Heute morgen hörte ich im Radio, dass man jemanden „von damals“ zu einer Befragung einladen wolle. „Wie das damals so gekommen ist, mit Asse.“
WTF? Kann es möglich sein, dass es darüber keine Akten gibt, oder was soll so eine Aktion?
Die aktuelle Berichterstattung beschreibt dieses Problem nicht sehr optimistisch.
„Erst vor wenigen Wochen hat das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erstmals öffentlich eingeräumt, dass das marode Atomendlager Asse jederzeit unkontrolliert absaufen könnte.“
Ah, und jetzt der Grund, warum die ganz vorne anfangen wollen:
„Klar ist, dass die Oppositionsparteien im niedersächsischen Landtag auch Merkel vor den parlamentarischen Untersuchungsausschuss laden wollen, der heute seine Zeugenvernehmungen mit Fachleuten beginnt. Bis allerdings Merkel gehört wird, kann es Monate oder Jahre dauern: Die Regierungsparteien CDU und FDP bestehen auf chronologischer Aufarbeitung der Einlagerung von 126 000 Fässern mit radioaktivem Müll von 1967 bis 1978.“
„Asse-Ausschuss: Wer ist der Erste?
4. August 2009, 06:00 Uhr
Wollen CDU und FDP die politische Verantwortung für die Zustände im maroden Atomendlager Asse unter den Teppich kehren?
Hannover. Genau diesen Vorwurf hat ihnen gestern der Fraktionschef der Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, gemacht. Und er hat Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) einen “Feigling” genannt. Hintergrund ist die Terminplanung im Asse-Untersuchungsausschuss, der am Donnerstag die ersten Zeugen hören will. CDU und FDP wollen streng chronologisch vorgehen, sich erst einmal mit Fragen befassen, die Jahrzehnte zurückliegen.“
Das Ding käme somit erst nach den Wahlen in die Medien. Und bis dann die Legislaturperiode rum ist, hätten wir das alles schon wieder vergessen. Das Merkel Regierung bleibt ist absehbar.
Deswegen sollte der Untersuchungsausschuß eben auch auf Bundesebene eingerichtet werden. Und zwar plötzlich! Wenn Merkel da wirklich so viel Dreck am Stecken hat, dann muss das auch vor der Wahl noch thematisiert werden!
Tobias
6 Aug 09 at 16:08