt enga­giert”. Her­mann hat inner­halb von ein paar Tagen klar gemacht, dass er als Inte­gra­ti­ons­fi­gur, und damit als Minis­ter in der aktu­el­len Situa­tion in Stutt­gart unge­eig­net ist. Will man den Kon­flikt befrie­den, muss ein Inte­gra­tor her, und Her­mann weg.

Im genann­ten Arti­kel wird Her­mann ein wenig beleuchtet:

Der 58-jährige Ex-Gymnasiallehrer sieht sich als Partei-Linker, aber nicht als Fundi. Der Pazi­fist ver­wei­gerte im Novem­ber 2001 Kanz­ler Ger­hard Schrö­der (SPD) zusam­men mit drei ande­ren Grü­nen im Bun­des­tag die Gefolg­schaft bei der Abstim­mung über das Afghanistan-Mandat. Aller­dings erst, nach­dem sicher war, dass die rot-grüne Regie­rung eine eigene Mehr­heit errei­chen und nicht schei­tern würde, wie kol­por­tiert wird.

Das finde ich so vor­teil­haft bei per­so­nen­be­zo­ge­nen Wahl­zet­teln auf denen sich die Leute mit ihren Beru­fen äußern. Leh­rer bekom­men von mir grund­sätz­lich keine Stimme (Anm.: Leh­rer ist natür­lich ein abso­lut ehr­ba­rer Beruf, also bitte nicht belei­digt sein). Der Nach­teil an die­sem Sys­tem ist, dass sich die Schnor­rer und Nicht­leis­tungs­trä­ger (womit nicht unbe­dingt die Leh­rer gemeint sind) die­ser Gesell­schaft dann natür­lich gegen­sei­tig hoch­wäh­len kön­nen. Kein Wun­der, dass wir haupt­säch­lich schon wäh­rend ihrer “Berufs­zeit” staat­lich finan­zierte Luxus­par­la­men­ta­rier auf den Sitz­bän­ken haben. Bei der FDP und CDU sind das rei­che Kin­der oder pro­te­gierte Lüm­mel aus Stu­den­ten­schaf­ten oder Lob­by­is­ten­krei­sen, bei den Lin­ken und den Grü­nen sind das eben Leh­rer, beur­laubte Beamte oder Stu­di­en­ab­bre­cher (und letzt­end­lich auch nur wie­der Kin­der rei­cher Eltern). Ist natür­lich auch ganz blöd, wenn die Neoconliberalala´s aus­ge­rech­net an ihrem eige­nen Ast sägen, indem sie dafür sor­gen, dass immer mehr Leute in arbeits­markt­pre­käre Pos­ten ent­las­sen wer­den. Wen die dann wäh­len ist vorhersagbar.

Alles eine Soße. Nur das Links­grün jetzt alle in die Scheisse rei­ten wol­len. Was? Die wol­len ja Arbeits­plätze schaf­fen? Mit neuen, moder­nen Indus­trien und Märk­ten? Das klingt toll: lei­der zer­stö­ren die erst­mal Arbeits­plätze bevor sie neue schaf­fen. Und von einem zer­stör­ten Arbeits­platz kann ich meine Fami­lie nicht ernähren.

Written by Oliver Mark

Mai 18th, 2011 at 12:00 pm

2 Responses to 'Stuttgart 21: Eskaliert die neue Regierung den Streit um den Bahnhof?'

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  1. […] zum Arti­kel von ges­tern muss ich mal sagen: der Herr Her­mann scheint sein Hand­werk meis­ter­haft zu beherrschen. […]

  2. […] Mann der Welt misst 59,9 Zen­ti­me­ter Emo­tio­nen: 97* | 2* In Blogs gefun­den: Stutt­gart 21: Eska­liert die neue Regie­rung den Streit um den Ein unab­hän­gi­ger Minis­ter äußert seine Zuge­hö­rig­keit zur S21 Gegnerschaft […]

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